Frank Phil Martin - Der schottische Prediger

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James erlebt wie sein Onkel, ein schottischer Geistlicher, durch seine charismatische Persönlichkeit und seine fesselnden Reden, einen kometenhaften Aufstieg erfährt und bald Modeprediger in London wird.
Binnen kurzem begeistert sich dieser für apokalyptische Endzeitgedanken und unterstützt eine junge Bewegung, die spätere apostolisch-katholische Gemeinschaft, und verliert daraufhin seine Anstellung.
Als in der Folge sogenannte Geistesgaben, wie Zungenreden und Krankenheilungen auftreten, wird der angehende Advokat immer kritischer, aber die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten.
Er versucht verzweifelt ihn davon abzubringen, bricht sogar mit der Kirche, muss aber mitansehen wie sein Onkel ins Unglück rennt.

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Wie recht er damit hatte. Nach der offiziellen Begrüßung wurden wir auf unser Zimmer begleitet, es bestand aus zwei getrennten Schlafräumen mit einer Badestube, in welcher außer einer Toilette, fließendes kaltes und warmes Wasser zur Verfügung stand. Dieses konnte wahlweise in ein Waschbehälter oder in einen fest installierten Zuber eingelassen werden, so etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen, es war ein hoher Komfort, der mich begeisterte. Nach dem Abendessen konnte ich nur noch an eines denken und so bat ich um die Erlaubnis, mich auf mein Zimmer zurückziehen zu dürfen, um mit dem ersten Eintrag in mein Tagebuch zu beginnen, immerhin hatte die Reise schon recht dramatisch begonnen. Ich hatte es noch nie geöffnet und nahm es daher mit einer gewissen Würde aus meinem Reisebehälter, legte es auf den Sekretär, öffnete bedächtig die Nietenbänder, schlug die erste Seite auf und war bass erstaunt, denn dort sprang mir eine Eintragung meines Vaters entgegen:

Mein lieber James, tue Gutes und übe Recht gegen jedermann!“ In Liebe, Dein Vater William, 1. Thess.5, 1-28

Ein Vermächtnis meines Vaters, an mich? Ich holte die Hausbibel hervor, schlug die Textstelle auf und las gespannt die Zeilen. Was hier beschrieben wurde, las sich wie eine Art Anleitung zu einem gottesfürchtigen Leben, verbunden mit Hinweisen zu einem sittlichen Verhalten. Aber der Hinweis: „tue recht gegen jedermann“… mein Vater konnte damals unmöglich wissen, dass ich einmal ein Rechtsgelehrter werden würde. Ich vermisste meinen Vater, ach könnte ich ihn doch jetzt in meinen Armen halten.

Es war spät geworden gestern Abend und ich schleppte mich, müde von der Reise und vom Schreiben, in das warme und frisch riechende Bett, aus dem mich meine sichtlich beschwingte Mutter am Morgen aus meinen Träumen weckte.

„James, du kannst nun das Waschzimmer benutzen, es ist jetzt viertel vor sieben, Mr. Troughton erwartet uns um halb acht im Frühstücksraum und Harris steht um acht Uhr zur Abfahrt bereit, bitte sei pünktlich.“

Ich schlüpfte aus meinem Schlafgemach, dem noch immer ein wohliger Geruch aus Frühlingswind und einem Hauch Rosenduft anhaftete! Das Wetter hatte umgeschlagen, der Himmel war bedeckt und ich bemerkte wie ein paar verirrte Schneeflocken durch die Parkanlage tanzten, die Gärtner hatten bereits wieder mit Pflanzarbeiten begonnen. Nachdem ich meine Morgentoilette verrichtet und meine Utensilien verstaut hatte, schlenderte ich leichtfüßig die geschwungene Treppe hinunter, die im Foyer endete, und weiter in einen Glaspavillon, der mit seinen ringsherum angeordneten Fenstern einen freien Blick auf die Parkanlage gestattete. Ich platzte pünktlich in die bereits angeregte Unterhaltung zwischen Mr. Troughton und meiner Mutter. Beide wirkten sehr vertraut miteinander, bahnte sich hier etwas an?

„Guten Morgen, Sir, Mutter.“

„Guten Morgen, junger Mann, bitte setzen Sie sich, ich hoffe, Sie haben gut geschlafen, greifen Sie tüchtig zu, Reisen macht hungrig und obendrein können Sie es gebrauchen“, attestierte mir Mr. Troughton und spielte dabei erneut auf meine schlanke Figur an.

„Ja danke, das habe ich, sehr freundlich, Sir“, erwiderte ich noch etwas holprig und zerstreut. Es war reichlich gedeckt, Toast, Butter, gebratener Speck … ich hatte einen Bärenhunger, musste mich aber im Tempo beim Essen zurückhalten, um nicht zu gierig zu wirken.

„Wo waren wir?“, fragte Mr. Troughton und wandte sich wieder meiner Mutter zu, „ach richtig, was glaubst du, Sophie, was war der Grund Ihres Bruders nach London zu wechseln, immerhin ist Dr. Chalmers einer der bedeutendsten Prediger unserer Tage?“

„Weißt du, John …“

John? Mir blieb das Toast mit dem Ei fast im Halse stecken, Sophie und John, waren sie jetzt schon bei solch einer intimen Anrede angelangt? Ich verschluckte mich, bekam einen hochroten Kopf und versuchte, ein Hustenanfall zu unterdrücken.

