wie ein hellblauer Reiter
mit schillernder Lanze
den Weg Dir ebnen,
auf in das leuchtende Ganze
in Dein wahres, glückliches Leben
nimm mit, wen Du da liebst
steck’ ein, was Du dort magst,
nur mit dem Wichtigsten begibst
Du Dich dorthin, und fragst
nicht nach dem Sinn vom Sein,
sei einfach da
das Leben schließt Dich mit ein
und es wird wunderbar
ich sitze hier, ohne zu denken
nicht an die dummen Rechten,
Klimawandel, Weltuntergang,
Narzissten, Macht und Geldanbetung
bin froh, dass ich das kann,
wann ich es will, nicht irgendwann
lass’ sie fliegen mit den Wolken
lass’ mich treiben auf den Wogen
sehe alle Farben aus dem Weltentopf
Himmelszelt, habe ein Dach über’m Kopf
höre all‘ die Klänge der Natur
und bin unendlich dankbar dafür
Das Feuer knistert gelb und rot,
lodert, flackert, warm und gut.
Von vorne wohlig, von hinten kühl,
sitzen alle im Kreis und lauschen still.
Der Mähr des Steinalten,
mit seinen tiefen Furchen und Falten.
Im Gesicht und an den Händen,
die beschreibend kreisen, als fänden
sie die Worte im kühlenden Wind.
Fangen sie ein, bevor sie entfliegen
und für immer entschwunden
und mit ihnen die wundervollen Stunden,
voll Herz und Liebe und Vertrauen
und aus gefangenen Worten gehauen.
Geschichten aus uralten Epochen.
Sehr fremd, phantastisch gesprochen.
Von Wesen mit Armen und Beinen,
mit Köpfen und Herzen, die scheinen
vollkommen nutzlos gewesen zu sein
sonst fände man nicht nur noch Gebein,
dieser einstmals vielzähligen Form,
in einem exotischen Land geboren.
Vernichtete alles Leben um sich herum.
Auch sich selbst, die Zuhörer lachen,
wie dumm.
Sie verbrannten Pflanzen, aßen alle Fische,
gruben tiefe Löcher,
erfanden die Plastikflasche,
wählten Häuptlinge, mit und ohne Perücke,
teilten die Welt in kleine Stücke,
um die sie kämpften mit Atom und Feuer.
Zurück blieben immer nur Tod und Trauer.
Kämpften bis auf’s Blut um Götzen.
Sie sich gegenseitig deshalb zerfetzten.
Nahmen sich selbst die Freiheit zum Leben,
um der Natur ihren Willen auf zu zwingen.
Dies alles nur, um Zettel mit Zahlen
zu sammeln, und ertrugen die Qualen.
Die Luft wurde dünn und machte krank.
Sie wussten es vorher. Das Meer, es stank.
Zu Trinken und Essen war
für sie nichts mehr da.
Sie erstickten und wurden gewahr,
dass Geldgier Gefühle zerstört. Zu spät!
Der Steinalte hebt die Hände und rät:
Seid achtsam zu euch und zufrieden mit dem,
was ihr habt und strebt nicht nach Höherem
bleibt bescheiden, in Feuer und Schlacke
ohne die Menschen.
Hoch lebe die Kakerlake!
Ich kenn’ Dich nicht.
Weiß nur, dass mein Herz mir bricht,
wenn Deine Freunde von Dir reden.
Wünschte mir, Du würdest leben.
Abschied nehmen ist nicht leicht.
Ich weiß, dass es nicht reicht,
von Dir zu reden, Bilder zu zeigen,
mit Dir in Gedanken zu fliegen,
zu Orten voll Erinnerungen.
Das zu dürfen, ohne Verwirrungen,
alleine, zu zweit oder mit vielen.
All die schönen Gedanken zu teilen.
Dazu braucht‘s für alle einen Platz.
Geheim, verwunschen, wie ein Schatz.
Erreichbar für alle, die Dich suchen.
Immer und immer wieder verfluchen,
dass Du nicht mehr da,
bist aus Fleisch und Blut.
