Dieter M. Hörner - Dreh den Schubkarren um!
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Ganz oben – aus und vorbei?

Der Schubkarrenmann schiebt fröhlich einen mit kleinen Steinen und Sand mäßig beladenen Schubkarren.
„Wir fahren heute durch eine Ebene, danach geht es über einen Fünftausender! Teilweise über Schotter, es wird einige Wasserdurchfahrten geben. Bitte achtet darauf, genügend Wasser zu trinken. Vier bis fünf Liter täglich sind das Minimum! Dann wird es nicht zur Höhenkrankheit kommen. Trinkt bitte keinen oder nur sehr wenig Alkohol. Heute Abend campen wir auf einer Höhe von ca. 4.000 Metern, morgen geht es weiter zum Kardung La. Das Wetter hält sich gut, doch es sind Stürme und Schnee angesagt. Bitte richtet euer Material heute Abend schon her, wir müssen morgen früh los. Ich kann nicht garantieren, dass der Pass offen ist. Alleine die Anfahrt wird anspruchsvoll, also achtet bitte darauf, dass es heute nicht zu spät wird. Und nochmals, nicht zu viel Alkohol, das verträgt sich nicht in dieser extremen Höhe!“
Unser sonst so lustiger, lockerer Guide ist bei dieser Ansprache klar und ernst.
Ich blicke zu meinem Freund Ralf. Dieser sitzt wie immer ruhig und tiefenentspannt, mit einem Gesichtsausdruck, der für andere immer gleich aussieht, auf seinem Moped. Es ist eine wunderschöne, extrem zuverlässige Royal Enfield. Ich kann seinen Gesichtsausdruck mittlerweile lesen. Es sind nur Nuancen, die sich mir über die vielen Jahre, in denen wir zusammen biken, erschlossen haben. Er spricht es nicht aus, denn er spricht sehr wenig, außer du beginnst ein Gespräch über Computer oder Software, dann spricht er sehr viel.
Sein Gesichtsausdruck sagt Folgendes: „Ok, morgen geht es also auf den höchsten befahrbaren Pass der Welt. Gut. Bin dabei. Wetter soll schlecht werden. Hmpfff. Was soll‘s. Nun sind wir schon über zwei Wochen unterwegs, da werden wir uns vom Wetter nicht aufhalten lassen. Los geht‘s!“
Genau Ralf, wir fahren da hoch. Sind ja nur ein bisschen über 5.600 Meter, ein Klacks, denke ich zurück.
Motorradfahren im Indischen Himalaja ist etwas Besonderes und Einmaliges. Enge, sehr enge Bergpfade, tiefe Schluchten, am Horizont die Siebentausender im Blickfeld. Eine enorme Weite, es riecht anders, das Essen ist speziell, die Menschen sind freundlich und die Luft sehr dünn.
Es ist der Tag vor dem absoluten Highlight dieser Tour. Die Auffahrt zum höchsten befahrbaren Pass der Welt. Das Wetter ist ideal, Sonnenschein und so warm, dass einige mit dem T-Shirt fahren. Nun, ich liebe meine Haut und meinen Körper, ich fahre auch bei großer Hitze mit der Jacke. Lieber ein bisschen schwitzen als sich vielleicht nach einem Sturz die Kieselsteine aus der Haut pulen zu müssen.
Wir fahren durch ein wunderschönes Tal. Gefühlt nehme ich auf dem gesamten Trip täglich ein Kilogramm Himalaja-Staub zu mir, denn wir fahren immer wieder Militärkolonnen hinterher. Überholen ist unmöglich und wenn, dann ist es lebensgefährlich. Das Militär findest du überall in dieser Gegend. Sobald wir uns einem größeren Militärstützpunkt nähern, werden die Straßen überraschend gut. Du kannst dir vorstellen, wie verblüfft ich war, als wir aus einem dieser Ziegenpfade auf einer Höhe von über 4.000 Metern um die Kurve biegen und plötzlich eine vierspurige, perfekt asphaltierte Straße vor uns liegt.
Wahnsinn, denke ich, wo kommt denn plötzlich diese Autobahn her? Liegt es am Luftmangel? Eine Sauerstoffmangel-Fata Morgana?
Da braust der Guide mit einem breiten Grinser an uns vorbei und ruft: „Vollgas, Jungs!“
Vollgas mit einer Royal Enfield, das ist ein Erlebnis! Mit atemberaubenden 90 km/h rasen wir über diese geniale Bahn. Das erste Mal in meinem Bikerleben darf ich wahrnehmen, wie der Motorradrahmen ganz harmonisch ins Schwingen kommt, sich bewegt. Ein irres Gefühl. Die Militärkolonne wird überholt, es geht nun hoch auf den nächsten Pass.