„Alles in Ordnung?“, wandte sich meine Mutter zu mir und ich stotterte:

„Ja, … es geht schon!“

Und spülte den restlichen Bissen mit einem großen Schluck Tee herunter.

„Sehen Sie, James, ich darf doch James sagen?“

Mr. Troughton legte fürsorglich seine Hand auf die meine.

„Sehen Sie, Ihre Mutter und ich sind uns schon ein wenig näher gekommen, es darf Sie bitte nicht erschrecken, ich hege die allerbesten Absichten für Ihre Frau Mutter.“

In diesem Augenblick drehte er sich unvermittelt um und schnippte zweimal mit den Fingern, woraufhin unverzüglich eine Bedienstete zu unserem Tisch herangelaufen kam. Mr. Troughton flüsterte der jungen Dame etwas ins Ohr und kurz darauf erschien sie mit einem kleinen Stapel Zeitungen.

„Hier, schauen Sie“, sagte Mr. Troughton stolz, „das sind die letzten Ausgaben der Times, ich habe alle gesammelt, in denen etwas über Ihren Onkel berichtet wird, machen Sie sich ein Bild und lesen Sie es, je genauer Sie vorbereitet sind, desto besser. Aber glauben Sie nicht alles, was dort geschrieben steht, es soll nur Ihrer Information dienen, in London haben Sie nicht nur Freunde. Und James, was ich jetzt sage, meine ich sehr ernst, wenn Sie einmal Hilfe brauchen, dann melden Sie sich und scheuen sich nicht, mich zu benachrichtigen, ich werde unverzüglich kommen.“

Etwas überrascht von dieser Offerte entgegnete ich:

„Danke, Sir.“

„Versprechen Sie es mir, James!“

Ich konnte nicht anders, als zu versichern, dass ich das Angebot gerne annahm, obwohl mir in diesem Moment kein Grund einfiel weshalb dieser Fall eintreten sollte? Mr. Troughton überreichte uns einen Korb mit Vikturalien für die Fahrt und verabschiedete sich mit ausgesuchter Höflichkeit:

„… Sophie, versuchen Sie ihn davon abzubringen … wir sehen uns in zwölf Tagen, passt auf Euch auf, es heißt, in dieser Gegend seien Wegelagerer unterwegs und Grüße Deinen Bruder unbekannter Weise von mir, Gott und alle Engel mit Euch, bis bald!“ Versuchen Sie, ihn davon abzubringen? Da ich nur diesen Halbsatz aufgeschnappt hatte, war mir nicht klar, was Mr. Troughton damit meinte?

Vierte Szene - Verwunderung

Zur verabredeten Zeit stand Harris zum Abfahren bereit und ich machte mich, diesmal freiwillig, im Inneren der Kutsche über die Times her, welche mir Mr. Troughton freundlicherweise überlassen hatte. Meine Mutter winkte Mr. Troughton noch lange und aufgeregt nach, obwohl er schon außer Blickweite schien. Ich wusste, dass mein Onkel auch literarisch tätig war, bereits nach einem Jahr in London schrieb er an seinem ersten schriftliches Werk, es nannte sich: „Für die Orakel Gottes: Vier Reden für das Kommen des Gerichts. Ein Nachweis in neun Teilen“. So wie er in einem Brief berichtete, sollte es ein überzeugender Appell werden, an die außerhalb der Kirche Stehenden und nach innen gegen das bisherige Kirchentum und seine verbrauchte Weise, das Evangelium zu verkünden. Und was neu war, es richtete sich nicht nur an einfache Leute, wie Bergarbeiter, Bootfahrer oder gar Zigeuner, sondern in erster Linie an Erfinder, Politiker, Juristen und Männer der Wissenschaft, Entscheidungsträger, Verantwortliche und Mächtige, eben solche, die die Welt in ihren Händen halten. Das Lesen in der Kutsche machte mir durch anhaltendes Rumpeln mehr Mühe, als ich dachte und ich beschloss, zunächst nur einige markante Stellen herauszusuchen, die fett gedruckt waren, als mein erster Blick auf die Titelseiten der letzten drei Tage fiel: „ Manchester: Komitee fordert Einsatz von Luftinspektoren zur Überwachung von Industrieanlagen . Kriminalität in den Städten steigt rasant, Ordnungshüter überfordert. Der zunehmende Einsatz von offiziellen Polizisten wird gefordert. Erste Lokomotiven Fabrik kurz vor der Gründung. Elektromotoren oder Dampfmaschine, eine Gegenüberstellung“. Es waren hochbedeutende Themen, die auch den meisten Raum in den Tagesgesprächen einnahmen. Ich ließ die Zeitungen sinken und blickte in die Landschaft und sinnierte nach, Gedanken schwebten von Kriminalgeschichten über Elend und Armut weiter bis hin zur ersten Eisenbahn, wie würde sie wohl aussehen, wie schnell würde sie fahren …? Und die Verschmutzung durch Chemikalien, welche durch die fortschreitende Technisierung immer mehr zum Thema wurde ... ?

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