Katja Brandis - Feuerblüte III

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Feuerblüte III: краткое содержание, описание и аннотация

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Wer in Daresh keiner der vier Gilden – Feuer, Wasser, Erde oder Luft – angehört, ist ein Ausgestoßener. Ausgerechnet in Jorak, einen der Gildenlosen, hat sich die rebellische junge Schwertkämpferin Alena verliebt. Sie hilft ihm bei seinem Kampf, anerkannt zu werden. Doch Luft- und Feuer-Gilde stellen Jorak zwei fast unlösbare Aufgaben, und Alena muss um ihr Leben fürchten, als sie durch eine Prophezeiung des Mond-Orakels ins Visier der Mächtigen gerät …

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Ihr Vater war aus dem Lager zurückgekehrt und hatte die letzten Sätze gehört. Er trug wie so oft die traditionelle schwarze Tracht der Feuer-Gilde, in der lockeren, aufrechten Haltung des erfahrenen Schwertkämpfers stand er da. „Wir sollten uns nichts vormachen“, sagte er und verschränkte die Arme. „Sukie und Jorak werden hier nie akzeptiert. Deshalb habe ich gestern mit Palek gesprochen. Er wäre daran interessiert, die Schmiede zu kaufen. Damit wäre der Weg frei, anderswo hinzuziehen. In eine größere Stadt, zum Beispiel nach Carradan. Was hältst du davon, Alena?“

Alena blieb vor Schreck beinahe der Mund offen stehen. Ihr Vater verkaufte ihr Zuhause, nach so vielen Wintern in Gilmor? Hier hatte sie mit Schwert, Hammer und Amboss umgehen gelernt, ihren allerersten Kuss bekommen, Gedichte geschrieben, im Phönixwäldchen ihren Tagträumen nachgehangen.

Das waren die guten Erinnerungen. Aber es gab auch schlechte. Den Streit mit vielen Nachbarn und Zarkos Bande, die Einsamkeit, die Langweile an einem Ort, in dem nie etwas zu geschehen schien. Ja, eigentlich hatte sie wegziehen wollen und keine große Lust gehabt, die Schmiede zu übernehmen. Und das wusste ihr Vater. Was wehtat, war, dass er sie erst jetzt in seine Pläne einweihte. Interessiert er sich überhaupt dafür, was ich darüber denke, wie ich mich fühle?, fragte sich Alena bitter. Oder dreht sich jetzt wirklich alles nur noch um seine neue Geliebte?

„Ich werde mal darüber nachdenken“, sagte sie und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, was ihr durch den Kopf ging. „Carradan ist schon etwas ganz anderes als Gilmor ... aber für Sukie wäre es natürlich viel besser, dorthin zu ziehen ...“

„Es tut mir leid, dass das alles jetzt so schnell geht – wir haben erst gestern Abend darüber gesprochen“, meinte Sukie mit einem entschuldigenden Blick zu Alena. „Ist nicht leicht, auf einmal eine Stiefmutter zu haben, was?“

Stiefmutter . Das Wort brannte in Alena. Sie hatte noch nie so über Sukie gedacht, und alles in ihr sträubte sich dagegen, es jetzt zu tun. Was bildete sich diese Frau eigentlich ein?

„Du könntest meine Mutter sowieso nie ersetzen“, sagte Alena mit spröder Stimme. Sie legte die Stahlstäbe wieder hin, drehte sich um und ging weg. Sie wollte jetzt nicht mit Sukie reden, nicht mit ihrem Vater, mit niemandem.

Instinktiv schlug sie den Weg zum Phönixwald ein, ihrem Lieblingsplatz. Doch sie hatte Pech. Ein Lehrlingsmädchen im Dorf, mit dem sie mal befreundet gewesen war, sah sie und fing sie ab.

„Sag mal, Alena – stimmt es, dass dieser Gildenlose dein Freund ist? Dass ihr zusammen seid und er sogar bei euch übernachten darf?“ Marvy sah gleichzeitig angeekelt und fasziniert aus. Ihre Stupsnase zuckte leicht und ihre Augen unter dem mausbraunen Haarschopf blickten fast schon gierig.

„Ja, es stimmt“, sagte Alena knapp. Wahrscheinlich würde Marvy als Nächstes fragen, ob es nicht unerträglich widerlich war, einen Ausgestoßenen zu küssen. Dabei war Alena sich ziemlich sicher, dass Marvy noch nie einen Jungen geküsst hatte und sowieso nicht beurteilen konnte, wie sich das anfühlte.

Alena wusste, dass ihr Vater damit, einen Gildenlosen zu beherbergen, ein großes Risiko einging. Sie war dankbar, dass er darüber nie ein Wort verlor. Bisher hatte noch niemand im Dorf sie beim Rat der Gilde angeschwärzt, und Alena hoffte, es möge auch so bleiben. Trotzdem schaffte sie nicht, richtig freundlich zu Marvy zu sein. „Ich muss los“, sagte sie nur, winkte Marvy zum Abschied zu und beschleunigte ihre Schritte, bis das Mädchen endlich aufgab und zum Dorf zurücktrottete. Endlich allein! Nur sie und die kargen schwarzen Silhouetten der Phönixbäume, die vor ihr aufragten.

