Kaspar Lunt - Das Karma verzeiht nichts

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Das Karma verzeiht nichts: краткое содержание, описание и аннотация

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Zwei Leichen, ein Serienmörder und nur noch sieben Tage Zeit. Hauptkommissar Harald Janus steht kurz vor seiner Pensionierung. Vierzig Jahre lang mordet der Karma-Killer schon im Ruhrgebiet. Öffentlichkeit und Presse feiern den Karma-Killer als modernen Helden, weil er Menschen ermordet, die es verdient haben und da weitermacht, wo die Polizei und die Justiz hilflos zusehen müssen. In Polizeikreisen geht das Gerücht herum, dass der Karma-Killer ein Polizist sein könnte, aber Ermittlungen in den eigenen Reihen sind heikel, deswegen ist niemand dieser Spur nachgegangen – bis die Zielfahnderin Julia Brandt in den Fall hineingezogen wird. Aber da ist es bereits zu spät – denn Janus verfolgt eigene Pläne mit dem Karma-Killer.

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In zwei oder drei Jahren wusste auch Klein, dass dieser Beruf in Abgründe hinabführte, bei denen man sich insgeheim wünschte, es gäbe mehr Mörder wie den Karma-Killer, die den Abschaum beseitigten, der das Nebenprodukt der Gesellschaft darstellte.

Klein verlor die Geduld, er stellte sich direkt vor Janus und bäumte sich auf.

»Hallo? Jemand zu Hause?«, rief Klein, aber Janus träumte nicht, er war hellwach und sein Nachfolger raubte ihm den letzten Nerv.

Vielleicht war es die Retourkutsche dafür, dass er Klein Kaffee holen geschickt hatte. Sonst wusste Klein, wer der Boss war, aber heute beließ es Klein nicht dabei, denn in einer Stunde gehörte dieser Stuhl ihm.

So oft wie Janus seinen Vorgesetzten davon abgeraten hatte, Klein die Leitung der Duisburger Mordkommission zu übertragen, seine Aufklärungsrate stieg unaufhörlich an, deswegen stieß seine Beurteilung von Klein in der Chefetage auf taube Ohren. Die Zukunft gehörte Ermittlern wie Klein, das Vertrauen in ihn nahm unangenehme Züge für Janus an, denn hinter seinem Rücken mauschelten die Kollegen bereits, dass Klein das schaffen könnte, was er in vierzig Jahren nicht geschafft hatte – den Karma-Killer endlich hinter Gitter zu bringen.

Klein gestikulierte wild mit beiden Armen, wollte auf das Chaos auf Janus Schreibtisch aufmerksam machen, den er schon für sein Eigentum hielt, aber Klein verwechselte ihn offenbar mit einer Putzfrau. Janus ignorierte Klein und griff sich eine Akte von dem Stapel, den er noch nicht durchgesehen hatte.

Diesen Schreibtisch überließ er Klein keine einzige Sekunde zu früh.

»Komm Oppa, das ist nicht mehr deine Aufgabe, Sie sind kein Polizist mehr«, Klein riss ihm die Akte wieder aus der Hand.

Jetzt reichte es. Janus hatte die Schnauze voll.

Er griff Kleins Hand und drückte auf den Druckpunkt zwischen Daumen und Zeigefinger, der höllische Schmerzen verursachte. Klein ließ die Akte fallen, Janus fing sie auf und verdrehte Klein so die Hand, dass er mit schmerzverzerrtem Gesicht vor ihm auf die Knie ging.

»In diesem Job muss man auf alles gefasst sein, Kindchen. Außerdem bin ich noch 57 Minuten und 30 Sekunden Polizist, so lange ist das hier noch mein verschissener, dreckiger Schreibtisch. Ist das klar? Und jetzt verzieh dich!«

Janus ließ Klein wieder los.

Daraufhin zog Klein sich sichtlich gekränkt zurück, nachdem er sich noch im ganzen Büro umgeschaut hatte, ob jemand beobachtet hatte, wie er von einem 63-jährigen Altkommissar überwältigt worden war.

Janus warf die Akte zurück auf die freie Stelle auf seinem Schreibtisch – und erst jetzt bemerkte er den Stempel. »Kopie aus dem Archiv« stand in großen roten Buchstaben auf dem Aktendeckel, was bedeutete, dass die Originalakte nicht mehr auffindbar war.

Janus Instinkt meldete sich.

Irgendetwas stimmte mit dieser Akte nicht.

Er erinnerte sich wage daran, dass jemand aus den eigenen Reihen damals entweder geschlampt oder bewusst Beweismaterial hatte verschwinden lassen und diese Akte ebenfalls abhandengekommen war.

In der Akte zur Sonderkommission »Schiller« stieß er auf einen Vermerk, den er noch nie gesehen hatte. Oben auf dem Schreiben klebte ein gelber Notizzettel, auf dem stand: » Weiterleiten an Interne Ermittlungen. Herzlichst Julianne Pauly«.

»Julianne Pauly?«, überlegte Janus.

Der Name kam ihm mehr als bekannt vor. Er blätterte direkt zur letzten Seite und sah ein Foto, auf dem das verstümmelte Gesicht einer jungen Frau zu sehen war.

