Simone Wiechern - Fliegende Teppiche

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Nassibuk – Schicksal, sagen die Beduinen und meinen damit: Alles wird kommen, wie es kommen muss.
Das gesamte Leben ist in einem großen Buch verzeichnet und man kann seiner Bestimmung nicht entkommen.
Stimmt das?
Wenn ich heute daran zurückdenke, war es eine knappe Stunde, in der ich mich entschied, mein gesamtes bisheriges Leben vollkommen über den Haufen zu werfen.
Eine Teilbiografie über das Leben einer jungen Frau, die beschließt, ihr weiteres Leben als Beduinin zu führen.
Eine wahre Geschichte die wie ein Märchen beginnt…

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Drei Wochen später stand ich mit 90 Kilo Gepäck am Flughafen.

In Sharm El Sheikh gelandet, entschloss ich mich, von dort aus zuerst nach Dahab zu fahren und Sahi einen Besuch abzustatten. Er war sehr angenehm überrascht, mich schon so bald wiederzusehen.

Was mir in Dahab am besten gefiel, waren die Abende, an denen ich mit anderen Touristen in die nahe liegenden Wadis fuhr, um dort zu übernachten. Es gab für mich nach wie vor nichts Schöneres, als bis spät in die Nacht hinein mit den beduinischen Fahrern zusammen zu sitzen und mir aus ihrem Leben berichten zu lassen. Hungrig nach immer neuen Einblicken in ihre Traditionen und Gebräuche, ließ ich mich mit Informationen füttern. Da die Fahrer sehr begrenzt englisch sprachen, wuchs außerdem mein arabischer Wortschatz recht schnell. Sprachen ließen sich meines Erachtens wesentlich besser lernen, wenn man versuchte, sie zu sprechen. In der Universität war man der Sprache sehr theoretisch begegnet und ich freute mich nun, sie endlich praktisch anwenden zu können.

Abjad Wer Großes versucht ist bewundernswert auch wenn er fällt Lucius - фото 2

Abjad

»Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt.«

- Lucius Annaeus Seneca -

Da mein Geld sich rapide verringerte, musste ich mir etwas einfallen lassen, wie ich den verbliebenen Rest sinnvoll einsetzen konnte, um hier über die Runden zu kommen. Vielleicht hätte ich in Berlin besser noch eine Weile arbeiten sollen, um mir ein Startkapital anzusparen, aber ich war so frustriert und trotzig gewesen, dass ich mich von meinen Gefühlen geleitet zu diesem schnellen Abflug entschlossen hatte. Bisher hatte ich es nicht bereut, aber etwas musste geschehen, wenn ich nicht bald betteln gehen wollte.

Seitdem ich Deutschland verlassen hatte und hier, viel mehr mit mir selbst konfrontiert war, kam es immer öfter vor, dass meine Gefühle tief in meinem Inneren aus dem Nichts heraus aufkommende Konversationen abhielten.

›Jetzt wäre es gut, ein Kamel zu besitzen‹, sprach in mir die Abenteuerlust plötzlich, als ich eines Morgens im Wadi gerade meine Sachen verstaute, ›dann könnten wir noch hierbleiben.‹

›Au ja!‹, jubelte die Muse.

›Welch verrückte Idee!‹, konterte der Verstand.

Die Touristen, mit denen ich zum Übernachten in die Wüste gefahren war, drängten jedoch vehement zum Aufbruch an den Strand und unterbrachen meine Gedanken. Ich hingegen schätzte bei diesen Ausflügen besonders die frühen Stunden. Daher wachte ich schon mit dem Sonnenaufgang auf und nutzte die Zeit der morgendlichen Frische, durch die stille Einsamkeit der Wüste zu laufen. Immer weiter die schmalen Pfade hochsteigend, erfreute ich mich an der nahezu unberührten Schönheit der Wildnis, den Farben, Pflanzen und den verschiedenen Steinformationen. Sie inspirierten mich, meine kubistische Ader auf Papier zu übertragen. Wenn ich mich stark auf eine Felswand konzentrierte, sah ich nach einiger Zeit Gebilde, manchmal gar Szenen, die sich aus dem Gestein heraus schälten und mich geradezu drängten sie malerisch festzuhalten. Das Skizzenbuch war mein ständiger Begleiter. Mir wurde nie langweilig, ich konnte wandern, meinen Gedanken freien Lauf lassen, schreiben, oder auch einfach nur den verspielten, schwarz-weißen Vögeln bei ihrer Morgentoilette zusehen. Manchmal meditierte ich und war nicht überrascht, wie viel schneller es mir in der kargen Landschaft gelang, Klarheit aufzubauen. Wenn ich manchmal zu lange wegblieb oder die Abfahrt der anderen Touristen absichtlich nicht wahrnahm, musste ich zu Fuß, circa eine Stunde, zum Ort zurückmarschieren. Ich fuhr immer mit denselben Beduinen in die Wüste und diese wussten inzwischen, dass sie mich ruhig einfach zurücklassen konnten. Ich lief gerne zu Fuß, allerdings ging der Rückweg durch eine wenig einladende, mit Müll überhäufte Ebene, deren Weg sich unbarmherzig in die Länge zog.

