Dieter M. Hörner - Dreh den Schubkarren um!
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Wenn ich davon erzähle, wie ich fast in diese Schlucht gestürzt wäre, werde ich oft gefragt, wie ich mit solchen Situationen umgehe. Ich habe immer wieder festgestellt, dass ich in extremen oder dramatischen Situationen einen sehr pragmatischen Ansatz habe. Ich bleibe bewusst im Jetzt, nehme wahr, was gerade geschieht, und gehe in meine Mitte, zu meinem Kern, zu meinem inneren Tempel. Dann geht es weiter, ohne endlos darüber zu grübeln, was alles hätte passieren können. Was geschehen ist, ist geschehen und lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Punkt! Ich fühle mich immer geführt, deshalb vertraue ich dem Leben. Ich habe tief in mir verankert, dass jede Situation einen Sinn hat, der sich mir nur nicht immer gleich, vielleicht sogar nie, erschließt.
Damals, hoch oben auf dem Pass, war ich einfach nur dankbar, dass ich lebe, in der Sonne stehe und lächeln, fühlen, aber vor allem weiter Motorrad fahren kann.
Da jeder Mensch anders ist, gibt es selbstverständlich unendlich viele Möglichkeiten des „sich damit Auseinandersetzens“.
Bei einigen Menschen ist der Schubkarren in solch intensiven Momenten plötzlich vollkommen leer. Jegliche Last verliert ihre Macht. Sie reflektieren neu, ja, leben sozusagen neu auf und füllen sich bewusst ihren Schubkarren mit Freude, Demut und einer unbändigen Lebensenergie. Sie werden sich des Wunders ihres Lebens bewusst und können somit neue Glaubenssysteme in ihren Lebensschubkarren legen, gefolgt von all den Dingen, die ihnen wirklich wichtig sind im Leben.
Andere reagieren mit Angst oder Verzweiflung, sind über einen längeren Zeitraum wie gelähmt und nicht in der Lage die Gedanken von den Ereignissen wegzulenken. Erst durch Impulse von außen gelingt es diesen Menschen die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein wieder ins Hier und Jetzt zu richten.
Es gibt aber auch Menschen, die suchen einen Schuldigen, einen, dem sie die Geschehnisse vorwerfen können. Sie werden aggressiv, schimpfen und toben und regen sich über alles auf. Solche Menschen hätten sich auf unserer Tour den Organisator geschnappt, ihm die Beschaffenheit der Straße vorgeworfen oder die Voraus- oder Hinterherfahrenden verantwortlich gemacht. Sie hätten die Tour abgebrochen, wochenlang nur gezetert und Rechtfertigungen gesucht und schließlich überlegt, wer ihnen den Schaden ersetzt. Für Freude und die Bewusstheit, noch am Leben zu sein, ist bei dieser Reaktion kein Platz. Stattdessen wird der Schubkarren weiter mit Dingen gefüllt, die ihn noch schwerer machen.
Sicherlich hast auch du schon Situationen erlebt, die dich an den Rand deiner Existenz, in deinen Grundfesten erschüttert oder zumindest arg gebeutelt haben.
Wie hast du reagiert?
Wie hättest du gerne reagiert?
Kapitel 2
Es kommt darauf an, was wir daraus machen

Der Schubkarrenmann schiebt freudig seinen Schubkarren. Im Schubkarren liegt eine Eichel. Er richtet sein Bewusstsein auf das aus, was aus dieser Eichel werden kann.
„Der Bernie kommt bald in die Schule“, sagt mein Vater zu meiner Mutter, „das kostet wieder einiges an Geld, da machen wir den Dieter gleich mit!“
„Aber der ist doch erst fünf“, wendet meine Mutter ein.
„Ach was, der ist pfiffig, der macht das schon“, meint mein Vater und damit ist es beschlossen.
So ähnlich stelle ich mir das Gespräch meiner Eltern vor und habe viel Verständnis dafür. Das Geld war knapp, nur ein Verdienst, drei Kinder. Da hilft alles nichts, der Monat geht viel zu schnell rum, also wird verständlicherweise darauf geschaut, wohin das Geld fließt.
Dieses „da machen wir den Dieter gleich mit“, habe ich auch bei der Konfirmation sowie bei einer Operation, die bei meinem Bruder notwendig wurde, erlebt. Nun, geschadet hat es mir nicht, denn so habe ich sehr früh interessante Erfahrungen machen können, die für mein weiteres Leben wichtig waren.
