Silke May - Treppe zum Licht

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Hoch oben in den Bergen, unterhalb des kargen Felsenmassivs, führte ein unscheinbarer kleiner, aber tief in das Innere des Berges führender Höhlengang. Dieser endete an einer schmalen Treppe, die in der Dunkelheit kaum sichtbar und nur noch zu erahnen war und deren Stufen so weit hinunterreichten, dass man glaubte, im Nichts anzukommen.
In diesem Labyrinth lebten die Gomas – ein kleines Volk von ungefähr sechzig Erwachsenen und ihren Nachkommen. Keiner der Gomas, außer ihrem Herrscher mit seinen persönlichen Wächtern, hatte jemals das Innere des Berges verlassen.
Sota ihr Herrscher hatte zehn der stärksten Männer zu seinen Wächtern auserwählt, damit sie für Ruhe und Ordnung im Labyrinth sorgten. Die Gomas waren ein friedliches Volk und sie bereiteten ihrem Herrscher keinerlei Sorge. Es gab nur ganz wenige in der Vergangenheit, die das friedvolle Leben aus Ungehorsam störten, diese Menschen jedoch verschwanden für immer auf geheimnisvolle Weise. Man flüsterte sich zu, dass sie alle in ein Verlies geworfen wurden. Ansonsten hatten sie ein ruhiges Leben ohne Zwischenfälle.
Sota und seine junge Frau Mata hatten eine siebzehnjährige Tochter namens Solana. Sie war gerade einmal halb so alt wie ihre Mutter. Mata war selbst erst fünfzehn Jahre alt, als ihre Eltern von Sotas Wächtern gefangen wurden, weil man sie auf der Treppe zum Licht erwischt hatte.
Ein ungeschriebenes Gesetz der Gomas sagt:
Wer diese Treppe betritt, der begeht Verrat und muss sterben.

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»Was machst du denn hier? Du weißt doch, dass es uns strengstens verboten ist, diese Räume zu betreten!«, schimpfte er sie.

»Das weiß ich doch – ich habe mich … mich verlaufen«, stotterte Solana.

»Wer’s glaubt! Wenn dich dein Vater oder einer der Wächter hier erwischt, bist du dran. Los, komm, lass uns verschwinden!«

Janis packte sie an der Hand und zog sie mit sich fort.

Während sie durch den Korridor liefen, plapperte Solana aufgeregt drauflos.

»Janis, ich habe in der Truhe etwas Sonderbares gesehen …«, fing Solana zu erzählen an. Aber ihr Begleiter winkte mit der Hand ab.

»Ich möchte nichts davon hören! Komm weiter, bevor uns noch jemand erwischt. Janis zog sie energisch mit sich.«

Erst als sie ihr Zimmer erreicht hatten, ließ er sie wieder los.

»Geh rein und denk über deinen Fehler nach. Und vor allem: Mach so etwas nie wieder! Früher oder später erwischt dich der Falsche«, ermahnte er sie noch einmal eindringlich.

»Bitte komm mit«, flüsterte Solana und zog ihn am Ärmel.

»Nein, das geht nicht. Schon vergessen? Wir dürfen ab jetzt nicht mehr allein in einem Zimmer sein«, belehrte sie Janis.

»So ein Blödsinn, was sollte denn passieren?«, schmollte sie.

Janis grinste sie an.

»Na, was wohl? Dreimal darfst du raten!«

»Ich glaub’s nicht! Gibt es in diesem Berg denn noch ein anderes Thema als unsere Verschmelzung?«, fragte sie genervt. Dann schlug sie ihm die Tür wütend vor der Nase zu, warf sich auf ihr Kissenlager und starrte missmutig an die Felsendecke. Sie wollte diese Verschmelzung nicht. Ihr ging das alles viel zu schnell.

Natürlich mochte sie Janis, aber es war die Art von Gefühlen, die man für einen lieben Bruder hatte. Bei seinem Wangenkuss heute, hatte sie allerdings eine Ahnung davon bekommen, dass es noch ein anderes Gefühl von Liebe gab – aber das musste sich erst entwickeln. Sie wünschte sich, es noch viel stärker zu spüren, erst dann würde sie sich mit der Verschmelzung anfreunden können. Mata kam herein.

»Was hast du mit Janis gemacht?«

»Nichts, warum?«, fragte Solana.

»Eben wirkte er auf mich regelrecht wütend. Er hat mich angerempelt und sich nicht einmal entschuldigt«, erklärte ihre Mutter.

»Was weiß ich, welche Laus ihm über die Leber gelaufen ist«, entgegnete Solana achselzuckend.

»Hör mal, meine Tochter, ich weiß genau, dass du ihn verärgert hast. Du wirst dich bei ihm entschuldigen – verstanden?«, befahl Mata streng. Solana brummelte ein genervtes »Ja, ja, ja …« zurück, denn sie wusste, dass ihre Mutter nicht gehen würde, bevor sie nicht dieses kleine Wörtchen mit zwei Buchstaben von ihr gehört hatte.

Als sie endlich allein war, lümmelte sie sich wieder in ihre Kissen und starrte an die Decke. Viele Dinge gingen ihr durch den Kopf, aber vor allem zu einem Punkt kam sie immer wieder zurück.

Bevor sie der Verschmelzung mit Janis zustimmen würde, wollte sie etwas erleben. Sie hatte vor, sich endlich den Berg anzusehen, den sie seit ihrer Geburt vor siebzehn Jahren bewohnte und von dem sie bis jetzt nur einen Bruchteil kannte. In der kommenden Nacht, wenn alle schliefen, würde sie ihren ersten Gang wagen.

