Bernd Franzinger - Lehrer Lämpel lebt!

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Nach 150 Jahren Tiefschlaf wird Lehrer Lämpel wieder zum Leben erweckt. Von seinem Schöpfer erhält er den Auftrag, die modernen Spiel- und Spaßschulen zu inspizieren. Als angeblicher Ministerialbeamter mit Sonderauftrag besucht er u.a. die Wilhelm-Busch-Schule, wo er auf die Rektorin Jennifer Wiefelspütz-Trautschmann trifft. Die multikompetente Schulleiterin hat gerade einen Fortbildungskurs 'Self-Assessment zum Kompetenzprofil Schulmanagement' absolviert, nimmt regelmäßig an Feedback- und Coaching-Events teil und besucht Veranstaltungen zur systematischen Unterrichtsentwicklung sowie zum schulischen Qualitätsmanagement.
"Wird an Ihrer Schule eigentlich auch etwas gelernt?", fragt Lehrer Lämpel.
Die Rektorin verzieht angewidert den Mund. «Gelernt?»
"Also lautet ein Beschluß:
Daß der Mensch was lernen muß.
Nicht allein das Abc
Bringt den Menschen in die Höh';
Nicht allein in Schreiben, Lesen
Übt sich ein vernünftig Wesen;
Nicht allein in Rechnungssachen
Soll der Mensch sich Mühe machen,
Sondern auch der Weisheit Lehren
Muß man mit Vergnügen hören."
Wilhelm Busch, 1865
Mit spitzer Feder lässt der Autor von 'NO auf Bildungsreise' und 'Fritz I – ein Knirps wehrt sich' genüsslich die bunten Luftballons der modernen Schulpädagogik zerplatzen.
Dieser amüsante Schelmenroman ist mit ausgewählten Wilhelm-Busch-Zitaten und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte garniert (denn Lehrer Lämpel kann Agnes einfach nicht widerstehen …).

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Den ganzen Morgen über beschäftigte er sich mit dem von seinem Mentor entwickelten Crashkurs über die Segnungen des modernen Kommunikationszeitalters. Da Theodor Busch jedoch weder ein Handy noch einen Computer besaß und sich für diese Dinge auch nicht interessierte, sparte er diese beiden Geräte bei seinem Vorbereitungslehrgang aus. Allerdings hatte er an dieser Stelle des Ordners den Werbeprospekt eines Elektronikmarktes abgeheftet, der alle möglichen Handys, PCs und Laptops in Hochglanzformat präsentierte.

Natürlich musste Busch davon ausgehen, dass Lämpel irgendwann mit diesen Hightechprodukten konfrontiert werden würde. Deshalb erteilte er ihm einen entsprechenden Rat: Er solle einfach kundtun, dass er in seinem bisherigen Leben sehr gut ohne Handy und Computer zurechtgekommen sei und dies auch in Zukunft zu tun gedenke – ein Recht, das man einem älteren Herrn durchaus zugestehen sollte, wie Theodor Busch handschriftlich anmerkte.

Weisungsgemäß beschäftigte sich Lämpel nun mit dem Telefon. Mit spitzen Fingern tippte er eine vorgegebene Nummer in die piepsende Tastatur ein. Nach einigen Ruftönen meldete sich eine barsche Frau.

»Finanzamt, Zentrale«, bellte die Stimme.

Verdutzt nahm Lämpel den Hörer vom Ohr und bestaunte ihn ungläubig. Im ersten Moment wollte er sofort wieder auflegen, doch dann erinnerte er sich an seine Kommunikationsaufgabe und entschuldigte sich höflich für die Störung der Beamtenruhe.

Amüsiert lauschte er ein paar Sekunden dem Gezeter seiner Gesprächspartnerin, dann legte er auf und wählte die nächste Telefonnummer. Mehr als 10 Minuten lang musste er sich die quäkende Melodie von Beethovens ›Ode an die Freude‹ anhören, bis sich endlich die synthetische Stimme eines Sprachcomputers meldete:

»Guten Tag und herzlich willkommen bei der Kundenhotline der Deutschen Telekom. Damit Sie gleich mit dem passenden Berater verbunden werden, nennen Sie bitte kurz den Grund Ihres Anrufs.«

»He?«, war alles, was Lämpel hervorbrachte.

»Nennen Sie ein Thema, wie zum Beispiel: Beratung, Rechnung, Störung, Umzug, Nachfrage zum Auftrag, oder sagen Sie ›anderes Anliegen‹.«

»Anderes Anliegen.«

»Ich konnte Sie leider nicht verstehen.«

»Anderes Anliegen«, blaffte Lämpel abermals.

»Ich konnte Sie leider wieder nicht verstehen. Probieren Sie es bitte zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.«

»Verstehst du kein Deutsch, du, du, du Suppenhuhn?«

Sein scheinbar allwissender Mentor hatte dieses Fiasko offenbar vorausgeahnt und belohnte ihn mit der Erlaubnis zu seinem ersten Freigang. Zuvor musste er allerdings noch die Vorhänge zurückziehen und sein Domizil anständig durchlüften. Mit diesem symbolischen Akt signalisierte er den Nachbarn, dass der neue Hausherr inzwischen eingezogen war. Theodor Busch hatte gute Vorarbeit geleistet und den Dorfbewohnern seinen Alleinerben als skurrilen, stillen und introvertierten Zeitgenossen beschrieben, der sehr zurückgezogen zu leben pflege und den man am besten ganz in Ruhe lasse.

