Walter Brendel - Ein Prinz als Geisel

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Dieses Buch behandelt das Schicksal von Prinz Cem Dschem, der für 20 Tage als Sultan über einen kleinen Teil des Osmanischen Reich herrschte. Er lieferte sich selbst den Ordensritter von Rhodos und einem langjährigen Leidensweg aus. Er wurde von der Kirche aus Geisel gehalten und benutzt und musste seine unüberlegte Handlung teuer bezahlen. Nicht erst seit der Borgia-Geschichte ist er bekannt geworden. Die Zeugen dieser Geschichte haben längst das Zeitliche gesegnet, aber bei den heutigen historischen Ermittlungsmethoden ist es nicht schwierig, die Toten reden zu lassen, wenn es sich um einen bedeutenden Fall handelt. Sie werden die Aussage kaum verweigern, denn sie berührt das alles nicht mehr. Das Einzige, was sie zu befürchten haben, ist die Verurteilung durch die Historie. Doch ein solches Urteil schadet niemandem, da es in Abwesenheit gefällt und bedingt ausgesprochen wird.

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Diese Maßnahme wird unterschiedlich ausgelegt: Vielleicht fürchtete Mehmed eine Verschwörung seiner Söhne und innere Wirren, vielleicht sollten sich die beiden Prinzen im Regieren üben. Die wahre Ursache aber war, dass Mehmed Chan so fest mit dem Leben und all dem verwachsen, was es ihm gab und was er noch von ihm zu bekommen hoffte, dass er nicht ständig sein Los in Gestalt seiner Söhne vor Augen haben wollte, die auf den Tod ihres Vaters warteten, um selbst die Herrschaft anzutreten. Ein Anlass, derlei Gerüchten Glauben zu schenken, war auch die Tatsache, dass er seine Enkel als Geiseln in Stambul zurückhielt. Mehmed Chan überließ sich nicht dem Zufall, er lenkte stets das Schicksal, selbst vom Gipfel seiner Macht aus, und versäumte keine Gelegenheit, sich zu sichern.

Trotz der Abneigung gegen Bajezid, dessen Inthronisation das Land ohne Zweifel weit zurückwerfen würde, war es die Pflicht, ihm die Trauerbotschaft zu übermitteln und die Hauptstadt zu halten, bis er eintraf, um die Herrschaft anzutreten.

Der Großwesir wollte am Morgen des dritten Mai versuchen, das Schicksal zu überlisten. Dass er Mehmed Chans Tod geheim hielt, konnte nicht als Unbotmäßigkeit gegenüber dem Schehsade Bajezid ausgelegt werden. Im Gegenteil, man musste ihn dankbar sein, weil ich dadurch den Aufstand der Janitscharen bis zur Thronbesteigung hinausschob.

Der Zug mit dem toten Sultan hatte Skutari am Bosporus erreicht. Man ließ absichtlich die Träger und die Batadschis zusammen mit der Sänfte auf das Floß gehen. Die beiden Janitscharenabteilungen folgten in mehreren großen Booten.

Die Straßen waren fast leer. Das Militär biwakierte auf der Hunkjar Tschairi, und waffenlose Bürger lebten in Stambul noch immer wenige, denn die Stadt hatte sich von den langen Belagerungen und von der Eroberung noch nicht erholt. Die Wächter vor dem Serail öffneten eiligst das Tor. Man durchquerten die drei leeren Höfe - auch die Palasttruppen lagen auf der Hunkjar Tschairi - und langten endlich vor Mehmed Chans Gemächern an.

Im dritten Hof war wurde der Leichnam hineingeschafft und ihn auf das Sultanslager gebettet. Draußen warteten die Träger, die Baltadschis. Wortlos wies der Großwesir auf den Eingang der neuen Schatzkammer. Sie war leer. Mehmed Chan hatte keine Zeit mehr gehabt, seine Schätze von Jedikule hierher bringen zu lassen. Nacheinander traten alle, die den Sultan auf seinem letzten Weg begleitet hatten, in das dunkle Gewölbe. Der Großwesir drehte den Schlüssel um und hängte ihn zu dem anderen an seinen Gürtel. Er hatte viel Zeit gewonnen und nun galt es, den Vorsprung klug zu nutzen.

Im Diwanhane schrieb er eigenhändig die Briefe. Nachdem der Erste fertig war, saß er lange im Halbdunkel. Es sah aus, als sammelte er Kraft für den zweiten Brief - sein Todesurteil. Wer von den beiden Sultanssöhnen auch den Thron bestieg, er würde es nicht verzeihen, dass er zwei Briefe geschrieben, also doppeltes Spiel getrieben hatte. Rasch schrieb er nun den zweiten Brief. Er enthielt nur wenige Zeilen. Er steckte ihn ein und trat mit nur einer Papierrolle in der Hand hinaus. Den Kurier, den er brauchte, fand er rasch, einen ergebenen Analphabeten. Er befahl ihm, nach Amasya zu reiten und auf jeder Station die Pferde zu wechseln. Nach seiner Rechnung würde er elf Tage bis zu Bajezid brauchen.

Nach dem zweiten Boten suchte er länger. Keiner schien zuverlässig genug, ihm sein Leben anzuvertrauen. Schließlich beauftragte er den Stummen und klebte ihm seinen Brief auf die schwarze Haut. Nach Konya zu Dschem.

