Maryam Munk - Das Kamjuna
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Seit einer Nacht und einem halben Tag hatte Snees nichts mehr gegessen. Gnome waren zähe, genügsame Wesen, die viele Tage ohne Nahrung leben konnten, ohne dass ihre Körper merklich an Gewicht verloren. Allerdings vermochte kein Gnom lange Zeit ohne Schlaf auszukommen. Deshalb war es für Snees höchste Zeit geworden, die Boote zu finden. Er hatte sich entschieden, dem Lauf des Wassers zu folgen, denn noch war das Ufer zu hoch gewesen, um Breitboote darauf ziehen zu können. So war der Gnom das Ufer entlang geeilt, gegen die Müdigkeit kämpfend und stets damit rechnend, auf Orks zu treffen. Snees hatte Glück gehabt. Weit und breit hatte sich kein Ork sehen lassen.
Am Mittag fand er endlich die Boote. Kieloben lagen sie im Ufergras. Sie waren achtzehn Fuß lang und sechs Fuß breit. Leicht glitten sie durch das Wasser und konnten von vier Gnomen über eine kurze Strecke im Laufschritt getragen werden. Wenn auch mit Mühe, so gelang es Snees doch, ein Boot auf den Kiel zu stemmen und über die Uferböschung in den Fluss zu stoßen. Der Gnom griff sich ein Paddel und sprang in das Boot. Er legte Säbel und Gepäcksack ab und stieß das Paddel gegen das Ufer. Das Boot glitt in die Strömung. Snees setzte sich auf die Heckbank und umfasste die Ruderstange. Er war erschöpft, doch auch glücklich. Bald würde er die Heimat wiedersehen. Mit etwas Glück würde er eine Stelle finden, an der das Ufer über das Wasser ragte, sodass er das Boot darunter verstecken und ein wenig schlafen konnte.
Kapitel 6
Snees erwachte durch einen Ruck. Das Boot schaukelte leicht. Über Snees erstreckte sich der blaue Himmel. Der Gnom richtete sich auf. Es war noch Morgen. Die frühe Sonne hatte ihren Stand kaum verändert. Die Müdigkeit hatte ihn einschlafen lassen. Er hatte das Steuerruder losgelassen und war von der Heckbank gerutscht. Während er schlief war das Boot weiter getrieben, bis es sich mit dem Bug am Ufer verfing. Obwohl Snees nur kurz geschlafen hatte, fühlte er sich ausgeruht. Von Orks war noch immer nichts zu sehen. Das konnte sich jederzeit ändern. Snees würde sich erst sicher fühlen, wenn er aus dem Wald heraus war. Mit dem Paddel stieß er das Boot vom Ufer ab, dann setzte er sich wieder ins Heck.
Mit der Zeit, die die Sonne brauchte, um bis zum Zenit emporzusteigen, veränderten sich Fluss und Landschaft. Der Abstand der Ufer zueinander vergrößerte sich. Der Wald wurde lichter. Schließlich blieben die letzten Bäume zurück, und beidseitig des Flusses dehnte sich weites Grasland. Snees kam nun langsamer voran, als zuvor im Wald, wo der Fluss schmaler und die Strömung stärker gewesen war. Er hielt das Breitboot in der Flussmitte und ließ die Landschaft an sich vorüberziehen. Als die Sonne zu heiß für einen Sumpfgnom schien, lenkte er das Boot ans Ufer. Es knirschte, als der Bug über den Sand glitt. Snees wollte seinen Körper kühlen, außerdem wurde es Zeit, etwas zu essen. Er richtete sich auf und schaute beidseitig des Flusses über die Ebene. Da war nur Grün. Ein Trupp Orkkrieger wäre auf dem flachen Land nicht zu übersehen. Er legte die Knöchelkette ab, schwang sich über die Bordwand und tauchte in den Fluss.
Snees genoss es, sich mit dem Fluss zu vereinen. Geschmeidig tauchte er durch das Wasser, worin das Sonnenlicht flimmerte. Fische zuckten um ihn herum. Ein kraftvoller Stoß mit den Beinen, gleichzeitig eine Drehung in den Hüften, schon fasste er mit dem Mund einen Fisch. Der Gnom tauchte auf, ließ sich rücklings treiben und sich den Fang schmecken. Nach der Mahlzeit tauchte er zum Boot zurück. Er schnellte aus dem Wasser, umgriff die Bordwand und schwang sich in das Breitboot. Einen Augenblick lang blieb er nass, satt und zufrieden auf den Planken sitzen, dann stand er auf und schaute nochmals über das Land. Weit und breit keine Orks.
Snees leerte den Gepäcksack. Wie erwartet, fand er die gleichen Dinge, die sich auch in seinem Gepäcksack befunden hatten: Ersatzschuhe aus Kaimanhaut, ein Lendentuch aus dem gleichen Leder, eine Pfeife und einen Beutel mit Rauchkraut. Leider fand er nichts, womit er das Kraut hätte anzünden können. Enttäuscht packte er alles zurück in den Sack und gab auch die Häuptlingskette dazu. Er steuerte das Boot wieder in die Flussmitte. Ein paar Tage würde es dauern, bis er die Heimat erreichte, aber dann konnte er sein geruhsames Leben wieder aufnehmen. Snees war mit sich und der Welt zufrieden.
