Ulrike Puderbach - Bittere Vergeltung
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Jürgen Antweiler betrat das zuständige Polizeirevier. Nachdem er noch unzählige Male versucht hatte, seine Frau auf ihrem Handy zu erreichen, doch immer nur die Mailbox ansprang, hatte er sich entschlossen, jetzt schon zur Polizei zu gehen, auch wenn die achtundvierzig Stunden noch nicht vorüber waren. Er sprach den diensthabenden Polizisten am Empfang an und kam ohne Umschweife zur Sache. „Ich möchte meine Frau vermisst melden.“ „Einen Moment bitte, ich melde Sie an. Bitte weisen Sie sich aus.“ Jürgen Antweiler schob seinen Personalausweis durch die kleine Klappe zu dem Polizisten. Kurz darauf wurde der Ausweis zurückgegeben und der automatische Türöffner summte. „Zimmer 39, gleich hier links“, sagte der Polizist. Antweiler bedankte sich und betrat gleich danach das Dienstzimmer. Ein ungefähr fünfzigjähriger Polizist in Zivil saß hinter dem Schreibtisch und blickte ihn über den Rand einer Lesebrille hinweg fragend an. Jürgen Antweiler stellte sich vor und erklärte sein Anliegen. „Ich weiß auch, dass die vorgeschriebenen achtundvierzig Stunden noch nicht vorbei sind, aber meine Frau ist seit gestern Abend wie vom Erdboden verschluckt. Sie ist weder heute Morgen zum Unterricht in der Schule erschienen, noch kann ich sie auf ihrem Handy erreichen. Und ihr Auto steht unberührt in der Tiefgarage.“ „Ihre Frau ist also Lehrerin?“ „Ja, sie unterrichtet an der Internatsschule Geschichte und Erdkunde.“ „Und niemand hat sie seit gestern Abend gesehen?“, fragte der Beamte noch einmal nach. „Nein, definitiv nicht. Sie hat gestern Abend gegen acht Uhr das Haus verlassen und gesagt, sie müsste zu einem Elterngespräch; ich habe mir auch nichts dabei gedacht, als sie abends, als ich schlafen ging, noch nicht wieder da war. Aber als heute Morgen ihr Bett völlig unberührt war, habe ich versucht sie anzurufen und bin dann zur Schule gefahren.“ Der Beamte überlegte einen Moment. „Und es kommt sonst nicht vor, dass ihre Frau wegbleibt, ohne etwas zu sagen?“ „Nein, sie sagt immer, wenn sie länger irgendwo bleibt oder bei einer Freundin übernachtet.“ „Dann sagen Sie mir jetzt genau, welche Kleidung ihre Frau trug, als sie das Haus gestern Abend verließ und ich schreibe sie als vermisst aus. Die Beschreibung geht an alle Wachen der Stadt und die Streifenwagen. Dann können wir nur noch abwarten, ob sie sich meldet oder jemand sie sieht.“ Antweiler besann sich auf die Kleidungsstücke, die am Abend zuvor im Bad am Kleiderhaken gehangen hatten. Er beschrieb alles so genau wie möglich und der Beamte machte sich Notizen.
Er hatte sein Werk vollendet. Er hatte es ihr heimgezahlt und sie gequält. Unzählige Bücher über Foltermethoden, die es jemandem erlaubten, das Opfer so lange wie möglich am Leben zu halten und ihm trotzdem unendlichen Schmerz zu bereiten, hatte er in den letzten Jahren gelesen. Die Schnitte hatte er an Schweine- und Rindfleisch aus dem Discounter immer wieder geübt, denn schließlich wollte er vorbereitet sein. Alle diese Schnitte hatte er ihr zugefügt. Sie hatte sich vor Schmerzen gewunden, soweit es ihre Fesseln zuließen und er hatte in ihren Augen vor jedem neuen Schnitt gesehen können. Er hatte es genossen, ihr unglaubliches Leid und Schmerzen zuzufügen, wie sie kaum jemand aushalten konnte. Sie gehörte zu den Menschen, die es nicht besser verdient hatten. Und bevor er ihr nach einer Stunde Folter mit Messer und Haken endlich mit dem erlösenden Schnitt die Kehle aufschlitzte, hatte er die Maske abgenommen, damit sie im Moment ihres Todes sein Gesicht erkannte. Das war sein letzter Triumph gewesen und er hatte eine unendliche Genugtuung verspürt, als er in ihren Augen das blanke Entsetzen sah, bevor das Leben darin endgültig verlosch.
Jetzt fühlte er sich müde und abgespannt. Er wischte seine blutbeschmierten Instrumente sorgsam ab und packte sie zurück in den Koffer. Seine Einmalhandschuhe und den Lappen packte er in einen Plastikbeutel, den er zuknotete und gleich in einen Mülleimer im Park werfen würde. Mit einem letzten Blick auf die Tote verließ er das alte Bootshaus und zog die Tür hinter sich zu.
