Andrea Schatz - YOHO oder das Geheimnis des Unsichtbaren

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YOHO oder das Geheimnis des Unsichtbaren: краткое содержание, описание и аннотация

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Es ist wohl das Beste, der Reihe nach zu erzählen … sei es als reine Meditationsübung, als bereinigender Rückblick oder – ein schöner Gedanke – als Ermutigung für Menschen, denen Ähnliches widerfahren ist, denn im Februar 2015 bekam ich die Diagnose «Brustkrebs» vor den Latz geknallt. Und ich hatte wider Erwarten eine gute Zeit damit. Mein Anliegen: zu zeigen, dass die alltäglichen, scheinbar unwichtigen Dinge es wert sind, erzählt zu werden, so wie sie es wert sind, erlebt zu werden, denn ich war während meiner Therapie so sehr mit ihnen beschäftigt, sie machten mich so glücklich, dass ich «das große Thema» teilweise komplett vergaß, ohne je die Realität zu verdrängen. Das war der beste Teil meiner «systemischen Therapie». Meine Erkrankung war und ist Teil meines Lebens, aber nicht mein komplettes Leben. Egal was kommt – das Bisherige war gut.

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Tagebucheintrag: Bandbreite

Anteilnahme in Worte fassen:

traurig, betroffen oder gelassen

alle sind sie gleich gewichtig

jeder Mensch dazu berechtigt

jedʼ Gefühl soll gleich viel gelten

und doch: dazwischen liegen Welten.

Bis zur geplanten Operation war noch etwas Zeit. Es folgten Voruntersuchungen, eine unauf­fällige Magnetresonanztherapie, zwei Beratungs­gespräche im Brustzentrum, Ultraschall von Bauch und Leber (bei letzterer wusste ich schon von meinem Hausarzt-Check-up, dass sie unauf­fällig war), Röntgen der Lunge und so fort. Mein Vertrauen in die Behandlung in der Universitäts-Frauenklinik und dem angeschlossenen Klinik­verbund in Tübingen bestätigte sich von Anfang an. Ebenso bestätigte sich mit jedem Schritt die bisherige Histologie: Der Tumor war kleiner als die richtungsweisenden 2 cm (14 bis 18 mm), die Lymphknoten waren nicht befallen, es gab keine Anzeichen für eine Metastasierung, die brust­erhaltende OP war sehr wahrscheinlich. Wegen des Kürzels G2 in Verbindung mit meinem jugendlichen Alter (!) wurde eine sogenannte adjuvante systemische Therapie eindringlich empfohlen (beginnend mit Chemotherapie, gefolgt von Strahlentherapie, sowie wegen des nachtei­ligen HER-2/Neu-Scores eine bereits mit der Chemotherapie beginnende Antikörper­therapie), wiederum gefolgt von einer abschlie­ßenden Anti­hormon­therapie in Tablettenform über fünf Jahre. Super Kombi. Dies bedeutete in Summe circa einein­halb Lebensjahre Therapie und Kosten von über Hunderttausend Euro, die in Aussicht gestellte Anschlussheilbehandlung nicht mit einberech­net. Was sollte ich davon halten? – Ich freute mich über wiederholte Komplimente zu meinen „jungen Jahren“, bei einer auf die Fünfzig Zugehenden nicht gerade alltäglich, auch wenn man mir damit nur die Therapie schmackhaft machen wollte.

In den Brustsprechstunden erfuhr ich außerdem, dass die Ärzte darüber diskutiert hatten, ob die Operation vor Therapie erfolgen sollte oder umgekehrt. Da ich selber die Operation als ersten Schritt bevorzugte, war ich froh zu hören, dass die Ärzte zu demselben Schluss gekommen waren. Eine neoadjuvante Behandlung (Che­motherapie vor OP) war aufgrund der Prognose nicht erforderlich, die Vorarbeiten dazu wären zeitlich ineffizienter gewesen als anders herum und ich war heilfroh, das Unwort mit C vorerst aus meinen Gedanken verdrängen zu können. Alle beruhigten sie mich: eine Chemotherapie sei heute viel besser verträglich als früher, es gebe Medikamente gegen die Nebenwirkungen, sie sei eine Rosskur, aber machbar, sie sei bei Frauen im prämenopausalen Zustand (vor den Wechseljahren) sehr wichtig und zudem, wenn der HER-2/Neu mit 3+ recht ungünstig war. Da für die Rosskur ein guter Zahnstatus erfor­derlich war (mein geistiges Auge gaukelte mir die Kontrolle eines Pferde­gebisses auf dem Ross­markt vor), sollte ich mei­nen Zahnarzt bei mei­nem Vorsorgetermin vor­sichtshalber auf even­tuelle Bisphosphonate hin­weisen, um die Gefahr einer Kiefernekrose (Absterben von Kiefern­knochen) zu vermeiden. Bisphosphonate kamen nur im Fall von Knochenmetastasen zum Ein­satz. Alles klar? Okay, ich wollte nichts mehr darüber hören und fragte nach den ange­ne­hmeren Dingen des Lebens. Und siehe da, mein Wohlbefinden vor­ausgesetzt, durfte ich alles tun: reisen, arbeiten (wenn ich wollte), Sport treiben, essen was und soviel ich wollte, und auf meine Nachfrage auch mal ein Glas Rotwein genießen. Das war doch was.

