Silke May - Treppe zum Licht

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Treppe zum Licht: краткое содержание, описание и аннотация

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Hoch oben in den Bergen, unterhalb des kargen Felsenmassivs, führte ein unscheinbarer kleiner, aber tief in das Innere des Berges führender Höhlengang. Dieser endete an einer schmalen Treppe, die in der Dunkelheit kaum sichtbar und nur noch zu erahnen war und deren Stufen so weit hinunterreichten, dass man glaubte, im Nichts anzukommen.
In diesem Labyrinth lebten die Gomas – ein kleines Volk von ungefähr sechzig Erwachsenen und ihren Nachkommen. Keiner der Gomas, außer ihrem Herrscher mit seinen persönlichen Wächtern, hatte jemals das Innere des Berges verlassen.
Sota ihr Herrscher hatte zehn der stärksten Männer zu seinen Wächtern auserwählt, damit sie für Ruhe und Ordnung im Labyrinth sorgten. Die Gomas waren ein friedliches Volk und sie bereiteten ihrem Herrscher keinerlei Sorge. Es gab nur ganz wenige in der Vergangenheit, die das friedvolle Leben aus Ungehorsam störten, diese Menschen jedoch verschwanden für immer auf geheimnisvolle Weise. Man flüsterte sich zu, dass sie alle in ein Verlies geworfen wurden. Ansonsten hatten sie ein ruhiges Leben ohne Zwischenfälle.
Sota und seine junge Frau Mata hatten eine siebzehnjährige Tochter namens Solana. Sie war gerade einmal halb so alt wie ihre Mutter. Mata war selbst erst fünfzehn Jahre alt, als ihre Eltern von Sotas Wächtern gefangen wurden, weil man sie auf der Treppe zum Licht erwischt hatte.
Ein ungeschriebenes Gesetz der Gomas sagt:
Wer diese Treppe betritt, der begeht Verrat und muss sterben.

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Oben angekommen, öffnete sie die schwere Tür und herrlich frische Nachtluft strömte ihr entgegen. Solana atmete tief ein und sah zu den Sternen, während sie im Türrahmen stand. Der Luftzug streichelte ihre Haut und spielte mit ihrem Haar. Sie hielt ganz still und genoss die Streicheleinheiten des Windes. So etwas Herrliches hatte sie noch nie gesehen und gefühlt.

Es war eine sternenklare Nacht und alles war ruhig. Plötzlich musste sie an die Worte ihrer Mutter denken.

Einst hatte ihr diese erzählt, dass jeder, der den Berg verließ, von der Sonne verbrannt würde. Wer aber während der Phase der dunklen Sonne durch die verbotene Tür trat, den würde erst später der Tod ereilen.

»Das ist wohl die dunkle Sonne?«, flüsterte Solana leise und sah zum Mond hinauf.

So stand sie eine Weile und ließ ihre Blicke abwechselnd zum Himmel und in die Ferne schweifen. Schemenhaft konnte sie die schwarzen Gipfel der umliegenden Berge erkennen.

Die Tür hatte an der Außenseite keinen Riegel. Sie war mit Stein verkleidet und wirkte dadurch so unauffällig, als wäre sie ein Teil des Felsens. Solana sah in Armlänge von ihr entfernt einen größeren Stein, den sie zwischen Rahmen und Türe platzierte, sodass sie nicht zufallen konnte.

Dann machte sie ein paar Schritte, bis sie von ihrer Position aus ins Tal sehen konnte. Weit unten entdeckte sie kleine helle-, aber auch rote Lichter, von denen sich einzelne sogar bewegten. Was mochte das wohl sein? Solana konnte es sich nicht erklären. Schnelligkeit und Richtung variierten, je nachdem, welchem Licht sie mit ihrem Blick folgte. Sie verspürte unsagbare Neugier, aber sie traute sich nicht, dieser nachzugeben.

Solana atmete noch einmal tief durch, ehe sie sich umdrehte und wieder in den Berg zurückging. Sie schloss die Tür hinter sich und lief mit schnellen Schritten zurück in ihr Zimmer, wobei sie sich den Weg zur Treppe geistig einprägte.

Unterwegs überkam sie leichte Furcht, ob sie jetzt der Tod ereilen würde?

Schließlich hatte sie ja die dunkle Sonne gesehen. Die Faszination über das Erlebte verdrängte aber rasch ihren Gedanken.

In ihrem Zimmer versuchte sie zur Ruhe zu kommen, aber es fiel ihr schwer, denn sie war unendlich aufgeregt. Ihr Herz pochte laut und sie spürte ihren Puls bis in die Ohren schlagen, so aufgeregt war sie. Fasziniert dachte sie an die dunkle Sonne und die schwarze Umgebung mit den unzähligen glitzernden Punkten.

In diesem Augenblick wusste sie, dass es sie wieder nach draußen locken würde. Und vielleicht würde sie dann mutig genug sein, um sich dort auf Wanderschaft zu machen. Mit diesem unsagbar schönen Gefühl fiel sie in einen tiefen Schlaf bis weit in den Morgen. »Solana, du Schlafmütze, wo warst du gestern Abend?«, hörte sie Janis fragen. Verschlafen blinzelte sie ihn an.

»Hier natürlich, wo sonst?« Doch er schüttelte den Kopf.

»Nein, das stimmt nicht. Ich habe in deinem Zimmer auf dich gewartet, sogar ziemlich lange.«

»Ich musste mir vom vielen Liegen die Beine vertreten, also bin ich in den Korridoren spazieren gegangen«, erklärte Solana.

