Fangen sie ein, bevor sie entfliegen und für immer entschwunden und mit ihnen die wundervollen Stunden, voll Herz und Liebe und Vertrauen und aus gefangenen Worten gehauen. Geschichten aus uralten Epochen. Sehr fremd, phantastisch gesprochen. Von Wesen mit Armen und Beinen, mit Köpfen und Herzen, die scheinen vollkommen nutzlos gewesen zu sein sonst fände man nicht nur noch Gebein, dieser einstmals vielzähligen Form, in einem exotischen Land geboren. Vernichtete alles Leben um sich herum. Auch sich selbst, die Zuhörer lachen, wie dumm. Sie verbrannten Pflanzen, aßen alle Fische, gruben tiefe Löcher, erfanden die Plastikflasche, wählten Häuptlinge, mit und ohne Perücke, teilten die Welt in kleine Stücke, um die sie kämpften mit Atom und Feuer. Zurück blieben immer nur Tod und Trauer. Kämpften bis auf’s Blut um Götzen. Sie sich gegenseitig deshalb zerfetzten. Nahmen sich selbst die Freiheit zum Leben, um der Natur ihren Willen auf zu zwingen. Dies alles nur, um Zettel mit Zahlen zu sammeln, und ertrugen die Qualen. Die Luft wurde dünn und machte krank. Sie wussten es vorher. Das Meer, es stank. Zu Trinken und Essen war für sie nichts mehr da. Sie erstickten und wurden gewahr, dass Geldgier Gefühle zerstört. Zu spät! Der Steinalte hebt die Hände und rät: Seid achtsam zu euch und zufrieden mit dem, was ihr habt und strebt nicht nach Höherem bleibt bescheiden, in Feuer und Schlacke ohne die Menschen. Hoch lebe die Kakerlake!
Tschüss Tschüss Ich kenn’ Dich nicht. Weiß nur, dass mein Herz mir bricht, wenn Deine Freunde von Dir reden. Wünschte mir, Du würdest leben. Abschied nehmen ist nicht leicht. Ich weiß, dass es nicht reicht, von Dir zu reden, Bilder zu zeigen, mit Dir in Gedanken zu fliegen, zu Orten voll Erinnerungen. Das zu dürfen, ohne Verwirrungen, alleine, zu zweit oder mit vielen. All die schönen Gedanken zu teilen. Dazu braucht‘s für alle einen Platz. Geheim, verwunschen, wie ein Schatz. Erreichbar für alle, die Dich suchen. Immer und immer wieder verfluchen, dass Du nicht mehr da, bist aus Fleisch und Blut. Niemand in Deinen Armen ruht. Finden Dich dennoch an diesem Ort. Können reden, streiten und weinen dort. Mit Dir zusammen, in eigenen Gedanken, ohne Grenzen, ohne alle Schranken. Wichtig ist nur, dass alle wieder landen und immer ihr Lachen wiederfinden. Dann kann’s gelingen, Dir Tschüss zu sagen. Ohne dauerndes Leid und ohne Fragen nach dem Warum, gerade Du und jetzt. Ohne, dass Du ein ewiges Loch hinterlässt. Du bist da, für jeden, der mag und wartest dort an jedem Tag. Und dennoch, ich kenn’ Dich nicht. Weiß nur, dass mein Herz mir bricht wenn Deine Freunde von Dir reden. Wünschte mir, Du würdest leben.
