Oliver Koob - Zurückspulen nicht vergessen!

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Markus, 48, ist ein typischer Vertreter der Generation X.
Er ist verheiratet, wohnt in der fränkischen Provinz, hat zwei Kinder und hat es auch im Beruf zu etwas gebracht. Sein Leben läuft nach Plan, ohne große Turbulenzen.
Doch dann lernt seine Tochter bei einem Schüleraustausch in Berlin den Sohn seines besten Schulfreundes Martin kennen, den er seit knapp 15 Jahren nicht mehr gesehen hat.
Nun spult sein Kopf ein Feuerwerk an Erinnerungen ab. Er durchlebt nochmal viele Momente seiner wilden Jugendzeit und taucht nochmal ein in die Magie der Zeit Ende der 80er Jahre.
Was ist mit seinem alten Freund Martin? Kommt es zu einem Wiedersehen?
Wenn ja, wird alles wie früher sein?

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Herr Mannheimer ging auf sie zu, zeigte seinen Ausweis und erklärte ihnen, dass es sich bei den Insassen aus dem Bus um Teilnehmer einer Klassenfahrt handelte.

Die beiden Grenzpolizisten ließen unseren Klassenlehrer links liegen und fingen damit an, jeden Einzelnen von uns genauestens unter die Lupe zu nehmen. Für jede Klassenkameradin und jeden Klassenkameraden nahmen sie sich mindestens 5 Minuten Zeit. Ihre Blicke wanderten immer vom Pass, den sie in ihrer jeweils linken Hand hielten und in Blickachse zu den jeweiligen kontrollierten Personen richteten, zum Gesicht der Zielperson. Dieses Spiel wiederholten sie immer und immer wieder. Ihre Blicke waren leer, durchringend und furchteinflößend. Keiner traute sich auch nur zu atmen. Man hätte eine Stecknadel fallen hören.

Als die beiden Beamten bereits die Hälfte unserer Mitschülerinnen und Mitschüler kontrolliert und als einreisepflichtig eingestuft hatten, geschah auf einmal etwas nicht Vorhersehbares.

Jochen kramte aus seinem Rucksack ein Butterbrot und biss beherzt rein.

Die Beamten wandten sofort ihren Blick zu Jochen und straften ihn mit ihren eisigen Blicken.

Bei dem Uniformierten mit Schäferhund aber wich der eisige Blick recht schnell zu einem höhnischen Grinsen.

„Sie machen Frühstückspause? Klasse. Die machen wir jetzt auch!“

Die beiden Grenzsoldaten warfen die Pässe zu ihren Inhabern zurück, drehten sich um und gingen in Richtung Busfahrer. Auf Höhe des Ausgangs wandten sie sich zu Herrn Mannheimer:

„Wir machen jetzt Pause. Sie warten hier, rühren sich nicht von der Stelle, bis wir wiederkommen!“

Die Tür schloss sich und es herrschte ängstliche Stille.

Herr Mannheimer lief rot an, rannte zu Jochens Platz und schrie ihn zusammen, dass die Scheiben des Busses wackelten. Ausgerechnet Jochen. Jochen, der sich sonst vor allen Erwachsenen in die Hosen machte, sich nie unbeliebt machen wollte. Genau der ist nun die Nr. 1 auf der Abschussliste von Herrn Mannheimer.

Nach geschlagenen zwei Stunden kehrten die beiden Herren gut gelaunt und erholt zurück. Zu dieser Zeit waren die Reisebusse leider noch nicht mit einer Klimaanlage und Toilette ausgestattet. Die Hitze war unerträglich und die Anzahl der Leute, die aufs Klo mussten, stieg von Minute zu Minute. Aber es gab keine Aussicht auf frische Luft oder eine Möglichkeit seine Notdurft zu verrichten. Die Stimmung im Bus war natürlich unter dem Nullpunkt, vergleichbar mit der, die bei der Crew von U96 aus dem Erfolgsfilm „Das Boot“ herrschte, nachdem sie sich nach Angriffen von feindlichen Schlachtschiffen auf dem Meeresboden befanden und auf ein Wunder hofften.

Beim zweiten Kontrollrundgang machten es die Beamten nicht mehr so spannend wie beim ersten Mal. Sie wussten, dass wir am Boden zerstört waren. Sie hatten ihr Ziel erreicht. Nach einer knappen halben Stunde war der Kontrollspuk vorbei und wir durften den Grenzübergang passieren und die Fahrt aufnehmen in Richtung Transitstrecke, so die korrekte Aussprache im DDR Fachjargon, in Richtung Berlin.

_____

„Jochen, der alte Depp!“ raunte Markus im Schlaf. Carola schrak aus dem Schlaf auf und dreht sich besorgt zu ihrem Mann.

„Alles okay Schatz. Ich habe nur von meiner Klassenfahrt nach Berlin von 1987 geträumt.“

„Puh. Da bin ich beruhigt.“ seufzte Carola erleichtert.

Markus schlief sofort wieder ein.

Kindl oder Schultheiß?

