Friedrich Gerstäcker - In Amerika

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Im Anschluss an die beiden Romane 'Nach Amerika' ist dieser Band die Fortsetzung. Friedrich Gerstäcker schildert auf authentische Weise das Schicksal der deutschen Auswanderer, folgt dabei ihren Spuren und lässt den Leser in das mühsame Leben der Pioniere in Nordamerika Einblick nehmen. Zahlreiche Orte besuchte der Autor selbst während seiner ersten Nordamerika-Reise, unterhielt sich mit zahlreichen Auswanderern, sah Land und Leute und versuchte selbst, sesshaft zu werden. Doch seine stete Unruhe trieb ihn immer weiter voran – seine zahlreichen Werke legen davon noch heute Zeugnis ab.

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„Da weht auch eine kleine Fahne in der Mitte, Mama“, rief Jenny, „aber das – das ist doch nicht – allmächtiger Gott, das ist die Unionsflagge!“

„Die sie erbeutet haben“, sagte die Mutter, indem ein verächtliches Lächeln um ihre Lippen spielte. „Du bist doch nicht töricht genug zu glauben, Kind, dass von dort her und aus dem inneren Lande heraus der Feind gegen uns anrücken könnte?“

„Das ist Unionskavallerie, Mama!“, rief aber Lucie entsetzt. „Ich kenne sie aus den Abbildungen, die wir hierher bekommen. Um des Himmels Willen, der Feind! Jetzt sind wir alle verloren.“

Mrs. Taylgrove war leichenblass geworden, und für den Augenblick schien es in der Tat, als ob sie, starr vor Schrecken, das Furchtbare mehr über sich hereinbrechen sah als fühlte. Aber es sollte ihr keine lange Zeit, um sich zu sammeln, gegeben werden, denn wenige Sekunden später erschallte ein Kommandoruf, und mit demselben zugleich zügelten die ersten Reiter ein – unmittelbar vor der kleinen, niedrigen Gartenpforte und kaum zehn Schritte von der Veranda entfernt, auf welcher sich die Damen befanden. Ein Offizier – die Uniformauszeichnung ließ sich freilich kaum durch den Staub, der ihn bedeckte, erkennen – ritt dicht an die kleine Tür heran, und militärisch, aber sehr artig grüßend, sagte er:

„Ladies, ungemein erfreut, nach einem langen heißen Ritt endlich wieder einmal menschliche Wohnungen und so holde Gesichter zu finden, das ist ein gutes Zeichen; aber eine Bitte hätte ich: Ist es wohl möglich, hier ein Glas frische Milch oder kaltes Wasser zu bekommen? Die Zunge klebt uns allen am Gaumen an.“

Mrs. Taylgrove war in der Tat durch den ersten Schreck momentan gelähmt gewesen, aber das dauerte nicht lange. Ihrer ganzen Natur nach eine äußerst resolute Frau, die überdies von Jugend auf nur gewohnt gewesen war, zu befehlen und über zahlreiche Sklaven zu gebieten, sammelte sie sich bald wieder. Das Blut schoss ihr in einem plötzlichen Strom in die Schläfe zurück. Das war der Feind, der freche Feind, der mit ihr sprach, der ihnen ihre Sklaven nehmen und selber über ihr Land gebieten wollte. Ihre großen, schwarzen Augen blitzten ihn an, ein trotziges, verächtliches Lächeln zuckte um die immer noch schönen Lippen und mit schneidender Stimme erwiderte sie, indem sie sich zu ihrer vollen Höhe emporrichtete:

„Das Hotel ist vorne in der Stadt, Sir. Truppen mit d e r Flagge können nicht erwarten, dass sie von den Bewohnern des Südens verpflegt werden sollen.“

„Oh?“, lachte der Offizier leise vor sich hin. „Stehen wir auf einem s o l c h e n Fuß miteinander, Mylady? Ja, da wird’s wohl nicht bei einem Glas Milch bleiben. Sam“, wandte er sich dann an einen hinter ihm haltenden Neger, „wie weit ist es bis in die S t a d t, wie die Dame sagt, und zum Hotel?“

„Oh Massa“, rief der Neger, der barfuss, nur mit Hemd, Jacke und Hose bekleidet und selbst ohne Hut, sein Tier rasch an die Seite des Offiziers trieb, „kaum zehn Minuten scharf zu reiten, können die Häuser schon da drüben durch die Bäume sehen.“

„Gut, Sam. Mr. Sight, haben Sie die Güte, Ihren Zug in die Stadt zu führen und dort Quartier zu besorgen, nehmen Sie in Beschlag, was Sie finden, und schlagen Sie Ihr Hauptquartier gleich im Courthouse auf, es ist doch eines dort, Sam?“

„Mächtig groß, Sir“, sagte der Neger vergnügt.

„Also gut, ich komme dann in etwa einer Stunde nach und will hier der Dame nur erst Respekt vor unserer Flagge beibringen. Die Proklamationen haben Sie bei sich, wie?“

„Gewiss, Captain“.

„Well. Sie wissen, was Sie zu tun haben. Quartier für den General in dem besten Haus, was Sie finden – selbstverständlich.“

„Ay ay, Sir!“ rief der junge Offizier – laut gegebene Befehle folgten, und wenige Minuten später trabten etwa zwei Drittel dieser Vorhut scharf die Straße entlang und gegen Belleville zu, während die Zurückgebliebenen, auf Kommando ihres Hauptmanns, jetzt absaßen, die Gartentür, die ungehalten nicht aufbleiben wollte, ohne weiteres aus den Angeln hoben und dann ihre Pferde in langer Reihe um das Haus herum auf den Hof führten, der aber auch mehr einem Garten als einem solchen Raum glich.

