Gernot Scholz - Das Wasser und das Böse

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Ein weltweit operierende Organisation sucht nach einem neuen Geschäftsfeld und findet es im Handel mit Wasser. Es gibt schließlich genug Wasser auf der Welt, nur ist es nicht da, wo es gebraucht wird.
Da gibt es nur noch ein kleines Problem: Wer kein Wasser hat, wer am Verdursten ist, kann meist auch den Preis für das nötige Wasser nicht bezahlen.
Sehen wir doch einmal genau hin, wie das funktionieren könnte und wer am Ende daran ganz gut verdienen wird.

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Nun stehen Geno und Ben an dem großen Zeichentisch im Arbeitsraum neben der Bibliothek. Sie bereiten sich auf eine erneute Exkursion in die Steppen und Senken des Kaspischen Meeres und des Aralsees vor. Jetzt, nach dem UN-Beschluss, die Planungen für Sofortmaßnahmen am Aral zu finanzieren, ist dies und die Planung des großen Kanals ihre Hauptaufgabe.

Geno brummelt zu Ben Hagir rüber: „Mir macht die Vorstellung Probleme, dass diese beiden Seen, der Aral und das Kaspische Meer, einmal miteinander verbunden waren. Wo ist denn das Wasser geblieben? War dieses Land hier wirklich vor langer Zeit vom Wasser bedeckt?“ „Ja, natürlich, darüber gibt es keine Zweifel, das ist ein vorliegendes früheres Forschungsergebnis.“ „Aber ist das Wasser verdunstet oder hat sich der Erdboden gehoben?“ „Fest steht jedenfalls, in den letzten sechzig Jahren sind die Wasserspiegel der beiden Seen besonders schnell abgesunkenen. Ihre Zuströme wurden woanders übermäßig genutzt. Das gilt sowohl für das Kaspische Meer wie auch für den Aralsee.“ „Und nun? Warum bringen die verbliebenen Zuflüsse nicht wenigstens so viel Wasser, um den Bedarf der Menschen zu decken? Das muss doch ein Planungsfehler gewesen sein, den müsste man korrigieren! Sahen das denn die Verantwortlichen bei der Planung des ersten Kanals (4) nicht auch?“ „Aber nun haben wir ja von den UN genau diesen Auftrag bekommen, und genau diesen Umstand werden wir untersuchen.“ „Den Wasserhaushalt der beiden Seen konnten die Zuflüsse aber bestimmt schon seit tausend Jahren nicht mehr auszugleichen. Sonst läge das ganze Gebiet nicht so tief.“ „Ja, das könnte stimmt! Aber dann darf man doch erst recht nicht die Zuflüsse unterwegs für die Bewässerung so riesiger Baumwollflächen verwenden.“ „So ist es! Das war damals aber sicher gar nicht als Lösung gedacht. Die frühere Sowjetunion wollte Baumwolle für den Weltmarkt erzeugen. Koste es, was es wolle! Und so ist die Situation noch heute, also 70 Jahre danach!“ „Wird für die Baumwollplantagen wirklich so viel Wasser verbraucht? Wieso überhaupt: ‘Verbraucht‘, wo bleibt es denn? Vielleicht sollte man sparsamer damit umgehen. Jetzt verdunstet oder versickert es vielleicht und ist dann einfach weg.“ „Man müsste hingehen, um sich das anzusehen. Vielleicht werden die Baumwollkulturen wirklich falsch bewässert?“ „Ja, und vielleicht will aber auch keiner etwas an dem gegenwärtigen Zustand ändern. Da wo die Baumwolle wächst, gibt es doch noch genug Wasser.“ „Du wirst recht haben, das müssen wir genauer untersuchen ...“

Eine Weile wird still gearbeitet. Höhenkoordinaten werden verglichen, Wasserangebote notiert, der Salzgehalt der Bodenproben ausgewertet.

„Man kann rechnen so viel man will, es fehlt eine riesige Menge Wasser.“ „Wenn alles nichts nützt, werden wir das Wasser doch von Norden holen müssen.“ „Sicher, das müsste ganz leicht sein. Nach meiner Erkenntnis ist es bis zu einem ausreichenden Wasserangebot nur knapp zweitausend Kilometer weit. Also, wirklich, das ist doch wieder so ein neuer Flitzgedanke von Dir! Mensch Geno, hast Du noch mehr solche Vorschläge? Sehe Dir doch erst einmal diese Entfernung an.“ „Die Idee, über einen Kanal Wasser heran zu holen, ist nicht so ganz neu, es gibt schon Kanäle, siehst Du den hier, der ist über sechshundert Kilometer lang. Aber leider, es wird zehnmal so viel Wasser gebraucht, als alle diese bestehenden alten Kanäle zusammen heranschaffen können.“ „Meinst Du wirklich, dann, wenn ein neuer Kanal ausreichend bemessen wäre, könnte das funktionieren?“ „Ich weiß es noch nicht. Immerhin, das sind keine ganz neuen Gedanken. Man sollte da schon noch genauer nachsehen.“

„Du könntest richtig liegen. Der Ob führt ja sehr viel Wasser, und es wird nur wenig genutzt. Auch der Jenissei ist kraftvoll.“ „Es gab aber immer Gegner, die ein solches Großprojekt nicht wollten.“ „Nein, nein, waren das nicht die Nutzerstaaten der ehemaligen Aralseezuflüsse weiter oben im Norden! Die wollten kein Wasser mehr hergeben. Die haben natürlich emotional argumentiert und sich gegen eine vernünftige Wasseraufteilung der Flüsse gewehrt. Ihre Baumwollfelder würden vertrocknen, meinten sie. Damit konnte jede andere Argumentation erstickt werden!“ „Wurden die nicht früher Bruderstaaten genannt? Schöne Brudervölker sind das ... Vielleicht hätte ein Besuch an den trockenen Aralsee sie besser überzeugt. – Am besten bei einem richtigen Sandsalzsturm ...“