Am meisten lockte sie das Zimmer der Verurteilten, von dem man sich hinter vorgehaltener Hand viele Schauergeschichten erzählte. Außerdem wollte sie die zahlreichen Produktionsräume sehen, in denen ihre Kleidung gefertigt und das Essen zubereitet wurde. Nie hatte sie erlebt, welche Prozeduren ein Lebensmittel durchlief, ehe es auf den Tisch kam, denn sie sahen stets nur die fertig zubereiteten Speisen.

Dieser Berg steckte voller Überraschungen und sie wollte diese unbedingt auskundschaften – schließlich war sie die Tochter des Anführers und musste über solche Dinge Bescheid wissen. Gedankenverloren nickte Solana wie zur Bekräftigung, dann drehte sie sich zur Seite und schlief ein.

Sie hatte über eine Stunde geschlafen, als sie ein Geräusch vernahm und aufschreckte. Ihr Vater hatte das Zimmer betreten und rief jetzt mit donnernder Stimme: »Was ist los, meine Tochter? Kommst du heute nicht zum gemeinsamen Mittagsmahl?«

»Es tut mir leid, ich muss eingeschlafen sein«, flüsterte Solana beschämt.

Sota reichte ihr beide Hände und zog sie vom Kissenlager hoch. Er schob sie vor sich her aus dem Zimmer und sie schritten den kahlen Korridor entlang, der von vereinzelten Wandfackeln spärlich beleuchtet war.

»Das war hoffentlich das erste und das letzte Mal! Was glaubst du, wie peinlich mir das war? Meine Tochter erscheint nicht pünktlich zum Mittagsmahl! Tz..tz..tz …« dabei schüttelte Sota seinen Kopf.

»Verzeih Vater, es wird nicht mehr vorkommen«, flüsterte Solana beschämt und lief hinter ihrem Vater her.

Wenig später betraten sie den großen Speisesaal, in dem bereits alle an den Tischen saßen und warteten.

Neugierige Blicke verfolgten Solana, als sie sich setzte.

In ihr stieg bereits wieder der Zorn hoch. Sie verabscheute es, der Mittelpunkt des Berges und aller Leute Gesprächsstoff zu sein. Warum zerrissen sie sich ausgerechnet über sie die Mäuler? Zahllose junge Mädchen wurden zu Frauen, ohne dass dies derart hochgespielt wurde. Nur weil sie die Tochter des Anführers war, machte man so ein Spektakel daraus.

Ihr Blick traf den von Janis und der grinste sie fast unverschämt an. Der Vater eröffnete unterdessen das Mittagsmahl mit seinem täglichen Ausspruch:

»Stärkt euch … und arbeitet heute für den Erhalt unseres Volkes.«

Solana nahm ihren Löffel und tauchte ihn in den Brei, zum Essen trank sie einen Becher heiße Ziegenmilch. Als sie ihn zur Hand nahm, wurde sie stutzig und hielt inne. Plötzlich musste sie daran denken, dass sie noch nie eine Ziege gesehen hatte.

»Woher kommt eigentlich unsere Ziegenmilch?«, fragte sie laut in die Runde.

Abrupt hörten alle auf, zu essen. Irgendjemandem fiel sogar der Löffel aus der Hand. Noch nie hatte jemand gewagt nachzufragen, woher ein Lebensmittel kam. Über diese Dinge wurde bei den Gomas nicht gesprochen. Sofort ermahnte ihre Mutter sie laut und schüttelte entsetzt den Kopf.

»Das hat dich überhaupt nicht zu interessieren, meine Tochter! Kümmere dich lieber um deine eigenen Pflichten!«

Aber anstatt mit verschämtem Blick in sich zu gehen, entgegnete Solana schnippisch:

»Vielleicht ist es ja überhaupt keine Ziegenmilch? Ich habe ein Recht darauf, zu erfahren, was ich täglich in mich hineinstopfe!«

Janis verbiss sich das Lachen, während Mata einen hochroten Kopf über den Ungehorsam ihrer Tochter bekam. Sie wusste überhaupt nicht mehr, was in das Mädchen gefahren war, denn bisher war Solana stets brav und höflich gewesen. Hilfe suchend sah sie Sota ihren Mann an.

Sota warf Solana einen strengen Blick zu.

»Man staune, meine Tochter zweifelt unsere Worte an! Dazu glaubt sie, dass es ihr Recht sei, unser mittägliches Mahl zu stören. Iss und trink, ohne dir solche Gedanken zu machen – oder verlasse sofort den Saal!«, polterte er los.

Alle sahen gespannt zu Solana. Es herrschte absolute Ruhe – man hätte eine Nadel fallen hören. Solana verzog wütend das Gesicht. Sie warf ihren Löffel in die Schüssel, dass es klirrte und der Brei nur so spritzte, dann stand sie geräuschvoll auf, indem sie den Stuhl einfach nach hinten wegschob, und verließ den Speiseraum. Schmollend ging sie durch die Korridore in ihr Zimmer und blies dort weiter Trübsal.

Nach kurzer Zeit wurde stürmisch die Tür geöffnet und Mata trat ein.

»Sag Kind, was ist denn nur in dich gefahren?«, schrie sie Solana an.

»Willst du deinen Vater vor seinem Volk bloßstellen? Als Tochter des Anführers hast du eine Vorbildfunktion und solltest dich dementsprechend benehmen! Aber was machst du? … Du beschwerst dich, noch nie eine Ziege gesehen zu haben! Und dann, noch schlimmer, zweifelst du sogar unsere Milch an! So benimmt sich niemand, der einmal ein Volk regieren soll! Solana, du wirst dich bei deinem Vater und beim ganzen Volk für dein ungebührliches Verhalten entschuldigen!«

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