James Norman Hall - Zwischen Himmel und Hölle mit der Escadrille Lafayette

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Zwischen Himmel und Hölle mit der Escadrille Lafayette: краткое содержание, описание и аннотация

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"An die nächsten zehn bis fünfzehn Sekunden habe ich keinerlei Erinnerung. Das nächste, was ich weiß, ist, dass ich auf die Erde zustürzte, während mein Motor auf Hochtouren lief. Ich erfasste meine Lage und war doch machtlos, sie zu ändern. Mein Gehirn weigerte sich, meinen Körper zu Handlungen aufzufordern. Ich konnte nicht das Geringste tun. Schließlich hatte ich einen klaren Gedanken: 'Stehe ich in Flammen?' Diese Vorstellung schnitt wie ein Messer in meinen umnebelten Geist."
Zahlreiche junge Männer, die sich während des Ersten Weltkriegs mit romantisch verklärten Vorstellungen von den «Rittern der Lüfte» den Luftstreitkräften anschlossen, wurden rasch von der grausamen Realität eingeholt und konnten sich glücklich schätzen, wenn sie ihre Lektion nicht mit dem Leben bezahlten. Unter ihnen befand sich auch der US-Amerikaner James Norman Hall, der später als Co-Autor der Romantrilogie «Meuterei auf der Bounty» weltweite Bekanntheit erlangen sollte. Hall erlag den Lockungen des prestigeträchtigen Fliegerlebens und schloss sich der berühmten Escadrille Lafayette, einer Jagdstaffel bestehend aus in französischen Diensten kämpfenden Freiwilligen aus den (vorerst noch offiziell neutralen) Vereinigten Staaten, an. Seine Erlebnisse sammelte er in Berichten, welche er einer US-amerikanischen Zeitschrift zur Veröffentlichung sandte. Im Juni des Jahres 1918 erschienen Halls Aufzeichnungen in dem Buch «High Adventure: A Narrative of Air Fighting in France», das nun erstmals in deutscher Sprache vorliegt.
"Zwischen Himmel und Hölle mit der Escadrille Lafayette" gewährt nicht nur einen detaillierten Einblick in das Alltagsleben eines Jagdpiloten des Ersten Weltkriegs, sondern legt auch Zeugnis ab über die schweren Opfer, die der Luftkrieg den jungen Männern körperlich wie geistig abverlangte.

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Florian Dexheimer

KAPITEL I: Das Franko-Amerikanische Korps

Es war ein kühler, sternenklarer Abend im frühen September des Jahres 1916, als ich Drew aus Massachusetts erstmals traf und mein Abenteuer als angehendes Mitglied der Escadrille Américaine seinen Anfang nahm. Wir hatten New York an Bord desselben Schiffes verlassen, hatten, ohne um die Existenz des jeweils Anderen zu wissen, am selben Tag um Aufnahme in der Fremdenlegion ersucht und, während wir in Paris auf unsere Aufnahmepapiere warteten, jeden Abend unser Nachtmahl im selben geräumigen, jedoch trostlos verwaisten Restaurant unweit der Seine eingenommen.

Was dieses Restaurant betrifft, so kann ich versichern, dass wir es nicht wegen der Qualität seines Essens aufsuchten. Andernorts hätten wir sowohl besser als auch preiswerter speisen können. Das Etablissement strahlte jedoch eine Aura verblasster Glorie und ehemaliger Größe aus, die uns in der Hauptstadt einer kriegführenden Nation wie magisch anzog. Abend für Abend wurden die Tische mit blütenweißen Tischtüchern und blankpoliertem Silberbesteck gedeckt. Die Weingläser fingen in kleinen funkelnden, Lichtpunkten die Strahlen der stumpfgewordenen Kronleuchter ein. Zur Abendessenszeit nahmen ein halbes Dutzend altehrwürdige Bedienstete schweigend ihre Plätze im Speisesaal ein. Außer dem gelegentlichen Hupen eines fernen Automobils und dem gedämpften Klappern des Geschirrs aus der Küche war kein Laut zu hören. Das Personal und selbst die Tische und die leeren Stühle schienen lauernd zu horchen und auf Gäste zu warten, die nicht kamen. Im Laufe eines Abends verirrten sich selten mehr als ein Dutzend auswärts Speisende hierher. Die übermäßig sorgfältigen Vorbereitungen hatten etwas Unergründliches und überaus Vornehmes an sich. Man musste unweigerlich an die vergangenen Tage denken, als dieser Saal von Gelächter, strahlenden Lichtern und Musik erfüllt war und der Champagner ebenso prickelnd war wie die Gespräche, wobei man sich eines Gefühls der Traurigkeit nicht erwehren konnte. All diese Spaßmacher hatte sich vor mehr oder minder langer Zeit der Krieg geholt.