Zerk hatte lange genug im Gras gesessen. Es wurde Zeit, sich wieder auf den Weg zu machen. Dem Ork war klar, dass er seinen Trupp nicht einholen konnte. Die Kameraden marschierten schneller und schliefen weniger, wahrscheinlich machten sie auch weniger Rasten. Aber es genügte Zerk, als Nachzügler an der Kampffront einzutreffen. Er stellte sich vor, wie seine Ankunft eine unverhoffte Wendung der Schlacht bewirkte, die sein Trupp gerade kämpfte. Vielleicht befanden die Krieger sich in Bedrängnis, und er tauchte vom Feind unbemerkt in dessen Rücken auf und rettete die Kameraden. Dann wären nicht alleine die Ahnen stolz auf ihn.
Die Erfahrung, das Wunsch und Wirklichkeit verschieden wie Tag und Nacht sein konnten, fehlte dem jungen Ork. Er hatte alles bekommen, was er sich in seinem bisherigen Leben gewünscht hatte: den Respekt seiner Clanbrüder, wenn er ihnen beim kindlichen Ringen die Knochen brach, die erste Axt, die er seinem Vater stahl. Nachdem der Trieb in ihm gereift war, hatte er auch jede Frau bekommen, die er begehrte. Er brauchte ihnen nur brünstig in den Nacken zu grunzen, schon bebten ihre Flanken. Was Zerk wollte, bekam er. Das war selbst in diesem fremden Land so. Hatte er Hunger, griff er sich ein Wassertier. Der Ork frohlockte in Gedanken. Vielleicht würde er der Hauptmann eines Kriegstrupps werden oder sogar ein Häuptling. Als Häuptling würde er eine große Erdhütte bewohnen, mit seiner Frau und ihren Schwestern, deren Männer im Kampf getötet worden waren. Ein Rudel kleiner Orks, hauptsächlich Söhne, würde in der Hütte lärmen. Wie es ein gerechter Orkvater tat, würde er keinen Unterschied zwischen den Kindern machen, die er mit seiner Frau oder deren Schwestern hatte.
Der Tagtraum lenkte Zerks ohnehin geringe Aufmerksamkeit völlig ab. Deshalb entging ihm, als er dem Fluss in den Wald folgte, dass die Ufer eine sanfte Krümmung machten. Das Blätterdach wurde dichter, das Licht dämmerig. Der Fluss leitete Zerk in östliche Richtung. Mit der Zeit begann der Wald sich wieder zu lichten, bis Zerk erneut auf eine Ebene gelangte. Die Sonne stand weit hinter dem Wald und tiefer, als Zerk sich an ihren letzten Stand erinnern konnte. Die Sonnenscheibe bleibt nicht stehen, dachte der Ork, und ich bin eine ganze Weile marschiert. Aber wo ist das Gebirge? Seine Augen blickten nach Norden, suchten Land und Himmel ab und entdeckten tatsächlich etwas. Vor dem unendlichen Blau bewegte sich ein Ding. Es war weit fort und kaum zu erkennen, doch Zerk glaubte, einen Vogel zu sehen, einen riesigen Vogel, und der flog auf merkwürdige Weise. Er taumelte in der Luft, glitt hinab, schwang sich wieder empor, um abermals abzusinken. Zuletzt stürzte das Tier auf die Ebene. Sofort machte Zerk sich auf den Weg. Er schritt rasch aus, vergaß sein eigentliches Ziel, dachte nicht mehr an die Kameraden. Er wollte wissen, welcher Vogel vom Himmel gefallen war.
Das Tier lag weitab vom Fluss. Es hob sich schwarz vom grünen Land ab. Es war kein Vogel. Es sah den großen Echsen in Zerks Heimat ähnlich. Es lag reglos, wie lauernd. Worauf? Auf ihn? Zerk zog die Axt vom Rücken. Falls das Tier aus Erschöpfung vom Himmel gefallen war und auf die Idee kam, ihn fressen zu wollen, sollte es sein blutiges Wunder erleben. Gebeugt schlich der Ork auf das Tier zu. Sich klein machen, übersehen werden und plötzlich töten, das gefiel ihm. Tatsächlich schien das Tier ihn nicht zu bemerken, obwohl es das große Auge auf der Zerk zugewandten Kopfseite offen hielt. In geducktem Laufschritt wagte Zerk sich an das Tier heran. Es hätte längst auf den Ork reagieren müssen, doch es blieb reglos. Es war tot, wurde Zerk klar, als er den milchigen Schleier bemerkte, der das Auge mit der ovalen Pupille bedeckte. Zerk überlegte, was er mit dem Tier anfangen konnte. Es liegen lassen und zum Fluss zurückgehen, schien ihm Verschwendung zu sein. Da lag ein riesiger Fleischvorrat, den konnte er nicht ignorieren. Das Angebot war zu verlockend.
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