Kaspar Lunt - Das Karma verzeiht nichts

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Das Karma verzeiht nichts: краткое содержание, описание и аннотация

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Zwei Leichen, ein Serienmörder und nur noch sieben Tage Zeit. Hauptkommissar Harald Janus steht kurz vor seiner Pensionierung. Vierzig Jahre lang mordet der Karma-Killer schon im Ruhrgebiet. Öffentlichkeit und Presse feiern den Karma-Killer als modernen Helden, weil er Menschen ermordet, die es verdient haben und da weitermacht, wo die Polizei und die Justiz hilflos zusehen müssen. In Polizeikreisen geht das Gerücht herum, dass der Karma-Killer ein Polizist sein könnte, aber Ermittlungen in den eigenen Reihen sind heikel, deswegen ist niemand dieser Spur nachgegangen – bis die Zielfahnderin Julia Brandt in den Fall hineingezogen wird. Aber da ist es bereits zu spät – denn Janus verfolgt eigene Pläne mit dem Karma-Killer.

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Nick wollte etwas sagen, diesem Janus seine zwanzig Euro in die Fresse stopfen und ihm sein Scheißgeld bis in den Rachen prügeln, aber auf so eine Reaktion wartete Janus nur.

Janus stand immer noch direkt vor Nick, wedelte mit dem Geldschein vor seiner Nase herum, nur damit Nick ausrastete und Janus als sein Vorgesetzter in seine abschließende Bewertung reinschreiben konnte, dass Nick für den Posten als Leiter der Mordkommission ungeeignet war.

»Nein, so leicht bekommst du mich nicht«, schwor sich Nick.

Er nahm das Geld und verließ den Tatort mit einer Scheißwut im Bauch. Janus widmete sich wieder dem Tatort und dem Rätsel des Karma-Killers, während Schulz sichtlich beeindruckt neben Janus stand und einen unsichtbaren Hut von seinem Kopf zog.

»Chapeau, Harry. Mudras! Wahnsinn! Es ist bemerkenswert, wie gut du dich mittlerweile in den Karma-Killer hineinversetzen kannst.«

»Vierzig Jahre steckt er schon in meinem Kopf, Birger, ich kenne ihn schon fast besser, als ich mich selbst kenne. Es wird endgültig Zeit, dass er wie ich in den Ruhestand geschickt wird und du deinen Reisebus voller Leichen aus deinem Kopf rausbekommst.«

»Dieses Mal erwischen wir ihn, Harry«, Schulz klopfte Janus anerkennend auf die Schulter und winkte die Leichenbeschauer heran, »glaub mir, das habe ich irgendwie im Gefühl.«

Janus schaute sich ein letztes Mal das Rätsel des Karma-Killers an, bevor die Leichen ins Klinikum Duisburg in die Rechtsmedizin gebracht wurden.

Sieben Tage blieben ihm noch, dem Karma-Killer das Handwerk zu legen und ebenfalls seinen Platz in der Kriminalgeschichte einzunehmen.

Danach war Schluss.

3

10. April 2015

Die Torte stand direkt auf Janus Schreibtisch.

Janus Antrag, die Pensionierung um drei Tage zu verschieben und bis zum Ende der Woche zu warten, hatte ihm der Innenminister höchstpersönlich genehmigt. Aber in drei Tagen zu erledigen, was man in vierzig Jahren zuvor nicht geschafft hatte, grenzte an Selbstüberschätzung. Trotzdem analysierte Janus jeden Hinweis, der zum Karma-Killer in den Akten notiert worden war.

Oben auf seinem Schreibtisch thronte eine Postkarte mit einem schlichten »Danke« auf der Vorderseite, die jemand auf eine Dose Ravioli raufgeklebt hatte. Die Dankeskarte und die Dose Ravioli stammten nicht von seinen Kollegen, sondern vom fünfjährigen Anton und seiner zwölfjährigen Schwester Anne, die von den beiden Polizisten, die Janus zum Haus der Opfer geschickt hatte, aus einem Kellerverließ befreit worden waren. An der Dose Ravioli klebte Blut, deswegen leitete Janus die Dose direkt an die KTU weiter. Vielleicht befanden sich Spuren des Karma-Killers auf der Dose, auch wenn Janus wenig Hoffnung diesbezüglich hatte.

Seine Theorie über die Opfer hatte sich erneut als richtig erwiesen und dieses Dankeschön bedeutete ihm beinahe mehr als seine Karriere bei der Mordkommission.

Er las die Vernehmungsprotokolle von Anton und Anne. Dabei wurde ihm schlecht.

Die Morde des Karma-Killers waren rechtswidrig und eine Form von Selbstjustiz, aber an Tagen wie diesen ertappte sich Janus bei dem Gedanken, dass der Karma-Killer sich im Recht befand, zumindest wenn er solche Kinderschänder zur Strecke brachte.

Besonders die Aussagen, die die zwölfjährige Anne zu Protokoll gegeben hatte, drehten ihm den Magen um. Was diese Kinder durch die Hand ihres Vaters erlitten hatten, war furchtbar und es rückte die Morde des Karma-Killers in ein Licht, das ihm als Polizist nicht gefiel. In den Protokollen stand nichts über den Karma-Killer, beide Kinder gaben zu Protokoll, dass sie bereits im Kellerverließ eingesperrt waren, als sie die Schreie ihrer Eltern von oben hörten.

