Kaspar Lunt - Das Karma verzeiht nichts

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Das Karma verzeiht nichts: краткое содержание, описание и аннотация

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Zwei Leichen, ein Serienmörder und nur noch sieben Tage Zeit. Hauptkommissar Harald Janus steht kurz vor seiner Pensionierung. Vierzig Jahre lang mordet der Karma-Killer schon im Ruhrgebiet. Öffentlichkeit und Presse feiern den Karma-Killer als modernen Helden, weil er Menschen ermordet, die es verdient haben und da weitermacht, wo die Polizei und die Justiz hilflos zusehen müssen. In Polizeikreisen geht das Gerücht herum, dass der Karma-Killer ein Polizist sein könnte, aber Ermittlungen in den eigenen Reihen sind heikel, deswegen ist niemand dieser Spur nachgegangen – bis die Zielfahnderin Julia Brandt in den Fall hineingezogen wird. Aber da ist es bereits zu spät – denn Janus verfolgt eigene Pläne mit dem Karma-Killer.

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Die Parallelen zu deinem eigenen Leben machen dir für einen kurzen Moment Angst. Alte Gefühle fressen sich aus deinem Langzeitgedächtnis zurück in die Gegenwart, die deinen Blick für einen kurzen Augenblick schwach erscheinen lassen. Die Missgeburt fühlt sich als moralischer Sieger, das erkennst du an seinem triumphierenden Lächeln, während seine Augen kurz in Richtung seiner Kinder schnellen.

Ihm ist die Szene nicht entgangen, er sieht alles und weiß alles, ähnlich wie dein eigener Vater.

Die Mutter schaltet sich in den Streit ein, schaut ängstlich zu ihrem Mann und denkt, dass es noch nicht zu spät ist, um ihre Kinder zu schützen – aber dafür ist es längst zu spät und deswegen musst du auch sie töten. Sie erinnert dich an deine eigene Mutter, die untätig mit ihrem normalen Leben weitermachte, während du von deinem Vater auf seelische, körperliche und psychische Weise misshandelt worden bist, dazu gezwungen wurdest, mit drei Jahren Dinge anzusehen, die du bisher nicht einmal in den brutalsten Filmen gesehen hast, weil sich niemand so eine kranke Scheiße ausdenken kann.

Du hast dich damals selbst befreit, führst ein einigermaßen normales Leben. Dieses Geschenk willst du dem Jungen auch machen. Die Missgeburt grinst dich ein letztes Mal an, greift sich den Schokoriegel, ohne den Blick von dir abzuwenden und drückt ihn seinem Sohn in die Hand.

»Manchmal müssen wir unseren Kindern etwas Gutes tun, oder?«, sagt die Missgeburt zu dir und du weißt, was er damit meint.

Du nickst nur, kannst dir die Konsequenzen, die Zuhause auf den Jungen warten, ziemlich genau vorstellen, dafür braucht es nicht einmal Fantasie. Für den Moment mag der Junge glücklich sein, vielleicht glaubt er sogar an seine Chance auf eine bessere Zukunft, die du selbst auch gehabt hast, aber schließen sich die Türen zur Hoffnung erst einmal hinter ihm, verliert der Junge seinen Glauben an ein besseres Leben.

Du beobachtest, wie die Familie den Supermarkt verlässt. Du weißt, dass du bald mit dem Töten aufhören musst, aber diese Familie ist der perfekte Abschluss. Mit dieser Familie schließt sich der Kreis. Es ist, als würden deine Eltern ein zweites Mal sterben, aber dieses Mal hast du die Chance, das Leben dieser Kinder zu retten – aus diesem Grund folgst du der Familie unauffällig.

Du stehst mit deinen Einkaufstüten im strömenden Regen etwas abseits, beobachtest, wie der Vater seinem Sohn den Schokoriegel aus der Hand reißt, als er gerade hineinbeißen will. Die Missgeburt zerdrückt den Schokoriegel und schlägt seinem Sohn damit ein paar Mal direkt ins Gesicht, bis sich die Schokolade mit dem aus der Nase tropfenden Blut vermischt. Bis die Tränen des Jungen eins mit dem Regen werden, der in dicken Tropfen vom Himmel prasselt, und die Hoffnung des Jungen auf ein besseres Leben zerstören.

Seine Mutter wirft sich schützend vor den Jungen, aber es hat keinen Zweck. Das Brechen ihrer Nase hörst du bis auf die andere Straßenseite, bis in dein Versteck hinein, aus dem du heraus die Umgebung beobachtest. Du schaust dich auf der Straße um, ob jemand in der Nähe ist, aber keiner interessiert sich bei diesem Wetter für die Missgeburt auf der anderen Straßenseite, dessen Familie in ein paar Minuten einen Krankenwagen benötigt. Alle verkriechen sich unter ihren Regenschirmen. Es ist, als lebten alle Menschen in einem Kokon der Blindheit, nur du siehst die Welt, wie sie ist und wie sie sein könnte, wenn nur genügend Menschen wie du wären.

