Michael Kern - Die Stunde der Politiker

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Es ist der Sonntag vor Weihnachten 2020 als Peter, ein sechzigjähriger, ehemaliger Business Manager aus München, alleine mit einer Flasche Champagner zu Hause vor dem Kamin sitzt. Er versucht sich zurückzuerinnern, wie das alles begonnen hatte, fast genau vor einem Jahr. Damals, als dieses Corona Virus zum ersten Mal aufgetaucht war. Denn, wie viele Menschen, versucht auch Peter herauszufinden, warum sich das alles danach zu einer solchen Welle von noch nie dagewesenen Maßnahmen und Ereignissen entwickeln konnte. In deren Verlauf er innerhalb eines Jahres alles was er gewonnen, wieder verloren hatte. Und das war nicht wenig, denn er hatte Millionen gewonnen und vielleicht sogar die Liebe seines Lebens gefunden. Was sich aber in Rekordgeschwindigkeit, wie dieses ganze, global vernetzte Riesenuhrwerk der freien Marktwirtschaft, in seine kleinsten lokalen Zahnrädchen, einfach aufgelöst hatte. An dessen Ende Peter, wie die meisten Menschen arbeits-, und mittellos, entrechtet und enteignet, ungläubig zurückblickt. Auf dieses Schauspiel, wie diese ganze Welt, wie er sie kannte, einfach wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen war. Inszeniert und dirigiert von den Zauberlehrlingsstöcken der hunderttausenden Politiker dieser Welt, die durch dieses Virus die Macht und Aufmerksamkeit widererlangten, die sie längst verloren geglaubt hatten. Dabei beschäftigt ihn nicht so sehr die Frage nach dem «Wie», sondern hauptsächlich «Warum» das alles passiert war. Und er findet nicht zuletzt durch Sonja einige überraschende Antworten.

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Doch selbst bei der Arbeit hatte er das Problem, dass sie ihn in China eigentlich nur als Metallurgen in der Entwicklung, der Fertigung oder in der Qualität haben wollten, nicht aber im Businessmanagement oder im Vertrieb, denn Chinesisch hatte er, auch wenn er sich bemüht hatte, doch nie lernen können. In der Fabrik oder in der Entwicklung wollte er aber nicht arbeiten, hatte er nie gewollt. Ihn hatten immer schon die theoretischen Eigenschaften und Vorgänge an den Metallen mehr interessiert als der direkte Umgang damit. Der Gestank und der Lärm erschienen ihm auf Dauer äußerst unangenehm. Deshalb war er schon recht früh nach Beendigung seines Studiums in seiner Berufsauswahl erst in die Entwicklung und dann ins Business Development und Management gegangen. Ihn interessierten vornehmlich die Theorie und die Zusammenhänge dahinter, was stets mit Zahlen und deren Kombination verbunden war. So hatte er sich sein Studium nicht zufällig mit der Arbeit in der Statistikabteilung einer großen Versicherungsgesellschaft verdient.

Von da her rührte auch sein Verständnis für Zahlen, für die Bedeutung von Kennzahlen und seine Vorliebe, Vorgänge und Situationen anhand von Zahlen zu erfassen. Zahlen erzählten für ihn Geschichten, erklärten Vorgänge und machten Abläufe lebendig. Doch mit seinen fast 60 Jahren zählte er mit seiner Art Zahlen zusammenzufassen und darzustellen, um zu Ergebnissen zu kommen, zum Vertreter von aussterbenden Aliens. Er bediente sich dabei doch noch immer am liebsten seines Gehirns in Form von Kopfrechnen, stellte einfache Überschlagsrechnungen auf und hantierte gerne mit ebenso einfachen und auf Logik basierenden Gegenrechnungen. Er war nie der große Computermensch geworden. Er hasste Excel mit seinen elendslangen Formeln und Makros, an deren Ende dann doch meist falsche Zahlen herauskamen. Niemanden außer ihn störte das, weil keiner mehr wusste, warum. Alle vertieften sich nur in die Formeln, aber sie konnten das Ergebnis nicht mehr im Kopf nachrechnen. Er hatte das noch in seiner Schulzeit gelernt. Sein Mathematiklehrer war ziemlich streng gewesen. Er hatte die damals neuartigen Taschenrechner lange Zeit verboten, um seine Schüler zu zwingen, auch die längsten Berechnungen über Seiten hinweg, einfach durch überschlagsmäßiges Nachrechnen im Kopf zu überprüfen.

So passten nach seinen relativ einfachen plakativen Grobabschätzungen diese ganzen Zahlen und Berechnungen hinten und vorne nicht, welche die Medien seit dem Ausbruch dieser neuen Corona-Virus-Epidemie oder Pandemie, wie sie es dann benannten, täglich überall in unzähligen Aufstellungen veröffentlichten. Genauso wie ihm dann vor allem die Maßnahmen, welche sie daraus ableiteten, völlig abstrus erschienen. Aber das war er mittlerweile schon mehr als gewohnt. Denn er war ja allen seinen Frauen, seinen Söhnen und den meisten Mitmenschen und Kollegen ohnehin mit seiner „Zahlenphobie“, wie seine Schwester es nannte, meist total auf die Nerven gegangen. Weil er die meisten Statistiken und Zahlen, auch wenn diese noch so offiziell und anerkannt waren, nachprüfte, infrage stellte, und es sogar verstand, diese auch gerne mit den abenteuerlichsten Gegenrechnungen und -Argumenten zu widerlegen oder völlig anders auszulegen, bis allen der Kopf brummte.

