Siri Lindberg - Lilienwinter

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Jerusha und Kiéran haben es geschafft, ihre Liebe zu bewahren – doch noch ist ihr Leben und das aller Bewohner Ouendas in Gefahr, noch immer droht ein Krieg zwischen den Eliscan und Menschen. Um sich selbst davon zu überzeugen, ob die Menschen wirklich einen Krieg vorbereiten, begibt sich Qedyr, der König der Elis Aénor, unerkannt nach Ouenda. Jerusha und Kiéran begleiten ihn. Doch als sie zur Rettung eines Fürsten eilen, steht das Schicksal einer ganzen Welt auf der Kippe… denn zur gleichen Zeit greift Jerushas alter Feind Aláes im Reich der Eliscan nach der Macht…

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„Wir nehmen sie“, verkündete Jerusha. „Aber Dola ist kein schöner Name, ich werde sie Damaris taufen. Irgendwann habe ich mal eine Geschichte gehört, in der jemand so hieß.“

Kiéran wettete, dass der Verkäufer jetzt ziemlich blöd dreinblickte. Stumm händigte er Jerusha etwas aus, wahrscheinlich den Kaufvertrag und eine Schriftrolle mit dem Stammbaum. Dankend nickte Kiéran ihm zu, dann führten sie ihre Neuerwerbung zu einem Stand mit Lederwaren, um gleich noch Sattel, Zaumzeug und Satteltaschen zu erstehen.

***

Und dann, nach vielen Vorbereitungen, war es soweit. Der Sichelmond stand am Himmel, in dieser Nacht würden sie aufbrechen – sie hatten versucht, so viel wie möglich am Tag zu schlafen, um später durchzuhalten. Jerushas Herz klopfte. Würden der König und die anderen Eliscan überhaupt am Treffpunkt sein, so wie vereinbart? Vielleicht hatte Qedyr es sich noch einmal anders überlegt, ob er wirklich das Risiko eingehen wollte, mit ihnen durch Ouenda zu reisen.

Sie prüfte zum dritten Mal, ob sie auch alles richtig gepackt hatten – Proviant, Sachen zum Wechseln, ihren neuen Umhang aus leichter, aber warmer Wolle, ein Reise-Medicum, Bildhauerwerkzeug und vieles andere mehr. Auch ihren Bogen aus Eschenholz und zwei Dutzend selbst gefertigte Pfeile würde Jerusha mitnehmen. Eine richtig gute Schützin werde ich zwar nicht mehr , dazu sind meine blöden Augen einfach zu schwach. Aber ich werde den KiTenaros auch keine Schande machen!

Dann war es Zeit, sich zu verabschieden. Ihrer besten Freundin Kianna hatte sie schon am Nachmittag schweren Herzens Lebewohl gesagt, nun war ihre Familie dran. Gemeinsam gingen sie und Kiéran hinüber zum Hof der KiTenaros. Liri schlang die Arme um Jerushas Hals.

„Ich werde wieder auf die Nachtlilien aufpassen, das schwöre ich. Jeder, der ihnen schaden will, bekommt einen Pfeil zwischen die Rippen!“

„Na klar.“ Jerusha lächelte. Das hatte ihre Schwester auch bei ihrem ersten Abschied versprochen, doch sie bezweifelte stark, ob sie die Drohung wahr machen würde. Liri brach ja schon in Tränen aus, wenn sie einen Hasen für den Kochtopf schießen sollte.

„Versprichst du mir, dass du regelmäßig in die Schule gehst?“, flüsterte Jerusha ihr ins Ohr. „Nicht schwänzen, auch wenn du noch so gerne mit dem Bogen üben würdest, in Ordnung?“

„Versprochen“, flüsterte Liri zurück. Dann umarmte sie auch Kiéran. „Xatos schütze dich!“

„Ich hoffe, er findet Zeit dazu“, sagte Kiéran und lächelte schief.

Der Abschied von ihrer Mutter war weniger gefühlvoll. „Kommt bald zu uns zurück, ihr beiden“, sagte Myrial zu ihnen, bevor sie sie umarmte. Ihre Berührung war leicht wie ein Windhauch. Kraftlos. Jerusha musste an ihre Großmutter Kala denken, und merkte, dass sie sie vermisste. Wie gut, dass wenigstens Kala noch ihren Frieden gefunden hatte. Was kann ich tun, damit auch Mutter neuen Lebensmut gewinnt?, ging es ihr durch den Kopf. So bitter es ist, wahrscheinlich nichts.

Dann ritten Jerusha und Kiéran los. Damaris tänzelte frohgemut voran, gehorchte aber Jerushas leichtestem Schenkeldruck, es fühlte sich fast wie Gedankenübertragung an, sie zu reiten. Jerusha ritt voran, und Kiéran folgte ihr auf Louc. Da Charis noch nicht mit Reyn aufgetaucht war, würde sich Kiéran vorerst mit seinem Ersatzpferd begnügen müssen.