Kurz darauf ist es wieder vorbei mit dem schönen Asphalt, wieder ist eine Staubpiste angesagt. Und vor uns die nächsten Lastwagen. Toll, das nächste Kilogramm Dreck, ich brauche heute kein Mittagessen! Im Geiste höre ich Petras Stimme: „Das ist es doch, was du wolltest, oder?“
„Ja, ja, schon klar, ist ja auch geil!“, sage ich meiner Petra in Gedanken und muss daran denken, wie es ihr wohl im Moment ergeht. Tja, ich weiß genau, was sie gerade macht – auf den Malediven! Denn dort ist meine liebe Petra. Zusammen mit zwei unserer Kinder, Tashina und Marvin. Sonnen, tauchen, schnorcheln, an der Bar sitzen! Welch krasser Gegensatz zu dem, was hier gerade abgeht.
Plötzlich lautes Hupen! Ein riesiger, bunt bemalter Lastwagen kommt von hinten und drängt mich ab! Wahnsinn, der Spinner will mich tatsächlich überholen. Das ist zu eng! Viel zu eng! Ich winke verzweifelt, doch der Lastwagen bleibt hart am Gas, kommt immer näher. Ich spüre ihn förmlich im Nacken. Bremsen geht nicht, dann überrollt mich das Teil. Also ebenso am Gas bleiben, links ran. Ich streife mit der Schulter an der Felswand entlang, bin hoch konzentriert dabei mein Motorrad auf Spur zu halten. Ein kleiner Fehler und es ist vorbei! Der Truck donnert an mir vorüber. Sein Außenspiegel streift meine rechte Schulter. Uff! Geschafft!
Nun, das ist etwas, was du als Biker im Himalaja sehr schnell lernst. Du bist als Motorradfahrer in der „Nahrungskette“ der kleinste Happen! Keine Rücksicht auf Biker! Vorfahrtregeln? Vergiss es! Hier lernst du Demut und vor allem, vorausschauend und „egofrei“ zu fahren. Du musst nachgeben, denn deine einzige Knautschzone ist dein Körper.
Mich stresst das nicht, warum auch? So ist das hier eben. Ich bin Gast in diesem Land und ordne mich den Gepflogenheiten unter. Mir ist bewusst, dass, wenn ich mich auf solch ein Abenteuer einlasse, neue Dinge auf mich zukommen.
Vor der Reise habe ich mir ein Vademekum, also einen Reiseratgeber über den Himalaja besorgt und studiert. Auf was muss ich achten als Europäer? Was kann ich essen? Wovon sollte ich die Finger lassen? Was ist mit der Wasserqualität? Wie verhalte ich mich im Kloster, beim Essen, in den Dörfern usw.?
Irgendwann in einer dieser faszinierenden Nächte sitze ich vor dem Zelt und lese in diesem Vademekum. Der Sternenhimmel ist so nah, dass ich das Gefühl habe, wenn ich jetzt die Hände ausstrecke, kann ich die Sterne berühren. Vollkommene Ruhe.
Wie wäre es, denke ich, wenn es solch ein Vademekum auch für unser „Abenteuer Leben“ gäbe. Eines, das sich mit Fragen befasst, die uns alle beschäftigen. Warum geschehen mir immer die gleichen Dinge? Wieso kreiere ich mir immer die gleiche Realität? Bin ich tatsächlich der Schöpfer meines Lebens? Gibt es Zufälle oder eine Vorbestimmung? Gibt es Selbstbestimmung? Gibt es einen Gott? Wie werde und bleibe ich glücklich? Wie bin ich ein guter Vater, eine gute Mutter? Wie pflege ich Freundschaften? Wie gehe ich mit meinen Ängsten um und wo kommen diese eigentlich her? Warum werde ich krank oder unglücklich? Gibt es Prinzipien, also Grundregeln oder gibt es eine Anleitung fürs Leben?
Wie genial wäre es, wenn ich einen Lebensreisebegleiter hätte, in dem ich nachschauen kann, welche universellen Gesetze wirken und wie sie zusammenhängen; in dem ich nachschlagen kann, was die Hintergründe der Situation sind, in der ich mich gerade befinde; welche Möglichkeiten, welche Wahl ich im Moment habe; der mich durch mein Leben begleitet, wie ein bester Freund, immer an meiner Seite, immer für mich da?
Mittlerweile habe ich dieses Vademekum geschrieben. Ich habe mich dazu ermächtigt, 30 Evolvere-Prinzipien zusammenzustellen. All mein Wissen aus bald 60 Jahren Lebenserfahrung, aus fast drei Jahrzehnten intensiver Persönlichkeitstrainertätigkeit und die Essenz aus ungezählten Büchern. 30 Lebensprinzipien, die dir zur Verfügung stehen, wann immer dir danach ist.
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