Siri Lindberg - Lilienwinter

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Jerusha und Kiéran haben es geschafft, ihre Liebe zu bewahren – doch noch ist ihr Leben und das aller Bewohner Ouendas in Gefahr, noch immer droht ein Krieg zwischen den Eliscan und Menschen. Um sich selbst davon zu überzeugen, ob die Menschen wirklich einen Krieg vorbereiten, begibt sich Qedyr, der König der Elis Aénor, unerkannt nach Ouenda. Jerusha und Kiéran begleiten ihn. Doch als sie zur Rettung eines Fürsten eilen, steht das Schicksal einer ganzen Welt auf der Kippe… denn zur gleichen Zeit greift Jerushas alter Feind Aláes im Reich der Eliscan nach der Macht…

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„Was ist los?“, fragte Kiéran beunruhigt. Jerusha wusste, dass er keine Gesichtsausdrücke erkennen konnte, auch den ihren nicht, deshalb musste er oft herumrätseln oder ihrer Stimme ablauschen, was sie bewegte.

„Ein Pferd ist teuer“, brachte Jerusha nur heraus.

Kiéran schüttelte den Kopf. Er ging zu einer Truhe im Wohnraum, klappte sie auf und tastete herum, bis er einen Lederbeutel fand. „Stell mal die Teller weg“, bat er sie, dann kippte er den Inhalt des Beutels auf den Tisch, und ein Strom von Silbermünzen ergoss sich auf die Holzplatte.

Jerusha schnappte nach Luft, sie hatte nicht gewusst, dass er so viel Geld in ihrer Kate aufbewahrte – und meistens verriegelten sie nicht mal die Tür, wenn sie gingen! Die Münzen waren alle frisch geprägt und trugen auf der einen Seite den Kopf des Fürsten AoWesta, auf der anderen das Symbol Ouendas, einen Brunnen, der von einem Wasserdrachen geschützt wird. Es musste das Geld sein, das er bei seiner ehrenhaften Entlassung aus den Diensten AoWestas bekommen hatte.

Kiéran tastete nach den Münzen, teilte den Stapel in zwei ungefähr gleich große Haufen und schob ihr einen davon zu. „Hier. Ich habe genug von dem Zeug. Das Erbe meiner Eltern habe ich bisher nicht mal angetastet.“

Lange starrte Jerusha auf das Geld, und das Bild vor ihr verschwamm, als sich ihre Augen mit Tränen füllten. Nein, meine Familie muss sich diesmal nicht von wässriger Kräutersuppe ernähren, während ich weg bin. Und ich muss nicht auf dem Boden schlafen und Äpfel aus fremden Obstgärten stehlen.

„Jetzt sag mir bitte nicht, dass du sowas nicht annehmen kannst, sonst muss ich dich leider schlagen“, sagte Kiéran, ohne eine Miene zu verziehen.

Jerusha sprang auf, fiel über ihn her und küsste ihn, bis ihnen beiden die Luft ausging.

***

Als sie ankamen, herrschte auf dem Marktplatz schon reger Betrieb, der Geruch von Tieren und feuchtem Stroh hing in der Luft. Kiéran sah nicht sonderlich viel von den Pferden, sie traten kaum aus der Dunkelheit hervor, weil das Oscurus , das seinem Amulett die Kraft verlieh, sie anscheinend nicht als wichtig erachtete. Doch er konnte sich vorstellen, wie es hier aussah – Braune, Rappen, Füchse, Großpferde und Ponys in allen Farben und in jedem Stockmaß. Wahrscheinlich standen Hunderte von Tieren hier, während ihre Besitzer neben ihnen auf Käufer warteten. „Ganz schön was los hier“, bestätigte ihm Jerusha.

Schräg von vorne hörte er Schnauben und das scharfe Geräusch von Hufeisen auf dem Kopfsteinpflaster. Ein paar Meter weiter wieherte ein Pferd, dem Klang nach begrüßte es einen Stallgefährten. Und überall unterhielten sich Menschen, fachsimpelten, handelten, berieten sich. Kiéran lauschte mal hier, mal dort einen Moment lang und lächelte, als er jemanden hörte, der einen Rosstäuscher beschimpfte.

„Ich war schon ewig nicht mehr auf dem Pferdemarkt“, erzählte Jerusha, sie klang aufgekratzt. „Und diesmal macht es sogar richtig Spaß. Ich habe drei Silber eingesteckt, dafür bekommt man ein Pferd, wie man in Loreshom noch keins gesehen hat.“

Nebeneinander schlenderten sie über den Markt, und Jerusha hielt Ausschau nach einem Tier, das ihr gefiel. Kiéran hoffte inständig, dass sie ihn trotzdem rechtzeitig warnte, bevor er in einen Stapel Strohballen hineinlief. Peinliche Situationen hatte er schon genügend überstehen müssen, seit er blind geworden war.