Warum nur? Warum nur? warm, geborgen und verbunden wohl behütet kurze Zeit danach entbunden zu früh oder auch verspätet ganz egal, alle warten freuen sich ins Erdenleben starten jetzt regiert die Vorsicht Dir darf nichts passieren der Preis ist die Erfahrung Du lernst, die Ängste regieren bestimmen Deine Ahnung Deine Wünsche werden geschönt gebrochen, gut angepasst und lieb Wut und Aggression verpönt Kita und Schule, Kindheitsdieb nicht lebensfähig ohne selbstigen Wert die Erziehungsfirma spuckt Dich aus ohne Erfahrungswert der so wichtig gewesen wäre, raus ins Haifischbecken, Ellenbogen stoßen Dich nieder allenthalben, überall Narzissmus mit Menschlichkeit übergossen verlogene Humanität bringt Dich zu Fall alle zerbrochenen Seelen kämpfen, jeder gegen jeden warum müssen wir uns so quälen sollten Liebe und Achtung uns geben für ein glückliches Leben
Freudengeduld Freudengeduld die Welt fliegt vorbei über Leitern geht‘s voran was ich auch zu denken versuche ich komme immer bei Dir an bleibe hängen und verweile genieße, dass Du da bist schreibe weiter, Zeile für Zeile freue mich, dass es aus mir fließt all die wunderschönen Gedanken an Deinen Duft und Liebreiz Deine schönen Augen und Dein Lachen wunder mich über meinen Fleiß mein Schreiben wird hektisch so sehr freu’ ich mich auf Dich
Es Es Das ist bah, es hört einfach nicht. Das Kind raubt mir den letzten Nerv. Es schreit bei jeder Gelegenheit. Spukt aus, jedes gekochte Gericht. Es läuft mit eins keinen einz‘gen Schritt. Zum Verzweifeln, mit dem Kind. Es spricht noch immer kein einz‘ges Wort. Ich weiß nicht mehr weiter, ist es kaputt? … aber … ein Klaps hat noch nie geschadet. Hier gelten meine Regeln, wenn nicht, dann. Du wirst schon sehen, denn ich kann auch anders. Kommt zu spät, stört den Unterricht und hört nicht zu, in der Schule. Malt Bilder unentwegt. Sie sagen, ist sozial unverträglich. Es findet keine Freunde. Alle, die ich aussuche, sind ja nix. Macht keine Hausaufgaben gerne. Schreibt auch nur Dreien zur Genüge … aber … ein Klaps hat noch nie geschadet. Hier gelten meine Regeln, wenn nicht, dann. Du wirst schon sehen, denn ich kann auch anders. Die Lehrer geben auf, untragbar. Gibt ständig Wiederworte, sieht es nicht ein, dass das Verhalten falsch ist, kann nicht mehr. Warum sind alle anderen Kinder wunderbar? Nur meines nicht, finde Hilfe in der Medizin. Gott sei Dank ein Gendefekt, liegt nicht an mir das ist phantastisch, es liegt am Dopamin. … hurra … eine Pille hat noch nie geschadet. Hält sich an meine Regeln, wenn nicht, dann. Stillgelegt mit Drogen, angepasst und kann auch anders. Ruhig, ausgeglichen, lieb am Tag. Nachts ohne Schlaf, schwere Träume. Keiner bemerkt die Trauer und Not. In den Himmel wachsende Bäume. Erschlagende Pflichten, kein Nein, kein Sein. Burnout, Depression und Tod. Wie konnte das passieren? Habe doch alles aus Liebe getan. Kann es nicht verstehen. Alle anderen haben es natürlich kommen sehen. … schlimm … aber mich trifft keine Schuld daran. Der Gendefekt, welch’ tragisch’ Schicksal. Hab’ nie gefragt, warum und weswegen, denn nur ich wusste ja, was gut für es ist.
Zulassen Zulassen inmitten von Dingen alleine gelassen mit wütender Trauer trotzdem sollst du hoffen es kann Dir gelingen in jeder riesigen Mauer stehen irgendwo Türen offen dahinter gibt es sehr warmes Licht welches Dich wohlig umschließt durchwärmt Dein Herz umschmeichelt Dein kaltes Gesicht die Wut und Trauer aus Dir fließt im Geflecht aus Liebe vernetzt behalte die Türen bloß im Blick lasse sie immer für Dich offen denn Wut und Trauer sind Freunde sie kommen oft genug zurück sie bilden den Boden für's Hoffen
Stark sein Stark sein ich liege, wo alle springen stehe, wo alle sitzen kann warten, wo alle bringen friere, wo alle schwitzen alles was ist, kann und darf sein ich bin, hab’ mich wiedergefunden liebe Welt, lass’ Dich auf mich ein ich gehe, wo alle rennen sehe, in schwärzester Nacht denke, wo alle ignorieren brenne, wo kein Feuer entfacht alles was ist, kann und darf sein ich bin, hab’ mich wiedergefunden liebe Welt, lass’ Dich auf mich ein ich höre die Musik der Stille rieche, die zartesten Düfte wo keiner mag, zählt mein Wille gebe Wärme, in der Kühle alles was ist, kann und darf sein ich bin, hab’ mich wiedergefunden liebe Welt, lass’ Dich auf mich ein
Du Du ich sehe Dich, mit allem hinter Deinem lächelnden Gesicht die Trauer und Wut die Fröhlichkeit, das Licht alles ist da Tiefen und Höhen Du bist einfach wunderbar liebevoll, ehrlich wundertoll und schön ich liebe genau und nur Dich
Endlich Endlich der Reim kommt und geht mal mehr, mal weniger er gefällt oder fleht, aufzuhören ohne wirklich zu überzeugen oder ganz neue Horizonte und Weiten zu betören Wie viele Fragen sind noch offen alle und jeder Traum lässt hoffen auf das große Glück für das Leben, was immer das auch ist auf jeden Fall und Flug ein großes Stück vom himmelblauen Himmel mit rosarotem Duft Sternschnuppen fallen für alle und verheißen Wünsche Erfüllung mit glutheißer Luft das Durcheinander lässt sich nicht ordnen es bleibt, ob es will oder nicht und tappt in die Falle am Ende der Sicht
Читать дальше