Georg Hermann - Jettchen Gebert

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Klassiker der Weltliteratur! eBooks, die nie in Vergessenheit geraten sollten.
Die Geschichte führt in bürgerlich-jüdische Kreise Berlins zur Zeit des Biedermeiers. Henriette verbringt eine unbeschwerte Jugend im Haus ihres Pflegevaters Salomon. Sie spürt die geistige Enge ihres Elternhauses erst, als sie dem träumerischen Literaten Kößling begegnet und sich zu ihm hingezogen fühlt.

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Jettchen lachte. Kößling war rot geworden und legte dem kleinen, blassen schmutzigen Ding die Hand auf den Kopf.

»Na, mein Kind, was kostet's denn?«

»Man enen Sechser das Sträußchen.«

»Woran siehst du denn, daß die Dame die Braut vom Herrn Jrafen ist?« fragte Jason belustigt.

Die Kleine, die erkannte, daß hier aus dem Sechser vielleicht ein guter Groschen werden könnte, besann sich nicht lange.

»Na, das merkt man doch jleich. So 'n schönes Fräulein. Und er hat ihr doch immer so von der Seite angekiekt, der Herr Jraf.«

Jason schüttelte sich vor Lachen. Jettchen knabberte etwas unwillig an den mattblauen Handschuhfingern, und Kößling war rot wie ein Krebs. Er steckte dem Kind den Groschen zu und reichte das duftende violette Sträußchen Jettchen, sich tief vor ihr verneigend. Auch Jason nahm zwei Sträußchen, eines gab er Jettchen und küßte ihr die Hand.

»Sehen Sie, Kößling, ich als Onkel darf mir so etwas erlauben.«

Das andere Sträußchen drehte Jason zwischen seinen Fingern, und er trällerte im Weitergehen:

»Von blauen Veilchen war der Kranz,

Der Hannchens Locken schmückte,

Als ich zum erstenmal beim Tanz

Sie schüchtern an mich drückte.«

Er wußte schon, wem er's geben wollte. Er wußte das immer, wenn es auch nicht immer das gleiche Hannchen war.

»Haben Sie, Demoiselle Jettchen, schon die Hyazinthenfelder in der Fruchtstraße gesehen? Oh, wenn sie jetzt mehr in Blüte sind! So in acht bis vierzehn Tagen – da müssen Sie hinfahren. Es ist da eine hohe Tribüne, und von da schaut man über ein Meer von Farbe fort. Über eine große duftende Palette. Wir haben ja viel Grün hier und viel Blumen in Berlin, in den Kellern und auf den Märkten, aber das ist doch holländisch, das ist tropisch.«

»Wir wollten schon jedes Jahr jetzt hingehen, aber Tante hat immer nicht Zeit gefunden, und dann fährt sie ungern Droschke, sie fürchtet immer sie könnte damit umfallen.«

»Ich möchte es an Ihrer Stelle auch nicht wagen, Demoiselle, denken Sie nur, wenn man Ihnen wie jetzt in Wien der Taglioni einmal die Pferde ausspannt.« Es war ihm so entfahren, er war selbst erschrocken über seine Kühnheit.

»Doktor, Doktor, machen Sie mir die Kleine hier nicht noch eingebildeter. Geht sie nicht schon wie ein dreijähriger Traber vor der Landaulette?«

»Ach nein, die Pferde werden sie mir schon nicht ausspannen, das brauche ich nicht zu befürchten.«

»Vielleicht kommen Sie dieses Jahr zu den Hyazinthen, Herr Gebert, Sie müßten das einmal Ihrer Nichte zeigen.«

»Doktor, Doktor«, sagte Jason, nahm sein Knipsglas zwinkernd an die Augen und betrachtete den großen, blonden, linkischen Menschen.

»Ach ja, Onkel, du nimmst mich mit«, bat Jettchen.

»So als Schatzwächter nebenher humpeln. Weißt du, Jettchen, ich werde heute ernsthafte Worte an deine Tante zu richten haben.«

»Nun, wenn du meinst, es ziemt sich nicht – – –«

»Gewiß, Jettchen«, sagte darauf der Onkel, »ich nehme dich mal mit – sogar mit 'ner Henochschen Droschke mit 'nem Vorreiter.« Und dann auf etwas anderes übergehend. – »Doktor, Sie sprachen da eben von der Taglioni. Haben Sie in Berlin die Sonntag gehört, diesen kleinen Goldvogel? Was sind die Hopsereien der Taglioni dagegen? Was die Fanny Elßler? Wissen Sie, daß ich mich mit meinen armen hinkenden Beinen selbst vor ihren Wagen gespannt habe, hier, auf dem Alexanderplatz? Das sind vergangene Zeiten, Doktor... da hatte Berlin auch noch ein Theater.«

Sie standen auf dem Molkenmarkt. Jason zeigte nach der Hausvogtei und klopfte Kößling auf die Schulter.

