eine Pille hat noch nie geschadet.
Hält sich an meine Regeln, wenn nicht, dann.
Stillgelegt mit Drogen,
angepasst und kann auch anders.
Ruhig, ausgeglichen, lieb am Tag.
Nachts ohne Schlaf, schwere Träume.
Keiner bemerkt die Trauer und Not.
In den Himmel wachsende Bäume.
Erschlagende Pflichten, kein Nein, kein Sein.
Burnout, Depression und Tod.
Wie konnte das passieren?
Habe doch alles aus Liebe getan.
Kann es nicht verstehen.
Alle anderen haben es
natürlich kommen sehen.
… schlimm …
aber mich trifft keine Schuld daran.
Der Gendefekt, welch’ tragisch’ Schicksal.
Hab’ nie gefragt, warum und weswegen,
denn nur ich wusste ja, was gut für es ist.
inmitten von Dingen
alleine gelassen mit wütender Trauer
trotzdem sollst du hoffen
es kann Dir gelingen
in jeder riesigen Mauer
stehen irgendwo Türen offen
dahinter gibt es sehr warmes Licht
welches Dich wohlig umschließt
durchwärmt Dein Herz
umschmeichelt Dein kaltes Gesicht
die Wut und Trauer aus Dir fließt
im Geflecht aus Liebe vernetzt
behalte die Türen bloß im Blick
lasse sie immer für Dich offen
denn Wut und Trauer sind Freunde
sie kommen oft genug zurück
sie bilden den Boden für's Hoffen
ich liege, wo alle springen
stehe, wo alle sitzen
kann warten, wo alle bringen
friere, wo alle schwitzen
alles was ist, kann und darf sein
ich bin, hab’ mich wiedergefunden
liebe Welt, lass’ Dich auf mich ein
ich gehe, wo alle rennen
sehe, in schwärzester Nacht
denke, wo alle ignorieren
brenne, wo kein Feuer entfacht
alles was ist, kann und darf sein
ich bin, hab’ mich wiedergefunden
liebe Welt, lass’ Dich auf mich ein
ich höre die Musik der Stille
rieche, die zartesten Düfte
wo keiner mag, zählt mein Wille
gebe Wärme, in der Kühle
alles was ist, kann und darf sein
ich bin, hab’ mich wiedergefunden
liebe Welt, lass’ Dich auf mich ein
ich sehe Dich, mit allem
hinter Deinem lächelnden Gesicht
die Trauer und Wut
die Fröhlichkeit, das Licht
alles ist da
Tiefen und Höhen
Du bist einfach wunderbar
liebevoll, ehrlich
wundertoll und schön
ich liebe genau und nur Dich
der Reim kommt und geht
mal mehr, mal weniger
er gefällt oder fleht, aufzuhören
ohne wirklich zu überzeugen
oder ganz neue Horizonte
und Weiten zu betören
Wie viele Fragen sind noch offen
alle und jeder Traum lässt hoffen
auf das große Glück
für das Leben, was immer das auch ist
auf jeden Fall und Flug
ein großes Stück
vom himmelblauen Himmel
mit rosarotem Duft
Sternschnuppen fallen für alle
und verheißen Wünsche
Erfüllung mit glutheißer Luft
das Durcheinander lässt sich nicht ordnen
es bleibt, ob es will oder nicht
und tappt in die Falle
am Ende der Sicht
der Tag fängt gut an, bin ausgeschlafen
es regnet, oh wie blöd, schlecht geträumt
es geht mir gut, bin fröhlich drauf
bin gerädert, Drama, nicht aufgeräumt
was stimmt denn jetzt, rede ich es mir ein
frage den Spiegel und lass dem Tag seinen Lauf
was ist wahr?
des Himmels Blau?
des Rasens Grün?
die Luft so klar?
die Nachrichten machen mich krank
die Wälder am Äquator brennen
ist alles nicht so schlimm, lese ich und wank’
jeder kämpft um’s Recht, wer soll’s haben
was soll das, Hin und Her, Meinung trennen
was ist wahr?
des Himmels Blau?
des Rasens Grün?
die Luft so klar?
die Nachbarn reden unentwegt
über alles und nur von den anderen
sich selbst reflektieren ist untersagt
den Blick nur auf Anderfehler gerichtet
lenkt ab von eigenen und alle mäandern
was ist wahr?
des Himmels Blau?
des Rasens Grün?
die Luft so klar?
wer lügt und wer spricht ehrlich
jeder nimmt für sich die Wahrheit
steckt sie ein und schützt sie beharrlich
auf das die Wahrheit werde zu Recht
und man selbst zur Ewigkeit
all’ das strahlt hell und ungerecht
Glauben wird zur schwersten Last
unter der ich zusammenbreche
nur eins steht für mich immer fest
meins ist wahr
mein Himmel blau
mein Rasen grün
meine Luft so klar
in Gedanken kurz zurück
bestimmen sie Gefühle
bricht die Trauer das Genick
immer mehr, immer viele
es sind immer nur die Guten
denen Schlechtes widerfährt
alles Leid lässt stark vermuten
der Blick auf’s Schöne ist verklärt
wie grauer Nebelschleier
wie geschlossene Fensterläden
ein undurchdringliches Gemäuer
fest gehalten von starken Fäden
auf der Suche nach dem Glücke
siehst nach oben und erblickst
eine kleine Wolkenlücke
und eine Hand die geschickt
ganz hochzieht in das Licht
was Freundeshände mit Dir machen
die Fäden reißen Mauer bricht
herzlich willkommen zurück im Lachen
ich denke oft nach
an das, was ich habe
es bleibt unterm Strich
ich habe nix, sehe Dich
das reicht und Hoffen
für immer getroffen
mein Herzgetriebe
schlägt durch Deine Liebe
gebe sie zurück
möchte ganz viel Glück
Dir alleine geben
und lange gemeinsam mit Dir leben
Versunken in Gedanken an frühere Zeiten.
Heute ist heute und dennoch, geblieben
sind Erinnerungen von damals. Von weit her.
Kommen ins Jetzt, über’s Gedankenmeer.
Quälend und unruhig, wertend und fragend,
machtvoll verheißend, schlafraubend.
War es nötig, war es Liebe, war es gut?
Antworten gibt’s keine, nur den Unmut.
Zweifelnd und zitternd, was hast Du gemacht?
Jahrzehnte geopfert, manch’ schlaflose Nacht.
Für was?
Jetzt ist es vorbei, kontaktlos und befreit.
Fühlst wieder Herz, noch ein winziger Schritt.
Das Leben füllt sich randvoll mit Leben.
Die Sonne erscheint. Deine Seelen beben
dem Neuen entgegen. Das Alte losgelassen.
Das Licht leuchtet hell. Träume zum Fassen.
Liebe und Sehnsucht, Trauer und Wut,
alles darf sein und bringt neuen Mut.
Für das!
wachgeträumt
Kopf aufgeräumt
Leere mit Liebe gefüllt
Fäuste nicht geballt
friedfertig gestellt
zu Menschen gesellt
strahlendhell geteilt
in Dunkelheit verweilt
langsam angesteckt
die Nacht aufgeweckt
das Schwarze wird bunt
die Liebe tut kund
epidemisch verbreitet
Herrschaft beseitigt
alle glücklich zufrieden herzwärts
ach … schön wäre es
grenzerreichend
sehe ich
fühle ich
traurig
spüre ich
schmecke ich
wütend
weiß ich
rieche ich
lass’ es nicht bei Dir
teile es mit mir
gib’ es vertrauensvoll an mich
denn ich liebe Dich
Das Wasser bis zum Hals
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