Daniel Niedermayer - Die andere Seite der Couch

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Es gibt so viele Therapeuten, die Bücher über ihre PatientenInen schreiben, aber nur wenige PatientenInen, die über ihre Therapien schreiben. Das ist unser Ziel.Wir wollen ein Buch veröffentlichen, das die Seite der PatientInnen mit psychischen Erkrankungen aufzeigt, weil es so viele PsychologInnen und TherapeutInnen gibt, die über ihre PatientInnen schreiben, wollen wir einmal die andere Seite der Couch beleuchten

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In einigen Fällen, in denen die Therapie von der Kasse bezahlt wird, muss man zu einer Diagnostik. Also zu einer*m anderen Psychologen*in, der mit verschiedensten Tests und einem Gespräch feststellt, ob eine Therapie gerechtfertigt ist.

Nun möchte ich erzählen, wie das bei mir abgelaufen ist und wie ich mich dabei gefühlt habe.

Erste Therapiesitzung

Ich hatte vor Beginn der ersten richtigen Psychotherapie schon viele therapeutisch anmutende Gespräche, zum Beispiel psychologische Austestungen und Intelligenztests. Diese begannen schon im Kleinkindalter, doch meine erste richtige Psychotherapie begann ich mit etwa zwölf Jahren.

Ich stand kurz vor einer großen Operation und meine Eltern waren der Meinung, dass zur Vorbereitung auf den Eingriff einige Gespräche mit einem Therapeuten nicht schaden könnten.

Ich war von dieser Idee am Anfang nicht sehr begeistert, schließlich war ich aus meiner Sicht kein sogenanntes „Problemkind“ und mir war der Sinn einer Therapie nicht klar.

Zum ersten Therapiegespräch mit Dr. Christoph Thoma begleitete mich meine Mutter.

Eigentlich redeten die meiste Zeit die beiden, meine Mutter schilderte die Situation und ich beantwortete nur beiläufig einige Fragen zu meinem Befinden und was ich neben der Schule so mache. Christoph (wir einigten uns sehr schnell darauf, dass ich ihn mit Vornamen ansprach) versuchte zwar immer wieder mich mit einzubeziehen, aber an diesem Tag wurde mehr über mich als mit mir gesprochen.

Eine Woche später hatte ich dann das erste Einzelgespräch mit ihm. Die ganze Woche zerbrach ich mir den Kopf darüber, wovon ich reden sollte und was er mich wohl fragen würde.

Worüber sollte man 45 Minuten mit einem zwar sehr sympathischen, aber fremden Menschen sprechen? Mir war bis dahin nicht klar, wie eine richtige Psychotherapie abläuft.

Auch kurz vor der ersten Stunde hatte ich noch keine konkrete Idee, selbst als ich schon vor ihm saß und ich war sehr nervös.

Ich kannte nur diese typische Situation von Patient*innen auf der Couch aus amerikanischen Fernsehserien, aber ein klares Bild über den Ablauf hatte ich trotzdem nicht. Es war dann doch ein bisschen anders.

Als guter Therapeut hat mich Christoph mit gezielten Fragen und Themen sicher durch diese Stunde geführt. Ich lag nicht, aber ich saß ihm gegenüber auf einer Couch und er stellte seine erste, typische Frage: „Wie geht es Dir?“. Und meine damals typische Antwort lautete: „Eigentlich ganz gut.“

Eigentlich … mit diesem Wort wollte ich dann oft ausdrücken, dass es mir „eigentlich“ doch nicht so gut ging. Bis heute, gefällt es mir nicht, gefragt zu werden, wie es mir geht, da ich oft das Gefühl habe, dass mein Gegenüber mit einer ehrlichen Antwort gar nicht wirklich umgehen kann. Christoph habe ich das damals auch nicht zugetraut. Ich versuche noch heute ihm diese Frage abzugewöhnen und mittlerweile kennt er mich so gut, dass er schon weiß, wie es in mir aussieht, wenn ich beim Eintreten nur „Hallo.“ sage. Trotzdem meint er, es ist seine Aufgabe als Psychotherapeut mir genau diese Frage immer wieder zu stellen.

Heute beantworte ich diese Frage selten konkret, sondern kontere einfach mit der Gegenfrage: „Und wie geht es Dir?“.

Ich hatte und habe bis heute das Bedürfnis, die Menschen vor meinen Problemen, vor meinen Gefühlen, vor meinen Ängsten und somit auch irgendwie vor mir selbst zu schützen. Erst Schritt für Schritt habe ich gelernt, meine Geschichte zu erzählen und mich ihm gegenüber wirklich zu öffnen, ohne die Angst zu haben, ich könnte sein Mitleid erregen.

Man muss über die Zeit erst lernen, wie Psychotherapie funktioniert.

