Bernd Franzinger - Lehrer Lämpel lebt!

Здесь есть возможность читать онлайн «Bernd Franzinger - Lehrer Lämpel lebt!» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Lehrer Lämpel lebt!: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Lehrer Lämpel lebt!»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Nach 150 Jahren Tiefschlaf wird Lehrer Lämpel wieder zum Leben erweckt. Von seinem Schöpfer erhält er den Auftrag, die modernen Spiel- und Spaßschulen zu inspizieren. Als angeblicher Ministerialbeamter mit Sonderauftrag besucht er u.a. die Wilhelm-Busch-Schule, wo er auf die Rektorin Jennifer Wiefelspütz-Trautschmann trifft. Die multikompetente Schulleiterin hat gerade einen Fortbildungskurs 'Self-Assessment zum Kompetenzprofil Schulmanagement' absolviert, nimmt regelmäßig an Feedback- und Coaching-Events teil und besucht Veranstaltungen zur systematischen Unterrichtsentwicklung sowie zum schulischen Qualitätsmanagement.
"Wird an Ihrer Schule eigentlich auch etwas gelernt?", fragt Lehrer Lämpel.
Die Rektorin verzieht angewidert den Mund. «Gelernt?»
"Also lautet ein Beschluß:
Daß der Mensch was lernen muß.
Nicht allein das Abc
Bringt den Menschen in die Höh';
Nicht allein in Schreiben, Lesen
Übt sich ein vernünftig Wesen;
Nicht allein in Rechnungssachen
Soll der Mensch sich Mühe machen,
Sondern auch der Weisheit Lehren
Muß man mit Vergnügen hören."
Wilhelm Busch, 1865
Mit spitzer Feder lässt der Autor von 'NO auf Bildungsreise' und 'Fritz I – ein Knirps wehrt sich' genüsslich die bunten Luftballons der modernen Schulpädagogik zerplatzen.
Dieser amüsante Schelmenroman ist mit ausgewählten Wilhelm-Busch-Zitaten und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte garniert (denn Lehrer Lämpel kann Agnes einfach nicht widerstehen …).

Lehrer Lämpel lebt! — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Lehrer Lämpel lebt!», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Dort, wo er gerade stand, bildete sich in Windeseile eine Wasserpfütze. Ungelenk stampfte er los und hinterließ eine Spur nasser Fußabdrücke. Kraftlos schleppte er sich die Kellertreppe hinauf. Vor der Abschlusstür hielt er inne.

Was, und vor allem wer, erwartet mich wohl hinter dieser Tür?, überlegte er mit bangem Blick. Was soll ich denn nur antworten, wenn man mich fragt, wer ich bin und wo ich herkomme? Soll ich vielleicht sagen:

»Guten Tag, ich bin Lehrer Lämpel und habe 150 Jahre lang in Ihrem Keller in einem Eissarg geschlafen.«

Nervös knetete er sein unter einem Vollbart verstecktes Kinn. Das glaubt mir doch kein Mensch. Die werden mich bestimmt sofort ins Irrenhaus einliefern.

Du alter Hasenfuß, frotzelte die Stimme in seinem Kopf. Du brauchst keine Angst zu haben, das Haus ist leer.

Lämpel zögerte noch einen Moment, dann kratzte er allen Mut zusammen und drückte die Metallklinke herunter. Zentimeter um Zentimeter schob er das Türblatt nach vorne. Dann streckte er den Kopf durch den Türspalt und schaute sich vorsichtig um. Der Flur war hell erleuchtet. Er schloss die Augen und horchte konzentriert. Kein Geräusch, nichts, aber auch rein gar nichts war zu hören.

Auf Zehenspitzen schlich er über knarzende Holzdielen hinweg zur Haustür und blickte nach draußen. Nichts als rabenschwarze Dunkelheit. In der Ferne bellte ein Hund. Lämpel wandte sich um, ging zurück zur Kellertür und folgte den Pfeilen.

