György Kristián Szitás - Erntejagd

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Der ungarische Kriminalbeamte Örnagy (Major) István László wird zu einem Mord in der Puszta gerufen, bei dem eine junge Deutsche hinterrücks erschossen wurde. Gleichzeitig wird deren Bruder in Rumänien ermordet, der dort eine Jagdhütte betreibt. Stehen die beiden Morde in einem Zusammenhang? Welche Rolle spielen Ereignisse vor 30 Jahren in Rumänien und vor 10 Jahren in Deutschland? Welches Spiel spielt der Verlobte der jungen Deutschen, welches deren Vater? Wer ist die 'blaue Wölfin'?

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IV

Stefan Labahn saß auf der Veranda seiner Jagdhütte am Fuße der Ostkarpaten und trank in aller Ruhe seinen Kaffee, während es langsam heller wurde.

Der Freund seiner Schwester wollte heute Vormittag hier ankommen, damit sie, wenn sich Hans-Peter von der langen Fahrt, vom ungarischen Kecskemét in den rumänischen Kreis Harghita, etwas erholt hatte, miteinander auf Bockjagd gehen konnten. Deshalb sollte er auch seine Hündin Biene mitbringen, damit sie diese bei der Nachsuche 4 unterstützen konnte. Biene hatte nicht viel von einer Wachhündin, dazu war der Beauceron besser geeignet, aber sie spürte mit ihrer feinen Nase jedes Wild auf, das die Jäger vielleicht nicht beim ersten Schuss erwischt hatten. Menschlich hielt Stefan nicht viel von Hans-Peter, den alle nur Peter nannten, aber er war ein guter Jäger. Allerdings war Stefan die Flinte, die Peter immer benutzte zu schwer. Wer ging schon mit einem Drilling 5 auf die Pirsch? Stefan liebte es, mit seinen verschiedenen Gewehren bis ins Jagdrevier zu fahren und im Notfall das richtige Gewehr aus dem Auto zu holen. Er war auch einer der wenigen Jäger, die in Rumänien mit einem Ansitz arbeiteten. Peter ging - wie die Rumänen und Ungarn - auf die Pirsch. Und was noch ärgerlicher war - er hatte Erfolg damit. Wenn er die Trophäen sammeln würde, die er zusammen mit den Labahns schon erbeutet hatte, dann hätte er in seinem kleinen Tanya, das er mit Silvia beziehen wollte, keinen Platz mehr. Das war aber noch nicht das Schlimmste: Es kam vor, dass sich Peter das Fleisch geben ließ und weiterverarbeitete, während er die Felle und Geweihe den rumänischen Jagdhelfern überließ, die diese dann teuer an Touristen verkauften. Stefan Labahn verstand auch seine Schwester nicht: Sie hatte sich vor Jahren - mit Anfang Zwanzig - im Streit von ihrer Familie getrennt, weil sie „deren elitäres Gehabe“ nicht mehr aushalten konnte und hatte sich dann, dank Peter, ihrer Familie wieder angenähert - kurz bevor Jana Labahn, die zweite Frau ihres Vaters, bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen war. Wäre Peter nicht gewesen, hätte er am vergangenen Abend ins Nachbardorf gekonnt und hätte dort nochmal einen Drauf gemacht - er hätte sich eine junge Rumänin geschnappt, ihr etwas Geld gegeben und sich um diese Zeit noch mit ihr im Jagdhaus vergnügt. Wegen Peter war das unmöglich, denn der musste in einer halben Stunde hier sein. Labahn ließ seine Blicke den hohen Berg, der zu seinem Jagdrevier gehörte, hinaufgleiten und entdeckte auf halber Höhe ein Quad. „Was zum Kuckuck hat denn der da oben verloren?“ empörte er sich lauthals und trank mit einem Zug den Kaffee leer, dann war er mit einem Satz im Haus verschwunden, stellte die Tasse auf der Spüle ab und griff nach seiner Petersoli-Bockbüchse. Jetzt war keine Zeit zu verlieren, wollte er diesen Wilderer noch einholen. Er bezahlte nicht dem örtlichen Jagdaufseher jeden Monat eine Stange Geld dafür, dass er hier seinen Jagdgästen die stattlichsten Rehböcke und Hirsche präsentieren konnte, damit ihm nun dieser Wilddieb eine prächtige Trophäe abjagen würde. In zwei Tagen hatte sich wieder eine Gruppe reicher Amerikaner angemeldet, denen er, für knapp fünfzehnhundert Euro pro Woche, ein einmaliges Jagderlebnis bieten wollte. Stefan schnappte sich die Schlüssel seines Mercedes-G und sprang mit der geladenen Büchse ins Auto. Der Motor sprang sofort an und er gab Gas.

