Paul Barsch - Paul Barsch erzählt

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"Paul Barsch hat zwar nur eine einfache Dorfschule besucht, aber doch für sein Dichtertum sehr instruktive Lektionen genossen, in Werkstätten, in Schänken und Spelunken, auf der Landstraße, in den Winkeln und Gassen kleinerer Städte, auf dem Lande, bei Schifferleuten, im Zigeunerlager, in kalten Scheuern und bei lustigen Festen hat er studier. (Paul Keller)
Wie waren und wie lebten die Menschen um 1870 in Schlesien und in Bayern.
Die Kindheit der damaligen Zeit. Wie gestaltete die Jugend ihr Leben damals.
"Die Mütter" die berühmte Dichtung von Paul Barsch.

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Beim Abendessen und auch später waltete Friede. Die Familie saß beisammen im Schein der Öllampe, Frau und Magd spannen. Von den Vorgängen auf der Wiese und dem Wortkrieg im Stalle war keine Rede mehr.

Den Kopf der Magd durchschwirrten Liedklänge und Trotzgedanken. Verse des Gesanges von der Agnes, über deren Brautbett sich vom Fenster her eine bleiche Totenhand streckte, schufen ihm Arbeit. Wie mutwillige Lämmer waren sie von ihren Plätzen gehüpft und wusste nicht mehr, wohin sie gehörten. Doch es glückte, sie einzureihen. Andere Lieder drängten sich hinzu und prahlten, dass bei ihnen alles klappe. Der Trotz verlangt, dass Anna sich weder durch ihre Herrin noch durch den Klatsch im Dorfe hindern lasse, des Dichters Wünsche zu erfüllen. Bei vielem Nachdenken hatte sie erraten, welche Sorte von Liedern er suchte.

Der Hausherr sah noch einmal im Hofe und in den Ställen zum Rechten und prüfte das Wetter. Das war das Zeichen zum Schlafengehen. Anna stellte ihr Spinnrad in den Winkel, wünschte gute Nacht und ging. Durch das Dachfenster ihres Bodenkämmerchens grüßte ein schöner Stern. Den betrachtete sie bekümmert. Dann holte sie weinend aus ihrer Truhe ein Wachstöckchen und Schwefelhölzer hervor, auch blaues Briefpapier, das ihr eine Freundin zur Kommunion geschenkt hatte.

Das Wachsstöckchen war in Albendorf zu Ehren der Mutter Gottes geweiht und durfte nur zu heiligen Zwecken angezündet werden, auch in Fällen schwerer Leiden. War denn der Zweck, dem es nun dienen sollte, nicht auch heilig, und litt sie nicht schweren Pein? Umständlich verhüllte sie das Fenster mir Tüchern, damit der Nachtwärter nicht an ihr zum Verräter werde. Zögernd überlegte sie, ob sie wirklich die hübschen Bogen mit Bleistift bekritzeln solle, und rasch gelangte sie zu der Erkenntnis, dass für ihren Freund kein Opfer zu groß sei.

Der Deckel der Truhe war ihr Tisch. Kniend, in ihre Aufgabe ganz versunken, schrieb sie bis Mitternacht. Dann schlüpfte sie mit durchfrorenen Gliedern ins Bett.

Zur rechten Zeit erwachte erwacht sie, und innig dankte sie dafür ihrem Schutzengel! Beim Frühstück aber verging ihr die Lust am jungen Tage. Der Bauer verlangte, dass Minna von nun an die Kühe zur Weide treibe. Sie sie dazu groß und stark genug. Anna werde in der Wirtschaft und auf dem Rübenacker gebraucht.

Minna, noch ein Schulkind, widersprach und greinte. Anna fühlt sich ins Herz getroffen, doch sie verbarg ihr Weh. Aus Rachsucht hatte die Frau das Gebot ersonnen und dem Manne in den Mund gelegt. Am liebsten hätte sie laut geheult. An die Weiden am Graben, an die Blumen, die Vögel, die Hasen, die Wolken und an ihr zerstörtes Wiesenglück dachte sie. Doch grausamer noch litt sie durch die Schmach, die ihr und dem Dichter angetan worden war. Wenn sie doch wüsste, wie er hieß und wo er wohnte! Ach, dass sie ihm die blauen Briefbogen nicht schicken konnte! Den besten Halt in ihrem Jammer gewährten ihr die Verse, die sie im Verlauf des Tagewerks aus entlegenen Tiefen des Erinnerns mühsam hervorkramte. Vor der Schönheit dieses Zeitvertreibs entwichen die trüben Gedanken. Trost spendete ihr dann die Zuversicht, dass es ihr auf irgendeine Weise glücken werde, die Wohnung des Dichters zu erfragen.

Sonntags nach dem Segen durfte sie mit ihren Angehörigen aus der Kirche heimgehen und bis zur Zeit des Fütterns und Melkens bei ihnen sein. Am Kaffeetisch lenkte sie das Gespräch auf Lieder aus ihrer Kindheit, ließ sich durch das verständnislose Gespött ihrer Geschwister nicht beirren und erreichte durch Beharrlichkeit, dass die Mutter sich auf allerhand Singsang besann, der Vater einhalf und die andern sich wetteifernd beteiligten. Reimklänge, Versgebilde, die sie längst vergessen hatte, lebte auf, und in verschwiegener Seele häufte sie Schatz auf Schatz für die Sammlung des Jägers, der Jagd auf Volkslieder machte.