Du suchst in deinen Einkaufstaschen nach etwas Brauchbarem und stößt dabei auf eine Dose Ravioli, die dein Abendessen werden sollte. Du hast noch nie jemanden mit einer Dose gefüllter Nudelspezialitäten getötet, aber für diese Missgeburt ist jedes Mittel recht.

Du willst gerade die Straße überqueren, um diesem Drecksvater mit dem Dosenfraß ein gebührendes Ende zu bereiten, als sich die Familie wieder in Bewegung setzt.

Dein Rendezvous mit ihm muss noch warten.

Du steckst dein Mittagessen wieder zurück in die Einkaufstüte, hängst dich an die Familie heran und verfolgst sie bis zu einem abgelegenen und heruntergekommenem Häuschen am Rande der Vorstadt. Im Vorgarten suchst du dir ein Plätzchen in der ersten Reihe.

Du beobachtest, wie die Lichter im Haus angehen, die Tragödie ihren Schleier lüftet und der zweite Akt beginnt. Die Missgeburt schickt seine Frau mit dem Einkauf in die Küche. Du verfolgst den Abgang der Mutter durch ein zweites Fenster, siehst, wie sie in der Küche einen Zusammenbruch erleidet, weil sie im Gegensatz zu dir weiß, was jetzt kommt.

Dein Blick wandert zurück zum anderen Fenster.

Der Sohn bekommt eine zweite Abreibung für den Schokoriegel, aber Schläge ins Gesicht sind der Missgeburt zu langweilig geworden. Seine Hand wandert in Richtung Genitalien. Die ältere Schwester steht wie ein Zinnsoldat regungslos daneben, erträgt mit leerem Blick, was der eigene Vater ihr und ihrem kleinen Bruder antut. Die Schreie des Jungen hörst du durch das geschlossene Fenster, du musst mit ansehen, wie die Missgeburt mit all seiner Kraft die Hoden des Jungen zu Brei quetscht. Danach öffnet er eine Tür, die offenbar zum Keller herunterführt, und du siehst tatenlos dabei zu, wie er seinen jämmerlich weinenden Sohn mit einem Tritt die Kellertreppe hinunterstößt.

Du weißt, dass jetzt die Kleine dran ist, die vielleicht elf oder zwölf Jahre alt sein mag und die bereits in der Pubertät ist. Die winzige Seele, die sich eben im Supermarkt noch in ihrem Körper befand, hat längst den Raum verlassen, das siehst du in ihrem Gesicht.

Die Missgeburt bleibt direkt vor seiner Tochter stehen. Du siehst, wie ihm der Sabber förmlich runterläuft, wie seine Zunge bei offenem Mund von rechts nach links schlackert. Am liebsten würdest du wegsehen, aber es ist wichtig, dass du dir alles ansiehst, jede Einzelheit dieses menschlichen Abgrunds erfasst.

Du beobachtest durch das kleine Fenster, wie er sie antatscht, ihr unters T-Shirt greift, um ihre Brüste zu massieren und als sie beginnt, ihrem Vater die Hose zu öffnen, um seiner Erektion Luft zu verschaffen, hast du genug gesehen.

Du setzt deine Skimaske auf, greifst in deine Einkaufstasche und holst die Ravioli raus.

Heute gibt es Ravioli mit Missgeburt, das neue Leibgericht der Kleinen, die gerade den Schwanz ihres Vaters in den Mund nehmen muss.

Du verschaffst dir mit deinem Werkzeug leise Zutritt zum Haus, schleichst dich von Hinten an dieses überflüssige Leben heran, das nie hätte geboren werden dürfen. Du stehst mitten im Wohnzimmer. Zwei Meter hinter der Missgeburt. Du riechst seinen Schweiß, den modrigen Gestank einer Kreatur, die das Leben nicht verdient hat.

Du umklammerst die Konserve.

Nein, mit gefüllten Nudelspezialitäten hast du wirklich noch nie jemanden umgebracht, aber vielleicht bringst du ihn nicht gleich sofort um, vielleicht lässt du dir ein wenig Zeit, damit er etwas von dem Leid zurückbekommt, das er seiner Familie angetan hat.

Die Kleine beendet das inzestuöse Vorspiel, weil sie dich bemerkt hat.

»Töten Sie meinen Vater oder helfen Sie mir dabei, ihn zu töten?«, fragt dich die Kleine.

Sie hat Schneid, das muss man ihr lassen.

»Was soll der Scheiß … «, keift die Verschwendung von Genmaterial, aber ein dumpfer Schlag bringt ihn zum Schweigen.

Du stehst eine Weile da, schaust die Kleine an.

Ihre Seele atmet erleichtert auf.

Du bildest dir ein, du könntest es hören. Zufriedenheit legt sich wie ein Orgasmus auf deine Sinne, durchströmt deinen Körper, weil dich das alles an deine eigenen Eltern erinnert.

Ein Wichser von Vater und eine blinde Mutter.

Der Kreis schließt sich.

Du forderst die Kleine auf, in den Keller zu ihrem Bruder zu gehen, drückst ihr die Dose Ravioli in die Hand und erklärst ihr, wie du dich um alles kümmern wirst. Du verschließt hinter der Kleinen die Kellertür und schiebst den Riegel vor.

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