Frank Phil Martin - Der schottische Prediger

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James erlebt wie sein Onkel, ein schottischer Geistlicher, durch seine charismatische Persönlichkeit und seine fesselnden Reden, einen kometenhaften Aufstieg erfährt und bald Modeprediger in London wird.
Binnen kurzem begeistert sich dieser für apokalyptische Endzeitgedanken und unterstützt eine junge Bewegung, die spätere apostolisch-katholische Gemeinschaft, und verliert daraufhin seine Anstellung.
Als in der Folge sogenannte Geistesgaben, wie Zungenreden und Krankenheilungen auftreten, wird der angehende Advokat immer kritischer, aber die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten.
Er versucht verzweifelt ihn davon abzubringen, bricht sogar mit der Kirche, muss aber mitansehen wie sein Onkel ins Unglück rennt.

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Wieder hörte ich meine Mutter, diesmal in militärischem Ton: „James!!!“

„Ich komme!!!“

Ich stürmte, mein Tagebuch und Hut unter dem Arm, die Treppe hinunter, hinaus aus dem Haus, wo meine Mutter neben der geschlossenen Kutsche ungeduldig auf mich wartete. Sie war ganz mit einem braunen Kostüm bekleidet, ihre schwarzen, schulterlangen Locken wurden von einem pastellfarbenen Basthut bedeckt, der unter dem Kinn mit einer geschmackvollen Schleife befestigt war.

„James, hast du wieder deine herannahende Männlichkeit bewundert? Jetzt trödel nicht, du weißt doch, dass wir es heute bis nach Preston schaffen wollen, in deinem Tempo kommen wir nie an!“

Meine Mutter ließ es sich nicht nehmen, mich bis nach London zu begleiten, als Hauptgrund gab sie vor, endlich einmal wieder ihren Bruder in die Arme schließen zu können. Meinerseits vermutete ich, die mütterliche Eskorte hatte wohl eher das Ansinnen, mich noch eine Zeitlang unter Aufsicht behalten zu können. Aber so sind die Mütter wohl und ich kann ihr nicht böse sein. Unsere Haushälterin Charlotte, meine Schwester Anne, wie immer mit unverwüstlich kindlich-fröhlichem Blick, selbst beim Verabschieden, und mein kleiner Bruder John, der wie eine kleinere Ausgabe von mir aussah, standen schon Spalier, fast schon wie bei herrschaftlichen Häusern, wenn eine offizielle Verabschiedung bevorstand, wo alle Bediensteten nach Rang und Stand sortiert Aufstellung nahmen. Wir stellten uns in einen Kreis, so wie es zu Verabschiedungen bei uns Sitte war, reichten uns die Hände, schlossen alle beinahe gleichzeitig die Augen, senkten etwas die Köpfe und Mutter sprach ein Gebet:

„Herr im Himmel, wir danken dir für deine Gnade, wir bitten dich um den Reiseschutz, behüte das Haus und schenke uns zur Zeit und Stunde ein frohes und unversehrtes Wiedersehen - Amen.“

Alle: „Amen.“

Die wenigen Worte meiner Mutter überraschten mich, so wie es aussah, wollte Sie wirklich keine Zeit verlieren. Normalerweise folgten in solchen Momenten ausführliche Anweisungen über ein sittsames, gottesfürchtiges Verhalten, wie das tägliche Morgen- und Abendgebet, stattdessen sagte sie profan:

