Nadja Christin - Samuel, der Tod

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Paris, die Stadt der Liebe …
… und der Gewalt, in der Anderswesen ihren tödlichen Geschäften nachgehen.
Samuel, ein gottesfürchtiger Sensenmann, beginnt die Menschheit zu verschonen, dafür wird von höchster Stelle ein Killer auf ihn angesetzt.
Die schöne Alice, was soll sie darstellen? Und warum wird auch sie gejagt? Welches Geheimnis verbirgt sie? Wird es der nächste Vollmond offenbaren?
Samuel sieht sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert.
Er muss sich den obersten Sensenmännern, jedoch vor allem Gerome, seinem Killer, stellen.
Aber, wie zum Teufel, tötet man den Tod?

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Selbst an seiner Kleidung hat der späte Besucher nichts verändert. Der lange Wollmantel verbirgt die schmale Gestalt, darunter, kaum noch sichtbar, ein maßgeschneiderter, grauer Anzug, mit unauffälliger Krawatte und schwarzen Schuhen.

Kaum hat die alte Dame, nahe den Trauerkerzen, einen Blick auf den späten Gläubigen geworfen, schlägt sie ein Kreuzzeichen, erhebt sich und verlässt eiligst die Kirche, dabei versucht sie möglichst zu verhindern, dass sich ihr Weg und der des Neuankömmlings kreuzen.

Ebenso die dicke Hausfrau, die beim Blick auf den Fremden ein leises Keuchen erklingen lässt, schlägt das Kreuz vor der Jungfrau und strebt eiligst dem Ausgang zu.

Nur der junge Mann, in den Bänken, scheint immer noch etwas Wichtiges am Boden zu suchen.

Erleichtet, da sein Gotteshaus nun fast leer ist, geht Francesco auf seinen Besucher zu, streckt die Hände aus, um ihn zu begrüßen.

»Mein Sohn«, sagt er und ergreift die kalten Hände seines Gegenübers.

»Sei mir gegrüßt. Es ist lange her, seit du das letzte Mal den Weg zu mir fandest.«

»Francesco«, es klingt so, als könnte seine Stimme Glas zerschneiden. »Es freut mich, dich wohlbehalten anzutreffen.«

Jetzt endlich scheint auch der junge Mann in den Sitzreihen aufmerksam geworden zu sein. Erst zieht er den Kopf zwischen die Schultern, als wehe erneut ein eisiger Wind durch die Kirche, dann dreht er sich mit einem entsetzten Gesichtsausdruck um. Seine Augen zucken zwischen dem Pfarrer und dem Fremden hin und her. Der leibhaftige Teufel ist in diese Kirche eingedrungen, stellt der Mann voller Panik fest. Wieso unternimmt Pfarrer Francesco nichts dagegen?

Rasch erhebt er sich, strauchelt und fällt beinahe zwischen die Bänke.

»P-Pfarrer«, stottert er und kann sich nur mit Mühe auf den Beinen halten.

»Pfarrer, seid auf der Hut. Er … er ist der Leibhaftige.« Der junge Mann stolpert aus den Bankreihen, fällt auf den Mittelgang. Auf allen Vieren bewegt er sich rückwärts von Francesco und seinem Gast weg. Immer wieder zeigt er auf den Fremden und stottert:

»Er ist es … der Leibhaftige … der Tod … er wird uns alle holen.«

»Was redest du denn heute für wirres Zeug, Anton?«, sagt Francesco mit milder Stimme, »das ist ein guter Freund von mir.«

Mit einem Ruck hilft er dem jungen Mann auf die Beine.

»Es ist besser, du gehst nun nach Hause, Anton. Deine Mutter wird bereits auf dich warten und sich sorgen.«

Anton nickt wie ein Besessener, seine Augen immer noch zwischen dem Pfarrer und dem Fremden hin und her werfend.

»Ja, ja … nach Hause … nur weg hier.«

Er reißt sich von Pfarrer Francesco los und rennt stolpernd und strauchelnd zum Ausgang.

Mit einem lauten Knall, der in der gesamten Kirche wiederhallt, schließt sich hinter ihm die große Flügeltür.

Der Besucher hebt fragend eine Augenbraue.

»Das war Anton«, meint der Pfarrer, auf die ungestellte Frage hin. »Er ist ein bisschen … nun ja, anders, drücken wir es mal so aus. Geistig nicht ganz auf der Höhe, aber sonst ein gütiges Mitglied dieser Gemeinde, immer hilfsbereit und …«

Der Fremde hebt eine Hand, was den Redefluss des Pfarrers sofort stoppt.

»Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, Francesco. Ich bin es, der dich um Verzeihung bitten sollte. Immerhin räume ich deine Kirche, alleine mit meinem Auftauchen.«

Gnädig winkt der Pfarrer ab. »Sie werden alle wiederkommen, so wie es auch die Lämmer zur Schlachtbank zieht. Sie sind nichtsahnend und … und dumm. Sorge dich nicht um mich und meine Kirche, mein Sohn.«

»Ich sorge mich nicht, Francesco. Höchstens, dass es zu spät für meine Beichte wird.« Damit streckt er seine schlanken Finger aus und zeigt auf den reichverzierten Beichtstuhl, der an der linken Seite unschuldig auf seine Büßer wartet.