###

Der Mann auf dem Quad hatte Stefan Labahn gesehen, als er mit Vollgas die Schotterpiste entlang jagte, die - zum Teil durch Bäume und Büsche verdeckt - zu einem der Ansitze führte, die der junge Deutsche gern nutzte, um einen besseren Überblick zu haben oder den verwöhnten Stadtjägern einen stattlichen Hirsch vor die Büchse zu stellen. Der klassische, rumänische Jäger ging lieber auf die Pirsch, lockte vielleicht mit einem gekonnten Ruf einen Hirsch oder ein Reh an, bewegte sich aber selbst lautlos durch die Vegetation. Erst das machte einen echten Jäger aus.

Der Quadfahrer beobachtete einen Moment den schweren Geländewagen, der sich den Abhang hinauf quälte, war aber nicht weiter beunruhigt und lenkte sein Gefährt dann weiter seinem Ziel zu, das etwas oberhalb des verhassten Ansitzes lag.

Dort angekommen deckte er das Quad mit einer graugrünen Plane ab, damit es in diesem Gelände nicht weiter auffiel und versteckte sich hinter ein paar Felsbrocken, die er vor einiger Zeit schon, hier aufgeschichtet hatte. Auf seinem Rücken trug er einen größeren Rucksack, dem er jetzt eine Armbrust entnahm, deren Visier er kurz überprüfte. Dann zog er zwei Armbrustbolzen aus dem Rucksack heraus und steckte diese in die Zollstocktasche seiner olivgrünen Arbeitshose.

Er hob den Kopf und lauschte, aber das Motorengeräusch des Mercedes war noch ein gutes Stück entfernt.

Der Armbrustschütze nahm ein paar kräftige Luftzüge und fixierte die Armbrust mit seinem Fuß, dann nahm er die Sehne der Armbrust in die behandschuhten Hände und zog sie nach oben. Mit einem leisen Klick rastete die Sehne in der vorgesehenen Position ein. Die Armbrust wurde angehoben und einer der beiden Bolzen eingelegt. Wenn nichts dazwischenkommen würde, sollte dieser eine Bolzen genügen. Der zweite Bolzen war für nur zur Sicherheit.

Für einen Moment dachte der Armbrustschütze an den Grund seines Hierseins, dann legte er sich, die Armbrust im Anschlag, auf die Felsen und wartete. Mit seiner graugrünen Jagdkleidung verschmolz er mit dem Untergrund und wäre er beim Militär gewesen, hätte er eine Karriere bei den Scharfschützen machen können. Aber er war nie im Kriegseinsatz gewesen und diese Sache hier war sehr privater Natur.

Der junge Deutsche raste mit seinem Mercedes-G heran, sprang aus dem Wagen und kletterte rasch auf den Ansitz.

In der vermeintlichen Deckung sollte er den Wilddieb ausmachen können, weit konnte der noch nicht sein. Aus dem Holster, das er am Gürtel trug, zog er sein hochwertiges Fernglas hervor und musterte das Umfeld. Er ließ den Blick schweifen, als würde er einen Rehbock suchen, die er von diesem Punkt aus schon geschossen hatte. Dann blieb sein Auge an einem Punkt hängen, der etwa sechzig Meter von ihm entfernt lag.

Ein metallisches Glitzern hatte ihn stutzig gemacht.

„Was ist das?“ dachte er bei sich, dann hörte er ein Sirren und spürte einen stechenden Schmerz in seiner Brust. Für einen Moment hörte er sein Herz überlaut klopfen, dann schwanden ihm die Sinne.

Der Armbrustschütze nahm sein Fernglas zur Hand und lächelte zufrieden als er das Ergebnis sah.

Er setzte das Fernglas ab, fischte sein Handy aus der Tasche und wählte die Nummer der örtlichen Polizei:

„Ich habe einen Mord zu melden!“ verkündete er auf gebrochenem rumänisch.

Im Hintergrund hörte er den schnellen Atem des rumänischen Beamten, doch er redete weiter, bevor dieser antworten konnte:

„Stefan Labahn wurde in seinem Jagdrevier, auf seinem Ansitz mit einer Armbrust erschossen.“

Dann legte der Armbrustschütze auf, verräumte seine Waffe, bestieg sein Quad und fuhr, so schnell es der Weg erlaubte zu seinem Ausgangspunkt zurück.