„Charlotte, wir haben ja alles besprochen, Kinder, bitte seid folgsam.“

Ich wünschte, mein Vater könnte in diesem Augenblick anwesend sein, ich glaube, er hätte sich für mich gefreut und wäre vielleicht auch ein wenig stolz auf mich gewesen. Ist das wirklich so, dachte ich, dass die Söhne nichts mehr ersehnen, als dass ihre Väter stolz auf sie sein können? Vielleicht auch nur deshalb, weil der elterliche Wunsch besteht, dass sich all das Bemühen einer guten Erziehung, alle Worte und Schelten, alle Gebote, Hoffnungen und Wünsche am Ende in einem guten Fortgang vereinigen mögen. Die beiden Pferde, die unserer Kutsche vorgespannt waren, wurden ein wenig unruhig und nach einer kurzen, aber herzlichen Umarmung meiner Geschwister stiegen meine Mutter und ich in die Kutsche ein, die sich ruckelnd, ausgelöst durch Harris Peitschenknall, in Bewegung setzte. Harris war ein kleiner, kräftiger Mann mit buschigen Augenbrauen, der erfahrenste Arbeiter auf unserer Farm und er war der gutmütigste Kerl, den ich kannte. Ein massiger Schädel thronte auf seinem kräftigen Körper und seine wuchtigen Oberarme konnten alles stemmen und heben, was man sich vorstellen kann. Am liebsten wäre mir gewesen, ich hätte bei Harris vorne auf dem Kutschbock sitzen können. Meine Mutter Sophie, besorgt wie Sie nun einmal war, verbot dies jedoch mit der Begründung, es wäre noch viel zu kalt am Morgen und wir wollten ja nicht gleich die Schwindsucht heraufbeschwören. Im Laufe des Tages, je nach Witterung, so versprach sie, würde sie erneut entscheiden. Unser Weg führte zunächst nach Carlisle über Penrith an Kendal vorbei, weiter nach Lancaster, wo wir am frühen Nachmittag eintrafen. Wir fuhren über die Skerton Bridge bis zum St. George Quai und hielten am Gasthof Wagon & Hourses. Harris wollte hier zunächst die Pferde wechseln, denn er hatte in diesem Hause wohl einen Vetter und wir konnten, außer einer Mahlzeit einzunehmen, uns etwas die Beine vertreten. Der bekannteste Sohn dieser Stadt war ohne Frage Henry Cort, es war eine Revolution dieses Puddelverfahren zur Herstellung von Stahl und ich dachte mir, der herannahende technische Fortschritt, dem ich durchaus aufgeschlossen gegenüberstand und auf den ich sowieso gespannt war, hatte auch etwas Beängstigendes. Würde man all diese Maschinen, die so viele Vorteile brächten, auch beherrschen können? Andererseits war dieser Fortschritt nicht mehr aufzuhalten, denn wenn alles in diesem rasanten Tempo so weitergeht, könnte man irgendwann mit der Eisenbahn von Edinburgh nach London fahren. Dann würden all diese Reisestrapazen mit der Droschke wegfallen. Im Augenblick jedoch steckte die Dampftechnik noch in den Kinderschuhen. Nach einer Weile fuhr Harris mit der neu bespannten Kutsche vor und da ich meine Mutter die Fahrt über immer wieder bedrängt hatte, erteilte sie mir endlich die Erlaubnis, vorne auf dem Kutschbock, unter Einhaltung aller möglicher Schutzmaßnahmen - in Decken gehüllt, doch noch eine Stunde auf dem Bock neben Harris Platz zunehmen. Bis nach Preston hatten wir noch fünfundzwanzig Meilen vor uns, unsere Ankunft im Bartl Hall Hotel war bereits durch eine Nachricht bekanntgemacht worden. Wir erreichten unseren Zielort bei Einbruch der Dämmerung und zu meinem Erstaunen durfte ich doch bis hierher neben Harris sitzen bleiben, ich vermute, meine Mutter war inzwischen eingenickt oder einfach nur zu müde, um ihre angekündigte Maßgabe durchzusetzen.

Dritte Szene - Beziehungen

Das Hotel, früher ein Herrenhaus, war von seinem neuen Besitzer John Troughton, einem Gerichtsvollzieher, vor zwei Jahren gekauft und neu renoviert worden. Die Parkanlage erschien mir sehr weitläufig und wurde, wie es aussah, gerade umgestaltet, die neu gepflanzten Bäume ließen darauf schließen. Das Haus selbst machte auf mich einen vornehmen, sehr gepflegten Eindruck, ohne überladen oder pompös zu wirken. Harris sprang mit ungewohnt sportlichem Schwung vom Kutschbock, klappte die Behelfsstufe aus und öffnete die Tür der Kutsche. Meine Mutter, sichtlich mitgenommen von der Reise, kletterte etwas unbeholfen aus der Droschke, drapierte notdürftig die Frisur und während sie noch an ihrem leicht verrutschten Hut nestelte, wurde sie sogleich von Mr. Troughton, einem stattlichen Herrn in den mittleren Jahren und vornehmer Gestalt, galant begrüßt. Durch seinen hohen Haaransatz wirkte er zusammen mit seinem Zwicker sehr intelligent und belesen. Sein geschwungener und gepflegter Schnauzbart floss an den Rändern in einen Kinnbart über, überdies konnte ich ein leichtes Lächeln erkennen, was ihm besonders gut zu Gesicht stand. Er trug eine helle Hose mit dunkler Weste, aus welcher die Kette einer Taschenuhr heraushing, eine gleichfarbige Jacke mit hellem Hemd, das oben zu einem Stehkragen aufgestellt war. Mr. Troughton wirkte ein wenig nervös, als er uns freundlich empfing:

„Herzlich willkommen in Preston, Madame Irving, ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Reise, wir freuen uns, Sie bei uns begrüßen zu dürfen. Wir erlauben uns, in einer Stunde das Abendessen zu servieren „Sie müssen mir unbedingt von Ihrem Bruder erzählen, ich brenne darauf, alle Neuigkeiten von Ihnen zu erfahren, was da alles in der Times über ihn berichtet wird …“

„Sehr gerne, Mr. Troughton“, erwiderte meine Mutter.

„Darf ich Ihnen meinen Sohn James vorstellen?“

„Oh, unser junger Advokat in spe, ganz nach dem Bilde seines Vaters, groß gewachsen, schwarzes Haar mit blauen Augen, die lebensfroh und voller Erwartung in die Welt blicken, ein wenig schmal vielleicht, ich vermute, Sie brennen darauf, das Leben in London endlich kennen zu lernen?“, fabulierte Mr. Troughton.

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