An jenem Abend ergab es sich, dass Drew und ich an benachbarten Tischen saßen. Unsere gemeinsame Staatsbürgerschaft brach das Eis und nach fünf Minuten angeregter Unterhaltung wurde der gemeinsame Grund unseres Aufenthaltes in Frankreich offenbar. Nach dieser Entdeckung müssen wir wohl unser Abendmahl eingenommen haben. Ich meine mich vage zu erinnern, dass unser alter Kellner auf seinem Weg zu und von der Küche an einer langen Reihe leerer Tische vorbeihinkte. Wenn wir unser Essen an diesem Abend überhaupt beachteten, dann lediglich in seiner Eigenschaft als Nährstofflieferant.

Drew kann mit Wörtern umgehen - bei Gott, kann dieser Mann mit Wörtern umgehen! - und er hat die Begabung, die alltäglichsten Geschehnisse in den Mantel des romantischen Abenteuers zu hüllen. Tatsächlich entspringen jene Schwierigkeiten, die ich bei der Niederschrift dieser Erinnerungen zweifelsohne haben werde, größtenteils dem romantisierenden Einfluss, den er auf mich hatte. Ich hätte es wohl vermocht, eine einfache Erzählung zu Papier zu bringen, da ich tagtäglich gewissenhaft mein Tagebuch führe und unsere Abenteuer folglich ebenso exakt wie wahrheitsgetreu schildern kann. Allerdings hat mich Drew mit einem Fluch belegt. Er selbst ist sich dessen nicht bewusst, aber er ist ein Hexer und ich stehe dermaßen in seinem Bann, dass ich an meiner Fähigkeit zweifle, unsere Erfahrungen so nüchtern wiederzugeben, wie sie unseren Kameraden vom Franko-Amerikanischen Korps wohl in Erinnerung sind, die sich ihrer rein sachlich entsinnen.

Ich bin mir sicher, dass nicht einer dieser Männer einen so seltsamen und unvermittelten Grund für seinen Beitritt zum Fliegerkorps nennen könnte, wie ihn mit Drew anvertraute, während wir am Abend unseres ersten Treffens über Kaffee und Zigaretten beisammensaßen. Er sei mit der Absicht nach Frankreich gekommen, so sagte er, sich der Légion Étrangère als Infanterist anzuschließen. Allerdings änderte er wenige Tage nach seiner Ankunft in Paris seine Pläne, als er Jackson von der Amerikanischen Fliegerstaffel traf, der sich nach sechs Monaten an der Front auf Urlaub befand.

Es begann alles mit der Art und Weise, wie Jackson einen türkischen Teppich betrachtete. Er erzählte Drew auf vollkommen unprätentiöse Weise von seinen Abenteuern. Keine Heldentaten, nicht die geringste Aufschneiderei. Er sagte mir, Jackson habe nicht die mindeste Ausschmückung hinzugefügt. Er habe jedoch auf eine Weise den Boden angestarrt, die Drew "unwiderstehlich" fand und die ihm "eine lebhafte Vorstellung von den luftigen Höhen vermittelte". Er konnte förmlich die Städtchen, Dörfer, Grabensysteme und auf den sich dahinschlängelnden Straßen marschierenden winzigen Soldatenkolonnen erkennen - alles in den Mustern eines türkischen Teppichs. Schon am nächsten Tag suchte er das Hauptquartier des Franko-Amerikanischen Korps in der Champs-Élysées auf, um um seine Aufnahme zu ersuchen.

