Friedrich Gerstäcker - In Amerika

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Im Anschluss an die beiden Romane 'Nach Amerika' ist dieser Band die Fortsetzung. Friedrich Gerstäcker schildert auf authentische Weise das Schicksal der deutschen Auswanderer, folgt dabei ihren Spuren und lässt den Leser in das mühsame Leben der Pioniere in Nordamerika Einblick nehmen. Zahlreiche Orte besuchte der Autor selbst während seiner ersten Nordamerika-Reise, unterhielt sich mit zahlreichen Auswanderern, sah Land und Leute und versuchte selbst, sesshaft zu werden. Doch seine stete Unruhe trieb ihn immer weiter voran – seine zahlreichen Werke legen davon noch heute Zeugnis ab.

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„Hm“, lächelte der Doktor doch etwas verlegen, „das ist eigentlich wahr – aber was ich Sie fragen wollte, Roßwein – eignet sich Donnersville in der Tat für einen Arzt?“

„Wenn sich der Arzt für Donnersville eignet, warum nicht?“

„Aber die Gegend scheint sehr gesund.“

„Was hilft einem deutschen Bauern eine gesunde Gegend“, meinte Roßwein. „Er lässt sich doch jedes Jahr ein paar Mal zur Ader, oder braucht Schröpfköpfe, bis er sich so herunterbringt, dass er einen Arzt nötig hat. Die Menschen w e r d e n nicht klug.“

„Und kann mir Herr Donner verwehren, mich hier niederzulassen? Ich bin amerikanischer Bürger und darf wohnen, wo es mir gefällt.“

„Wenn Sie mir m e i n e Kundschaft nehmen, vergifte ich Sie“, sagte Roßwein.

„Haben Sie keine Angst, mein guter Roßwein“, erwiderte der Doktor mit einem halb mitleidigen Lächeln, „ich rasiere mich nicht einmal selber, viel weniger andere.“

„Sie rasieren sich nicht s e l b e r ?“, fragte Roßwein.

„Ich – habe keine geschickte Hand dazu.“

„Na, so lüg’ Du und der Deubel“, brummte der Barbier, schob beide Hände in seine Hosentaschen und verließ das Haus.

Georg und Wolf hatten sich indes dem deutschen Wirtshaus zugewandt, wo in der Tat eine Anzahl von angekommenen Deutschen eingetroffen war, die hier großenteils Verwandte oder Freunde in Donnersville und die Absicht hatten, sich in der ihnen als gut geschilderten Gegend niederzulassen. Andere, die sie auf dem Schiff getroffen und mit denen sie darüber gesprochen, schlossen sich, wie das sehr häufig geht, ihnen an, und so waren es acht Familien geworden, die sich hier zusammenfanden.

Es ist eigentümlich, wie leicht der Mensch verwildert. Den Leuten hier waren von dem Wirt für den nächsten Tag – da er nicht über mehr Raum verfügte, vier große Zimmer angewiesen worden und sie hatten sich dort, so gut es eben ging, einrichten müssen. Fünf Familien blieben ja überhaupt nur eine einzige Nacht dort, da sie am nächsten Morgen jedenfalls von ihren Verwandten abgeholt wurden. Die ganze Masse war hier auch erst seit gestern eingetroffen, aber wie sah es, in der kurzen Zeit, schon in den Räumen aus, die sie jetzt bewohnten. An das Zwischendeck eines Segelschiffs gewöhnt, auf dem sie über sieben Wochen in Schmutz und Unordnung zugebracht, setzen sie natürlich hier das Leben fort, und mit der Masse schmutziger Wäsche und feuchter Kleidungsstücke, die sie mit an Land gebracht, herrschte ein Dunst und ein Wirrwarr in den Räumen, der einem den Magen umdrehen konnte, wenn man sie nur betrat.

Die Leute hatten in den engen Räumen und bei schlechtem Wetter vollkommen verlernt, sich reinlich zu halten, und der schauderhafte Tabakgeruch dabei, mit einem warmen Fuselgestank außerdem, erhielt bei der fast drückenden Wärme eine wahrhaft qualvolle Atmosphäre.

Die Männer saßen zum großen Teil unten an der Bar, im sogenannten Schenkstand, und als die beiden jungen Leute den Raum betraten, war ein Amerikaner zwischen ihnen gerade eifrig beschäftigt, irgendein Schriftstück, wahrscheinlich einen Contrakt, aufzusetzen, nach welchem er sie später irgendwohin dirigieren konnte. Er hatte einen Deutschen zum Dolmetscher.

Georg ließ sich mit den Leuten in ein Gespräch ein, er stellte sich ihnen dabei als den Eigentümer des benachbarten Grund und Bodens vor und sagte ihnen einfach, welches die Bedingungen wären, unter denen sie einen größeren oder kleineren Stück Landes erwarten könnten – die Ärmeren sogar auf günstige Kreditbedingungen.