Sie geleiteten ihn in eine gemütlich eingerichtete Küche, vor deren einzigem Fenster die Vorhänge zugezogen waren. Auch dieser Raum wurde von einem sonnenartigen, gleißenden Licht erleuchtet, wie er es noch niemals zuvor gesehen hatte. Zudem entdeckte er Gegenstände, die er nicht kannte und für die er auch keine Namen parat hatte.

Träume ich das alles?, fragte er sich nun schon zum wiederholten Male. René Descartes hat behauptet, dass niemals Wachen und Träumen nach sicheren Kennzeichen voneinander unterscheidbar seien. Und zwar deshalb, weil die Traumerlebnisse eine Intensität erreichen könnten, die denjenigen im Wachzustand erlebten, gleichkämen.

Das hat der alte Schlawiner den Vorsokratikern geklaut, monierte der Mann, der behauptete, Wilhelm Busch zu sein.

Zum Beweis ein Zitat von Heraklit, zweitausend Jahre vor Descartes: ›Es ist immer ein und dasselbe, Lebendiges und Totes, das Wache und Schlafende, Jung und Alt.‹ Wie du siehst, geht doch nichts über eine humanistische Bildung.

»Die habe ich ebenfalls genossen«, betonte Lämpel.

Ja, ich weiß. Aber mal was anderes: Meinst du nicht, du solltest endlich deine nassen Kleider und Schuhe ausziehen? Du bibberst ja schlimmer als Schneider Böck, nachdem ihn damals die Gänse aus dem Bach gezogen hatten.

Erst jetzt wurde Lämpel bewusst, dass er tatsächlich wie Espenlaub zitterte. Ängstlich blickte er sich um.

Du brauchst dich nicht zu zieren. Ich hab dir doch schon gesagt, dass niemand im Haus ist.

In der Ecke entdeckte Lämpel einen mit Kleidern und einem Handtuch bestückten Stuhl. Darunter standen dunkle Halbschuhe, in denen schwarze Socken steckten.

So, und nun marsch, marsch an die Arbeit!, befahl die Stimmen.

Alles, was du brauchst, um in deinem neuen Leben zurechtzukommen, findest du in dem Ordner auf dem Tisch. Studiere ihn Zeile für Zeile und befolge strikt die darin enthaltenen Anweisungen. Du musst unbedingt alles daransetzen, in deiner neuen Umgebung so wenig wie möglich aufzufallen.

Lämpel fiel spontan kein anderer Ort ein, an dem er seine triefende, altmodische Bekleidung deponieren konnte. Also legte er Frack, Hose, Hemd, Schnürschuhe und Kniestrümpfe einfach in die Edelstahlspüle. Nun trug er nur noch seine graue Leinenunterwäsche am Körper.

Auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz für seine pitschnasse lange Unterhose durchstöberte er die neuen Sachen, doch er entdeckte lediglich eine Feinripp-Garnitur. Während er ängstlich die Küchentür im Auge behielt, zog er die nasse Unterwäsche aus, trocknete sich geschwind ab und sprang förmlich in die kurze Unterhose. Ansonsten hatte der unbekannte Kleiderspender mit seiner Wahl genau ins Schwarze getroffen, denn Sakko, Hemd, Hose und Schuhe passten wie angegossen.

In den trockenen Kleidern fühlte sich Lämpel wie neu geboren. Er verschränkte die Hände auf dem Rücken und stolzierte pfeifend durch die Küche. Er fühlte sich rundherum wohl, seine zeitweiligen Ängste hatten sich verflüchtigt, und er war sehr neugierig auf das, was ihn außerhalb dieser vier Wände wohl erwarten würde. Vor einem neben dem Fenster aufgehängten Bild blieb er stehen. Die Fotografie zeigte ein altes Fachwerkhaus.

Dieses Haus kenne ich doch, sagte er zu sich selbst. Ja, sicher, das ist unzweifelhaft Wilhelm Buschs Elternhaus.