„Schau mal, ob du ein Pferd aus der Zucht von Tinad´alshar findest“, meinte er. „Die sind nicht zu schlagen, was Schnelligkeit und Ausdauer angeht. Und beides werden wir auf so einer Reise brauchen.“

Er vermisste seinen schwarzen Hengst Reyn mehr denn je, das Mistvieh war ihm sehr ans Herz gewachsen. Ob Charis überhaupt schaffte, es ihm vor dem Aufbruch zurückzubringen? Oder, noch schlimmer, würde sie Reyn mit Hilfe seiner Vollmacht aus Cyr abholen und dann einfach verschwinden? Bin ich ein Trottel gewesen, ihr zu vertrauen? Warum habe ich eigentlich gedacht, dass sie tun würde, worum ich sie bitte? Wahrscheinlich, weil sie sich gemeinsam mit Tarxas so rührend um mich gekümmert hat in dieser unerträglichen Zeit nach Santiagos Tod, als ich dachte, dass Jerusha mich verraten hat.

„Die hier macht einen guten Eindruck, und es ist eine Fuchsstute, so wie Amadera.“ Jerusha seufzte tief. Sie fragte den Verkäufer nach dem Preis, und währenddessen versuchte sich Kiéran mit den Händen ein Bild davon zu machen, ob das Pferd etwas taugte. Edler Kopf, lange Mähne – klar, das sah gut aus, so etwas mochten Frauen – doch die Beine gefielen ihm nicht, die vordere Fessel fühlte sich sogar ein wenig warm an, konnte sein, dass mit der Sehne etwas nicht stimmte.

„Kein gutes Geschäft“, sagte Kiéran, und sie gingen weiter. Als nächstes begeisterte sich Jerusha für einen Apfelschimmel, doch Kiéran schüttelte den Kopf. „Ein Schimmel? Vergiss es. Stell dir vor, du bist mit deinen Leuten gerade im Wald und willst möglichst nicht gesehen werden – nur leider hast du ein Pferd, das jeder ruckzuck entdeckt ...“

„Aber wir haben bald Winter, und wenn Schnee liegt, ist ein weißes Pferd sehr gut getarnt“, widersprach Jerusha, sie klang enttäuscht.

„Ja, aber was ist, wenn wir durch Yantosi reisen müssen?“, wandte Kiéran ein. „Dort wird dir der Gaul unter dem Hintern weg beschlagnahmt, weil dort nur Richter weiße Pferde besitzen dürfen.“

„Stimmt“, sagte Jerusha, und danach lange nichts mehr. Sicher dachte sie jetzt an diesen Bastard, den Gerhan KaoRenda und was er ihr angetan hatte. Es tat Kiéran leid, dass er sie daran hatte erinnern müssen; auch er hielt kaum aus, daran zu denken. Wahrscheinlich war sie jetzt außerdem wütend auf ihn, weil er ihr den Spaß an jedem Pferd verdarb, das ihr gefiel. Ab jetzt halte ich den Mund, außer sie will einen Ackergaul erstehen, der keine Chance hat, mit den leichtfüßigen Eliscan-Pferden mitzuhalten!

Er hörte, wie ihre Schritte sich beschleunigten. „Das da vorne“, sagte sie. „Das ist das Richtige.“

„Woran siehst du das?“, fragte Kiéran alarmiert, weil sie dem Vieh anscheinend nicht mal auf die Zähne geschaut hatte.

„Weil es ein Eliscan-Pferd ist“, sagte Jerusha, und Kiéran schnappte nach Luft. „Es ist was ...?!“

„Keine Sorge“, sagte sie und kicherte. „Nein, ein echtes ist es natürlich nicht. Aber es sieht genauso aus. Lange Beine, zierliche Hufe, aufmerksamer Blick, stolze Haltung, du weißt schon.“

Langsam beruhigte sich Kiéran wieder. „Welche Farbe? Nicht weiß, oder?“

„Du spinnst wohl, ich nehme doch kein weißes Pferd!“ Jerusha klang empört, sie bekam das ziemlich echt hin.

Kiéran grinste. „Niemals würdest du sowas tun, ich weiß.“

„Es ist eine isabellfarbene Stute, so nennt man das doch, oder? Hellbraun, mit blonder Mähne und Schweif. Perfekt getarnt! Wenn mir die im Herbstwald wegläuft, finde ich sie nie wieder.“

Sie hatte schon begonnen, den Verkäufer zu befragen. Doch auch ohne dessen Auskünfte hätte Kiéran rasch gemerkt, dass die Stute aus der Zucht von Tinad´alshar stammte. Ihre Beine fühlten sich an, als seien sie aus Stahl. Sanftmütig war sie außerdem; während Kiéran ihre Hufe abtastete, knabberte sie nur leicht an seinem Hemdkragen. „Braves Mädchen“, murmelte Kiéran und klopfte ihr den Hals. Reyn hätte ihm in der gleichen Situation das halbe Hemd zerfetzt.

Der Verkäufer wollte zwei Silber und fünf Dag, doch Jerusha handelte ihn gnadenlos auf zwei Silber herunter. Kiéran lächelte in sich hinein. Nein, eine Verschwenderin würde sie in diesem Leben nicht mehr werden.

Nachdem Jerusha eine Proberunde auf der Stute geritten war, fragte Kiéran den Verkäufer: „Wie sieht´s mit ihrem Stammbaum aus?“

„Sie heißt Dola und stammt von Diamy aus der Riikion“, bekam er zur Antwort, dann ratterte der Verkäufer die Namen ihrer sämtlichen Vorfahren bis in die 10. Generation herunter. Kiéran erkannte ein paar und nickte zufrieden.

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