Bei seinem Spaziergang zum See begegneten Lämpel mehrere Passanten. Sie belästigten ihn nicht mit neugierigen Fragen, sondern grüßten ihn freundlich und zogen dann still ihres Weges.

Nach einem strengen Winter erweckte der sonnige, wohltemperierte März die Natur aus ihrem monatelangen Tiefschlaf. In den Vorgärten reckten Schneeglöckchen und Krokusse ihre Köpfchen der Sonne entgegen, Forsythien setzten die ersten gelben Farbtupfer und aus den kahlen, leblosen Ästen der Sträucher sprießten grüne Triebe hervor.

Die von einer lachenden Sonne erwärmte Luft war erfüllt vom erdigen und würzigen Duft des aufkeimenden Lebens. Die ersten Zugvögel kehrten aus ihrem Winterquartier zurück und begannen mit dem Nestbau.

Bis auf den dichteren Uferbewuchs sah der See noch genau so aus, wie ihn Lämpel in Erinnerung hatte. Unweit der kleinen Gemeinde inmitten von Grünland und Ackerflächen gelegen, glänzte die kreisrunde Wasserfläche wie eine silberne Scheibe. Sogar die beiden Sitzbänke standen noch an derselben Stelle. Allerdings waren sie nicht mehr wie damals aus Holz gefertigt, sondern aus recyceltem Kunststoff.

Verwundert strich Lämpel über das ihm unbekannte Material. Danach setzte er sich, zog die Tüte mit den Brotresten aus der Leinentasche und schaute sich um. Es dauerte nicht lange und einige Enten kamen aus dem nahen Schilf auf ihn zugewatschelt.

Lämpel schritt auf sie zu und streute Futter aus. Laut schnatternd machten sich die Tiere die größten Bissen streitig. Mit der Zeit gesellte sich noch eine Schar frecher Spatzen hinzu, wodurch sein Vorrat bald aufgebraucht war.

»Ihr seid immer noch genauso verfressen wie vor 150 Jahren«, nuschelte er lächelnd vor sich hin.

Als er sich umdrehte, weiteten sich erschrocken seine Augen, denn von ihm völlig unbemerkt hatte sich ein Mann auf der anderen Sitzbank niedergelassen. Er war etwa Mitte Sechzig, trug einen schwarzen Mantel und einen breitrandigen Hut, unter dem ein grauer Pferdeschwanz baumelte.

Lange Haare, unrasiert, das muss ein Landstreicher sein. Da mache ich mich lieber gleich aus dem Staub, dachte Lämpel, dem diese verwegene Gestalt nicht geheuer war.

Doch der ältere Mann schien keinerlei Notiz von ihm zu nehmen und blickte starr nach unten auf seinen Schoß, wo sich irgendein Gerät befand, auf dem er herumdrückte.

Wahrscheinlich eines dieser neumodischen Mobiltelefone, spekulierte Lämpel und kehrte zu seiner, etwa zehn Meter von der anderen entfernt unter einer prächtigen Trauerweide stehenden Bank zurück.

Andächtig ließ er den Blick über die unbewegte Wasserfläche schweben, dann schloss er die Augen und labte sich an den wärmenden Sonnenstrahlen. Seine Gedanken kreisten um die Frage, welche Überraschungen sein neues Leben wohl noch für ihn bereithalten mochte.

»Jawohl, ich hab’s geschafft!«, ertönte plötzlich ein Jubelschrei.

Lämpel schaute hinüber zu der anderen Bank. Die Blicke der beiden Männer begegneten sich. Der ältere Herr lächelte und grüßte freundlich, indem er seinen Hut lupfte. Obwohl ihm sein Mentor aus Vorsichtsgründen aufgetragen hatte, in der nächsten Zeit keinen persönlichen Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen, reagierte er auf diese nette Geste und nickte.

Schließlich ist Höflichkeit eine der zentralen kulturellen Errungenschaften, sinnierte Lämpel. Ich war früher ein rechtschaffener, höflicher Mensch und werde dies auch in meinem neuen Leben bleiben. Nein, ich werde mich keinen Deut ändern.

Brauchst du doch gar nicht, du alter Kauz, polterte Wilhelm Busch in seine Gedanken hinein. Hör dir besser an, was ich über deine vergötterte Tugend ›Höflichkeit‹ gedichtet habe:

Wer möchte diesen Erdenball

noch fernerhin betreten,

wenn wir Bewohner überall

die Wahrheit sagen täten?

Ihr hießet uns, wir hießen euch

Spitzbuben und Halunken,

wir sagten uns fatales Zeug,

noch eh wir uns betrunken,

und überall im weiten Land

ein langbewährtes Mittel

entsproßte aus der Menschenhand

der treue Knotenkittel.

Da lob’ ich mir die Höflichkeit,

das zierliche Betrügen:

Du weißt Bescheid, ich weiß Bescheid,

und allen macht’s Vergnügen.

2. Kapitel

»Ihre erste Aufgabe am heutigen Tag lautet: Kaufen Sie in der Dorfbäckerei ein Roggenbrot und fünf Brötchen. Geld finden Sie im untersten Fach der Vitrine«, las Lehrer Lämpel sich am nächsten Morgen selbst vor.

Am angegebenen Ort entdeckte er eine gusseiserne Schatulle. Banknoten waren Lämpel nicht unbekannt, aber solche hatte er noch nie gesehen. Wie ein Kriminalbeamter, der Papiergeld auf Echtheit hin überprüft, begutachtete er die bunten, knisternden Scheine. Am meisten faszinierten ihn die glitzernden Regenbogenfarben der Hologramme.

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