05. November 2016
Freitag, 13:00 Uhr
Sie hatten Berge alter Akten durchgesehen und die ganze Woche nichts Anderes als Papierkram erledigt. „So fertig, das war die Letzte“, Robert schob den Stapel Papier zur Seite, lehnte sich in seinem Schreibtischstuhl zurück, streckte die langen Beine vor sich aus und grinste seine Kollegin und Freundin Marina Thomas an. „Das Wochenende naht mit Riesenschritten, das war doch mal eine ruhige Woche.“ Er hatte den Satz noch nicht richtig zu Ende gesprochen, als das Telefon klingelte. „Du sollst das Unglück doch nicht immer herbeireden“, rügte Marina ihn, als er den Hörer abnahm. „Kunz, K9 Mordkommission“, meldete Robert sich. Er setzte sich auf und zog den Notizblock zu sich heran. „Wo ist das genau?“ Er notierte sich die Adresse und legte dann auf. „Du hattest Recht, ich hätte es nicht beschreien sollen“, sagte er danach an seine Kollegin gewandt. „Was ist es?“ „Wir haben eine Leiche im einem alten Bootshaus an der Leine, das auf dem Internatsgelände steht. Der KDD hat gesagt, dass es wohl eine ziemliche Sauerei ist. Gut, dass wir noch kein Mittagessen hatten.“ Marina zog die Augenbrauen in die Höhe. „Na toll, und das freitags.“
Sie nahmen ihre Jacken vom Haken und gingen auf den Parkplatz, wo der Dienst-BMW stand. „Es geht nach Leinhausen“, sagte Robert, der auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatte. „Das Internat befindet sich in der Dorotheenstraße. Also gehen wir mal zurück in die Schule“ grinste er. Er warf noch einmal einen Blick auf den Zettel mit der Adresse und stutze. „Was ist denn los?“, wollte seine Kollegin wissen, der seine Reaktion nicht entgangen war. „Das Dorotheen-Internat - Tom hat die Woche einen Freund aus dem Sportverein zu Besuch gehabt, der dieses Internat besucht. Wir sind auf dem Weg zum Training dort gewesen, weil er seine Sportsachen noch holen musste.“ „Das ist aber doch nichts Außergewöhnliches“, Marina sah daran nichts Besonderes. „Das nicht, aber Tom hatte das Gefühl, dass mit Hanno - so heißt sein Freund - etwas nicht stimmte und dass es da wohl Probleme in der Schule gibt.“ „Du glaubst aber doch nicht etwa jetzt, dass der Junge etwas damit zu tun hat?“ „Nein, das nicht. Aber es ist doch schon ein bisschen komisch. Naja, Zufälle gibt’s.“ „Warten wir es ab“, Marina ließ den Motor an und fuhr los. „Zuerst gucken wir uns jetzt mal die Schlachtplatte an“, seufzte sie.
Der KDD und die Spurensicherung erwarteten sie schon vor dem Haupteingang des Internats. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum alten Bootshaus, das ein gutes Stück von den Gebäuden entfernt lag. Begleitet wurden sie von Dr. Steiner, dem Rektor der Schule, einem Mann Mitte Fünfzig mit Nickelbrille und schütterem blonden Haar, das strähnig und farblos wirkte. Er fuhr sich immer wieder nervös mit den Händen durchs Gesicht. „Seit wann wird das Bootshaus denn schon nicht mehr genutzt?“, erkundigte sich Robert auf dem Weg. Der Direktor blickte ihn an, als stünde ein Alien vor ihm. „Bitte was?“ „Ich wollte wissen, seit wann das Bootshaus nicht mehr genutzt wird“, wiederholte Robert seine Frage. Der Mann war ihm unsympathisch, aber persönliche Sympathie oder Antipathie hatte bei einer Ermittlung zunächst nichts zu suchen. „Seit ungefähr vier Jahren. Da wurde das neue Bootshaus für die Rudermannschaft aus Fördermitteln gebaut. Bis jetzt haben wir noch keine neue Verwendung für das Gebäude gefunden, das eigentlich noch in Ordnung ist. Aus diesem Grund ist es derzeit nur eine Art Lager für alte Geräte.“ „Und welche Personen haben Zutritt zum Bootshaus?“ Der Rektor zuckte die Schultern. „Eigentlich jeder aus dem Kollegium. Der Schlüssel hängt an einem allgemeinen Schlüsselbrett, wo alle möglichen Schlüssel für Geräteräume, Sporthallen, Materialräume, und so weiter hängen. Jeder der Zugang zum Sekretariatsbereich hat, kann theoretisch den Schlüssel nehmen und in das Bootshaus gehen.“
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