Auf die Dauer war das nicht erquickend und so schien mir auf einer Rückfahrt, eingezwängt zwischen den Touristen, auf der Ladefläche eines Pick-up sitzend, der abenteuerliche Gedanke, ein Kamel zu besitzen, äußerst praktisch. Außerdem könnte ich mit einem eigenen Wüstenschiff Safaris für die Touristen anbieten, damit Geld verdienen und gleichzeitig endlich auf eigene Faust die wirkliche, tiefe Wüste erkunden. Ich war mit einem Mal wie besessen von meiner spontanen Idee und kannte mich gut genug; wenn mich einmal ein Vorhaben so richtig gepackt hatte, musste ich es einfach verwirklichen. Schon allein aus der Angst davor, mir später einmal vorwerfen zu müssen, ich hätte eine Chance zu neuen Horizonten verpasst. Zurück im Camp erzählte ich Sahis Cousins von meiner Idee. Ihre Familie besaß auch Kamele und sie boten mir begeistert ihre Zusammenarbeit an. Gleich setzten sie sich mit mir unter den Schatten spendenden, großen Baum im Camp und gemeinsam entwickelten wir unternehmungslustig Routenpläne.

›Du solltest es versuchen. Was hast du zu verlieren?‹, bestärkte mich die Abenteuerlust beim Einschlafen.

›Falls es sich als zu schwierig herausstellt, kannst du das Tier jederzeit wieder verkaufen‹ wurde sie vom Tatendrang unterstützt.

Die Vernunft resultierte: ›Das könnte sogar eine vielversprechende Geldanlage sein.‹

›Und wenn du runterfällst und dir das Genick brichst?‹, wimmerte die Angst.

›So ein Quatsch! Halt dich doch einfach da raus, du Weichei‹, konterte der Mut energisch und die Angst verkroch sich schnell hinter den dicksten Gehirnwindungen.

Eine außergewöhnlich große Sternschnuppe, die in diesem Moment vom Himmel fiel und einen langen leuchtenden Schweif hinterließ, erschien mir als gutes Omen.

›Siehst du‹, sagte der Aberglaube, ›wenn das kein klares Zeichen war.‹

Am nächsten Mittag bat ich Sahi frohen Mutes, einen Beduinen zu suchen, der ein Kamel zu verkaufen hatte. Endlich, nachdem er mich über eine Stunde lang überzeugen wollte, ich sei nun komplett verrückt, da Kamele schon Menschen getötet hätten und meine Idee ihm ganz und gar nicht behagte, zog er trotz alledem zähneknirschend los. Er sah ein, es war sinnlos, mich umstimmen zu wollen. Tatsächlich fand Sahi jemanden, und der nette Beduine, den er mitbrachte, versicherte mir, sein Kamel wäre ein ganz liebes Exemplar und ich würde sicher ohne Probleme mit ihm zurechtkommen. Etwa eine Stunde später stand der Verkäufer mit einem ungewöhnlich hellen, fast weißen Kamel vor mir. Es war Liebe auf den ersten Blick. Mit Sattel und gefülltem Futtersack erstand ich das schöne Tier für mein gesamtes restliches Geld.

›Du setzt mal wieder alles auf eine Karte‹, hatte die Skepsis noch versucht, meine Entscheidung zu beeinflussen, aber der Wille war stärker und fand immer neue Gründe, warum ich bei meinem Entschluss bleiben sollte.

Ich war entzückt. Die stolzeste Kamelbesitzerin, die man sich vorstellen kann. Manchmal glaubte ich, dass der Stolz, der den Beduinen tief im Blut verankert liegt, nicht zuletzt auf die Herrschaft über solch Respekt einflößende Kreaturen zurückzuführen ist. Die beeindruckenden Wüstentiere haben durch ihren überheblichen Gesichtsausdruck und den ständigen Kaubewegungen, die sie vollführen, einen Ausdruck zwischen Erhabenheit und absoluter Gleichgültigkeit. Ich reichte dem Hengst gerade mal bis zur Halsbeuge und dies realisierend glaubte ich Sahi augenblicklich, dass dieses Tier mich innerhalb einer Sekunde töten könnte. Daher entschloss ich mich, ihm meine Freundschaft vorerst in Form einer großen Portion Futter und einigen Leckereien anzubieten. Er nahm sie begeistert entgegen und fraß sie mir mit seinem weichen Maul vorsichtig aus der Hand.

›Okay, ihr seid zumindest keine Feinde und sicher hat er keinen Grund, dir etwas zu tun‹, sprach die Zuversicht.

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