Es mutet seltsam an, dass wir beide nach Frankreich gekommen waren, ohne über Grundkenntnisse über das Korps, dessen Aufnahmebedingungen oder auch nur die Anforderungen der Fliegerei zu verfügen. Unser gesamtes Wissen bestand zum Zeitpunkt unseres Aufbruchs aus nicht mehr als dem Inhalt einiger Zeitungsartikel. Mag sein, dass es notwendig war, das Korps in Amerika nicht offiziell anzuerkennen und sein weiteres Anwachsen nicht zu ermutigen, uns erschien es damals jedoch, als sei der Regierung in Washington daran gelegen, den Beitritt von US-Bürgern aktiv zu unterbinden. Was auch immer tatsächlich der Fall gewesen sein mag, wir fragten uns, ob auch andere den vagen Hinweisen nachspürten und den gedämpften Lockruf vernahmen.

Diese Gedanken veranlassten uns, unsere Befähigung für die Fliegerei zu hinterfragen und dabei machten wir beide einige beruhigende Entdeckungen über uns. Es ist wohl schicklich, diese nun zu enthüllen, da sie anderen Begeisterten als Ermutigung dienen mögen, die sich, ebenso wie wir beiden zu jener Zeit, ihrer Unzulänglichkeiten bewusst und überzeugt sind, nicht über die notwendigen Eigenschaften zum erfolgreichen Flieger zu verfügen. Drew war nie weiter vom Boden entfernt gewesen als auf dem Dach des Woolworth-Gebäudes. Ich hatte ein einziges Mal einen Ausflug in einem eroberten Beobachtungsballon unternommen. Drew hatte nicht die geringste Ahnung von Motoren und sein Wissen über Mechanik reichte gerade so weit, dass er eine Taschenuhr aufziehen konnte, ohne dass sie ihm in der Hand auseinanderfiel. Meine Ignoranz in diesen Dingen stand der seinen in nichts nach.

Ein weiteres Hindernis auf unserem Weg, uns in den Dienst Frankreichs zu stellen, bestand in unserer Unkenntnis der Sprache. Tatsächlich war dies das größte Problem, das wir zu überwinden hatten. Alle unsere anderen Defizite schienen zu meistern zu sein, wenn wir nur erst eine gute Kenntnis der Sprache erworben hätten. Ohne diese sahen wir keine Möglichkeit, uns das technische Wissen anzueignen, das unserer Meinung nach die unabdingbare Grundlage für die Ausbildung zum Militärflieger bilden musste. Diesbezüglich sahen wir beiden uns also von Anfang an enormen Schwierigkeiten gegenüber. Wir mussten unter Gefahr für Leib und Leben durch praktische Erfahrung all das lernen, was viele unserer Kameraden, Franzosen ebenso wie Amerikaner, bereits wussten, ehe sie sich erstmals hinter einen Steuerknüppel setzten. Man muss allerdings sagen, dass sich zahlreiche Männer zu äußerst bemerkenswerten Piloten entwickelten, ohne viel von den technischen Aspekten ihres Handwerks zu verstehen.

Soweit es Drew und meine Wenigkeit betraf, so wollten wir die Lösung dieser Probleme getrost der Zukunft überlassen. Vorerst waren wir einfach damit zufrieden, dass man unseren Aufnahmeersuchen stattgegeben hatte und dass wir uns am nächsten Tag auf den Weg zur École d'Aviation Militaire machen würden, um unsere Pilotenausbildung zu beginnen. So verließen wir also nach einem langen Abend anregender Gespräche und in noch anregenderer Erwartung künftiger Ereignisse unser Restaurant und schlenderten gemeinsam die verlassenen Straßen entlang zum Place de la Concorde . Der weitläufige, vom Wind umspielte Platz war nahezu menschenleer. Die Denkmäler für die verlorenen Regionen erhoben sich mächtig im Dämmerlicht der Straßenlaternen. Zwei Kriegsversehrte humpelten über die Brücke und verschwanden auf einer Allee im nächtlichen Dunkel. Sie hatten bereits vor Monaten ihren Dienst geleistet und ihr Opfer gebracht. Sie mochten sich von der Gesellschaft im Stich gelassen fühlen und denken, ihre Anstrengungen seien vergebens gewesen.

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