Andrea Länger - Das Lebenslust-Prinzip

Здесь есть возможность читать онлайн «Andrea Länger - Das Lebenslust-Prinzip» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das Lebenslust-Prinzip: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Lebenslust-Prinzip»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der Überlebenshelfer für Frauen mit Krebs vermittelt eine innere Haltung, einen praktischen Umgang und eine Perspektive für das Leben während und nach der Krebserkrankung. Aus eigener Erfahrung bezieht die Autorin ihre Übungen, Tipps und Rituale direkt auf die täglich zu bestehenden Situationen und Gefühle: sie wirken sofort und aktivieren die positiven Ressourcen und Selbstheilungskräfte. Ein Tagesbegleiter während und nach einer Krebserkrankung, der die psycho-soziale Gesundheit stärkt. Mit über 70 Lebenslust-Strategien können Frauen jeden Tag Lebenslust erleben und so auf dem Weg der Genesung weiter kommen.

Das Lebenslust-Prinzip — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Lebenslust-Prinzip», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Im Hier und Jetzt zu bleiben – vor allem gedanklich – können Sie in der Schockphase zusätzlich trainieren. Sie sind noch am Leben, Sie atmen noch, Sie sind noch da. Momentan bietet sich keine Fluchtmöglichkeit für Sie. Nur die Möglichkeit, sich mit Ihren eigenen Strategien und mit Gesprächen zu entlasten. Hilfreiche Übungen, um im Hier und Jetzt zu leben, finden Sie im Kapitel Lebensluststrategien. Wenn Sie es immer wieder schaffen, in den jetzigen Moment zurückzukehren und im Hier und Jetzt zu leben, können Sie entspannen und zur Ruhe kommen. Sie lernen, mit der Diagnose Krebs in der für Sie richtigen Art und Weise umzugehen. Das ist Voraussetzung, um sie anzunehmen.

Meine Art, den Schock zu verkraften war, das Wort „Brustkrebs“ ganz oft auszusprechen, um es überhaupt „wahr“ zu nehmen und als die Wahrheit anzunehmen. Denn nach der Mitteilung des Arztes „Ich habe eine schlechte Nachricht für sie: Verdacht auf Brustkrebs“ fühlte ich mich tagelang wie unter einer Nebelglocke. Grundsätzlich fühlte ich mich nicht anders als vor der Operation und vor der Mitteilung des Arztes. Der Krebs war ja nicht zu spüren, nur ein Knoten und der sollte, zumindest nach den Befunden, harmlos sein. Nach einer ambulanten Operation und einer Woche Arbeitsunfähigkeit sollte alles erledigt sein. Plötzlich Krebs. Schlagartig war alles anders. Ich fing an, zynische Witze über Krebs zu machen, um irgendwie zu reagieren und sprach von meinem bevorstehenden letzten Geburtstag und von den Inhalten meiner Grabrede. Was den Schrecken in meinem Umfeld nur vergrößerte. Das Schlimmste annehmen war eine meiner Strategien. Vielleicht, um möglichst positiv überrascht zu werden, wenn ich den Krebs überleben sollte. Das Gefühl des „danach“ war sofort spürbar und alles was ich jetzt tat, stand unter einem anderen Stern.

In den Wochen nach meiner Diagnose traf ich mich häufig mit meinen Freundinnen. Ich prüfte, wie es „danach“ war, ob ich in den Beziehungen noch „dieselbe“ war, ob die Freundschaften die Schocknachricht aushielten oder es hier auch ein „danach“ gab. Wenn ich Freundinnen und Freunden, Familie, Kolleginnen und Kollegen sagte, dass ich Krebs habe, löste ich damit bei ihnen einen Schock aus. Nun war ich diejenige, die den Psycho-Schock verbreitete und kein Arzt. Ich konnte ihren Gesichtern die Ohnmacht ablesen. Ich musste Fragen über Fragen beantworten, um sie zu beruhigen. Schlagartig fühlte ich mich als „die andere“ und nicht mehr zu den Gesunden gehörig. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, der Krebs sei ansteckend, so ablehnend empfand ich manche Reaktion. Ich wollte mich weiter in der Rolle als Freundin, als Kollegin, als Frau, als Andrea und nicht als Krebspatientin erleben.