»Da drüben zu Onkel Dambach werden wir auch noch hinkommen.«

»Das ist meine Freundin«, rief Jettchen und ging auf einen Koloß von einem Hökerweib zu, die in einem Mittelding zwischen einer Bude und einem Verschlag saß, den sie ganz ausfüllte. Sie saß neben einer Fischtiene. In der schlug es, plätscherte und platschte es von kleinen Rotflossen, breitschuppigen, schleimigen Karpfen, Schleien und Barsen, und reglos standen lange schmale grüne Hechte dazwischen. Ein wahrer Koloß war diese Frau. Mit bloßen Armen wie ein Schlächtergeselle, mit einem gelben geblümten Kattunkleid, einer Strohschute und einem Gesicht darunter, breit wie ein Eierkuchen und pockennarbig, als ob es unter ein Waffeleisen gekommen wäre.

»Na, wat wünschen Se denn, Fräuleinken, schöne Hechte, fünfzehn Jroschen heute de jroßen«, sang sie schrill und gleichtönig.

Jason hatte schnell in die Fischtiene gegriffen, einen Hecht am Schwanze gepackt und schwenkte das Tier hin und her, daß es nur so spritzte.

»Na, Frauchen, was kost' denn der Jklei?« fragte er mit Unschuldsmiene.

Aber da lief er schön an; denn die Hökerin, nachdem sie sich von ihrem ersten Staunen erholt hatte, stemmte die Hände in die Seiten, drückte die Ellenbogen nach außen und begann zu keifen.

»Wat, er will mir hier wohl aufzwicken? Er hinkebeiniger Lulatsch mit seinen steifen Jaromire an seine uffjeblasenen Kalbsbacken. Komm er mir nich zwischen de Finger!!«

»Aber Frauchen, wir woll'n ja den Hecht kaufen!«

»Schön, denn koofen Se 'n, aber meine Hechte werden nich an 'n Schwanz jekriegt. Wie möchte Ihnen denn det gefallen?«

Jason lenkte ein, denn er sah wohl, daß sonst hier noch Worte fallen könnten, die für keusche Ohren gerade kein Labsal sind. Jettchen feilschte indessen um einen Riesenkerl mit einem spitzen Kopf, geradezu um einen Briganten von einem Hecht, für den sie zwölfeinhalb geben wollte statt fünfzehn Groschen. Sie einigten sich auf dreizehneinhalb, nachdem ihr noch die Frau versichert hatte, daß sie ihn solcher Kundschaft für zwölfeinhalb einjepökelt nach Hause tragen würde.

Kößling ließ sich das Tier in das Netz werfen, in dessen Maschen es sich sofort schnappend und zappelnd verwickelte, und keine Macht der Erde, sagte er, könnte ihn bestimmen, zu dulden, daß Demoiselle Jettchen die Last trüge.

Jettchen bat um das Fischnetz, doch vergeblich, und wenn man ihn erschlüge, er würde es nicht dulden.

Jason sagte ihm, daß es wohl für ihn weniger passend sein würde, das Fischnetz zu tragen, als für seine Nichte. Aber Kößling blieb fest und sagte, daß, wenn man ihn für einen Diener halten möchte, er sich nur freuen würde, für ihren Diener gelten zu können. Jason bestand nun darauf, daß er wenigstens mit anfassen dürfte, am Bügel, aber auch hiervon wollte Kößling nichts wissen.

»Nun schön, Herr Doktor, wenn Sie mir helfen, den Fisch nach Hause zu bringen, müssen Sie uns auch helfen, ihn zu vertilgen.«

»Ja, Kößling – ich nehme Sie heute abend mit zu meinem Bruder. Mitgefangen, mitgehangen.«

Jetzt wurde dem großen linkischen Doktor, der gesellschaftlich ein Kind war, doch angst und bange. Nein, so hätte er es nicht gemeint. Er könne das gar nicht annehmen, und er wüßte auch gar nicht, ob es dem Onkel recht wäre. Sie könnten ihn doch nicht einladen zu eines anderen Mannes Tisch.

Oh, wohl könnte er das, sagte Jason, denn er sei noch mit zehn Prozent am Manufakturwarengeschäft des Bruders beteiligt und habe ergo Verfügungsrecht über ein Zehntel des Fisches. Dafür dürfe er immer einen Gast mitbringen. Mehr wie ein Stück Fisch dürfe der natürlich nicht verzehren, wenn er nicht sein – des Onkel Jason – Einkommen schmälern wollte.

Jettchen, die sich an der Verwirrung Kößlings belustigte, sagte, das wäre nicht so schlimm. Er brauche sich nicht zu fürchten. Sie würde ihm auch noch ein halbes Stück abgeben.

»Ja, wenn Sie mir ein halbes Stück abgeben wollen, dann komme ich«, sagte Kößling und blickte an sich hinunter, ob er auch noch derselbe wäre wie vorhin.

Jettchen mißfiel diese Huldigung nicht, denn ein Blick hatte sie belehrt, daß dieser Mensch in seiner linkischen Art gegen alle, die ihr schmeichelten, wie ein weißes, unbeschriebenes Blatt war gegen dicke Sündenregister.

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