„Halten Sie sich doch an unsere offiziellen Statistiken. Füllen Sie einfach die vorgegebenen Tabellen aus, dann werden auch Sie sehen ….“, hatten sie ihm in der Arbeit immer und überall eindringlich erklärt. Aber es tat ihm leid. Er hatte keine Lust, sich in ihre meterlangen Excelformeln reinzufummeln und er wollte es auch gar nicht lernen, denn er sah nur eines: Dass die Ergebnisse meistens falsch waren, genauso wie die Schlussfolgerungen daraus. Was er meist mit ein paar recht einfachen handschriftlichen Überschlagsrechnungen immer wieder beweisen konnte. Und dafür hassten sie ihn, immer und überall. Dora und Elena ließen ihn meistens zum Unterschied zu anderen Menschen wenigstens gewähren. Sie bemühten sich, so gut es ging, ihm bei seinen Ausführungen und Erklärungen zu folgen. Manchmal waren sie sogar von seinen Ergebnissen überzeugt. Herbert, Doras Mann, war als Polizist zwar ein für seinen Berufszweig außerordentlich netter und vor allem offener und verständiger Mensch, aber er war am Ende oft zu institutions- und obrigkeitsgläubig, als dass er Peters meist andersartige Sichtweise und deren statistische Beweisführung anerkennen wollte. Ganz anders verhielt es sich mit Theis van Kieft, Elenas Mann, einem gebürtigen holländischen Arzt und Internist in Kratstein. Theis war einer der wenigen, die Peter und seine statistischen Überlegungen schätzten. So stritt sich Theis, obwohl beide berufsfremd waren oder vielleicht sogar deswegen, zum Leidwesen aller gerne mit Peter und dessen Zahlen über alles Mögliche. Am Ende kamen sie, wenn oder weil auf verschiedenen Wegen, nach endlosen Diskussionen und Berechnungen zu einem gemeinsamen Ergebnis.

Aber, wie gesagt: Am Anfang der ganzen Corona Geschichte, so bis Weihnachten und danach, denn über Neujahr war ja alles und jeder mit anderen, privaten Dingen beschäftigt, war das ja ein rein chinesisches Thema. Eine lokale Viruserkrankung, die – bedingt durch die furchtbaren lokalen hygienischen Umstände dort – wie schon früher öfters, von irgendwelchen Tieren auf die Menschen übertragen worden war. Na ja, und dann kamen wir Mitte Januar auch im Süden von Deutschland, nach Skifahren und all der Fresserei mit Verwandten und Freunden schön langsam wieder in den normalen Arbeitstrott. Da fanden dann schon mal die ersten Gespräche mit Kunden und Lieferanten und den Kollegen in China zu diesem Thema statt. So nach dem Motto: Kommt es jetzt dadurch in der Fabrik in Ningbo zu irgendwelchen Engpässen oder Problemen? Ist die Lieferkette durch irgendwelche Teile von Zulieferanten aus Wuhan gefährdet, etc.? Aber erst mal war alles OK, kein Grund zur Panik. Oder doch? – Das Thema kam auch in Deutschland nicht mehr aus den Tagesnachrichten und es sickerten täglich mehr neue Meldungen und Zahlen durch. Auch die chinesischen Kollegen, mit denen Peter täglich im Kontakt stand, klangen immer ernster und betrübter.

Die Stunde der Politiker

Und dann, mit einem Schlag, kam das Chinesische Neujahrsfest, das Fest der Feste überhaupt! – Über eine Milliarde Chinesen fuhren und flogen von überall her, durch das ganze Land, um weltweit von ihren Arbeitsstätten Hunderte und Tausende Kilometer nach Hause zu gelangen. Alle schlossen für ein paar Tage ihre Fabriken, Baustellen, Geschäfte und Restaurants, um mit ihren Familien mit viel Essen und Feuerwerk das neue Jahr zu feiern. Aber die Regierung hatte kurz davor etwas getan, was zuvor für niemanden auch nur im Entferntesten in Friedenszeiten vorstellbar gewesen wäre. Sie hatten alle Feiern im ganzen Land nicht nur abgesagt, sondern sogar verboten. Alle Arten von Ansammlungen wurden untersagt. Die ganze Provinz Hubei, immerhin ein Land mit sechzig Millionen Einwohnern, wurde abgeriegelt; die Schulen landesweit über die Feiertage hinaus auf unbegrenzte Zeit geschlossen und je nach Gebiet mehr oder weniger strenge Ausgehsperren verhängt. Dieses große Land mit seiner enormen Vitalität, mit seinem lauten emsigen Treiben, wurde für über eine Milliarde Menschen einfach per Gesetz stillgelegt.

Im Westen wurden jetzt natürlich immer mehr Nachrichten und Zahlen veröffentlicht. Bilder von menschenleeren Straßen und Plätzen in Peking und Schanghai wurden in den Nachrichten gezeigt. Peters Kunden riefen jetzt völlig aufgeregt täglich fünfmal an und wollten von ihm genaueste Informationen über die Auswirkungen auf die laufende Produktion in den chinesischen Werken. Aufstellungen über Lagerbestände versus den wöchentlichen Bedarfszahlen; was noch auf welchem Frachter unterwegs war; wie viel in Europa wo noch auf Lager war. Peter bekam natürlich nichts aus China. Die meisten Kollegen saßen zu Hause. Sie tippten sich dort zwar die Finger wund auf ihren PCs und Handys, aber keiner wusste etwas Genaues, und schon gar nicht, wann es wie weitergeht.

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