Lin Hendus - Michele

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Der Leser wird eine faszinierende Reise ins mittelalterliche Florenz unternehmen, die ihn mit der geheimen politischen Küche des Vatikans vertraut macht. Aber nicht nur das! Die Autorin berührt das Leben einflussreicher Kräfte von Palermo, gibt Eindrücke von den Straßen in St. Petersburg und Frankfurt.
Wer Spaß haben will – muss etwas Geduld haben!
Treffen eine sizilianische Studentin mit einem russischen Geschäftsmann auf einer fernen Insel. Was ist wichtiger – gegenseitige Sympathie oder die Suche nach dem Geheimnis?
Das Rätsel Michelangelos führt den Leser von der Toskana zur Insel Sri Lanka, auf der viele unentdeckte Geheimnisse liegen. Die Nähe des Mysteriums und der seltsame Tod. Wie eng sind beide miteinander?
Lesen Sie lieber das Buch, als den Vorspann!

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Den jungen Trieben eine Gelegenheit zu geben, ihre mit der Geburt empfangenen Begabungen zu entfalten.

Lorenzo de‘ Medici war ein kluger und weitsichtiger Herrscher. Er wollte sein geliebtes Florenz in der vordersten Reihe sehen, nicht nur in Italien, sondern mit Blick auf die gesamte europäische Kultur.

Die großen Pläne eines großen Menschen.

Er selbst war ein guter Dichter und stand jeder Kunstrichtung offen gegenüber. So war er auch in der Malerei, Skulptur und Architektur bewandert. Während der langen Zeit seiner Herrschaft war Lorenzo de‘ Medici in jeder Weise den talentiertesten Kunstrepräsentanten zugetan und zeigte sich ihnen als großzügiger Mäzen. Er war ein herausragender Diplomat, Bankier und Staatsmann, und er schonte weder öffentliche noch private Gelder, um Kunstwerke zu erwerben. Auch war er gebildet und hatte eine besondere Vorliebe für Bücher, die er in ganz Europa kaufte und sammelte. Im Italien des Mittelalters besaßen nur Mönche ihre eigenen Druckmaschinen, und der Herzog wusste nur zu gut um die Bedeutung von Wissen.

Um die Bedeutung gebildeter Menschen für sein Land.

Lorenzo de‘ Medici hatte nie aufgehört, neben der Kunst auch in luxuriöse Bauwerke, Paläste und Kirchen zu investieren. Und genauso wenig hatte er jemals davon Abstand genommen, für diese Arbeiten neue Talente zu suchen.

Für seine aktive und öffentliche Förderung der Künste war der Herzog de‘ Medici vom toskanischen Volk seit langer Zeit sehr anerkannt. Die Florentiner begannen, ihn zunächst zaghaft, dann mit lauter Stimme „Lorenzo il Magnifico“ zu nennen. Diese inoffizielle Bezeichnung, die der Liebe der Menschen entsprungen war, machte den Herzog sehr glücklich – war sie doch im Einklang mit seinen großen Plänen.

Der leitende Staatsmann von Florenz gedachte seit längerem, seinem Land einen besonders hervorragenden Dienst zu erweisen. Seine Vision war es, in der Toskana – ähnlich Rom oder Venedig – ein Zentrum für italienische und europäische Kultur zu etablieren. Der neue Name, il Magnifico, schien gleichermaßen unaufdringlich wie elegant seinen Ehrgeiz zu betonen: Die Idee ihres Herrschers, eine Schule für talentierte Maler und Bildhauer zu gründen, kam für die Florentiner keinesfalls unerwartet.

Nach ihrer Veräußerung wurde mit der Umsetzung begonnen.

Nach reichlicher Überlegung und einem Treffen mit den Mitgliedern seiner Familie schlug Lorenzo de‘ Medici den erfahrenen Lehrer und Bildhauer Bertoldo di Giovanni für den Posten des Hauptmentors und Direktor der Schule vor.

Die Wahl war nicht zufällig auf ihn gefallen.

Der gewichtigste Grund war Bertoldos Vergangenheit als Bildhauer: vor vielen Jahren war er Schüler und Gehilfe des großen italienischen Bildhauers und Medailleurs Donatello gewesen. Der begabte Schüler übernahm viele Stein- und Metallgeheimnisse von seinem berühmten Lehrer, doch noch wichtiger war sein pädagogisches Talent: Bertoldo vermochte es, seine erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten gleichermaßen leicht wie unaufdringlich weiterzugeben.

Außerdem gereichte ein weiterer Umstand Bertoldo als künftigem Direktor der Schule zum Vorteil: Bertoldo war bereits sehr alt.

So konnte Bertoldo nicht mehr selbst mit Steinen oder Metallen arbeiten und auch keine Aufträge mehr annehmen. Dies wiederum bedeutete, dass die jungen Schüler von der Pflicht befreit sein würden, dem Lehrer bei der Durchführung von Aufträgen zu helfen. Sie würden sich auf ihr Studium, auf das Verständnis ihrer Fähigkeit als Maler und Bildhauer konzentrieren können.