Problematik bei der Gesprächsentwicklung

Ich war und bin ein sehr ungeduldiger Mensch und ich ertrage es kaum mal 5 - 10 Minuten im Wartezimmer zu sitzen, wenn es um die Psychotherapie geht.

Wir sitzen durch meine Erkrankungen sehr oft und lange in Arztpraxen oder Krankenhäusern, das schaffe ich ganz gut. Aber vor einem Gespräch mit dem Therapeuten zu warten, löst ein Angstgefühl in mir aus. Ich werde nervös, meine Hände beginnen leicht zu schwitzen und ich bekomme Bauchweh.

Ich führe das darauf zurück, dass ich mir bei den Fahrten nach Amstetten zu Christoph oder nach Scheibbs zu Kerstin, genau überlege, was ich auf mögliche Fragen sagen kann, oder mir Themen zurechtlege. Diese Wartezeiten reißen mich aber total aus meinem Gedankenkonstrukt zur bevorstehenden Therapie.

Es ist nicht so, dass ich die Themen oder Antworten in der Stunde nur so herunter rattere, viele Themen ergeben sich auch im Laufe des Gesprächs. Ich habe aber immer Angst davor, Blödsinn zu reden und dadurch oft das Gefühl, mich in einer Prüfungssituation zu befinden, obwohl Therapie ja nichts mit einer Prüfung zu tun hat.

Außerdem hatte ich einige Phasen, in denen ich sehr unzufrieden aus den Stunden ging, da ich das Gefühl hatte, wir haben nicht über das gesprochen, worüber ich mir die ganze Woche den Kopf zerbrochen habe. Das war dann aber nicht der Fehler von Christoph, sondern es gelang mir manchmal einfach nicht über das zu sprechen, was mich beschäftigt, oder man beginnt einfach falsch und redet dann nicht mehr über Themen, die man eigentlich noch loswerden wollte.

Heute habe ich Kerstin, eine Psychologin, mit der ich über die Palliativ-Station begleitende Gespräche führe und Christoph, meinen Psychotherapeuten. Christoph sehe ich alle 1-2 Wochen und Kerstin jede Woche. Ich würde sagen, der Beziehungsaufbau ging bei beiden sehr schnell und gut, da ich mit beiden auf einer Wellenlänge bin und sie, mag es richtig oder falsch sein, zu meinen engeren Freunden zähle. Ich glaube, es war auch mit 12 Jahren für mich schon leichter, eine therapeutische Beziehung zu erwachsenen Menschen aufzubauen als mit Kindern in meinem Alter.

Erste Therapie, psychologische Austestung, Bewertung

Ich war zu der Zeit bereits schwer depressiv und hatte Unmengen an schlechten Tagen. Die Frau, welche die Diagnostik bei mir machte, war mir vom ersten Moment an unsympathisch. Zuerst führten wir ein Gespräch über mein Befinden und warum ich eine Therapie als notwendig empfand.

Obwohl ich an diesem Tag sehr deprimiert war und meine Lage beschrieb, konnte ich ihr anscheinend nicht ausreichend vermitteln, wie schlecht es mir wirklich ging. (Obwohl ich an diesem Tag sehr deprimiert war, beschrieb ich so gut ich konnte meine Lage. Anscheinend jedoch war ihr das nicht ausreichend ...) Das habe ich zumindest dem Endbericht des Gutachtens so entnommen. Mein Therapeut hatte es mir vorgelesen.

Nach dem Gespräch musste ich eine Art Kreuzerltest machen. Es wurden Fragen gestellt, wie „Haben Sie Selbstmordgedanken?“ oder „Haben Sie sich schon mal selbst verletzt?“ und einige Fragen mit Skalen zu Empfindungen mit 1-5, von sehr zutreffend bis überhaupt nicht. Ich war schon vor dem Gespräch mit der Ärztin so nervös, dass ich fast Panik bekam! Außerdem kam ich mir vor wie bei einer Prüfung und ich leide unter sehr starker Prüfungsangst. Ein Intelligenz-Test wurde auch durchgeführt. Dabei schnitt ich nicht gut ab aufgrund meiner damaligen Verfassung. Im Endeffekt dauerte das Ganze ca. zwei Stunden. Das kam mir wie eine Ewigkeit vor.

Der Bericht war meiner Meinung nach auch nicht gerade nett formuliert. Aber das ist »Beamtendeutsch« ja nie. Es stand so etwas drin wie, ich sei nicht mal durchschnittlich intelligent und eine Therapie wäre nicht machbar, aber auch nicht zwingend notwendig. Wenn ich heute daran zurückdenke, hat mich diese Begutachtung sehr eingeschüchtert. Und das Ergebnis machte mich wütend. So eine Diagnostik ist schließlich immer eine Momentaufnahme. Was eine Therapie mit meiner Intelligenz zu tun hat, verstehe ich bis heute nicht!

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