Niemand in Deinen Armen ruht.
Finden Dich dennoch an diesem Ort.
Können reden, streiten und weinen dort.
Mit Dir zusammen, in eigenen Gedanken,
ohne Grenzen, ohne alle Schranken.
Wichtig ist nur, dass alle wieder landen
und immer ihr Lachen wiederfinden.
Dann kann’s gelingen,
Dir Tschüss zu sagen.
Ohne dauerndes Leid und ohne Fragen
nach dem Warum, gerade Du und jetzt.
Ohne, dass Du ein ewiges Loch hinterlässt.
Du bist da, für jeden, der mag
und wartest dort an jedem Tag.
Und dennoch, ich kenn’ Dich nicht.
Weiß nur, dass mein Herz mir bricht
wenn Deine Freunde von Dir reden.
Wünschte mir, Du würdest leben.
warm, geborgen und verbunden
wohl behütet
kurze Zeit danach entbunden
zu früh oder auch verspätet
ganz egal, alle warten
freuen sich
ins Erdenleben starten
jetzt regiert die Vorsicht
Dir darf nichts passieren
der Preis ist die Erfahrung
Du lernst, die Ängste regieren
bestimmen Deine Ahnung
Deine Wünsche werden geschönt
gebrochen, gut angepasst und lieb
Wut und Aggression verpönt
Kita und Schule, Kindheitsdieb
nicht lebensfähig ohne selbstigen Wert
die Erziehungsfirma spuckt Dich aus
ohne Erfahrungswert
der so wichtig gewesen wäre, raus
ins Haifischbecken, Ellenbogen stoßen
Dich nieder allenthalben, überall
Narzissmus mit Menschlichkeit übergossen
verlogene Humanität bringt Dich zu Fall
alle zerbrochenen Seelen
kämpfen, jeder gegen jeden
warum müssen wir uns so quälen
sollten Liebe und Achtung uns geben
für ein glückliches Leben
die Welt fliegt vorbei
über Leitern geht‘s voran
was ich auch zu denken versuche
ich komme immer bei Dir an
bleibe hängen und verweile
genieße, dass Du da bist
schreibe weiter, Zeile für Zeile
freue mich, dass es aus mir fließt
all die wunderschönen Gedanken
an Deinen Duft und Liebreiz
Deine schönen Augen und Dein Lachen
wunder mich über meinen Fleiß
mein Schreiben wird hektisch
so sehr freu’ ich mich
auf Dich
Das ist bah, es hört einfach nicht.
Das Kind raubt mir den letzten Nerv.
Es schreit bei jeder Gelegenheit.
Spukt aus, jedes gekochte Gericht.
Es läuft mit eins keinen einz‘gen Schritt.
Zum Verzweifeln, mit dem Kind.
Es spricht noch immer kein einz‘ges Wort.
Ich weiß nicht mehr weiter, ist es kaputt?
… aber …
ein Klaps hat noch nie geschadet.
Hier gelten meine Regeln, wenn nicht, dann.
Du wirst schon sehen,
denn ich kann auch anders.
Kommt zu spät, stört den Unterricht
und hört nicht zu, in der Schule.
Malt Bilder unentwegt.
Sie sagen, ist sozial unverträglich.
Es findet keine Freunde.
Alle, die ich aussuche, sind ja nix.
Macht keine Hausaufgaben gerne.
Schreibt auch nur Dreien zur Genüge
… aber …
ein Klaps hat noch nie geschadet.
Hier gelten meine Regeln, wenn nicht, dann.
Du wirst schon sehen, denn ich kann
auch anders.
Die Lehrer geben auf, untragbar.
Gibt ständig Wiederworte, sieht es nicht ein,
dass das Verhalten falsch ist, kann nicht mehr.
Warum sind alle anderen Kinder wunderbar?
Nur meines nicht, finde Hilfe in der Medizin.
Gott sei Dank ein Gendefekt, liegt nicht an mir
das ist phantastisch, es liegt am Dopamin.
… hurra …
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