In jedem Gespräch und bei jeder Aushändigung eines entsprechenden Formulars war ich dank­bar, dass mir die medizinische Terminologie einigermaßen vertraut war. Wie verwirrend musste sie für viele Menschen sein, die schwer krank durch diesen klinischen Riesenapparat geschleust und aufgeklärt werden mussten, Menschen, deren Lebensumstände vielleicht nicht so komfortabel waren wie die meinen.

Ich verspürte immer noch keine Angst vor dem Eingriff, aber eine zunehmende Ungeduld und beteiligte mich an einem Schreibwettbewerb zum Thema Feld­forschung. Mein Text wurde später zwar abge­lehnt, aber für mich war er die ideale Therapie vor der Therapie, weshalb ich ihn hier gerne wiedergebe:

Märztage

Prolog

Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle: Mein Name ist Cellula und ich gehöre zu den berühmten Mehrzellern, die sich im Laufe der Evolutionsgeschichte durch uner­müdliche Zellteilung die lebendige Welt erobert haben. Es heißt, dass es einer meiner direkten Ur-Ur-Ur-Ur-etc.-Großväter gewesen sei, der den genialen Einfall hatte, aus dem trägen Einzeldasein als kleinste lebende Einheit eine schlagkräftige Truppe zu bilden: das Gewebe. Die Entwicklung der erstaunlich lebendigen Vielfalt, die wir heute bereits als Evolutionsgeschichte bezeichnen, war also zumindest teilweise dem ehrgeizigen Plan meines cleveren Vorfahren zu verdanken.

Dessen eingedenk packte mich irgendwann die Unruhe. Die Zeit für die Erschließung eines weiteren wissen­schaftlichen Gebiets durch eine zudem weibliche Nach­fahrin des Opa-Helden war überreif. So kam ich auf die glorreiche Idee, Feldforschung zu betreiben.

Doch welch schwer begehbares Feld habe ich mir ausge­sucht! Ich stecke mitten im Chaos immer unübersicht­licher werdender Datensätze und versuche den Überblick nicht zu verlieren. Beim bloßen Gedanken an die noch zu erstellende wissenschaftliche Auswertung beschleicht mich ein richtiges Bäh-Gefühl.

Aus Gründen der Lebendigkeit meines Forschungs­gebietes, das sich mir aufgetan hat, sind die hier fest­gehaltenen Erkenntnisse nicht endgültig, unvollständig und vor allem ohne Gewähr. Ich bedanke mich vorab für die Nachsicht der Leserschaft und biete im Gegenzug einen kostenlosen Protagonisten-Livestream.

Aussaat

Der Gegenstand meiner Feldforschung heißt Odyssea. Sie ist sozusagen meine Wirtin. Nachdem ich mich lange Zeit recht gemütlich in ihrem Gewebe geräkelt habe, wurde mir langweilig. Der Alltag einer Brustzelle ist nicht gerade abwechslungsreich, zumal wenn die Wirtin keine Kinder stillt. Ich versuchte auf mich aufmerksam zu machen, doch ihr Gewebe ist einfach zu dicht für meine Kinkerlitzchen. Da beschloss ich, mir Gehör zu verschaffen. Ich hatte von einem speziellen Stapelver­fahren beim Kopieren von Zellen gehört, das ich längst einmal testen wollte. Die ersten Versuche musste ich leider als Ausschussteile anerkennen, doch etwa nach dem zehnten Versuch klappte es, mit lediglich ein paar kleineren Abweichun­gen vom Original – ich hatte mich geklont, und zwar so, dass meine Außengrenzen schwer zu bändigen waren. War das ein Spaß!

Odyssea blieb unbeeindruckt. Wahrscheinlich war sie abgelenkt. Schon seit längerem konnte sie sich nicht entscheiden, ob sie ihren bisherigen Lebensstil beibehalten oder einen entscheidenderen Schritt Richtung Selbst­verwirklichung tun sollte. Von Botenstoffen, die sich auf der Durchreise zur Zentrale befanden, erfuhr ich, dass ihre Entscheidung längst gefallen war, sie sich aber mit deren Umsetzung schwertat. Die Sache zog sich über viele Monate hin – kein Wunder also, dass mich Odyssea nicht bemerkte.

Während sie sich abmühte, das Richtige zu tun, malte ich mir meine Zukunft in den buntesten Farben aus. Ich liebte meine Wirtin, denn sie meinte es gut mit mir: Viel Bewegung an der frischen Luft, eiweißreiches Essen und gesunder Schlaf im Überfluss sorgten für paradiesische Zustände. Die hormonelle Unterstützung ihrer Ver­hütungsmaßnahme war dabei das Tüpfelchen auf dem i.

So fiel es mir leicht, meinen Standort beizubehalten. Vorübergehend hatte ich geplant, mich auf die Reise zu begeben und mir eine optimale Körperstelle auszuwählen, an der ich mich dauerhaft wohlfühlen würde. Doch es gab einfach nichts zu beanstanden in diesem wohlgefälligen Brustgewebe.

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