Hans Fallada - Der Trinker

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›Der Trinker‹ beschreibt den Abstieg eines Mannes, der dem Alkohol verfällt, angefangen beim ersten Glas Wein bis zur Einlieferung in eine Heilklinik. Erwin Sommer und seine Frau Magda sind ein kinderloses Ehepaar um die 40. Sie haben ein Landproduktengeschäft in einer norddeutschen Kleinstadt und eine prächtige Villa. Als Magda sich nach und nach aus dem Unternehmen zurückzieht, geht es bergab, wofür Erwin sie hasst. Er beginnt zu trinken, bricht in die eigene Villa ein, hebt das gesamte Geschäftsguthaben ab, das ihm anschließend entwendet wird. Als er vom Alkohol nicht mehr loskommt, wird er in eine Trinkerheilanstalt eingewiesen, wo er durch die Hölle geht. ›Der Trinker‹ ist Falladas persönlichstes Buch, basierend auf eigenen Erfahrungen.

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»Elinor! Elinor! Komm runter!« rief die Wirtin, versicherte mir noch einmal, daß ich gleich bedient werden würde, und verschwand wieder in der Küche. Also Elinor hieß sie, da hatte ich mit Elsabe nicht ganz schlecht geraten. Aber Elinor war auch sehr gut, war eigentlich noch besser. Elinor paßte zu ihr, Elinor, la reine d'alcool, wirklich sehr hübsch!

Und da hörte ich sie auch schon die Treppe herunterkommen; gar nicht rehfüßig übrigens; die Tür klappte, und sie trat ein. Sie hatte sichtlich geschlafen, das Haar war nicht so glatt und ordentlich aufgesteckt wie sonst, und ihr helles Kleid hatte etwas Zerdrücktes, Unordentliches. Sie stand da einen Augenblick und sah zu mir herüber. Sie erkannte mich nicht gleich, sie mußte gegen die Sonne blicken. Dann rief sie ganz vergnügt: »Ach, das ist ja nur das Väterchen, das so gerne Schnaps trinkt!« rief's und lief schon wieder die Treppe hinauf. Ich nahm ihr die neuerlichen, für meinen Durst eigentlich schmerzlichen Worte gar nicht übel. War ich doch nur froh über diesen unbefangenen Empfang. Ein bißchen hatte ich mich doch gefragt, wie sie mich nach meinem Abgang über das Schuppendach in jener Nacht aufnehmen würde. Nun aber war alles gut, und ich wartete mit Geduld die fünf Minuten, bis sie, nunmehr geschniegelt und glatt, wieder auftauchte. Sie kam gleich an meinen Tisch, bot mir wie einem alten Freund die Hand und sagte freundlich: »Ich dachte schon, Sie wollten gar nicht mehr wiederkommen! Was haben Sie denn so lange gemacht? Sind Sie nun schon ganz bankrott?«

»Noch nicht, ma reine«, sagte ich, auch lächelnd. »Vorläufig habe ich erst einmal das Geschäft meiner Frau übertragen, mit der ich übrigens in Scheidung liege. Was meinst du dazu, meine Hübsche? In acht Wochen bin ich vielleicht schon zu haben! Noch ganz gut erhalten, wie?«

Sie sah mich einen Augenblick an, dann verschwand das Lächeln von ihrem Gesicht, und sie sagte ganz kühl und geschäftsmäßig: »Einen Korn, nicht wahr? Oder gleich wieder eine ganze Flasche, wie?«

»Richtig, meine Goldene!« rief ich. »Gleich wieder eine ganze Flasche! Und für dich wiederum eine Flasche Sekt!«

»Nicht am Tage«, antwortete sie kurz und ging. Einen Augenblick später hatte ich zu trinken, ausgiebig, von diesem wasserhellen Stoff, den ich schon mehr liebte als den Kognak. Aber sonst kam ich an diesem Nachmittag nicht auf meine Kosten. Elinor war ständig beschäftigt, in und außer der Gaststube, und wir konnten nur dann und wann ein paar Worte wechseln. Darüber verdrossen trank ich mehr als gewohnt, schon nach anderthalb Stunden mußte mir Elinor eine zweite Flasche bringen, und ich spürte selbst, daß ich schwer berauscht war. Dann kamen ein paar junge Burschen, darunter auch jener junge Maurer, mit dem Elinor so vertraut gesprochen hatte; und bloß um das Mädchen an meinen Tisch zu ziehen (was aber auch nur für fünf Minuten gelang), ließ ich sie alle bei mir Platz nehmen und bestellte für jeden, was er sich wünschte. Schon nach kurzer Zeit bot mein Tisch einen wilden Anblick. Bier- und Schnapsgläser, Wein- und Sektflaschen standen in einem wilden Durcheinander auf ihm, und um ihn gruppierte sich eine Rotte wild durcheinander redender, schreiender, lachender, fuchtelnder Gestalten, und ich war eine der wildesten und betrunkensten von allen. Ich fühlte mich ganz losgelassen, ich war wirklich wie ein Stein, der in den Abgrund stürzt – ich dachte an nichts mehr.