Nächtelang lag ich wach, wälzte mich hin und her und hatte Albträume: Mein Haus wurde von Gangstern mit Gewehren überfallen. Ich kämpfte wild und konnte nach einem Giftgasanschlag auf mein Haus in die Gartenlaube entkommen. Ich setzte mich in einen Sportwagen und holte die Polizei. Die ließen sich Zeit. Meine Familie war noch im Haus. Als das Polizeiaufgebot an meinem Haus ankam, waren die Gangster weg. Doch mein Haus war von vielen dubiosen Typen belagert. Dass dieser Belagerungszustand monatelang anhalten würde, und zwar nicht nur nachts in meinen Träumen, wurde mir erst im Lauf der nächsten Wochen klar, als mir mein Onkologe die Pläne für die bevorstehenden Chemo-, Strahlen- und Hormontherapien unterbreitete. Das Gefühl des „danach“ wurde mir von medizinischer Seite immer wieder bestätigt. Die „Gangster“ blieben bei der Diagnose. Mir wurde immer klarer, ich musste mich irgendwie mit dem Krebs anfreunden oder zumindest lernen, damit zu leben. Wie es schien, die nächsten Jahre meines Lebens. Die Hormontherapie sollte 5 Jahre, also bis zu meinem 39. Geburtstag dauern.

Ängste

Die Schockphase geht vorbei und die Ängste kommen. Die schlechte Nachricht zuerst: die Ängste bleiben eine Weile, sie können sogar zum Dauergast werden. Die gute Nachricht: es gibt Strategien, mit ihnen umzugehen, mit ihnen zu verhandeln und sie wieder zu verabschieden.

Die Schamanen der Huichol Indianer, einem der ältesten Stämme Mexikos, sagen, dass unsere Angst daher kommt, dass wir nicht in der Lage sind, wirklich zu sehen, was um uns ist. Das beschreibt es gut. Wenn wir wirklich sehen würden, was wirklich um uns ist, anstatt stets aufs Neue den Horrorfilm „Ängste“ in unserem Kopf anzuschauen, würden unsere Ängste weniger werden.

In der Krise Krebs können Ihre Ängste zeitweise so viel Raum einnehmen, dass Sie nur noch damit beschäftigt sind, diese einzudämmen und zu verdrängen. Möglicherweise wenden Sie viel Energie dafür auf, Ihre Angstgefühle nicht wahrzunehmen und ihnen auszuweichen. Das ist anstrengend. Zu sehen „was wirklich um Sie ist“ heißt, Ihre Ängste nicht zu leugnen oder zu ignorieren, sondern sich einzugestehen und sich zu erlauben, ängstlich zu sein. Ihre Ängste sind Gefühle, die von Ihrem Denken beeinflusst sind. Das ermöglicht Ihnen, sich zu entscheiden, wie stark, wie sehr Sie sich von ihnen beeindrucken lassen und wie Sie mit ihnen umgehen wollen. Sie können die Verantwortung dafür übernehmen, wie viel Platz Ihre Ängste in Ihrem Leben erhalten.

