Renate Wullstein - Stadt Land Flucht

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Es ist ja ein sehr spezieller Blick auf die alte DDR, «speziell» durch die Vita der Erzählerin und auch durch ihre große Offenheit, das ist schon spannend.
Die Sprache ist ohne Fettpolster und Schweißtropfen, sie ist sauber, treffend, ohne Verrenkung, ohne Gesinnungsdruck, ohne jede Peinlichkeit. Ihre Sprache will nicht dauernd furchtbar gut sein, sondern ist meist nur klar und richtig und erfreut dennoch in regelmäßigen und zuverlässigen Abständen mit poesie-nahen «Hits». Meist entstehen diese Edelsteine durch Verknappung. Respekt!
Sten Nadolny (Auszug aus dem privaten E-Mail-Briefwechsel)
Die Entscheidung, aus dem Hinterhof im Berliner Prenzlauer Berg wegzuziehen, damit das zukünftige Kind nicht neben einem Kohlenhof aufwachsen würde, fiel 1981. Während einer Reportage-Arbeit im Havelland fand die junge Autorin Renate Wullstein den Bauernhof in Paretz, der zum Verkauf stand. Aufs Land, ein alter Traum erfüllt sich. In Tagebüchern und Briefen dokumentiert sie den Alltag, nicht ahnend, dass es die letzten Jahre der DDR sein würden.

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Als er vom Cheflektor vorgestellt wurde, war ich noch einmal überrascht: Erhard M. Ich kannte den Namen, weil er genau wie ich beim Sonntag für die Feuilleton-Seite schreibt, mich aber nie interessiert hat, denn der Name Erhard klingt ja wohl alt und verstaubt.

Zum Abendbrot setzte er sich an unseren Tisch, obwohl wir vollzählig waren und er sich einen Stuhl heran ziehen musste. Als er mir einen Spaziergang um den See herum vorschlug, schüttelte ich den Kopf. “Ich wohne auf dem Lande”, sagte ich. “Ich brauche keine frische Luft.”

“Aber ein bisschen Romantik kann doch niemandem schaden”, sagte er.

“Mir aber doch.” Ich blieb hart. “Ich wohne im Dorf der Königin Luise, falls dir das was sagt. Ich möchte hier nicht noch mehr Romantik.”

Er seufzte. “Dann gehe ich mit anderen Frauen.”

“Tu das”, sagte ich.

Tatsächlich ging er mit Jutta Schlott und irgendwelchen Leuten los. Allerdings hatte ich in einer Pause, in der ich mich bei Bergander aufhielt, mitbekommen, dass M. und Jutta Schlott sich bereits kannten. Das machte sie für ihn möglicherweise weniger attraktiv, aber Vorsicht, vielleicht waren sie doch noch nicht im Bett. Am nächsten Vormittag meine Lesung. Anschließend wartete Lewerenz wie üblich das Ende der Diskussion ab, um sein Urteil zu verkünden: “Es stimmten sogar die Konjunktive”, sagte er. “Ansonsten habe ich die Geschichte nicht verstanden.”

Ich blickte ihn ruhig an, froh, dass die Prüfung vorbei war. In der Pause kam Erhard zu mir.

Ich saß mit Maja, Adam und einigen anderen am Rauchertisch. Er legte mir einen Apfel auf den Tisch.

“Ich esse kein Obst”, sagte ich.

Er lächelte unbeirrt.

“Nimm diesen Apfel an”, befahl er.

Ich blickte zu ihm hoch. “Ich wohne inmitten einer Apfelplantage”, sagte ich.

„Ja klar, Königin Luise.“

„Diese Frau macht mich wahnsinnig”, setzte er leise hinzu und ging.

Am Abend wurde wie am Vorabend der Kamin befeuert. Alle Leute saßen, liefen oder standen herum, tranken Wein, Bier und redeten.

Gisela Adam und Maja hatten die Flirtversuche aufmerksam verfolgt. Nachts im Zimmer sagte Maja:

“ Pass auf bei dem, der macht das immer so.“

„Keine Sorge“, sagte ich. “Ich mache das auch immer so.“

Jeden Tag saß Erhard tapfer und flirtete mit Jutta Schlott.

Den kriege ich, soviel ist klar, dachte ich, aber ich werde mich nicht verlieben.

Am letzten Tag ließ er uns alle wissen, dass seine Frau morgen dreißig wird und er in Werder dreißig Rosen bestellt habe, die er abholen müsse. Alle Achtung, dreißig Rosen im November, dachte ich, das würde Wolfgang nie in den Sinn kommen.

Am Abend das übliche Abschlussbuffet. Die lange Rede des Chefs, während einem das Wasser im Mund zusammenlief. Früchte und Fleisch, zarter Schinken, verschiedene Käsesorten, Schüsseln mit Krabben-, Geflügel-, Heringssalat. Endlich anstoßen mit Wein und die Teller voll packen, essen, quatschen. Der Kamin brannte. Ich langweilte mich mit Bergander.

Erhard hielt sich auffällig allein.

Risiko, dachte ich. So früh verließ ich sonst nie eine Abendgesellschaft.

Im Zimmer hatte ich ein Problem. Sollte ich nackt ins Bett gehen oder mit Nachthemd? Sollte ich das Licht anlassen und lesen oder im Dunkeln warten. Mein Nachthemd war aus Omas Zeiten. Weißes Leinen mit Spitze. Probehalber zog ich es an, setzte mich mit angezogenen Beinen auf den Tisch und grübelte. Da klopfte es schon. ‚Ach du grüne Neune.’

„Herein.“

Verlegen stand er in der Tür, hielt eine Rose in der Hand und sagte: „Ich muss morgen ganz früh los.“

„Ich weiß“, sagte ich.

Nach ungefähr einer halben Stunde war ich verliebt. Wir gingen wieder in den Salon. Erst er, kurze Zeit später ich. Wir saßen getrennt. Maja, Adam und Jutta Schlott ließen sich nichts anmerken. Die Frau von Lewerenz, die auch als Lektorin arbeitet, außerdem jeden Abend für Sauberkeit und Ordnung sorgte, machte ihren letzten Gang übers Parkett. Sie fand etwas und rief quer durch den Saal: „Herr Berg-Ander, Ihre Pfeife!“

Schallendes Gelächter.

Frau Lewerenz sah in die Runde.

„Was ist denn daran so lustig?“

Am Morgen war Erhard weg, mit neunundzwanzig Rosen.

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