Helmut Lauschke - Gleise der Erinnerung
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Das Stadtbild hatte sich seit der 'Reichskristallnacht' drastisch zum grausamen Erschrecken verändert. Die zerschlagenen Schaufenster wurden verbrettert und mit dem Judenstern oder dem Wort «Jude» beschmiert. Erst mit der Übernahme durch einen Arier bekamen die Fenster neue Scheiben. Die Synagoge verblieb im geschändeten Zustand und bot das Dauerbild trauriger Verwahrlosung. Nun war Luise Agnes nur eine Halbjüdin, und das arische «Defizit» war ihrem Gesicht, der feinen Nase, dem gekräuselten dunklen Haar und den tiefbraunen Augen anzusehen. Eckhard Hieronymus machte sich Sorgen um die Familie, weil er es bei dem Rassenwahn für eine Frage der Zeit hielt, dass er von Braunhemden oder den Gestapoleuten in schwarzen Ledermänteln besucht würde, um ihn auf die beruflichen Konsequenzen hinzuweisen, deren Ursache das Zusammenleben mit einer Halbjüdin als Ehefrau ist.
An der weichen Stimme, die aufgrund der diskriminierenden Ereignisse angebrochen war, erkannte er den Kinderarzt Dr. Weynbrand wieder. Sie sahen einander ins Gesicht und gaben sich die Hand, wissend, dass sie verbotene Dinge taten. «Ïch freue mich, dass wir uns noch einmal sehen», begann Eckhard Hieronymus, worauf Dr. Weynbrand erwiderte, dass es wohl das letzte Mal sein werde. «Wie meinen Sie das?», fragte Eckhard Hieronymus. «Wir haben die Mitteilung bekommen, dass wir unsere Sachen packen sollen und uns in fünf Tagen auf dem Bahnhofsplatz einzufinden haben. Von dort werden wir mit unseren Kindern und Kindeskindern abtransportiert.»