Ich wurde also früh eingeschult und da ich im Vorfeld der Schule auch keinen Kindergarten besucht hatte, war ich dementsprechend völlig überfordert mit der Situation. Ich kann mich erinnern, dass ich in den ersten Wochen immer einen Jungen aus der Klasse als meinen Wegweiser benutzte. Ihm folgte ich vom Schulhof ins Klassenzimmer, denn allein hätte ich das zu Beginn nicht gefunden. Blöd war für mich, wenn dieser Junge mal nicht zur Schule kam. Da stand ich dann auf dem Schulhof, bis sich ein Lehrer meiner annahm.
Meine Schulzeit habe ich als sehr anstrengend und sehr kurz erlebt. Zu wenig Lehrer, zu viele Schüler, teilweise bis zu siebzig Kinder in einer Klasse. Zu dieser Zeit gab es die sogenannten Kurzschuljahre, das bedeutete, wir wurden nach acht Monaten in die nächste Klasse versetzt.
Meine Noten? Nun, formulieren wir es mal so. Heute würde ich wahrscheinlich als hochbegabt eingestuft. Meine Eltern hatten nicht die Möglichkeiten mich beim Lernen zu unterstützen, sodass ich mit 14 Jahren von der Hauptschule abging. An meinem letzten Schultag nahm mich mein Lehrer an die Seite und sagte zu mir:
„Dieter, morgen musst du nicht mehr kommen, du bist fertig mit der Schule. Dein Zeugnis kannst du dir nächste Woche im Sekretariat abholen. Auf Wiedersehen.“
Das war‘s dann mit Schule. Ich ging heim und mein Vater meinte zu mir, nun beginne der Ernst des Lebens. Arbeiten gehen sei angesagt.
Er fuhr mich zu einem Bekannten in eine Werkstatt und stellte mir diesen Menschen als meinen Chef vor. Da war ich nun. Ich fuhr brav sehr früh am Morgen ca. 25 Kilometer mit dem Fahrrad arbeiten. Irgendwann fragte ich meinen Vater, wie lange ich denn da noch hinmüsse. Er meinte, erst mal drei Jahre, denn ich hätte ja nun eine Lehre begonnen.
Abends lag ich im Bett und überlegte, was das wohl für eine Lehre sei. Ich hatte schlichtweg keine Ahnung, wie der Beruf sich nennt, den ich da erlerne. Das Einzige, was ich den ganzen Tag zu tun hatte, war die Werkstatt zu kehren, Holzstücke zusammenzuleimen, irgendwelche Dinge anstreichen und für den Meister und die Gesellen Bier und Vesper holen. Ich hatte nicht den Mut nachzufragen.
Nach einem halben Jahr ging es mit der Berufsschule los. Schule! Na toll! Am ersten Tag hatte ich den Mut, meinen Banknachbar zu fragen, was wir hier lernen. Er schaute mich an und sagte: „Wie, was wir hier lernen? Das ist doch nicht dein Ernst, oder?“
„Würde ich dich sonst fragen? Sag schon.“
„Wir werden zum Modellbauer ausgebildet, hast du das wirklich nicht gewusst?“
„Nein, aber danke für die Information.“
Modellbauer also. Ok. Hört sich doch nach was an, oder? Das Problem war, dass ich in dem Betrieb während meiner gesamten Lehrzeit vielleicht drei, vier kleine, einfache Modelle gestalten durfte. Die Gesellenprüfung bestand ich nur deshalb, weil der Meister mir das Gesellenstück zu 80% baute. Er bekam die Note drei.
Ich arbeitete noch einige Jahre ohne große Freude in diesem Beruf. Meine Möglichkeiten waren sehr eingeschränkt, also tat ich das, was zu tun war – ich ging arbeiten.
Eines Tages sprach mich ein Bekannter an.
„Hey Dieter, hast du Lust das große Geld zu machen?“
„Na ja, das große Geld muss es nicht unbedingt sein“, war meine Antwort, „aber ich würde gerne etwas anderes machen. Etwas, das mir Spaß macht und das ich kann!“
„Ja, dann komm mit am Wochenende, ich geh‘ auf eine Veranstaltung, da sagen die dir das genau. Ich finde es toll. Und ich soll andere mitbringen, also was ist?“
“Um was geht es denn?“, ist meine berechtigte Frage.
„Das kann ich dir nicht genau sagen. Hast du Zeit? Kannst es dir ja mal anschauen, was meinst du?“, ist seine ausweichende Antwort.
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