Jens Wollmerath - Zeit ist nicht das Problem

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Karl Grün verbringt ein Jahr lang mit Nichtstun. Während um ihn herum die Menschen Existenzen aufbauen, strampeln und schuften, widmet er sich der stillen Kunst der Muße. Und erlebt Erstaunliches.
Warum das eigentlich nicht geht?
Warum man es aber trotzdem unbedingt machen sollte?
Eine spannende Reise in die Tiefen der menschlichen Psyche im Gegenspiel zu gesellschaftlichen Normen.
Zeit ist nicht das Problem ist ein Roman über den kreativen Quell, der in uns allen sprudelt – wenn wir ihm den Raum geben. Er provoziert mit der Behauptung, dass Arbeit nichts, aber Nichtstun alles ist.

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6

Karl rannte, so schnell er konnte, doch der Hund klebte an seinen Fersen und kläffte wie bei der Treibjagd. Der Gartenzaun rückte immer näher.

Soll ich durch die Tür und dabei wichtige Zeit verlieren, oder soll ich springen? Ausgeschlagene Zähne und Schürfwunden inklusive!

Die feuchte Nase an seiner Hosennaht machte die Entscheidung einfach. Karl drückte sich mit einem Fuß von den Steinplatten der Zuwegung ab, flog über das Eisengitter und kam zu seinem großen Erstaunen auf beiden Beinen wieder zum Stehen. Ohne sich umzudrehen lief er zu einem Lieferwagen und sprang hinter das Lenkrad.

„Prima Paketdienst“ stand in roter Schift auf der Seitenwand.

Karl versuchte, seinen Atem zu beruhigen.

Mann, der Tag hatte eigentlich gar nicht so schlecht angefangen. Pünktlich zum Vorstellungstermin erschienen. Kurzes Gespräch und dann gleich um halb acht die erste Schicht.

Sie werden sehen, Herr Grün, nach den ersten drei bis vier Paketen geht es wie von alleine.“ Wenn ich an den Typen mit diesem Putzlappen von einem Anzug denke. Jetzt habe ich selbst die hässlichste Uniform der Welt an, einen Laster voll mit Paketen und erst drei abgeliefert. Und es ist halb zehn!

Der Hund sprang noch immer wie ein Derwisch am Gartenzaun entlang.

Und jetzt hier dieser schnauzbärtige Perverse im Leopardenmorgenmantel. Wahrscheinlich eine Kiste mit Pornos oder ein Lederkorsett für seine Frau.

Karl drehte den Zündschlüssel. Das Geräusch des Anlassers verhieß nichts Gutes. Nach dem fünften Versuch wurde Karl nervös und schwitzte noch mehr, als nach seiner kurzen sportlichen Einlage.

Lass mich jetzt nicht im Stich!

Karl pumpte auf dem Gaspedal herum.

„Jetzt spring endlich an, du Scheißkarre, sonst…“

Wumms, wumms! Karl wäre fast vom Sitz gefallen. Der Leopardenmann hämmerte mit der Faust gegen die Scheibe der Beifahrertür und grinste. Karl beugte sich über den Sitz und kurbelte das Fenster herunter.

„Sie müssen noch ein Paket für mich haben, da war nicht alles dabei!“

Der Schnauzbart tanzte in der Kälte auf und ab.

Ah, die Streckbank fehlt!

„Moment“, brummte Karl und sprang aus der Fahrertür.

Im selben Augenblick hatten die Zähne des kleinen Köters sein Schienbein in fester Umklammerung.

„Au, verflucht! Mann, Holen Sie Ihre Scheißtöle zurück!“

Karl schüttelte sein Bein, doch der Vorgartenwächter ließ nicht locker.

„Hermann, aus!“

Der Mann im Morgenrock sagte dies ohne besondere Überzeugung und Bestimmtheit.

Von einem Moment auf den anderen schien sich der Kläffer aber viel mehr für eine Katze zu interessieren, die auf dem Zaun des Nachbargartens erschienen war. Karl rieb sein Bein, während Hermann der Hund seinem Urinstinkt folgte.

„Ich könnte Sie anzeigen“, schimpfte Karl und öffnete die Klappe zum Laderaum.

Der Schnauzbart zitterte in der Kälte, umklammerte sein Bademäntelchen und erwiderte nichts. Im Halbdunkel des Lieferwagens wühlte Karl in den Paketen.

Tatsächlich, da ist es. Muss ich heute Morgen ins falsche Fach gelegt haben. Na, schauen wir mal auf den Absender. „Modelleisenbahn Schmidtke“?

Wortlos streckte Karl das Paket aus der Tür.

„Ah fein, die Lokomotiven!“

Der Mann mit den besonderen Vorlieben lächelte.