Der Karma-Killer erzeugte durch seine Morde bei den Angehörigen seiner Opfer tiefe Erleichterung und Dankbarkeit. Eine undurchdringbare Mauer aus Schweigen und Vertrauen, die die Polizei als nicht vertrauenswürdig erscheinen ließ, so wie bei Anton und Anne, die sich ebenfalls fragten, warum die Polizei ihnen nicht schon früher geholfen hatte.

Die Polizei als Freund und Helfer verdrehte der Karma-Killer zu Feind und Mittäter, während er etwas zur Verbesserung der Welt und ihrer Situation beitrug. Schlimm genug, dass der Karma-Killer seit vierzig Jahren mordete, aber das Bild des Karma-Killers hatte sich in den vier Jahrzehnten vom Saulus zum Paulus gewandelt. Die Presse feierte den Karma-Killer als modernen Helden, gab ihm Namen wie »Polizist des Volkes« oder »Richter der Gesetzlosen«, was die Ermittlungsarbeit erschwerte. Mit dem zweifelhaften Ruhm des Karma-Killers in den Medien verringerten sich die Anstrengungen seiner Vorgesetzten, ihm das Handwerk legen zu wollen. Gelder wurden gestrichen, Sonderkommissionen aufgelöst, bis nur noch Janus als letzter Beamter an diesem Fall festhielt.

Die Menschen liebten Selbstjustiz, weil ihnen oft das Vertrauen in den Rechtsstaat fehlte, und ein Mörder, der Menschen mit ihrem Leben bezahlen ließ, die unsagbar schlimme Dinge getan hatten, stieß in der Bevölkerung ausnahmslos auf Wohlwollen, weil sie insgeheim die Todesstrafe für derartige Menschen befürwortete.

Janus öffnete eine Schublade in seinem Schreibtisch.

Die Schlagzeile »Einer weniger…« auf dem Titelblatt der größten deutschen Boulevardzeitung kam zum Vorschein. Die Zeitung und die Schlagzeile waren bereits zehn Jahre alt, aber diese wohlwollende Zustimmung für Mord und Totschlag fraß sich in die Köpfe der Menschen hinein. Die Öffentlichkeit stilisierte den Karma-Killer zu einer Art Popstar des Tötens. Wenn es so etwas wie moralisch-korrektes Töten und Morden gab, etablierte sich der Karma-Killer durch diesen Zuspruch zu einem Meister seines Faches. Auf Hinweise aus der Bevölkerung oder die dankbaren Hinterbliebenen der Opfer war kein Verlass, was die Ermittlungsarbeit auf die Rätsel und Leichen beschränkte, die der Karma-Killer hinterließ.

Janus starrte die Uhr auf seinem Arbeitsplatz an, auf dem er zwanzig Jahre lang gesessen hatte. Das Kerzenwachs war wieder hart geworden und all seine Kollegen hatten mit einem Stück Torte längst das Weite gesucht. Ein paar Händedrücke hier und ein paar Schulterklopfer dort, so ließen sich seine vierzig Jahre Dienstzeit bei der Polizei und seine zwanzigjährige Karriere bei der Mordkommission zusammenfassen.

In sechzig Minuten war er kein Polizist mehr und der Karma-Killer lief noch immer frei herum.

Alle Akten über den Fall Karma und die Ergebnisse der insgesamt fünf Sonderkommissionen, die versucht hatten, dem Karma-Killer auf die Spur zu kommen, lagen auf seinem Schreibtisch. Drei der Sonderkommissionen hatte er persönlich geleitet und dirigiert, aber jedes Mal, wenn sie dem Karma-Killer ein Stück näher kamen, schaffte er es aus unerklärlichen Gründen, das Netz, was sie um ihn spannten, abzustreifen.

Seine Abschiedstorte stand auf der einzigen freien Stelle auf seinem Schreibtisch und der Schriftzug auf der Torte bestand nur noch aus einem Happy , aber glücklich fühlte er sich mit seiner Pensionierung nicht. Ihm fehlte die Zeit, die Akten nach Fehlern und Dingen durchzugehen, die er übersehen hatte und die vielleicht eine Spur zum Karma-Killer lieferten. Die Früchte seiner Arbeit sollte kein anderer Kollege ernten, vor allem nicht dieser Kriminalkommissar-Frischling Nick Klein, der auf seinen Stuhl scharf war.

Janus mochte seinen Nachfolger nicht. Klein strotzte vor lauter Überheblichkeit, besaß keinerlei Integrität oder Moralvorstellungen und er hatte einen Sachverstand, mit dem er nicht einmal Heu in einem Heuhaufen fand, selbst wenn er in einem Heuhotel übernachtet hatte.

»Dieses Chaos räumen Sie aber noch auf, bevor ich Ihren Schreibtisch kriege, alter Mann«, sagte Klein in einem Ton, der Janus nicht gefiel.

Janus hatte Klein bereits beim Reinkommen bemerkt. Mit seinen stampfenden Schritten hatte Klein versucht, sich an ihn anzuschleichen, aber selbst das konnte er nicht. Kleins Auftreten schrie danach, dass er für den Job bei der Mordkommission nicht geeignet war. Vielleicht erinnerte ihn Klein auch nur ein bisschen an seine eigene Anfangszeit bei der Mordkommission, in der man als Frischling noch grün und naiv hinter den Ohren ist. An die Langeweile des Tötens, die Monotonie und die Tristesse der menschlichen Abgründe, die so durchschaubar waren, dass die Tätersuche meist nicht lange dauerte, weil die Menschen oft wegen banaler Gründe zu Mördern wurden.

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