„Nein, nein, die Baumwollvölker nördlich des Aralsees waren das nicht. So dumm, noch mehr Wasser angeboten zu bekommen und es nicht zu nehmen, so dumm ist wohl keiner. Die Situation war etwas anders: Das war wohl eher die damalige Sowjetunion. Die Verantwortlichen wussten, dass das Wasser nicht reicht und sie wollten einen Kanal bauen. Aber Ökologen warnten eindringlich vor unabsehbaren Folgen. Recht hatten sie! Es konnte ja noch keine Forschungsanstalt das Gegenteil beweisen. Heute können wir das, wir arbeiten schließlich nach neuen Vorgaben und mit neuen Computer-Programmen. Außerdem, die Situation hat sich seitdem vollständig geändert. Heute sehen doch alle gebannt auf den Klimawandel und den damit verbundenen stetig steigenden Meeresspiegel. Dies kalkulieren wir in unsere Vorschläge mit ein." „Sehen wir uns doch noch einmal Deinen Vorschlag, diesen langen Kanal genauer an.“ „Gut, auf den ersten Blick scheint das wirklich ganz einfach zu sein. Vor allem, beide Flüsse, die man anzapfen könnte, strömen heute in die sibirische Tiefebene. Und da sehen wir schon, was dort mit dem Flusswasser passiert!“ „Natürlich, das sieht jeder. Es vermischt sich mit dem vom Meere her eindringenden Salzwasser und aus ist der Traum. Aus und vorbei! Das Wasser wird wertlos.“ „Ja, so ist es leider. Seit dem beschleunigten Abtauen der Polkappen dringt das Salzwasser immer weiter in die Ebene ein. Da und dort gehen schon die Bäume zugrunde.“ „Ich habe neulich ein paar Infrarotaufnahmen von diesen weiten Flächen gesehen, auf denen kann man es gut erkennen. Warte, ich hole sie.“ – „Siehst Du es auch?“ „Ja, natürlich, an der braunen Farbe.“ „Das Süßwasser vermischt sich mit dem Salzwasser aus dem Nordmeer, damit ist es zum Bewässern von Kulturen verloren.“

„Das hätte doch dort, so hoch im Norden, auch nicht viel Sinn, da wachsen ja nur Nadelbäume, für etwas anderes ist es viel zu kalt.“

Und so geht es stundenlang weiter. Seit sechs Stunden arbeiten unsere beiden nun schon ohne Pause, angetrieben von ihren Visionen. Jetzt verschnaufen sie ein wenig und überlegen die nächsten Schritte ...

„Was meinst Du, sollten wir einen ersten Rechnerdurchlauf starten? Daten haben wir meines Erachtens genug.“ „Kann nicht schaden. Dann sehen wir gleich, an welchen Stellen noch Daten fehlen.“ „Na bestimmt bleibt er vorher stehen, weil wir irgendetwas falsch eingegeben haben, bisher war es jedenfalls immer so.“

Später, der Rechner kommt wider Erwarten zu einem ersten Ergebnis ... „Das sieht ja alles ganz einfach aus. Wenn das klappt, wäre es wunderbar! Im Süden könnte man das Süßwasser gut gebrauchen.“ „Natürlich! Und nun die Frage: Wie bringen wir das Flusswasser dazu, statt in die sibirische Tiefebene bis in den Süden zum Aralsee zu fließen? Ich meine, ganz abgesehen vom Widerstand emotional geladener Bürgerbewegungen und von den Kosten ...“ „Ja, wie könnten wir es machen?“ „Am besten ist es immer, wenn es von selber fließt!“ „Geno, Du lieferst heute wieder unglaublich weise Beiträge. Das ist ja nicht auszuhalten.“ Geno grinsend: „So arbeite ich doch immer! Du bist doch aber auch nicht anders! Also, wir haben doch beide schon erkannt, wie es von selber fließen kann, allein mit dem Blick auf die Karte. Wir starren doch schon lange genug darauf. Warum wäre uns sonst diese riesige Entfernung aufgefallen. Hier ist das Wasser und kann nicht genutzt werden, dort fehlt das Wasser! Jeder braucht es dort im Süden!“ – „Ich habe übrigens eben nachgemessen, es sind bis zu den beiden Flüssen nur tausendeinhundert Kilometer.“ „Damit bleibt es aber trotzdem eine gewaltige Strecke.“ „Du hast ja recht, das sehen wir beide. Was uns Angst macht, hat wohl auch schon andere davon abgehalten, das Wesentliche zu tun. Die Entfernung ist sehr groß und sie zu überwinden, also, so ein langer großer Kanal ist nicht umsonst zu bekommen. Die Kosten werden unglaublich hoch sein. Aber das Wasser wird von selber fließen!“ „Ja, es wird fließen, aber nur, wenn sich die Staatengemeinschaft dazu bereitfindet, dieses Wasserbauwerk auch zu finanzieren. Machst Du Dir überhaupt eine Vorstellung, wie viel das alles kosten wird?“ „Und welchen Nutzen die Sache hat ...“ „Fragen wir doch die Computer.“ „Na gut, sehen wir uns einmal an, wie wir weiter vorgehen müssen.“ „Welche Maßnahmen schlägst Du vor, und in welcher Reihenfolge?“ „Ich weiß auch noch nichts Vernünftiges.“ „Ich denke, wir können hier alles so lange liegen lassen.“ „Ja, komm jetzt, heute lösen wir sowieso keine Jahrhundertprobleme mehr. Wir werden zur Entspannung ein paar Runden laufen. Gute Idee!“ „Dann komm jetzt!“

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