Nun erinnerte er sich auch wieder an die Haustür mit dem rautenförmigen Fensterchen, den dunklen Dielenboden im Flur und die verzierte Eckvitrine in der Küche, die noch am selben Platz stand.

Hier in dieser beschaulichen Gemeinde hatte der Schüler Heinrich Christian Wilhelm Busch drei Jahre lang Lehrer Lämpels Dorfschule besucht. Und hier in diesem Haus war Lämpel anno 1841 mehrmals zu Besuch gewesen. Aber nicht etwa, weil der kleine Wilhelm Anlass zur Besorgnis oder gar Beschwerde gegeben hätte. Nein, mit ihm gab es keine Probleme.

Mit seinem störrischen, uneinsichtigen Vater hingegen schon, denn dieser puritanischen Krämerseele genügte die Dorfschule nicht. Deshalb meldete der alte Busch seinen erst neunjährigen Sohn von Lämpels Bildungsanstalt ab und schickte ihn zu seinem Schwager, einem hunderte Kilometer entfernt lebenden Pastor, der Wilhelm fortan privat unterrichtete.

Lehrer Lämpel litt unter diesem Affront so sehr, dass er nächtelang nicht schlafen und tagsüber nur schwerlich seine Lehrtätigkeit verrichten konnte. Bei seinen Hausbesuchen zog er alle Register: Wechselweise redete er mit Engelszungen auf Wilhelms Eltern ein oder er warnte vor der Entwurzelung und Entfremdung ihres sensiblen Zöglings. Ein andermal drohte, schimpfte und fluchte er. Ja, er mobilisierte sogar den Pfarrer und den Arzt zur Unterstützung. Aber nichts half, der alte Sturkopf rückte keinen Millimeter von seinem Entschluss ab.

Bei meinem letzten Auftritt habe ich diese Haustür wutentbrannt zugeworfen und seitdem das Anwesen der Familie Busch nie mehr betreten, erinnerte sich Lämpel. Jedenfalls wissentlich, ergänzte er in Gedanken. Denn an der Tatsache, dass ich ausgerechnet hier aufgewacht bin, besteht ja wohl kaum ein Zweifel. Wieso bin ich überhaupt in diesem Haus gelandet?

Frag nicht so viel, sondern setz dich endlich an den Tisch und lies den Ordner!, polterte die Geisterstimme.

Lämpel tat wie ihm geheißen. Unmittelbar vor ihm lag ein dicker Aktenordner. Rechts daneben stand ein Glas und eine Flasche Mineralwasser. Er schenkte sich ein und trank einen Schluck. Als er das Kribbeln der Kohlensäure auf der Zunge spürte, leckte er sich verdutzt die Lippen. Erst jetzt bemerkte er die aufsteigenden Gasperlen in seinem Glas. Kopfschüttelnd faltete er die Hände zu einem stillen Gebet. Anschließend klappte er den Deckel auf.

Wirf mal einen Blick in die Schublade!

Lämpel nahm den Oberkörper zurück und zog die Tischschublade bis an seinen Bauchnabel heraus.

»Du hast wirklich an alles gedacht. Danke«, sagte er in die Stille hinein.

Diesmal antwortete die Stimme nicht. Staunend entnahm er eine Meerschaumpfeife, Tabak, Zündhölzer, einen Pfeifenstopfer sowie einen Aschenbecher.

»Ist zwar leider nicht meine alte«, murmelte Lämpel, als er die Pfeife begutachtete. »Die hier ist ganz neu, das Tonmaterial ist noch marmorweiß, richtig jungfräulich.« Er kicherte hinter vorgehaltener Hand.

»Aber sie liegt ausgesprochen gut in der Hand. Meine alte wäre mir zwar lieber, aber die ist mir ja damals bei dem heimtückischen Anschlag dieser Lauselümmel um die Ohren geflogen.«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Lehrer Lämpel lebt!»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Lehrer Lämpel lebt!» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Lehrer Lämpel lebt!»

Обсуждение, отзывы о книге «Lehrer Lämpel lebt!» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x