Nun begann eine Wartezeit. Sie endete schon am Abend des nächsten Tages.

Durch die Straßen von Stambul nahten Truppen. Wessen Truppen? Es konnten nur die von der Hunkjar Tschairi sein, andere gab es nicht. Offensichtlich war Mehmed Chans Tod im Lager doch bekannt geworden, und nun zogen sie heran, um sich das Rauben und Brennen nicht entgehen zu lassen. Vergeblich war der Versuch geblieben, Asien von Europa zu trennen – der Großwesir hatte tags zuvor jedes Überqueren der Meerenge verboten.

Man hörte die Schreie im Juden- und im Griechenviertel, ich sah den Widerschein der Flammen im Bosporus. An Flucht dachte der Großwesir nicht - sein Konak war von Janitscharen umstellt.

Dann kam auch sein Ende. Am Abend des fünften Mai 1481 wurde er erschlagen.

Die Todesnachricht

Der stumme Schwarze wurde um die Mittagszeit des achten Mai von Soldaten des Sinan Pascha gestellt.

Sinan Pascha war eigentlich Grieche. Er wurde mitgenommen, als man Knaben für die Janitscharen aushob. Dann tat er sich hervor, wurde Agha und gewann bei den Kämpfen um Stambul Mehmed Chans Gunst. Als Grieche war er ja dort zu Hause, er kannte die Sprache und die Wege, machte sich also sehr nützlich. Damals gab ihm Mehmed Chan seine Tochter zur Frau, das heißt - wie soll ich sagen - nicht seine Tochter, sondern die Tochter der Frau, die ihm vorher seinen Sohn Bajezid geboren hatte. Der Sultan hatte sie einem einflussreichen Mann abgetreten, und von dem bekam sie diese Tochter, die also eine Schwester des Schehsade Bajezid war, ohne dass des Sultans Blut in ihr floss.

Durch diese Heirat ging es mit Sinan Agha so rasch bergauf, dass er bald Pascha wurde. Nachdem er nacheinander mehreren Verwaltungsgebieten vorgestanden hatte, erhielt er schließlich die Statthalterschaft von Anatolien. Er nahm den Brief und las:

„An meinen hochrühmlichen Herrn und Gebieter. Heute, am 4. Rebi'-ül-ewwel des Jahres 886, verschied in Allah der hochedle Sultan Mehmed Chan Ghasi. Sein Tod wurde dem Heer geheim gehalten, das auf der Hunkjar Tschairi lagert. Ich erwarte die Befehle meines hochrühmlichen Herrn."

Warum diese Eile, und warum hat der Brief keine Unterschrift?

Wäre die Nachricht für Bajezid bestimmt, für meinen Schwager, dann brauchte man sie nicht geheim zu halten. Sie ist einem anderen zugedacht. Aber wem? Fragte sich Sinan Pascha.

Seit Langem wurde davon geredet, dass Mehmed Chan noch nicht wisse, wem er das Reich vererben solle, und deshalb seine beiden Söhne in weit entfernte Provinzen geschickt habe. Die Würdenträger nämlich und die Mullas hielten zu Bajezid, die Krieger aber sahen in Dschem den künftigen Herrscher. Daher hatte Mehmed Chan gezögert.

Der Pascha riss die Augen auf. Wie kann man es wagen? Hier war schnelles Handeln erforderlich.

Ihn lockt die Aussicht, Schwager des Sultans zu werden. Sinan Pascha befahl, sofort den Stummen aus der Welt zu schaffen und einen Boten mit zwanzig Mann auf den Weg nach Amasya zu senden; den Schehsade Bajezid aufzusuchen und den Brief zu übergeben.

Der Bote dachte, wie kann ein Rechtgläubiger sich gegen das heilige Gesetz auflehnen? Und Bajesid Chan hatte das Gesetz auf seiner Seite, er war im Recht. Sollte er sich in die große Politik einmischen?

Am zwölften Mai um die Mittagszeit erreichte der Brief Amasya. Kurz danach in den Straßen von Amasya, wimmelte es von Menschen. Jeder wollte Bajezid sehen, wenn er in schwarzen Kleidern durch die Stadt ging, wie es die Sitte verlangte.

Bayezit wurde am 3.12.1447 als Sohn von Fatih Sultan Mehmed und dessen Haremsfrau Gülbahar in Demotika geboren.

Der Sohn des Sultans war barfuß. Das war sonst nicht üblich, aber er tat es, um zu zeigen, wie tief und demütig er trauerte. Er trug ein schmuckloses schwarzes Gewand, das bis auf den Boden reichte und mit einem Strick zusammengehalten wurde. Schwarz war auch sein Turban.

Bajezid Pascha ähnelte seinem Vater überhaupt nicht. Er war zwar ebenfalls klein, aber nicht dick, sondern klapperdürr wie ein Asket. Deshalb beherrschte er wahrscheinlich auch von allen männlichen Fertigkeiten nur das Bogenschießen - dazu braucht man nicht viel Kraft und keinen sonderlichen Mut, denn man ist weitab vom Feind. Er sah in dem feierlichen Zug ziemlich albern mit seinen bloßen Füßen aus.

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