»Du warst aber nicht in den verbotenen Korridoren?«

Misstrauisch sah Janis sie an.

»Natürlich nicht, als ob ich im Moment nicht schon genug Ärger hätte«, schwindelte sie.

»Dann ist es ja gut. Weißt du, was übermorgen für ein Tag ist?«, fragte er grinsend.

»Pah …«, gab Solana verächtlich von sich.

»Du brauchst gar nicht so eine abwertende Äußerung zu machen. Es ist für uns beide ein wichtiger Tag, der unser Leben verändern wird.«

Janis näherte sich ihr zögerlich und legte seinen Arm auf ihre Schultern. Solana wollte ihn schon abwehren, da spürte sie die wohlige Wärme, die er ausstrahlte.

»Du brauchst keine Angst zu haben, ich weiß genau, was ich tun muss«, flüsterte er besänftigend.

»Habe ich auch nicht, aber ich möchte vorher die … Liebe … spüren, die so unsagbar schön sein soll«, sagte sie leise.

»Solana, dass, was wir beide füreinander empfinden, ist die Liebe. Etwas anderes gibt es nicht«, erklärte Janis und sah sie dabei eindringlich an.

»Nein, ich bin mir sicher, dass es da noch etwas Anderes geben muss«, entgegnete sie kopfschüttelnd.

»Oft höre ich, wie die Mädchen miteinander tuscheln. Jola zum Beispiel hat berichtet, dass sie bei jeder Berührung ihres Angetrauten ein wohliger Schauer durchfährt. Das muss wunderschön sein, denn sie bekam einen richtig verklärten Blick, als sie davon sprach.

Und was spüre ich bei deinen Berührungen – nichts!« Entsetzt sah Janis sie an.

»Solana sage mir: Fühlst du wirklich nichts … nicht einmal ein bisschen?« Sie überlegte und ihr kam das kurze Kribbeln in Erinnerung, das sie bei seinem Wangenkuss verspürt hatte.

»Nun ja, sagen wir mal … ein ganz Kleines bisschen schon«, lenkte sie ein und ein Ausdruck der Erleichterung machte sich in Janis’ Gesicht breit.

»Das hätte mich auch sehr gewundert, denn schließlich bin ich immer besonders lieb zu dir.«

Plötzlich sah er sie eigenartig an. Abrupt zog er sie fest an sich und drückte seine Lippen auf ihren Mund.

Solana spürte, wie er ihre Lippen sanft öffnete, und sie küssten sich zum ersten Mal.

Solana verspürte ein Kribbeln, das durch ihren Körper fuhr, und das empfand sie als sehr angenehm.

Janis löste seine Lippen wieder von den ihren und schob sie leicht von sich, damit er ihr in die Augen blicken konnte.

»Und? Hast du jetzt etwas gefühlt?«

Solana lächelte ihn an.

»Doch, doch … es war sogar sehr schön. Janis war das jetzt ein richtiger Kuss?«

»Ja, Solana, aber das musst du unbedingt für dich behalten, denn eigentlich darf ich dich erst am Tag der Verschmelzung richtig küssen«, warnte er sie.

»Natürlich werde ich niemandem davon erzählen. Ich schweige wie ein Grab. Woher weißt du eigentlich, wie küssen geht?«

»Schließlich bin ich ein Mann, da weiß man so etwas.« Solana lachte und sagte: »Ein Mann … seit wann?«

Janis sah sie entsetzt an. »Möchtest du mich ärgern?«

Durch den Korridor hallte ein Gong.

Janis machte mit der Hand eine abfällige Geste und drehte sich von Solana weg.

»Ich muss jetzt gehen, es gibt Mittagessen. Wirst du auch kommen?«

»Das weiß ich noch nicht. Ich muss abwarten, ob meine Mutter mich holt oder ob ich meine karge Speise hier zu mir nehmen muss«, sagte sie bedauernd. Daraufhin verließ Janis den Raum und Solana setzte sich auf einen Holzschemel.

Rasch kam sie ins Grübeln. Sie dachte wieder an den dunklen Himmel, der mit unsäglich vielen leuchtenden Punkten übersät war, und an das laue Lüftchen, das mit ihren Haaren spielte und ihre Haut streichelte. Sie erinnerte sich an die Unterhaltung mit Janis und ihren ersten Kuss, den sie als sehr angenehm empfunden hatte.

Solana war sich sicher, dass Janis sie sehr lieb hatte, aber sie war unschlüssig, ob sie sich in der Hochzeitsnacht von ihm auch Schmerzen zufügen lassen wollte. Immer wieder hörte sie von den jungen Frauen, dass es wichtig war, den Mann zu lieben, mit dem man die Hochzeitsnacht verbrachte. Dann war der Schmerz längst nicht so stark zu spüren. Ihre Gedanken wanderten erneut zu ihrem Vorhaben.

Noch heute Nacht wollte sie aus dem Berg der Gomas verschwinden. Sie packte ein paar Kleidungsstücke in einen Leinenbeutel und versteckte ihn hinter den Kissen auf ihrem Schlaflager.

Was ihr gerade noch rechtzeitig gelang, denn schon öffnete sich leise die Tür und ihre Mutter trat ein.

Sie hielt ein kleines Holztablett in ihren Händen, auf dem eine Schüssel mit dampfender Suppe stand, ergänzt von einem Hirsefladen. Besorgt sah sie ihre Tochter an.

»Es tut mir leid, aber dein Vater möchte immer noch nicht, dass du mit uns speist. Er ist sehr gekränkt, denn du hast ihn mit deiner Bockigkeit überaus verletzt.«

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