Der Captain war so lange zurückgeblieben, bis er alle seine Leute dort drinnen wusste – und sechs oder acht Neger hatte er ebenfalls in seiner Begleitung – dann folgte er nach. Kaum betrat er aber den inneren Raum, als er sich Mrs. Taylgrove gegenüber sah, die aus ihrem Haus kam, um dem Feind keck die Stirn zu bieten.

„Sir“, redete sie ihn hier mit finster zusammengezogenen Brauen an, „wer gibt Ihnen das Recht, das Eigentum eines freien Bürgers ohne seine Erlaubnis, ja ohne seine Anwesenheit zu betreten? Sind Sie ein G e n t l e - m a n, dass Sie es wagen, hier von unbeschützten F r a u e n ein Haus zu nehmen und Ihre ganze Mannschaft hineinzulegen. Ich habe wahrlich bis jetzt noch keinen hohen Begriff von den Yankee-Truppen gehabt, aber es scheint mir fast, als ob sie sich selber übertreffen.“

Der junge Offizier hatte ihr lächelnd zugehört, ohne sie auch nur durch ein Wort oder eine Bewegung zu unterbrechen; jetzt, nachdem sie geendet, erwiderte er mit derselben spöttischen Höflichkeit:

„Madame, ich selber habe nie daran gedacht, dass uns der Süden guten Willen und Gastfreundschaft entgegenbringen sollte, denn wir sind eben damit beschäftigt, seinen Stolz und Übermut zu brechen, und das ist stets ein undankbares Geschäft. Ich habe aber wenigstens geglaubt, dass die Bewohner dieser Gegenden die gewöhnliche Klugheit beachten und sich in das Unvermeidliche fügen werden; aber auch das scheint nicht der Fall zu sein, und wir werden es deshalb übernehmen müssen, den südlichen Herrschaften nicht allein unsere Gesetze, sondern auch unsere Sitten aufzuzwingen.“

„Eher könnten Sie das Land zu einer Wüste machen“, rief die Frau erregt und leidenschaftlich aus.

„Vielleicht doch nicht“, lächelte der Offizier, „aber Sie wissen, Madame, dass nur Erfahrung – und oft eigene bittere Erfahrung den Menschen klug macht, und davon möchte ich Ihnen jetzt eine Probe geben. Sie wären mich vorhin mit etwas Milch, ja nur mit ein paar Eimern frischen Wassers losgeworden, sobald Sie es nur freundlich und sich den Umständen eben fügend, geboten hätten – jetzt ersuche ich Sie um zwei Dutzend Medoc 24und einen kleinen Imbiss für meine Leute – frisches Wasser versteht sich von selbst.“

„Nicht ein G l a s Wein, das ich Ihnen freiwillig gebe“, rief die Dame empört aus.

„Also wollen Sie noch m e h r Erfahrungen sammeln?“, lachte der Offizier. „Wenn die Flaschen nicht in zehn Minuten zutage kommen, schicke ich meine Leute auf die Suche aus; aber ich stehe Ihnen dann dafür, Madame, dass sie ganz ungeahnte Schätze zu Tage fördern, denn sie haben darin ein außerordentliches Geschick.“

Damit lenkte er sein Tier, ohne die Damen, die ihm Dolchblicke zuwarfen, weiter zu beachten, um das Gebäude herum und fand, dass sich seine Leute dort schon ganz häuslich eingerichtet hatten – aber nicht etwa aus eigenem Antriebe, sondern von den Plantage-Negern dabei auf das Eifrigste unterstützt.

Die Schwarzen, die er in seinem Zuge mitführte, hatten sich nämlich nicht allein unter die Dienstleute des Hauses gemischt, sondern einer von ihnen war auch schon draußen an der Fenz des Baumwollfeldes abgestiegen und zu den dort arbeitenden Leuten übergeklettert. Allerdings eilte dort der gelbbraune Negertreiber herbei und war eben im Beginn, ihn mit seiner wuchtigen Peitsche zu empfangen, als der fremde Schwarze ohne weiteres auf ihn einsprang und ihm mit ein paar wohlgezielten Boxerstößen bewies, dass seine Herrschaft hier aus sei und er auf seine eigene Sicherheit denken müsse.

Im ersten Moment standen die übrigen Neger allerdings starr vor Entsetzen, denn sie wussten, was ihre Strafe gewesen wäre, wenn sie sich den Befehlen des negro-drivers auch nur mit einem Wort, geschweige denn mit einem Schlag, widersetzt hätten, aber mit der T a t dämmerte ihnen auch zuerst das Bewusstsein ihrer oft besprochenen, aber noch immer nicht geglaubten Freiheit. Das waren die Soldaten des Nordens, die Hilfe ihrem Elend brachten. Der fremde Neger stand, sich seiner eigenen Kraft bewusst, ein f r e i e r, unabhängiger Mann vor ihnen; und wie er dann noch mit beredten Worten zu ihnen sprach, ihnen verkündete, dass sie keine Sklaven mehr wären, dass General Sherman mit seiner ganzen Armee heranrücke, und wer da von ihnen wolle, ihm folgen könne, ohne seinen „Master“ um Erlaubnis zu fragen, da sie keinen Master mehr hätten und nicht mehr verkauft und misshandelt werden dürften, da brach der Jubel unter der herandrängenden Schar aus. Da zertraten sie ihre Körbe und streuten die Baumwollflocken in den Wind, da schwangen sie sich jubelnd und jauchzend in dem Feld herum, in dessen Furchen früher ihr Schweiß geflossen, und zähneknirschend, mit zerschlagenem Gesicht kroch ihr sonst so gefürchteter Driver aus dem Weg, denn seine Rolle war hier ausgespielt.

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