Und von diesen zwei Argumenten, die den Namen des zukünftigen Hauptlehrers und Mentors der Bildhauerschule bestimmten, einmal abgesehen, mochte sicherlich auch der große Ruhm, der dem Meister vorauseilte, seine Ernennung beeinflusst haben.

Die Eröffnung der der Kunstschule sollte feierlich vonstattengehen. Wie sich herausstellte, waren jedoch nur wenige Gäste geladen. Lorenzo il Magnifico hatte im Garten der Medici, beim Kloster San Marco, ein Freiluftmuseum einrichten lassen, in dem er Skulpturen vieler Länder versammelte und ausstellte. Genau hier kamen alle zusammen, die zur Eröffnung der berühmten Schule geladen waren. Bertoldo di Giovanni, der es eher gewohnt war, sich mit Kollegen zu unterhalten als mit den Mächtigen der Republik, versuchte, sich ganz auf seine Schüler zu konzentrieren. Die Ehre, der erste Direktor der florentinischen Kunstschule zu sein, machte ihn sehr nervös. Die Gäste konnten die Gefühle des alten Mannes indes gut verstehen.

„Meine lieben Kinder“, wandte der alte Meister sich an die kleine Gruppe seiner zukünftigen Schüler, „jeden von euch erwarten in der Zukunft anspruchsvolle Aufgaben. Zu Beginn eures Aufstiegs solltet ihr eines bedenken, das am wichtigsten ist: jede Idee, die im Kopf eines Bildhauers geboren wird, muss ein Licht ausstrahlen.

Ohne ein helles Licht werdet ihr in der Dunkelheit wandern.

Findet das Licht!

Entlang dieses Strahls, der eurer Absicht entspringt, werdet ihr euch zur Verwirklichung bewegen. Beim Vorankommen müsst ihr alles registrieren, auch jenes, das euch auf den ersten Blick unwichtig erscheint. Genau diese Bedeutungslosigkeiten werden es sein, die eure Arbeiten, wenn nicht weltberühmt, dann zumindest sehr namhaft machen. Ihr müsst wissen, dass es in einer guten Arbeit keine Kleinigkeiten gibt. Jeder Strich, jede Drehung, jeder Hinblick, jede geringste Bewegung – alles ist wesentlich.

Im Gegensatz zu einem Künstler, der Gesicht, Kleidung und Objekte auf eine Leinwand bringt, hat ein Bildhauer das innere Wesen der Figur zu belichten. Nicht die Farbe der Kleidung, nicht den Sonnenuntergang, keine Bilder der Natur. Der Bildhauer muss für alles seinen eigenen Leib in den Stein meißeln.

Er muss sich selbst im Stein sehen ...

Als Alphabet, als Lied der Skulpturen erscheinen uns ihre Entwürfe.

Diese sind ihr Beginn, wenn sie von dem hellen Schweif einer Idee eingefangen werden.

Diejenigen von euch, die es nicht vermögen, ihre Seele in die Entwürfe hineinzulegen, erhalten bei der Geburt des Werkes ein totes Kind.

Nur diejenigen, bei denen mit der Arbeit die Flügel wachsen, werden erfolgreich sein.

Glaubt mit ganzem Herzen an eure höhere Bestimmung!

Vertraut der göttlichen Kraft, die bei der Geburt in jeden Einzelnen von euch gelegt wurde.

Glaubt an euch, wie ich an euch und euer Talent glaube.

Unser Patron und Beschützer, Lorenzo il Magnifico, hat aus dem Garten des San-Marco-Klosters ein unschätzbares Freiluftmuseum gemacht.

Nicht jeder ist hier gerne gesehen.

Ihr aber seid die zukünftigen Schöpfer der Geschichte von Florenz und der gesamten italienischen Kultur. Dies solltet ihr schätzen! Ihr dürft frei im Garten spazieren gehen und die großen Schöpfungen der Bildhauer der Antike und der Gegenwart kennen lernen. Schaut sie an, lernt, begreift die Talente nicht nur unseres Italien, sondern auch der anderen Länder, die ich über die Dauer meines Lebens nie besuchen konnte.

Ihr aber habt Glück, dass jeder von euch mit den Voraussetzungen einer Begabung geboren wurde. Ihr dürft die Gelegenheit nicht verpassen, hier und heute das, was der Herr euch gegeben hat, weiterzuentwickeln.“

Bertoldo di Giovanni ergriff ein großes Stofftaschentuch und wischte sich die verschwitzte Stirn. Erneut bewältigte er die Aufregung seiner langen Rede und wies den Bick seiner Schüler mit ausgestreckter Hand in Richtung der im Garten stehenden Skulpturen:

„Achtet genau auf das, was ihr vor euren Augen seht. Das Beste, was ihr in den Skulpturen findet, werdet ihr in euren Arbeiten umsetzen müssen. Haltet Augen und Ohren offen, damit Gottes Gnade die Leere in euren Köpfen frei fluten kann ... Und jetzt geht! Morgen früh treffen wir uns im Kloster zur ersten Unterrichtsstunde.“

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