H. C. Schwarz - Hardcore

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Ergänzt von sehr persönlich gehaltenen Tagebucheinträgen wird die Geschichte eines Pornoregisseurs erzählt, der eine existenzielle Krise durchlebt, die schließlich in einem Selbstmordversuch gipfelt. Da er in seinem labilen Zustand eine Gefahr für sich und andere darstellt, landet er in der psychiatrischen Notaufnahme.
Im Zuge des sich an seine Zwangseinweisung anschließenden Entgiftungsprogramms kommen die lange verdrängten Erinnerungen an den sexuellen Missbrauch hoch, dem er als Kind ausgesetzt war. Noch während seines Aufenthalts in der Anstalt lernt er im Rahmen einer Gruppentherapie eine Frau kennen, die einer ähnlichen traumatischen Erfahrung ausgesetzt war. Sie verlieben sich ineinander und fliehen aus der psychiatrischen Klinik, um inmitten eines großen, naturbelassenen Waldes in einem alten Forsthaus gemeinsam einen Neuanfang zu wagen.
Bei dem Text «HARDCORE – Tagebuch eines missbrauchten Mannes» handelt es sich nicht nur um eine Liebesgeschichte der besonderen Art, sondern auch um den authentischen Bericht über den Weg eines Paares hin zu einer geheilten, liebevollen Sexualität. Er erzählt von der Sehnsucht eines Mannes nach innerem Frieden und von seinem Prozess der Aussöhnung mit dem Weiblichen, das in jedem Mann zuhause ist.

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Das entspricht jedenfalls meiner Erfahrung. Ich habe ewig gebraucht, um den Mut aufzubringen, meine volle Aufmerksamkeit auf dieses schwarze Loch zu richten, dass meine Kindheit in zwei Hälften riss: in die Zeit, bevor ich dem sexuellen Missbrauch ausgesetzt war und in die danach. Bis ich bereit dazu war, haben mich mein Selbsthass und mein maßloser Zorn auf die Welt um mich herum immer wieder in gefährliche, grenzwertige Situationen gebracht. Meine rasende Wut hat mich regiert, mein Leben bestimmt und mich manipuliert. Ich war wie ein ferngesteuerter Roboter auf Zerstörung programmiert.

Für mich gab es nur zwei Optionen, fressen oder gefressen werden, nur Schwarz oder Weiß, nichts dazwischen, keine Grautöne. In diesem Weltbild spiegelte sich mein lebensfeindliches Innenleben. Es war die logische Konsequenz aus dem Krieg, der in mir tobte, einem Krieg zwischen Opfer und Täter, zwischen Frau und Mann, zwischen meiner weiblichen und meiner männlichen Seite. Aus meiner durch diesen inneren Konflikt geprägten Sicht auf das Leben, betrachtete ich meine Mitmenschen als feindselige Wesen. Sie mussten entweder gemieden oder in die Knie gezwungen werden. Dieses Verhalten verstärkte sich in exponentiellem Ausmaß, wenn mir ein Mann oder eine Frau zu nah kamen. Jede Art von Nähe erschien mir brandgefährlich, kam einer Bedrohung gleich.

Als umso erstaunlicher empfand ich es, wenn Menschen dennoch meine Nähe suchten und mein verletzendes Verhalten hinnahmen. Aber ebenso wie ich süchtig danach war, zu zerstören, waren andere süchtig danach, zerstört zu werden. Manche Menschen bettelten förmlich darum, zur Zielscheibe meiner eskalierenden Grausamkeit zu werden.

HARDCORE, Tagebuch eines missbrauchten Mannesbasiert auf einer Sammlung von Texten, die im Laufe der letzten 10 Jahre entstanden sind. Ich schrieb sie nieder, um den Zustand meines fragmentierten Selbstbildes möglichst detailliert zu dokumentieren, in der Hoffnung so mich selbst und mein Verhalten besser verstehen zu können. Schließlich erwiesen sich meine Tagebucheinträge als Teile eines Puzzles und halfen mir dabei, mich selbst wieder zu einem ganzen Menschen zusammenzufügen. Ein chaotischer Haufen Splitter, die meinen Gedächtnislücken allmählich auf die Sprünge halfen und sich während des Schreibprozesses zu einem sinnvollen Ganzen ergänzten.

Doch zunächst wollte jeder Einzelne dieser Splitter gedreht und gewendet, genauestens unter die Lupe genommen und analysiert werden. Splitter bestehend aus den bruchstückhaften Erinnerungen, die ich nach und nach aus dem pechschwarzen Höllenschlund herausangelte, der inmitten meiner Kindheit klaffte.

Ich war eine zerrissene Persönlichkeit, die, bevor sie überhaupt eine Vorstellung von der eigenen Existenz als sexuelles Wesen entwickeln konnte, mit der zerstörerischsten und dunkelsten Seite der Sexualität konfrontiert wurde, der Vergewaltigung. Ein kleiner Junge, durch dessen Herz und Bewusstsein ein krankhaft verzerrtes Bild von Sexualität, gleich einem vergifteten Pfahl, getrieben wurde.