Janus erinnerte sich wieder an Julianne Pauly. Eine hübsche und talentierte junge Kommissarin, der die Welt offenstand, bis sie brutal ermordet worden war.

Pauly zählte zeitweise zu den Opfern des Karma-Killers. Bei dem Mord an ihr gab es allerdings keinerlei Schuld oder Inszenierung der Leiche. Janus vertrat entgegen einiger anderer Kollegen aus der Sonderkommission deswegen die Ansicht, dass Pauly nicht zu den Opfern des Karma-Killers zählte und auch in keinerlei Verbindung zu dem Mörder stand, was sich letzten Endes und aufgrund mangelnder Beweise auch so in den Akten wiederfand und bestätigte, als sie den wahren Mörder von Pauly festnahmen.

Janus blätterte die Akte durch, in der Hoffnung, übersehene Hinweise auf den Karma-Killer zu finden.

In einem ihrer Berichte äußerte Pauly den Verdacht, dass der Karma-Killer womöglich ein Polizist sei und über internes Wissen verfügte, das ihn in die Lage versetzte, die Polizei jedes Mal auszutricksen.

Janus erinnerte sich noch an die Besprechung, in der Pauly diese Anschuldigungen vorgebracht hatte. Sie stießen auf heftige Kritik innerhalb der Sonderkommission und bei den Kollegen. »Nestbeschmutzerin« brodelte es wochenlang hinter ihrem Rücken. Nur Janus hörte sich ihre Theorie bis ins kleinste Detail an und war beeindruckt.

Bevor die Ermittlungen in diese Richtung Fahrt aufnahmen, wurde Pauly ermordet und alle Indizien und Beweise deuteten in eine andere Richtung.

Es gab einen Täter und eine Verurteilung.

Niemand verfolgte ihren Ansatz weiter, denn Ermittlungen in den eigenen Reihen waren eine heikle Angelegenheit, das wusste Janus nur zu gut und irgendwann verstaubte die Spur von Julianne Pauly im Archiv. Zumindest bis heute.

Janus schaute auf die Uhr.

Nur noch 50 Minuten blieben ihm, sich die Früchte seiner Arbeit nicht verderben zu lassen oder schlimmer noch, sie diesem Klein zu überlassen.

Er schaute sich jedes noch so kleine Detail in der Akte an und überprüfte, ob es eine Spur zum Karma-Killer gab – und plötzlich wurde ihm flau im Magen.

Das Gesicht des Mannes, dessen Personenbeschreibung er in den Händen hielt, hatte er verdrängt. Robert Faber, ein Ex-Polizist, der seit zehn Jahren in der Psychiatrie einsaß, war damals Paulys Hauptinformant und gleichzeitig ein Hauptverdächtiger der anschließenden Mordermittlung gewesen, da alle Spuren an ihrer Leiche darauf hindeuteten, dass Faber sie ermordet hatte.

Zur Tatzeit stand Faber unter Drogeneinfluss und konnte sich an die Tat selbst nicht erinnern. In der Akte stand auch, dass Faber vor seiner Verhaftung angab, die Identität des Karma-Killers zu kennen und nach seiner Verhaftung soll er sogar im Rausch behauptet haben, er sei selbst der Karma-Killer.

Faber befand sich zum damaligen Zeitpunkt schon in Pension, arbeitete vor seiner Rente als Chefermittler an dem Karma-Killer-Fall und leitete die beiden anderen Sonderkommissionen. Durch sein Geständnis und seine Verurteilung verlor er all seine Pensionsansprüche und alle waren zufrieden damit, ihn wegzusperren und den Fall als abgeschlossen zu den Akten zu legen.

Janus rechnete zurück.

Faber musste jetzt 75 Jahre alt sein und es gab eine Zeit, in der Faber für ihn so etwas wie eine Art Ziehvater gewesen war, weil er seinen eigenen Vater und die Vorstellung an eine intakte Vater-Sohn-Beziehung vor langer Zeit zusammen mit seinem echten Vater beerdigt hatte. Faber war für Janus vor diesem Mord mehr Vater, als es sein Vater jemals hätte sein können. Zumindest bis zu diesem tragischen Vorfall.

Aus diesem Grund hatte Janus diesen Abschnitt seines Lebens aus seinem Gedächtnis gestrichen. Er hatte in dieser Phase der Ermittlungen mit Faber nicht nur einen geliebten Menschen, sondern mit Julianne Pauly auch noch eine geschätzte Kollegin verloren.

Janus las weiter in der Akte.

Bis zu seiner Pensionierung ging Faber davon aus, dass der Karma-Killer bereits zwanzig Jahre länger mordete, als sie bisher angenommen hatten, und die Möglichkeit bestand, dass es sich um zwei Täter handelte. Janus selbst hatte Faber in dutzenden teilweise auch inoffiziellen Verhören mürbe gemacht, bis er die wahnwitzige Behauptung von sich gab, selbst der Karma-Killer zu sein.

Daraufhin musste Faber seine lebenslange Haftstrafe in der forensischen Psychiatrie absitzen, aber ob er tatsächlich der Karma-Killer war, hatte nie jemand beweisen können, weil seine angebliche Drogenabhängigkeit Wahnvorstellungen nahelegte und er als unglaubwürdig eingestuft wurde.

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