Doch überrascht sah sie, dass an ihrem Lieblingsplatz schon jemand auf sie wartete. Cchraskar und Jorak! Die beiden hatten geahnt, wohin sie flüchten würde. Alena setzte sich zu ihnen und Jorak legte wortlos den Arm um sie. Es tat gut, so gehalten zu werden, und Alena spürte, wie der Tumult in ihrem Inneren sich allmählich legte.

„Eigentlich ein bisschen albern“, sagte Alena und wischte sich kurz über die Augen. Vor Jorak konnte sie weinen, das wusste sie. Aber sie tat es trotzdem nicht gerne, es war noch zu tief in ihr verwurzelt, dass man als Mensch der Feuer-Gilde auf gar keinen Fall Tränen vergoss. „Ich war ja noch klein, als meine Mutter starb. Ich kann mich überhaupt nicht an sie erinnern. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl, dass Pa jetzt eine andere Frau hat. Glaubst du, er wird Alix vergessen?“

„Das glaube ich nicht“, sagte Jorak und strich ihr sanft über die Wange und über die schulterlangen, glatten rotbraunen Haare. „Sie war schließlich seine große Liebe, oder? Aber er hat vierzehn Winter um sie getrauert und irgendwann geht das Leben weiter. Ich glaube, dein Vater war ein sehr einsamer Mensch, bevor er Sukie getroffen hat.“

Alena seufzte tief. Sie war auch einsam gewesen, bevor sie Jorak richtig kennengelernt hatte. „Weißt du, was besonders schlimm ist? Dass ich nichts mehr habe, was mich an sie erinnert. Mein Umhang, der mal ihr gehört hat, ist mir ja in Rhiannon verlorengegangen.“

Sie hatten das eigenartige Reich Rhiannon bei ihrer gefährlichen Reise über die Grenzen von Daresh hinaus gefunden – seit die magische Grenze wieder belebt war, gab es keine Möglichkeit, dorthin zurückzukehren. Selbst, wenn sie das gewollt hätten.

„Deswegen musst du deine Mutter nicht aufgeben“, sagte Jorak. „Du könntest versuchen ihr näher zu kommen, sie wiederzuentdecken ...“

Was für eine seltsame Bemerkung. Wiederentdecken. Wie sollte das gehen bei jemandem, der längst tot war? Doch Alena fragte nicht nach. Vielleicht war das etwas, was sie selbst herausfinden musste. Sie spürte, wie die Trauer in ihr etwas von ihrer Schwere verlor. „Ich glaube, das hätte ich schon viel früher tun sollen. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät dafür.“

Daran, dass es auch riskant sein könnte, dachte sie nicht.

Es war seltsam. Schon auf dem Rückweg zur Schmiede spürte Alena, dass sie dabei war, sich von Gilmor zu lösen. Die anderen Pyramiden des Dorfes, die Schänke, der große Versammlungsplatz, die Menschen, die sie im Vorbeigehen grüßten – das alles hatte nicht mehr wirklich etwas mit ihr zu tun, sie betrachtete es wie aus weiter Entfernung. Eigentlich habe ich mich schon entschieden, dachte Alena.

An diesem Abend wartete sie, bis ihr Vater eine Pause bei der Arbeit einlegte, und setzte sich dann neben ihn. „Ich bin einverstanden, dass du die Schmiede verkaufst.“

„Das ist gut“, sagte er, legte Alena den Arm um die Schultern und drückte sie kurz. „Glaub mir, der Abschied fällt mir auch nicht ganz leicht.“ Nur selten zeigte ihr Vater seine Freude so offen. Alena war nachträglich froh, dass sie ihm seine Pläne, die ihm so viel bedeuteten, nicht verdorben hatte.

„Ich muss nur noch ein paar Aufträge abschließen, hilfst du mir, die restlichen Schwerter zu schleifen?“, fuhr Tavian fort. „Und es gibt viel zusammenzupacken.“

„Natürlich helfen wir. Jorak ist gut im Packen, weil er schon viele Expeditionen vorbereitet hat.“

Doch Jorak musste schneller abreisen, als er gedacht hatte – am nächsten Tag kam eine Botschaft für ihn aus Ekaterin. Sein Kompagnon und bester Freund Kerrik würde schon in einer Woche zu einer längeren Expedition in den Lixantha-Dschungel aufbrechen, und vorher galt es noch einiges zu erledigen und zu planen.

Der Abschied fiel Alena furchtbar schwer. „Ich komme nach, sobald ich kann“, versprach sie. Doch das konnte noch ein paar Tage dauern – schließlich musste sie helfen, den Umzug nach Carradan vorzubereiten.

Traurig machte sie auch, dass sie sich von Kilian und Jelica verabschieden musste. Im Laufe des letzten Winters waren die Geschwister gute Freunde geworden.

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