Körperliche Symptome von Angst sind erhöhte Aufmerksamkeit, geweitete Pupillen, Herzrasen, Schweißausbrüche, erhöhter Puls, höherer Blutdruck, Übelkeit, Schwindelgefühle, Muskelanspannung, flacher oder schneller Atem und Atemnot. Die Symptome sollen uns auf „Kampf“ oder „Flucht“ vorbereiten, wenn uns Gefahr droht. Diese physiologisch gesunden Reaktionen sicherten in früheren Zeiten unser körperliches und seelisches Überleben bei Bedrohung von Außen. Unsere heutigen Lebensbedingungen machen einen körperlichen Kampf oder eine Vorbereitung unseres Körpers auf eine Flucht in diesem Maße überflüssig. Ihr Körper reagiert jedoch automatisch. Das können Sie nicht beeinflussen. Doch diese Symptome können Ihnen den Weg zu Ihren Ängsten weisen, bevor Sie überhaupt spüren, dass Sie Angst haben. Achten Sie daher auf Ihre körperlichen Symptome, wenn Sie Angst haben. Dann wissen Sie auch, dies sind keine neuen Krebssymptome, sondern Ausdruck Ihrer Angst. Sie können Ihre Ängste wahrnehmen und sie benennen. Das beruhigt.

Neben der Konfrontation mit dem möglichen Tod, ist die Tatsache, dass Sie durch die Krebstherapien und Ihre Nebenwirkungen körperliche Schmerzen aushalten müssen, belastend und Nerven aufreibend. Ihre Angst vor Schmerzen mag deshalb groß sein. Sie ist berechtigt, denn Sie werden mit körperlichen und seelischen Schmerzen konfrontiert werden. Gleichzeitig sind Sie diesen Schmerzen nicht ausgeliefert. Die Schulmedizin bietet viele Möglichkeiten der Schmerzbehandlung. Halten Sie Schmerzen nicht lange aus. Am besten gar nicht. Das bringt nichts, hilft Ihnen nicht bei der Heilung, sondern zermürbt nur. Wenn Sie Schmerzen haben, fragen Sie nach Medikamenten. Scheuen Sie sich nicht, so lange nach der richtigen Medikation zu fragen, bis Ihre Schmerzen gelindert sind.

Schmerzen können Ihre Ängste verstärken. Das sollten Sie wissen. Die Angst steigt, wenn nicht klar ist, woher Ihre Schmerzen kommen. Die Gründe für Ihre Schmerzen zu kennen, hilft Ihnen mit den Ängsten umzugehen und Klarheit zu erhalten. Harmlose Erkältungen, Verspannungen oder kleine Wehwehchen können Sie dermaßen verunsichern, dass Sie sofort an „das Schlimmste“ denken. Die Ungewissheit schürt Ihre Angst vor einem Rückfall oder vor Metastasen. Gehen Sie zum Arzt und klären Sie die Ursache Ihrer Schmerzen ab. Lassen Sie sich bestätigen, dass Ihre Symptome harmlos und kein neuer Krebs sind. Das beruhigt! Dann können Sie mit Ihren Schmerzen und mit Ihrer Angst vor Schmerzen wieder angemessen umgehen.

Die Angst vor dem Sterben, die bei Betroffenen immer wieder auftaucht, meint eigentlich die Angst vor Schmerzen, vor einem Siechtum, vor dem körperlichen Verfall oder geistiger Verwirrung. Seien Sie beruhigt, wer an Krebs stirbt, ist (meist) bis zuletzt geistig wach. Der Aktionsradius engt sich beim Sterbenden ein. Sein Bewusstsein weitet sich jedoch. Elisabeth Kübler-Ross, Ärztin und Expertin auf dem Gebiet der Sterbeforschung und Sterbebegleitung, hat dies eindrucksvoll in Ihren Büchern beschrieben und belegt. Unser Körper ist ihrer Meinung nach das Haus unserer Seele für dieses eine Leben. Sie beschreibt den Tod als einen Wechsel der Seele in einen anderen Seinszustandes. Mehr nicht. Die Lektüre eines Buches von ihr kann Ihnen helfen, Ihre Angst vor dem Sterben zu verringern oder zu verlieren.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das Lebenslust-Prinzip»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Lebenslust-Prinzip» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Das Lebenslust-Prinzip»

Обсуждение, отзывы о книге «Das Lebenslust-Prinzip» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x