Donnerstag, 14. Februar

Das war der härteste Job meines Lebens. Habe bis um elf Uhr abends Pakete ausgefahren. Zwei Hundebisse, achtmal verfahren und mindestens dreimal beschimpft worden, weil ich zu spät war. Bin dann auch prompt wieder rausgeflogen. Wenigstens habe ich mein Geld direkt bar bekommen. 100 Euro, davon könnte ich bei Gert eine ganze Kiste Kostbarkeiten kaufen, [seltsame Alliteration], muss also morgen wieder los und mir einen neuen Job suchen. Super! Wollte eigentlich heute zu Mama und die Wäsche abholen. Vielleicht schaffe ich es morgen.

7

Dicke Regentropfen prasselten in gnadenloser Beharrlichkeit auf Karls Kopf.

Warum bin ich heute zur Jobbörse? Ich könnte im Bett liegen und Proust lesen oder die Stooges hören. Nein, stattdessen lasse ich mir von dieser Tussi den erstbesten Aushilfsjob andrehen, der zufällig zuoberst auf ihrem Schreibtisch liegt. Keine langen Diskussionen, Meister Grün, du wolltest doch zu Geld kommen!

Ein Lastwagen raste vorbei und tauchte Karl in eine Welle aus Schmutzwasser, von dem die Pfützen in diesem Gewerbegebiet mehr als genug bereithielten.

Zwei Minuten von der Bushaltestelle stand auf dem Zettel. Ich renne seit ’ner Viertelstunde wie blöd durch die Gegend!

Endlich fand er eine Toreinfahrt mit der angegebenen Hausnummer. Karl eilte hindurch und strebte auf eine Baracke im Hof zu, der mit allerlei Baufahrzeugen und Gerätschaften zugestellt war. Keuchend öffnete er die Tür und trat in ein Büro, aus dem ihm eine Hitze-Schweiß-Welle entgegenschlug. Eine Sekretärin mit blondierter Dauerwelle saß hinter einem Schreibtisch und blickte ihn über den Rand ihrer halben Brille an.

„Ein Esel lese nie!“ war Karls erster Gedanke beim Anblick des Mittfünfzigers der neben der Sekretärin stand, geräuschvoll schnaufte und aufgeregt in einem Aktenordner blätterte.

Dieser Fleischberg muss wohl Il Chefe sein.

„Guten Tag, ich heiße Karl Grün. Die Arbeitsvermittlung hat mich geschickt, ich sollte…“

„Vor allem schon vor ’ner halben Stunde da sein!“

Die Stimme des Riesen dröhnte übel gelaunt.

„Um acht haben die angerufen, Sie sollten um halb neun hier sein. Jetzt ist es neun!“

„Tut mir leid, aber ich hab’s nicht direkt gefunden.“

Karl wartete auf eine Reaktion.

Der Dicke klappte den Ordner zu und brummte: „Buchen Sie die Sache mit dem Klärwerk auf Januar, wir kommen sonst in Teufels Küche mit der Steuer!“

Die Sekretärin hörte auf, Karl anzustarren und nickte stumm.

„So, nun aber Tempo! Los, kommen Sie!“

Der Bauunternehmer zwängte sich hinter dem Schreibtisch hervor und führte Karl wieder nach draußen. Dabei fasste er ihn am Oberarm, den er mit Daumen und Zeigefinger umschloss.

„Student, was?“ knurrte er und verdrehte die Augen.

Die beiden traten in den immer heftigeren Regen. Karl wurde über den Hof zu einer Garage geschoben, in der ein VW-Bus aus längst vergangenen Tagen stand. An der Wand hingen an einer Reihe von Haken gelbe Regenjacken und Bauhelme aus Kunststoff.

„Such dir was Passendes aus und dann aber Beeilung!“

Hab ich dir das „Du“ schon angeboten, Fettwanst?

Karl schnappte sich schnell den erstbesten Helm und eine Jacke, die etwa seine Größe hatte.

Der Koloss schob die Seitentür des Wagens auf, ließ Karl auf die Sitzbank klettern und hievte sich dann auf den Fahrersitz. Mit lautem Knattern schoss der Bus kurz darauf durch das Tor und bog auf die Straße, wobei er sich gefährlich neigte.

Dieser tollwütige Fleischklops bringt entweder mich gleich ins Grab oder er kriegt vorher einen Herzinfarkt.

Karls neuer Arbeitgeber klemmte hinter dem Lenkrad und trat das Gaspedal bis zum Bodenblech durch. Der Kopf leuchtete wie eine Cocktailkirsche aus der jeden Moment die Adernwulste herauszuplatzen drohten. Mit beiden Händen musste sich Karl an der Sitzbank festhalten, einen Gurt hatte er im Wagen nirgends finden können. Nach wenigen Minuten befanden sie sich auf der Autobahn und jagten über den nassen Asphalt.

Aquaplaning!

Der Bus glitt wie ein Pendel zwischen Mittelstreifen und Leitplanke hin und her.

Zwanzig Minuten später stieg Karl aus und fühlte die Schweißperlen über Bauch und Brust rollen. Seine Knie zitterten und er versank bis zu den Knöcheln im Morast des aufgeweichten Bodens.

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