###

Walter Pupescu, Prinzipal-Inspektor der Polizei 6 und Leiter der Abteilung für Gewaltverbrechen in Miercurea Ciuc, blickte sich suchend in der großzügig ausgestatteten Jagdhütte um, zu der er vor etwa einer halben Stunde gerufen wurde. Direkt nach der rätselhaften Mordmeldung, waren zwei seiner Unterinspektoren 7 in das Jagdrevier des Herrn Labahn gefahren, um zu klären, was hinter dem Anruf steckte. Stefan Labahn und seine Jagdhütte waren allgemein bekannt. Es gab wilde Gerüchte über Orgien, die hier gefeiert wurden und es hatte mehrere Anzeigen gegeben. Wegen sexueller Belästigung. Doch ehe nähere Ermittlungen eingeleitet werden konnten, waren diese Anzeigen wieder zurückgenommen worden. Die beiden Unterinspektoren hatten Stefan Labahn nicht an dessen Jagdhütte angetroffen, aber den teuren Geländewagen entdeckt, der auf halber Höhe des Berges stand, von dem man einen guten Überblick über das Jagdrevier des Deutschen hatte. Sie hatten ihrem Dienstwagen einiges zugemutet, um zu dem Auto zu kommen und hatten dann über Funk Alarm gegeben. Die Spurensicherung hatte bisher nicht viel mehr ermitteln können, als das, was der Anrufer bereits erklärt hatte - nämlich, dass der dreißigjährige Deutsche von einem Armbrustbolzen tödlich getroffen worden war. Mit Hilfe von Lasern konnte der Standort des Schützen ermittelt werden. In der Nähe dieses Punktes waren die Spuren eines ATV 8 entdeckt worden. Das konnte darauf hindeuten, dass der Schütze mit einem solchen Fahrzeug dorthin gefahren war. In der Garage von Labahns Jagdhütte wurde aber auch so ein Fahrzeug gefunden. Waren die Spuren älteren Datums und stimmten Sie mit dem ATV des Deutschen überein? Da Labahn die Schlüssel der Jagdhütte bei sich gehabt hatte, war es kein Problem gewesen das Haus und die Garage zu öffnen. Der Abschleppdienst war beauftragt, um das ATV in die Werkstatt der Spurensicherung zu transportieren, damit die Reifenspuren miteinander verglichen werden konnten. Bucur Marcarescu, der Inspektor 9 von Pupescu, kam aus dem oberen Stockwerk, in dem sich die Schlafräume befanden, herunter in die Wohnküche gelaufen: „Herr Hauptinspektor,“ meldete er, „dort oben scheint nichts verdächtig zu sein. Es existieren mehrere Gästezimmer und ein etwas größerer Schlafraum, der auch als Büro genutzt wird. Der größere Schlafraum wurde von einer Person genutzt. Die Gästezimmer sind darauf vorbereitet mehrere Gäste unterzubringen, aber das muss nichts heißen. Im Bürobereich wurden verschiedene Geschäftsunterlagen aufgefunden, die jedoch alle in deutscher Sprache geführt werden.“ Marcarescu blickte seinen Hauptinspektor verlegen an: „Diese Unterlagen müssten Sie durchsehen, da von uns niemand diese Sprache sprechen oder gar lesen kann.“ „Herzlichen Glückwunsch!“ brummte Pupescu, „Könnt Ihr mir das einpacken und ins Büro schaffen? Hier vor Ort will ich mir das nicht durchsehen, da brauche ich Ruhe.“ „Vorab, habe ich dies heruntergebracht, es scheint sich um einen Terminkalender zu handeln. Für den heutigen Tag ist der Eintrag H-P+B,S? enthalten. Für die kommenden Tage wurden verschiedene englische Namen eingetragen und speziell für übermorgen der Name Onu.“ Marcarescu gab dem Hauptinspektor das Buch, das dieser aufschlug und sich die aktuelle Seite ansah. „Onu?“ fragte der Hauptinspektor, mehr sich selbst, als seinen Mitarbeiter und stierte durchs Fenster: „Der Name kommt mir bekannt vor.“ „Mir auch!“ bestätigte der Inspektor: „Wenn mich nicht alles täuscht gab es mal hier eine Valea Onu, die nach einer schweren Vergewaltigung in eine Heilanstalt eingeliefert wurde und sich dort das Leben nahm. Ihr Vater war zu diesem Zeitpunkt Jagdhelfer in diesem Revier. Es gab Gerüchte, aber nichts Konkretes.“ „Gerüchte aber nichts Konkretes gibt es in Bezug auf Herrn Labahn öfter.“ Der Hauptinspektor schaute wütend zum Fenster hinaus und morste mit dem Terminkalender gegen die Fensterbank, als ein PKW-Motor zu hören war, der sich der Jagdhütte näherte.

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