Bei unserem Lärmen hatten wir es ganz überhört, daß ein Auto vorgefahren war, und auch als zwei Herren eintraten, achteten wir kaum auf sie. Ich schrie einem Gegenüber, der gar nicht auf mich hörte, wieder irgendwelche Beteuerungen zu – und verstummte plötzlich, wie auf den Mund geschlagen, denn einer der beiden Herren, die jetzt an einem Nebentisch Platz nahmen, hatte mich mit einem freundlichen ›Guten Abend!‹ begrüßt, und dieser Herr war Doktor Mansfeld. Den anderen Herrn kannte ich nicht. Auch meine Zechkumpane verstummten; und auch, als sie sahen, daß nichts weiter erfolgte, sondern daß die Herren am Nebentisch, in ein Gespräch vertieft, ruhig ihr Bier tranken, kam die alte Lustigkeit nicht wieder auf. Einer nach dem anderen verdrückte sich, schließlich saß ich allein in diesem wüsten Tohuwabohu von Gläsern und Flaschen, und auch nach Elinor sah ich vergeblich aus: sie kam nicht, das Chaos zu ordnen. Wahrscheinlich scharmutzierte sie mit dem jungen Maurer, der wohl ihr Galan war, vor der Tür. Nach der wilden Ausgelassenheit eben hatte mich finstere Verdrossenheit überfallen, ich kaute auf meiner Lippe und schoß ab und zu einen argwöhnischen Blick nach dem Seitentisch, an dem man so gar keine Notiz von mir nahm. Mein Argwohn war erwacht; ich fragte mich, ob Doktor Mansfeld durch einen reinen Zufall, bei der Ausübung seiner Landpraxis, hierher geraten sein könnte oder ob ihn Magda hierher beordert hatte. Ich zergrübelte meinen Kopf, ob ich etwa Magda damals in meiner Betrunkenheit den Namen des Ausflugsortes genannt, oder doch so auf ihn hingedeutet hatte, daß er unschwer zu erraten war – ich wußte es nicht mehr. Der zweite Herr kam mir bekannt vor, aber ich wußte nicht, wohin ich ihn tun sollte ...

Wieder hätte ich gerne etwas getrunken, die Kornflasche stand nahe genug vor mir, und doch wagte ich es nicht, vor den beiden Gästen am Nebentisch mir das Glas auch nur einmal vollzuschenken. Ich sagte mir wohl, daß angesichts dieses Tisches und meines wilden Benehmens vorhin nicht mehr das Geringste zu verderben war, und doch wagte ich es nicht –.

Schließlich betrat Elinor wieder den Schankraum. Ich rief sie zu mir und bat sie leise, die Zeche zu machen. Während sie auf einem Block viele Zahlen aufschrieb, gebückt vor mir stehend und mich dadurch gegen die Sicht vom Nebentisch deckend, schenkte ich mir erst zwei, drei Schnäpse ein. Dann verkorkte ich die Flasche sorgfältig und schob sie in meine Aktentasche. Elinor warf einen raschen Blick auf mein Tun und flüsterte mit hochgezogenen Augenbrauen, zum Nebentisch deutend: »Freunde?« Ich zuckte nur die Achseln. Die Rechnung war so hoch, daß ich mein Geld wirklich bis auf die letzte Mark hergeben mußte und daß auch dann noch das Trinkgeld für Elinor höchst ungenügend ausgefallen war. Wieder sah sie mich mit hochgezogenen Augenbrauen an und flüsterte: »Abgebrannt?«

Ich antwortete ebenso leise: »Ich weiß, wo es mehr gibt. Das nächste Mal, ma reine!« Wozu sie leicht nickte.

Ich mußte jetzt aufstehen und gehen, unter den beobachtenden Blicken des Nebentisches. Ich faßte meine Aktentasche und vergewisserte mich durch einen musternden Blick, auf welchem Haken mein Hut hing, damit ich ihn beim Hinausgehen nicht unnötig suchen mußte, und stand auf. Ich fühlte, es würde gehen. Ich mußte mich langsam und sehr vorsichtig bewegen, dann würde es schon gehen. Schließlich brauchte ich nur vors Dorf und ins erste bergende Gebüsch zu kommen, ja, schließlich – genialer Einfall: – Ich brauchte mich nur hier auf der Toilette einzuriegeln, und ich konnte schlafen, solange ich wollte. Frischen Proviant habe ich ja bei mir.

Ich hatte zum Nebentisch, schon im Aufstehen, höflich ›Guten Abend‹ gesagt, und nun war ich schon unter der Tür, einen Schritt entfernt von der Rettung, als hinter mir eine Stimme sagte: »Ach, einen Augenblick, Herr Sommer!«

Ich schrak so zusammen, daß ich fast gefallen wäre. »Wie bitte?« rief ich unnötig laut. Der Arzt hatte nach meinem Arm gegriffen und mich gehalten.

»Habe ich Sie erschreckt? Das wollte ich nicht. Es tut mir leid.«

»Ach, nichts, nichts«, sagte ich verlegen. »Es war wohl nur der elende Läufer, ich bin über ihn gestolpert ...« Und ich sah böse auf den glatt daliegenden Teppich.

»Ich wollte Sie nur fragen, Herr Sommer«, fing Doktor Mansfeld wieder an, »ob ich Ihnen vielleicht anbieten darf, in meinem Auto mit uns heimzufahren?«

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