Hans Fallada - Ein Mann will nach oben

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Fallada - Ein Mann will nach oben» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ein Mann will nach oben: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ein Mann will nach oben»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Nach dem Tod des Vaters zum Waisen geworden, sucht der jungen Karl Siebrecht im Berlin der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen sein Glück. Er lernt die 16-jährige Rieke Busch aus dem Berliner Arbeiterbezirk Wedding kennen und findet bei ihr Unterschlupf. Karl verdingt sich zunächst als Gepäckträger und chauffiert Koffer mit einem Handkarren von einem Bahnhof zum anderen. Als er den Karren durch einen Pferdewagen ersetzt, beginnt das Geschäft zu florieren. Zwei Jahrzehnte Deutscher Geschichte, mitreißend erzählt am Lebenstraum des Karl Siebrecht. Das Buch wurde 1978 in einer Fernsehserie verfilmt.

Ein Mann will nach oben — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ein Mann will nach oben», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Sie hatte die Hände auf seine Schulter gelegt, sie sagte: »Also geh, mein Junge, geh! Ich halte dich gewiß nicht, wenn du mußt!«

»Ja, ich muß, Minna, weil ich etwas werden will – ein wirklicher Mann! Die hier werden schon nachgeben, der Onkel Studier, mein Vormund, und der dicke Fritz Adam, Vaters Freund. Ich werde ihnen nie lästig fallen, ich werde sie nie um etwas bitten! Ich komme nicht eher zurück, bis ich etwas geworden bin, etwas Richtiges! Und dann besuche ich dich, Minna, dann hole ich dich zu mir nach Berlin, vielleicht in einem Automobil ...!«

Minna sah in seine leuchtenden Augen. Plötzlich – sie wußte selbst nicht, wie das gekommen war –, plötzlich hatte sie ihn umfaßt, sie hatte ihn gegen ihre Brust gedrückt, sie preßte ihn fest an sich. »Ach, du Kind, du«, flüsterte sie und war froh, daß er die ungewohnten Tränen in ihren Augen nicht sehen konnte. »Ach, du großer, kleiner Junge, du! Willst du mir jetzt aus dem Nest fliegen?! Paß nur auf, es gibt so viele große, böse Vögel, und es kommen Stürme, für die deine Flügel zu schwach sind ...! Aber fliege nur fort, du hast ja recht; besser fliegen als kriechen!«

3. Abschied von der Jugend

Der Tag war grau, es wollte nicht hell werden. Am Fenster der Schlafstube stand Karl Siebrecht, sah hinaus in den kleinen Garten, dessen kahle Bäume von immer neuen Stößen des Novemberwindes erzitterten, sah über den Garten fort, zu der Rückseite des Wedekindschen Hauses ... Hinter ihm packte Minna Anzüge und Wäsche in einen Reisekorb. Sie hielt eine Hose aus gelblichem geripptem Samt in die Höhe und sagte: »Dann ist da noch Vaters Manchesterhose, die ist noch ganz gut. Wenn du ein bißchen wächst, wird sie dir passen!«

»Pack bloß nicht zu viel ein, Minna!« rief, ohne sich umzuwenden, der Junge ungeduldig. »Was soll ich mit all dem Zeug?«

»Es ist schon nicht zu viel Zeug da, Karl!« antwortete Minna trübe und legte die Hose in den Korb. Sie griff nach einem Stoß Wäsche.

Der Junge hielt in der Handfläche verborgen einen kleinen runden Taschenspiegel. Von der kahlen, leeren Rückwand des Pastorenhauses sah er ungeduldig empor zum vorwinterlichen Himmel, auf dem sich graue, lockere Wolken jagten. Er flehte um eine, um eine halbe Minute Sonnenschein ...

An seinem Stehpult, mit der Ausarbeitung der Sonntagspredigt beschäftigt, stand der Pastor Wedekind – ihm fuhr der im Spiegel gefangene Sonnenstrahl zuerst blitzend ins Auge. »Da ist doch wieder dieser infame Bengel mit seinem Taschenspiegel zugange!« rief er, empört auffahrend. »Und so was am Tage, nachdem wir seinen Vater zur Ruhe geleitet haben!«

Der Sonnenfleck war schon über die Stubendecke fortgetanzt, er glitt, von dem mißbilligenden Blick des Geistlichen verfolgt, am Kachelofen hinab und blieb einen Augenblick auf der Stirn der Frau Pastor ruhen. Sie schlug nach ihm, als sei er eine lästige Fliege. »Erika!« rief der Geistliche entrüstet. »Erika! Sofort gehst du – –«

Den Geistlichen, der zwischen Fenster und Tisch getreten war, traf ein zweites Mal das Licht des Novembertages, diesmal bestrahlte es die fleischige Backe. Er fuhr mit dem Kopf zurück, und der goldene Fleck ließ sich auf der Tischplatte nieder, gerade vor Erikas häkelnden Händen. Er zitterte ein wenig hin und her, schob sich nahe an die Hände heran, berührte, vergoldete, umspielte die Finger – – »Sofort gehst du in das Siebrechtsche Haus und sagst dem infamen Bengel, daß ich mir diesen Unfug verbitte – ein für allemal! Ich sei empört, daß er heute, an einem solchen Tage – ich meine, nach einem solchen Tage – –«

»Jawohl, Papa!« sagte Erika und löste mit einem leichten Bedauern ihre Hände aus dem Lichtgruß. Sie ging zur Tür.