Abends regnete es, und sie flehte zum Himmel, dass er den Montag auch verregnen lasse. Dann bleiben die Rinder im Stall, und der Dichter würde nicht kommen. Beim ersten Blick durch Fenster in der Montagsfrühe jubelte sie hell; „Es treescht – es gießt mit Kannen. Der Herrgott sei gelobt!“

Der Regen hörte tagelang nicht auf, dem Bauern und der Bäuerin zum Graus, der Magd zur Herzerquickung. Freitags erst wurde Minna wieder geheißen, die Kühe zur Weide zu treiben. Kurze Zeit nur blieb sie fort, und bei der Heimkehr in den Hof heulte sie und flennte. Der alte närrische Mann hatte sie überfallen. Um ein Haar, und er hätte sie erwischt. Sie fieberte vor Schreck am ganzen Leibe. Die Magd stritt für den beschuldigten Fremdling, aber die Bäuerin schrie, sie solle sich in den Boden hineinschämen, dem Kerl das Wort zu reden. Jetzt sähe man ja, dass er junge Weibsbilder suchte, die sich mit ihm im Grase herumwischen, wie es eine gewisse Person getan habe. Ließ sich das ertragen? Anna hielt sich, als sie im Stall das Vieh anketten wollte, mit beiden Händen an der Krippe fest. Im Kopfe tobten grässliche Gedanken, doch alle Wut zerfloss in Ohnmacht. Endlich ging ihr in finsterer Verzweiflung ein schwacher Lichtschein auf. Er leuchtete heller, gab tröstlichen Frieden und verhalf ihr zu einem Entschluss.

Sonntags drauf sagte sie zur Frau, dass sie Nachmittag einen Sprung zu ihrer Muhme tun wolle, die krank sei. Der Frau mochte das schlimme Wort leid geworden sein, denn sie hatte sich bald darauf recht versöhnlich benommen. Jetzt lobte sie das Vorhaben der Magd, und sie versprach, ihr ein Stückchen Butter für die Muhme mitzugeben.

Zur Butter gesellte sich ein Stück Speck, und später erbettelte sich Anna von ihrer Mutter ein Brot. Schon vor Beginn des Nachmittagsgottesdienstes lief sie mit ihrer Last zum Dorfe hinaus, auf Waltdorf zu, dem Wohnorte der Muhme. Suchend durchschweiften ihre Blicke das Gelände. Fernab vom Wege schmiegte sich die verlorene Wiesenheimat an den bebuschten Graben. Der Dichter war nirgends zu schauen, und ihre Sonntagslust mischte sich unversehens ein schneidend wehes Gefühl des Verstoßenseins.

Die Muhme war zu Hause. Sie empfing den Besuch mit staunender Freude. Durch die Grüße und die Geschenke der Bäuerin fühle sie sich besonders hoch geehrt.

Die alte Frau hatte viel zu erzählen. Der Zuhörerin aber war es nicht um Geschichten zu tun. Bei schicklicher Gelegenheit fragte sie, ob hier wohl einer wisse, wer der altmodisch gekleidete Herr sei, der sich in Waltdorf aufhalte und oft auf Feldwegen spaziere. Jawohl, den kannte die Muhme. Doch nur vom Sehen.

Mit verhaltener Stimme und näher zu Anna heranrückend sagte sie, dass er von den Leuten für einen Demokrater gehalten werde. Das müsse er wohl sein, denn er stecke drüben auf dem Schlosse bei den zwei Grafen, und die gehörten ja auch zu der Sorte, der nicht zu trauen sei. Graf Eduard und er führen jeden Sonnabend nach Neisse. Auf heim zu hätten sie immer Offiziere bei sich, und mit den Offizieren treiben sie dann Verschwörungen oder ähnliche gottlose Sachen. Es werde halt so allerhand gemunkelt.

Anna wollte nichts weiter hören. Ihr war es, als verfinstere sich der Tag bei hellem Sonnenschein. Gottlose Sachen traute sie dem Dichter nicht zu, und dass er bei Grafen und Offizieren im Schloss steckte, war gewiss keine Sünde. Aber sie schloss aus den Worten der Muhme, dass er viel vornehmer sei, als sie es sich in ihrer Unwissenheit vorgestellt hatte. Geradezu ungeheuerlich kam ihr der Abstand zwischen ihm und ihr vor und als frevelhaft verwarf sie den Gedanken, ihm die neuen Lieder hinzutragen. Ihr fiel ein, wie schlecht sie bei seinem letzten Besuch auf der Wiese gewesen war, und was sie angestellt hatte, damit er fortgehen sollte.

Nein, sie durfte nicht mehr vor ihn hintreten! Aber er musste die Lieder haben. Sie waren ihm von ihr versprochen worden, und er brauchte sie. In vier Nächten hatte sie ihre sämtlichen blauen Briefbogen vollgeschrieben und sie dann mit ihrem hübschesten grünen Haarband zu einem Päckchen vereinigt. Vielleicht ließ sich irgendein Schulkind erbitten, die Blätter für den dichter ins Schloss zu tragen.

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