Jens Wollmerath - Zeit ist nicht das Problem

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Karl Grün verbringt ein Jahr lang mit Nichtstun. Während um ihn herum die Menschen Existenzen aufbauen, strampeln und schuften, widmet er sich der stillen Kunst der Muße. Und erlebt Erstaunliches.
Warum das eigentlich nicht geht?
Warum man es aber trotzdem unbedingt machen sollte?
Eine spannende Reise in die Tiefen der menschlichen Psyche im Gegenspiel zu gesellschaftlichen Normen.
Zeit ist nicht das Problem ist ein Roman über den kreativen Quell, der in uns allen sprudelt – wenn wir ihm den Raum geben. Er provoziert mit der Behauptung, dass Arbeit nichts, aber Nichtstun alles ist.

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Durch das Ladenfenster schien jetzt die Wintersonne in den Raum und warf ein leuchtendes Rechteck auf die Zeitungen, die den Fußboden bedeckten.

„Ach, mein Fuß ist schon fast wieder o.k., hab´ ihn beim Joggen umgeknickt, aber das andere nervt mich viel mehr. Ich hab´ vorhin beim Arbeitsamt mein Glück versucht, glaube aber, das ist ziemlich aussichtslos mit einem Job!“

Ratlos guckte Karl auf die Zeitungen am Boden.

„Was würdest du denn gerne machen?“ fragte Steve, während er eine weitere Bahn Farbe auf die Wand rollte.

„Das ist ja gerade das Blöde. Ich kann irgendwie alles und gar nichts.“

„Haben sie euch denn nichts Schlaues beigebracht auf der Uni?“

Steve strich unermüdlich weiter, während Karl am Fenster stand und nachdenklich die dahin eilenden Wolken über der Ostsee betrachtete.

„Wenn ich das nur wüsste. Ich hab wohl schon gelernt analytisch zu denken und schreiben kann ich wahrscheinlich auch einigermaßen.“

„Na, das ist doch schon einiges. Ich kann nur kochen und das war’s. Willst du nicht vielleicht irgendwas mit Medien oder so machen?“

„Klar, das wollen doch fast alle mit meiner Fachrichtung.

Mann, so viele Journalisten und Werbefuzzis kann dieser Planet nun wirklich nicht gebrauchen. Ich dachte immer, dass ich mich mit dem Studium für eine wirklich anspruchsvolle geistige Tätigkeit qualifizieren würde. Jetzt kann ich nur hoffen, vielleicht irgendwo als Hausmeister zu arbeiten.“

„Aber Maler solltest du auf keinen Fall werden“, lachte Steve. „Du lässt ja alles auf den Boden tropfen!“

„Mist“, schimpfte Karl. Die Farbe hatte ihren Weg genau zwischen zwei der Zeitungsblätter gefunden und bildete jetzt einen Klecks auf den Holzdielen.

„Hinter der Theke steht ein Eimer mit Wasser und irgendwo liegt da auch noch mehr Papier“, sagte Steve, der seine Arbeit nicht unterbrochen hatte.

Während Karl sein Ungeschick wieder ausbügelte setzte Steve seine berufskundlichen Überlegungen fort.

„Und was ist, wenn du doch noch Lehrer wirst? Die verdienen doch unglaublich viel und haben dauernd frei.“

„Kann ich nicht, ich habe nicht auf Lehramt studiert. Außerdem habe ich einfach keinen Bock, irgendwelchen Fünfzehnjährigen meine Lebensweisheiten mitzuteilen.“

Karl legte ein neues Stück Zeitung auf die Stelle, die er gerade gesäubert hatte. Der Lichtfleck der Sonne war ein Stück weiter gewandert und schien jetzt genau auf das Papier unter seinen Händen.

„Ja, dann weiß ich auch nicht, was du machen sollst, vielleicht…“

Karl hörte den Worten seines Freundes nicht mehr zu. Er blickte konzentriert auf eine Annonce in der Rubrik ‚Stellenanzeigen Allgemein’, die vom Sonnenlicht bestrahlt wurde.

Proband für außergewöhnliches Forschungsprojekt gesucht. Sie sind zwischen 25 und 35 Jahre alt und sind neugierig auf eine neue Lebenserfahrung? Dann melden Sie sich bei der Universität Halsterberg unter der angegebenen Rufnummer.

Vorsichtig nahm Karl das Blatt wieder hoch und betrachtete den Text noch eine Weile.

Das ist ja tatsächlich die Zeitung von dieser Woche, ganz aktuell.

„… mir hat es auch sehr geholfen, erst mal eine Zeit lang wegzufahren.“

Steve dachte noch immer über einen guten Plan für Karls Zukunft nach.

„Hier“, Karl streckte ihm die Zeitungsseite entgegen, „sieh mal die erste Anzeige!“

Steve nahm das Papier und las.