»Aber in zwei Minuten bist du wieder hier!« befahl die nicht ganz so ahnungslose Mutter.

»Jawohl, Mama!«

»Ach nein, laß mich lieber selbst gehen!«

Doch war Erika schon aus der Stube. Leise und eilig lief sie die Treppen hinunter, trat in den winderfüllten Garten, schwang sich, ihre langen Röcke rücksichtslos raffend, über das Mäuerchen, das die beiden Gärten trennte, und lief durch den Siebrechtschen auf den Schuppen zu, in dem sowohl spärliches Gartengerät verwahrt wurde, als auch den Hühnern mit Stangen und Nestern eine Stätte des Verweilens bereitet war.

Nicht nur den Hühnern. Denn als sie in das halbe Dunkel hineinfragte »Karl?«, antwortete er sofort: »Ria!«, und der Freund zog sie an der Hand zu einer Karre. »Setz dich, Ria! Ich habe direkt zu Gott gebetet, um einen Moment Sonne! Ich glaube ja sonst nicht an Gott, aber diesmal –«

»Diesmal hast du Vater schön wütend gemacht! Ich soll dir sagen ...«

»Laß ihn! Es war das letzte Mal, Ria!« Mit einer gewissen Feierlichkeit wiederholte der Junge: »Es war das letzte Mal. Ich gehe fort, Ria! Ganz fort!«

»Du, Karl? Warum denn – –? Wer soll mir dann meine Schularbeiten machen?! Ich bleibe bestimmt zu Ostern kleben! Bleib doch hier, Karl, bitte!«

»Ich muß fort, Ria! Ich gehe nach Berlin!«

»Ach, Karl, warum denn? Hier ist es doch auch ganz schön – manchmal –!«

»Ich will was werden, Ria!«

»Und wenn ich dich bitte, Karl?! Bleib hier, Karl! Ich bitte dich!«

»Es geht nicht, Ria, es muß sein!«

Einen Augenblick schwieg sie, auf ihrer Karre hockend. Er, vor ihr stehend, zu ihr niedergebeugt, sah gespannt in ihr dämmriges, doch helles Gesicht. Dann stampfte sie mit dem Fuß auf. »Also geh, geh doch in dein olles Berlin!« rief sie zornig. »Warum gehst du denn nicht? Ich bin froh, wenn du gehst! Du bist genauso ein ekliger Junge wie alle andern!«

»Aber, Ria!« rief er ganz bestürzt. »Sei doch nicht so! Versteh doch, daß ich fort muß! Hier kann ich nie etwas werden!«

»Ich muß gar nichts verstehen! Du willst wohl bloß weg, weil du uns alle über hast, mich auch – und ich habe gedacht, du möchtest mich ein bißchen gern ...« Bei den letzten Worten versagte ihr fast die Stimme. Sie sprang von ihrer Karre auf und zog sich tiefer in das Dunkel des Schuppens zurück, damit er nicht ihre Tränen sehen sollte. Sie scheuchte eine Henne von ihrem Nest auf, die mit lautem Protest gackernd aus der Tür flüchtete.

Karl Siebrecht hatte ihre Hand gefaßt und streichelte sie ungeschickt. »Ach, Ria, Ria«, bat er. »nimm es doch nicht so! Ich muß doch wirklich fort. Hier sollte ich Hausdiener im Hotel Hohenzollern werden.«

»Das tust du nicht, Karl, unter keinen Umständen!«

»Und ich will doch viel werden, und dann komme ich wieder.«

»Dauert es lange, bis du wiederkommst?«

»Es dauert wohl seine Zeit, Ria – ziemlich lange!«

»Und dann, Karl –?«

»Dann frage ich dich vielleicht etwas, Ria ...!«

Pause. Dann sagte das Mädchen leise: »Was willst du mich denn fragen, Karl?«

Er wagte es nicht. »Es ist noch so lange hin, Ria! Erst muß ich etwas geworden sein.«

Und sie, ganz leise flüsternd: »Frag es doch schon jetzt, Karl. Bitte!«

Er zögerte. Dann zog er vorsichtig etwas aus der Innentasche seines Jacketts. »Weißt du, was das ist?«

»Was soll das sein?«

»Das ist eine von den Blumen, Ria«, sagte er feierlich, »die du in Vaters Grab geworfen hast. Ich nehme sie mit nach Berlin und werde sie immer bei mir tragen!«

Der Wind jagte mit Schnee vermischten Regen zur Türöffnung herein. Sie drängte sich enger an ihn, sie flüsterte angstvoll: »Das ist doch eine Totenblume, Karl!«

»Aber ich habe sie von dir, Ria, sie bringt mir bestimmt Glück! Und hier habe ich einen kleinen Ring von meiner Mutter – willst du den nicht tragen, Ria, damit du immer an mich denkst?!«

»Ich darf doch keinen Ring von dir tragen. Vater würde es nie erlauben!«

»Du kannst ihn tragen, wo dein Vater ihn nicht sieht. Ich trage deine Blume auch auf dem Herzen!«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ein Mann will nach oben»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ein Mann will nach oben» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ein Mann will nach oben»

Обсуждение, отзывы о книге «Ein Mann will nach oben» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x