Der erste Teilabschnitt der Transitstrecke nach Berlin war geprägt durch allgemeines Schweigen, immer kurz ausgesetzt durch Hilferufe an den Busfahrer, dass er bitte einen Rasthof ansteuern soll, weil viele Blasen aufgrund Überfüllung zu platzen drohten.

Doch der nächste Halt war erst frühestens in anderthalb Stunden zu erwarten.

Ab und zu unterbrach „Jochen, du Spast“ die Stille im Innenraum des Busses.

Die Stimmung war hochexplosiv. Der Busfahrer musste handeln. Er steckte Markus Kassette wieder in das Radio. Vielleicht kann die Musik die Insassen von dem Thema Notdurft ein wenig ablenken. Doch echte Stimmung wollte nicht mehr aufkommen. Weder „Johnny B“ von den Hooters, „La Bamba“ von Los Lobos, noch die Titelmelodie aus der Kultserie „Miami Vice“ konnten an der angespannten Lage noch etwas ändern.

Dann kam Kraftwerks Song „Musique Non Stop“ aus ihrem neuen Album „Electric Café“. Das Lied begann mit dem gesprochenen Dreiklang „Boing Bum Tschak“. Dieser wiederholte sich einige Male. Dann setzte eine Bariton artige Männerstimme ein, die nun den Titel des Songs „Musique Non Stop“ sehr langgezogen sang. Wiederholt wurde diese Textzeile dann noch von einer blechernen, roboterartigen Stimme, die wohl von einem Synthesizer kreiert wurde.

Etwas angewidert und irritiert von dieser musikalischen Darbietung schaute sich Herr Mannheimer im Bus herum, um die Reaktionen der anderen Mitreisenden hierzu einzufangen. Als sein Blick bei Richie stehen blieb, drehte dieser seinen Kopf roboterartig zu ihm um und sang in gleicher Tonlage der Roboterstimme vom Band „Musique Non Stop“.

Herr Mannheimer schaute Richie fassungslos an. Mit einem heftigen Kopfschütteln ging er nach vorne zum Busfahrer und entfernte die Kassette entnervt aus dem Schacht des Autoradios und warf sie in Richtung Richie.

Bis zur geplanten Raststelle war es mausestill. Kaum wurde die Rast angekündigt, löste sich die Stille in heller Freude auf. Wir Jungs freuten uns zusätzlich auf den ersten Besuch eines Intershops, der auch an dieser Raststätte zu finden war. Dort konnte man als westlicher Tourist Westwaren zum Sonderpreis erstehen. Und das mitten in der Ostzone.

Nachdem sich alle erleichtet hatten, gingen viele Teilnehmer der Reisegruppe in den Intershop. Dort entdeckte Markus das Angebot des Monats. Eine Stange PEER Filterzigaretten für nur 18 Mark. West. Bingo. Auf das Spirituosen-Angebot des Monats, eine Flasche Nordhäuser Doppelkorn, verzichtete er gerade noch rechtzeitig. Zum Glück hatte er im Augenwinkel noch Herrn Mannheimer in den Intershop eintreten sehen, bevor er die Flasche der Kassiererin übereichte. Er konnte die Flasche noch unbemerkt an ihre angestammte Position zurückstellen.

Mit entleerter Blase und der Gewissheit in spätestens 2 Stunden in der Berliner Unterkunft anzukommen, stieg die 10 b gut gelaunt in den Bus. Für die letzte Teilstrecke durften die Mädels nochmal für das musikalische Rahmenprogramm sorgen.

Den Jungs war das schnuppe. Denn so langsam zeigte der bereits heimlich konsumierte Alkohol Wirkung. Neben den konsumierten Bierdosen, die sie im Rasthof Rimberg holten, gesellten sich nun auch kleine Fläschchen Wilthener Goldkrone hinzu, einem Weinbrand-Verschnitt, der im Osten damals bei jedem Anlass als Genuss deklariert wurde. Diese Fläschchen holte Jochen heimlich im Intershop. Davon hatte keiner etwas mitbekommen, weder Herr Mannheimer, noch wir.

Selbst bei Nummern wie „Respectable“ von Mel & Kim und „It´s a sin“ von den Pet Shop Boys pfiffen die bereits leicht angetüdelten Jungs mit.

Bei „Caravan of love“ von den Housemartins sangen Markus und Martin sogar lauthals mit.

Bei einen der unzähligen Refrains

„Every woman every man

Join the caravan of love

(Stand up) stand up

Stand up“

schauten die beiden Freunde nach links, wo Richie und Jochen saßen.

Doch was war das? Sie schauten sofort wieder weg. Und wieder hin. Und sich gegenseitig an. Beide glaubten nicht, was sie gerade gesehen haben. Richie trank weiterhin Bier. Aber nicht mehr aus der Dose. Nein. Er benutzte als Transportmittel nun das auf dem Rasthof Rimberg teuer ersteigerte Kondom in Form einer Neandertalerkeule, um sich das Bier munden lassen.

Nachdem sich Martin und Markus nochmal anschauten, brachen beide in ein schallerndes Gelächter aus. Sie prusteten sich und hatten ihre liebe Mühe und Not sich nicht vor Lachen buchstäblich in die Hose zu machen.

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