Auswanderer vor einem Boardinghouse Entschuldigen Sie Mr Donner fiel ihm - фото 18

Auswanderer vor einem Boardinghouse

„Entschuldigen Sie, Mr. Donner“, fiel ihm da der Yankee, ein alter Bekannter von uns, jener nämliche Mr. Sherard, dem der Platz da unten wohl zu warm geworden, ins Wort, „wenn ich mir erlaube, hier etwas einzureden. Ich bin des Deutschen allerdings nicht mächtig, habe aber doch so viel verstanden, um mir klar zu machen, was Sie wollen: nämlich Ihre Landsleute hier oben in dem ausgesogenen Norden zu halten, während der Süden mit seinem fabelhaft fruchtbaren Boden und den augenblicklich gedrückten Verhältnissen ihnen Vorteile bietet, von denen sie, nach ihren heimischen Anschauungen, keine Ahnung haben können. Ein sehr bedeutender Pflanzer in Georgien, der Sohn eines von den zur Empörung getriebenen Negern ermordeten Gentleman, der sich selber, als Amerikaner, nicht mehr getraut, unter diesen plötzlich frei gewordenen Niggern zu leben, will seine Plantage mit allen kostbaren Einrichtungen und Maschinen verkaufen. Im Ganzen ist das nun unter den jetzigen unglückseligen Verhältnissen natürlich nicht möglich, daher hat er sich entschlossen, das Land selber zu parzellieren – er besitzt ausgedehnte Länderstrecken und ist bereit, entweder eine bestimmte Summe Geldes für die einzelnen kleinen Grundstücke zu nehmen, oder auch, wenn die Einwanderer nicht über bares Geld verfügen, mit ihnen gemeinschaftlich auf Gewinnanteile abzuschließen. Außerdem haben sich, wie ein Brief besagt, den ich heute erst erhalten, auch noch mehrere andere Pflanzer dort zu einem solchen Verfahren entschlossen, da sie beabsichtigen, die Vereinigten Staaten zu verlassen und nach Yucatan auszuwandern. Sie wollen in Georgien eine vollkommen deutsche Kolonie gründen, aus der entschieden alle Irländer ferngehalten werden, und die Spekulation ist insofern eine ganz richtige, als sie wissen, wie rasch die Deutschen ein Land vorwärts bringen. Sie behalten sich natürlich einen Teil ihrer Grundstücke zurück und dürfen dann für spätere Jahre fest darauf rechnen, den Wert derselben auf das Zehnfache erhöht zu bekommen. Den Leuten hier ist das auch durch meinen Dolmetscher, einen sehr tüchtigen und mit den amerikanischen Verhältnissen genau bekannten Deutschen, schon vollständig klar gemacht, und ich hoffe, dass sie ihren Vorteil einsehen und danach handeln werden.“

Der Dolmetscher, auf welchen sich der Yankee berief, mochte alles das sein, was dieser von ihm sagte, aber sein Äußeres bot dafür wenig Empfehlenswertes. Es war eine kleine, gedrungene , etwas aufgeschwemmte Gestalt mit einem aufgedunsenem, roten Gesicht, was vielleicht daher rührte, dass er sich seine Krawatte fester als nötig zugeschnürt. Die großen blauen, aber ausdruckslosen Augen standen ihm stier aus dem Kopf und die ehedem braunen Haare fingen schon an, ganz ernstlich grau zu werden, obgleich er noch eigentlich gar nicht so alt sein konnte. Es war im Ganzen ein gemeines, glattes Gesicht, zu dem der unechte Schmuck, den er reichlich trug, vollkommen gut passte. Er nickte auch jetzt Einzelnen der Auswanderer, mit denen er früher schon verhandelt, heimlich verstohlen, aber mit einem gewissen Blinzeln zu, das etwa ausdrücken sollte: Der hat’s ihnen aber jetzt gesagt, d i e werden den Mund nicht wieder auftun.

Georg hatte den Yankee ruhig ausreden lassen, dann wandte er sich an die Auswanderer und sagte freundlich:

„Ihr Leute, es werden Euch da verlockende Vorspiegelungen der südlichen Länder gemacht. Ich will gar nicht etwa abstreiten, dass es dort außerordentlich fruchtbaren Boden, ein warmes Klima und für den Augenblick auch wohl günstige Bedingungen für den Einwanderer gibt – günstigere vielleicht in manchen Fällen, als sie ihm hier jetzt geboten werden können, denn viele der Pflanzer sind durch die Freisprechung der Neger vollständig ruiniert und m ü s s e n verkaufen. Andere dagegen, die sich vielleicht zu tief in die Rebellion eingelassen haben, fühlen sich unter der Herrschaft des Nordens, unter den jetzigen Verhältnissen und zwischen den f r e i e n Negern nicht wohl und gedenken deshalb eine große Kolonie in dem südlichen Mexiko zu gründen. Aber Ihr kennt den eigentümlichen Charakter der Leute nicht, die doch noch zurückbleiben und zwischen denen Ihr leben müsstet. Es ist dort nicht so wie im Norden, wo die Arbeit e h r t. Der südliche Pflanzer verachtet jeden weißen Mann, der selber die Hand an den Pflug legt, und wird Euch immer über die Schulter ansehen – aber das nicht allein – das könnte man als unbedeutend betrachten; das Schlimmste bleibt, dass noch viele, viele Jahre vergehen müssen, ehe die für den Augenblick niedergeworfenen ,Herren’ den Hass und Ingrimm vergessen werden, den sie dem Norden und besonders auch uns Deutschen geschworen haben, weil wir so treu zur Union gestanden und uns so wacker für sie geschlagen haben. Ihr würdet wenig frohe Stunden dort unten im Süden erleben und sogar mancher Gefahr ausgesetzt sein. Ich selber k a n n kein Interesse dabei haben, ob Ihr im Norden bleibt oder nach dem Süden geht; wenn Ihr aber m e i n e m Rate folgen wollt, so besinnt Ihr Euch zweimal, ehe Ihr den Ohio kreuzt. Wer etwas Näheres darüber von mir hören will, der mag mich aufsuchen und ich will ihm gern Rede stehen. Ich heiße Donner und wohne auf dem Platz, der hier den Namen Lobensteins Farm hat – und so Gott befohlen. Kommen Sie, Wolf, wir wollen unseren Spaziergang fortsetzen.“

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