Die Sonne schickte letzte Strahlen in den Abendhimmel, der sich schon zu einem tiefen Stahlblau gefärbt hatte. Um sie herum ragten die Silhouetten der Bäume auf wie riesige Wächter, die sie beschirmten. Erst im letzten Moment sah Jerusha den unscheinbaren, einfach gekleideten Mann, der am Wegesrand stand. Der Geruch nach Eichenteer stieg ihr in die Nase. Es war Gorias, ein Elis, der aus dem Reich seines Volkes verbannt worden war und seither unerkannt zwischen den Menschen des Dorfes lebte. Als er Jerusha sah, verbeugte er sich. „Gute Reise, Lady Jerusha“, sagte er, und Jerusha nickte ihm lächelnd zu. „ Ke´syn ten Erieth“, erwiderte sie in der Sprache der Eliscan. Das liegt in der Macht des Mondes.

Wusste Gorias, wen sie heute treffen würden? Erzählt hatten sie es ihm nicht. Aber vielleicht spürte er es.

Ihre Pferde trabten den schmalen Pfad entlang, der zum Fir Evarn führte. Aufwärts, immer weiter aufwärts zum Hügel der Gesichter.

Qedyr

Als sie angekommen waren, hob Jerusha die Laterne und sah sich um. Bei gutem Wetter konnte man von hier aus über das ganze Tal des Lint blicken, doch jetzt beschien das Licht nur einige kahle Äste in der Nähe.

„Noch niemand da“, sagte Kiéran, und Jerusha nickte, sie wusste, dass die Gestalten der Eliscan für ihn von weithin sichtbar waren. Sie stiegen ab, um die Pferde grasen zu lassen. Doch Damaris schien nicht hungrig zu sein, sie wirkte nervös und scheute sogar einmal, ohne dass Jerusha einen Grund erkennen konnte. „He, he, was soll das denn?“ Jerusha hielt die Zügel fest, damit die Stute ihr nicht davonlief.

„Ihr fehlt noch etwas die Gelassenheit“, meinte Kiéran. „Gib ihr Zeit, sie ist jung, das wird schon.“

„Ganz ruhig“, murmelte Jerusha ihrem Pferd zu und glättete Damaris´ Stirnlocke – dass sie das mochte, hatte sie schon herausgefunden.

Dann begann das Warten. Kiéran wirkte wachsam, und Je­rusha schien es, als würde die Zeit einfach nicht vergehen. Waren sie umsonst gekommen? Oder würden die Eliscan bald eintreffen? In den letzten Tagen war ihr klar geworden, was für ein unglaubliches Risiko Qedyr mit dieser Reise einging. Wenn sie und Kiéran sein Vertrauen missbrauchten, dann konnte er als Geisel in die Gefangenschaft der Menschen geraten.

Das Licht von Jerushas Laterne fiel auf einige der sechs Gesichter, die sie damals auf Schulterhöhe in den Stamm der Craunen geschnitzt hatte. Eine Frau mit schön geschwungenem Mund, entrückt sah sie aus, ihre Augen blickten unverwandt das geschnitzte Gesicht eines jungen Mannes an, dessen Züge auf dem Baum gegenüber verewigt waren. Auf den Zügen eines Alten, den sie als letzten geschnitzt hatte, lag ein schalkhaftes Lächeln, als plane er einen Schabernack mit ihnen. Während Jerusha sie betrachtete, beschlich sie ein seltsames Gefühl. „Sie sehen nicht mehr ganz so aus, wie ich sie geschnitzt habe“, sagte sie zu Kiéran.

„Natürlich nicht, der Baum hat sich ja verändert, und das Holz ist verwittert ...“

„Das meine ich nicht“, sagte Jerusha und beugte sich vor, um eins der Gesichter aus der Nähe zu betrachten. „Die sehen auf irgendeine Art lebendiger aus als zuvor.“

Kiéran sah aus, als hätte er das jetzt nicht unbedingt hören wollen. „Kein Wunder, dass der Hügel hier den Leuten unheimlich ist. Mir auch, ehrlich gesagt.“

„Keine Sorge, ich war schon oft hier, und nie hat mich ein Dämon angefallen“, beruhigte ihn Jerusha, doch da spürte sie schon, dass jemand in der Nähe war. „Meine Liebe, wie schön, dass du mir mal wieder Gesellschaft leistest“, flüsterte eine Stimme direkt neben ihrem Ohr.

Jerusha lächelte. Es war kein Dämon, natürlich nicht. Sie hatte schon damit gerechnet, dass ihr Schattenspringer bald auftauchen würde – er ließ sich in letzter Zeit nicht oft im Dorf blicken, doch hier auf dem Fir Evarn tummelte er sich gerne. „Sei gegrüßt, Grísho“, sagte sie. „Und, wie ist die Nacht heute? Schön schwarz und saftig?“

„Geht so“, sagte Grísho und seufzte, es klang wie ein Windhauch. „Dieser Regen! Er ist unerträglich. Kein Schatten weit und breit, der größer ist als ein Mäuseschwanz.“ Schattenspringer wie er waren unkörperliche Wesen, die tagsüber von einem Schatten zum nächsten huschten und in der Dunkelheit der Nacht neue Kraft sammelten.

„Ich hätte dir hin und wieder eine Lampe vorbeibringen können – aber ich habe es vergessen, fürchte ich“, meinte Jerusha zerknirscht und warf Kiéran einen Seitenblick zu. Er tat so, als lausche er nicht, doch Jerusha war klar, dass ihm kein Wort entging.

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