In der Mitte entzwei gehackt durch die brutalen Axthiebe des sexuellen Missbrauchs, fühlte ich mich wie ein Ast, der vom Baum der menschlichen Gemeinschaft abgeschlagen, von der Welt und der Gesellschaft, sogar von der eigenen Familie abgetrennt worden war. Vor allem jedoch trennte dieser Gewaltakt mich von mir selbst. Dieser klaffende Riss, der sich durch alle Ebenen meines Selbst zog, durch meinen Körper, meine Gefühle, meinen Verstand und meinen Geist, dieser Zustand des Getrenntseins, der wie eine eiternde, offene Wunde in meinem Herzen schwärte, war die tiefgreifendste Folge der Vergewaltigung. Denn dieses Gefühl der Trennung, legte den schwarzen Grundstein der Feindschaft zu mir selbst. Sie brachte mich dazu, mich selbst bis aufs Blut zu peinigen und abgrundtief zu hassen, Tag für Tag mein eigener Quälgeist im Folterkeller meiner inneren Hölle, zugleich Täter und Opfer zu sein. Jeder einzelne dieser Tage war eine weitere schwarze Perle an meiner Halskette aus Stacheldraht, die sich immer tiefer in mein Fleisch grub, je mehr ich an ihr zerrte und sie loswerden wollte.

Meine Erfahrung des sexuellen Missbrauchs und mein nahezu lebenslanger Heilungsprozess schrien nach direktem Ausdruck. Mein Schmerz verlangte danach, sich unverblümt mitzuteilen.

Trotz der Ängste, die mich auf meinem Weg durch die Welt der Schatten begleiteten, spürte ich stets tief in mir drin, dass meine Liebe dieses Leben überleben und an ihm wachsen würde. Dieses Gefühl ungeduldiger Zuversicht versetzte mich in Goldgräberstimmung. Ich grub tief, ruhelos und ausdauernd. Unermüdlich durchstreifte ich die dunklen Schächte meiner Seele, denn meine Sehnsucht nach Heilung war groß und verzweifelt.

Dieser Text handelt von dem Heilungsprozess, den ich im letzten Jahrzehnt meines Lebens durchlief. Er erzählt vom Entdecken meines Bedürfnisses nach einer liebevollen Form der Sexualität und der Aussöhnung mit mir selbst, den Frauen dieser Welt und dem Weiblichen, das in jedem Mann zuhause ist.

Erstes Buch - MISSBRAUCH

Eins

Einsamkeit

Einzelgänger

Monolog

allein

beziehungslos

Selbstvorwürfe

Masturbation

Schuldgefühle

Selbstzweifel

beziehungsunfähig

ohne Freunde

verlassen

wertlos

selbstbezogen

Egotrip

One-Night-Stands

isoliert

Selbsthass

am Rand der Gesellschaft

nicht eingebunden

auf sich zurückgeworfen

Spiegelbild

Selbstgespräch

1.1 Back to reality

Es kam,

wie es kommen musste. Am Ende seines ausgedehnten Höhenfluges, stürzte der goldene Reiter ab.

Als ich nach dem brutalen Aufprall zu mir kam, wusste ich nicht mehr, wo oben und unten war. Um Selbstmordkandidaten wie mich wieder in die Spur zu bringen, hatte die Psychiatrie verschiedene Instrumentarien auf Lager. Einige davon basierten auf Routinen, sich wiederholende Abläufe, um die kein Weg herum führte.

Als Nichteingeweihter würde man es nicht vermuten, aber auch in der hermetischen Welt der Irren gab es so etwas wie einen Alltag, gab es Strukturen, die als Orientierungshilfe dienen sollten. Die Klapsmühle wartete mit jeder Menge Leitfäden auf, an denen wir Spinner, die die Bodenhaftung verloren hatten, uns zurück in das ganz normale Leben hangeln sollten.

Eine besondere Rolle in diesem künstlich erzeugten Wirrwarr aus sich überkreuzenden Leitfäden spielte der Morgenkreis, der jeden Morgen direkt im Anschluss an das Frühstück stattfand. Ein Ritual, in dem gelabert wurde bis zum Abwinken und bei dem niemand fehlen durfte.

Und so saßen wir wie jeden Morgen nach dem Frühstück im Kreis und ließen uns die selbstgestrickten Problemchen aus der Nase ziehen. Eine chronisch übermüdete Therapeutin und wir, die Idioten aus der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie. Professionelles Ringen um Verständnis und Aufmerksamkeit traf hier in zuverlässiger Regelmäßigkeit auf sture, bleichgesichtige Verweigerungshaltung.

„Mit einem fröhlichen Guten Morgen begrüßen wir diesen wunderschönen Tag. Willkommen, liebe Bewohner der Station B1 zu unserem Morgenkreis!“

Station B1. B wie bekloppt, irreparabel und unwiderruflich. 1 wie die oberen Zehntausend, das dreckige Dutzend der besonders Bekloppten.

„Ihnen auch einen ganz besonders wunderschönen, guten Morgen, Frau Doktor Hansen-Meyer.“

Nach der Begrüßungsformel kehrte meistens erst einmal Grabesstille ein. Alle starrten betreten auf den Boden und mieden den Augenkontakt mit Hansen-Meyer, weil uns ihr ellenlanger Rundumblick total auf den Keks ging. Er sollte so etwas wie Mitgefühl suggerieren. Kam bei uns aber nur extrem klebrig und künstlich an und gab uns das Gefühl, nichts wert zu sein. Ihr Mitleid war echt das allerletzte, definitiv nichts, was wir haben wollten.

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