„Hmm, klingt komisch. Wahrscheinlich irgendwas mit Medikamenten oder so. Da wäre ich vorsichtig!“

„Ja aber vielleicht ist es ja auch eine gute Chance,…“

„Dann würden sie doch schreiben, worum es geht. Glaub mir, das ist ’ne krumme Sache. Ich hab da Erfahrung. Als ich meine Ausbildung fertig hatte, da hab ich ’ne Anzeige gelesen für…“

„Ja, ich weiß.“ Karl kannte die Geschichte schon. „Da wurde eine Stelle für einen Koch ausgeschrieben und dabei ging es um die Bewirtschaftung einer Pommesbude.“

„Und genauso klingt das hier auch. ‚Neue Lebenserfahrung’! Die knallen dich mit Pillen voll und gucken zu, wie du Verfolgungswahn bekommst, um den dann mit anderen Tabletten zu stoppen!“

Karl musste lachen.

„Du und deine Fantasie. Aber wahrscheinlich hast du Recht.“

Der Rest des Nachmittags verging schnell. Bis zum Abend hatten Karl und Steve den Raum des Cafés vollständig neu gestrichen.

Dienstag, 12. Februar

Heute war ein anstrengender Tag. Erst beim Arbeitsamt gewesen, totaler Reinfall! Danach Steve beim Anstreichen geholfen. Sein Café sieht wirklich vielversprechend aus. War ein bisschen neidisch auf ihn, immerhin hat er jetzt eine Perspektive. Hätte nie gedacht, dass Streichen so mühsam ist, meine Arme tun weh und meine Finger sind voller Blasen. Habe auf dem Heimweg Susanne getroffen. Sie sah müde und gestresst aus. Der Job macht sie fertig. Darum beneide ich sie nicht. Werde das Gefühl nicht los, als ob ich mich selbst beobachte. Es kommt mir so vor, als würde ich mein Leben aus der Dritten Person betrachten. Das Alleinsein tut mir nicht gut.

Ratlos vor meinem Plattenregal gestanden. Sollte ich einem bekannten britischen Bestseller-Autor glauben, so müsste ich auch für diese Situation die fünf besten Songs im Ärmel haben (oder zumindest auf einer Liste). Nein, mir fiel nichts ein, habe mehr oder weniger achtlos in die Reihe gegriffen und hielt „Who’s next“ in den Händen. Was will mir das Cover sagen? Vier Jungs haben gegen einen Monolithen gepisst und gehen zurück ins Studio? Und das soll Teil des ambitioniertesten Projektes sein, mit dem sich Pete Townshend jemals beschäftigt hat. Irgendwas wollte ich unbedingt noch aufschreiben, kann mich jetzt aber nicht mehr erinnern…

5

Karl wachte mitten in der Nacht auf. Sein Kopf dröhnte und seine Arme hingen an ihm wie Fremdkörper. Mühsam erhob er sich von seinem Bett und wankte in die Kü­che. Er öffnete die Kühlschranktür und sah seine Befürchtungen bestätigt: Die Ablagefächer boten das Bild eines verlassenen Iglus. In der Tür fand Karl noch eine angebrochene Tüte Milch, die er dankbar an seine Lippen setzte.

Auf der Spüle türmte sich Geschirr, aus dem Mülleimer quoll der Abfall und über den Küchentisch waren allerlei Gegenstände und Papiere verteilt, die eindeutig nichts mit der Zubereitung von Speisen zu tun hatten.

Alles wegen dieser dämlichen Prüfungen.

Er setzte sich an den Tisch und schob mit dem Unterarm eine Fläche frei, um die Milchtüte abzustellen.

Was soll ich denn bloß machen? Ich will Mama und Papa nicht um Geld bitten. Also irgendeinen dämlichen Job wirst du wohl finden, Meister Grün, oder? Wieso eigentlich Meister? Na, weil du halt der Profi des inneren Dialoges bist! Ist das nun bekloppt oder ist es Postprüfungsstress? Was will ich? Haus? Kinder? Einmal im Jahr an den Atlantik mit dem Opel-Kombi? War ja schon nett in meiner Kindheit, aber...

Karl Grün, typischer Wohlstandsflegel der 80er! Alles haben und immer noch unzufrieden. Vor allem bloß nicht festlegen. Grenzerfahrung? Was für ein Blödsinn. Mann, alle anderen arbeiten doch auch. Persönliche Charakteristik mit vierundzwanzig Buchstaben: E n t s c h e i d u n g s u n f ä h i g k e i t. Quatsch, sind fünfundzwanzig mit Umlaut. Ich muss was tun.

Schließlich stand er auf und ging zurück in sein Schlaf-zimmer. Er griff zum Telefon, das auf dem Fußboden neben dem Bett stand. Nachdem er eine kurze Nummer eingetippt hatte und den Hörer an sein Ohr hielt, sah er sich in seinem Zimmer um. An der Wand gegenüber stand ein Holzregal, das er gemeinsam mit seinem Vater gebaut hatte. Es enthielt die mächtige Sammlung seiner Schallplatten und Bücher. Es gab…

„Städtische Klinik, Notaufnahme!“

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