»Pater Francesco, nehmt mir die Beichte ab, auf dass mir die Sünden der Vergangenheit vergeben werden.«

Der Pfarrer schmunzelt erneut.

»Mein Sohn«, meint er. »Dazu bist du doch hier.«

Gemeinsam begeben sie sich zu dem großen Beichtstuhl, der wie ein riesiger Schrank wirkt, das Eichenholz auf Hochglanz poliert, die reichen Verzierungen glänzen matt im spärlichen Licht der Kirche. Der Pfarrer nimmt auf der linken Seite Platz, schließt die Türe und schiebt das Gitter zur Seite. Sein Besuch muss sich auf seiner Seite auf die Knie begeben. Vor dem vergitterten Trennfenster faltet er die Hände, schließt die Augen und atmet einmal tief durch.

»Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Meine letzte Beichte ist genau ein Jahr her, Francesco. Auch heute möchte ich den Heiligen Vater erneut um Vergebung meiner Sünden bitten.«

»Dies sei dir gewährt, Samuel«, murmelt der Pfarrer. »Doch bitte ich dich zuvor, dass du in diesem Heiligen Stuhl deine Brille abnimmst. Ich möchte dir gerne in die Augen blicken, während du bereust.«

»Francesco, du weißt genau …«

»Bitte«, unterbricht der Pfarrer ihn. »Sei nicht albern. Jedes Jahr das Gleiche? Das ist doch nicht dein ernst.«

Nur zögernd nimmt Samuel seine Sonnenbrille ab, verstaut sie in der Manteltasche. Den Blick gesenkt, auf seine gefalteten Hände, beginnt er seine Beichte:

»Ich bereue, dass ich Böses getan und Gutes unterlassen habe. Erbarme dich meiner, Herr.«

Francesco seufzt leise.

»Wie oft im letzten Jahr hast du gesündigt, mein Sohn?«

»Einhundert zwanzig Mal«, antwortet Samuel.

»Oh«, meint der Pfarrer erstaunt. »Das ist viel weniger als sonst.«

Samuel hebt langsam den Kopf, sieht durch das vergitterte Fenster direkt in Francescos blaue Augen.

Auch wenn sie schon lange befreundet sind, so scheint es dem alten Mann doch, als bohre sich der Blick in ihn hinein. Als wühle sich eine gewaltige Kraft durch seine Eingeweide, auf der Suche nach seinem Herzen, um es unbarmherzig zu zerquetschen.

Francesco schnappt ein paar Mal nach Luft, wie ein Fisch auf dem Trockenen. Er kann seine Augen einfach nicht aus Samuels Blick lösen, so gerne er das auch möchte. Ein lautes Keuchen entschlüpft ihm und er sinkt auf seinem harten Stuhl in sich zusammen.

»Verzeih«, murmelt Samuel und sieht erneut auf die gefalteten Hände. »Ich vergesse immerzu, dass du nur ein Mensch bist.«

»Schon gut«, Francesco räuspert sich verhalten. »Ich … ich habe selbst schuld.«

Ein leichtes Lächeln überzieht das Gesicht seines Freundes. »Da gebe ich dir recht.«

»Also, wo waren wir?«, der Pfarrer streicht sich über das spärliche Haar, versucht sich zu sammeln.

»Du wolltest wissen, warum es im letzten Jahr so wenig Sündenfälle waren«, erinnert ihn Samuel.

»Ach ja«, Francesco hat das merkwürdige Gefühl, völlig neben sich zu stehen. »Also? Wieso so wenige?«

»Ich begann die größte Sünde, in dem ich gegen meinen eigenen Kodex verstieß«, antwortet Samuel leise. »Ich ließ sehr viele Anwärter einfach ziehen. Kinder, ganze Familien, junge Männer, auf die zu Hause eine kleine Kinderschar wartete … nun ja«, Samuel zuckt flüchtig mit den schmalen Schultern. »Eben solche Menschen.«

»Du … du hast sie verschont?« Francesco ist völlig erstaunt.

»Ja«, sagt sein Freund schlicht.

»Verzeih mir die Frage, mein Sohn. Aber … wieso hast du das getan?«

Ein weiteres Mal zuckt Samuel mit den Schultern.

»Einen genauen Grund kann ich nicht angeben.

Es …«, er seufzt kurz. »Ich habe mich einfach besser dabei gefühlt.«

»Besser gefühlt?«, wiederholt Francesco leise den Satz. Dann schüttelt er ungläubig den Kopf.

»Ich verstehe nicht«, sagt er nach einigen Sekunden. »Du lässt sie einfach … gehen? Meinst du das so?«

»Ich gebe ihnen einen Aufschub«, antwortet Samuel. »Zehn Jahre. Sie sollen ihre zusätzliche Zeit weise nutzen.«

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