Patricia Weiss - Moloch Unsterblich

Здесь есть возможность читать онлайн «Patricia Weiss - Moloch Unsterblich» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Moloch Unsterblich: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Moloch Unsterblich»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Die Kamera zoomte auf die Machete, die er hoch über den Kopf erhoben hielt, und fuhr die lange, verschmutzte Klinge entlang. Das Sichtfeld glitt zurück in die Totale. Zeigte die junge Frau, deren Gesicht ein einziges Entsetzen war."
Laura Peters wird ein Video zugespielt, in dem ein Mord gezeigt wird, und macht sich auf die Suche nach dem Täter. Als die Leiche eines kleinen Jungen, der fünf Jahre zuvor spurlos verschwunden ist, in einer verborgenen Kammer auf einem Dachboden gefunden wird, erkennt sie, dass sie es nicht nur mit einem Mörder, sondern auch mit einem jahrhundertealten System des Bösen aufgenommen hat. Doch sie stößt auf eine Mauer des Schweigens und muss lernen, dass nicht jeder das ist, was er zu sein scheint, und dass Vertrauen tödlich enden kann …

Moloch Unsterblich — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Moloch Unsterblich», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Im offenen Kamin prasselte und knackste das Feuer und verbreitete eine Hitze im Zimmer, die die Kerzen auf dem Tisch zum Schmelzen brachte. Schweißtropfen liefen über sein Gesicht. Hervorgerufen durch die Wärme ... oder durch das überdimensional große Bild, das über dem Kamin hing und einen gütig dreinschauenden Pfarrer in Soutane zeigte, der von schwarzen Kindern umringt war. Es stammte aus der Zeit, als das Objekt noch nicht so fett gewesen war wie ein Walross. Die eine Hand umfasste den Stab,

... du warst ein böser Junge, ein elender Taugenichts ...

die andere streckte er den Kindern entgegen, Handrücken oben, die Finger leicht nach unten gekrümmt

... braver Kerl, das hast du gut gemacht ...

Er wischte sich mit dem Ärmel über die feuchte Stirn. Die Angst, in der Kindheit sein ständiger Begleiter, schien zurückzukommen. Ein Kloß im Bauch, der sich ausbreitete, ihn lähmen wollte. Doch das ließ er nicht zu. Er war kein Opfer mehr. Er wehrte sich jetzt. Schlug zurück. Vernichtend. Seine Finger krampften sich um das Messer. Am liebsten hätte er ...

Er straffte die Schultern, streckte den Rücken, hob das Kinn, atmete bewusst dreimal tief durch. Der stinkende Giftnebel der Erinnerungen verflüchtigte sich, wich der kühlen Brise trostspendender Ratio.

Der Plan.

Er musste sich an den Plan halten, dann war alles gut. Sorgfältig die einzelnen Schritte abarbeiten. Einen nach dem anderen. Improvisation war etwas für Versager und führte ins Verderben. Sunzi sagte in ‚Die Kunst des Krieges‘ Handle umsichtig, rasch und unkompliziert . Das war jetzt gefordert.

Wieder ruhiger geworden sah er sich um. Im hinteren Teil des Raumes stand ein Ohrensessel vor einem wandhohen Regal mit unzähligen gelehrten Schriften.

Komm näher, mein Sohn ... knie dich hier neben mich ...

Die Wucht der plötzlichen Erinnerung, seit Ewigkeiten verschüttet, ließ ihn taumeln, blendete gleißend seine Seele. Er keuchte, kämpfte den Gedanken nieder. Richtete die Aufmerksamkeit gewaltsam wieder auf die Gegenwart. Das Hier und Jetzt, wo er die Regeln machte.

Und sie exekutierte.

Gnadenlos, kaltblütig, präzise.

Er ließ den Blick weiterwandern. Prunkstück des Raumes war der Esstisch, lang und massiv wie eine Rittertafel, an dessen Kopfende das Objekt soeben sein letztes Abendmahl eingenommen hatte.

Und es hatte ihm Vergnügen bereitet, es ihm zu kredenzen.

Die Chili-Thai-Koriander-Suppe, als Vorspeise serviert in einem Tässchen, das man auf einen Zug austrinken sollte, war die richtige Wahl gewesen. Die scharf-seifige Gewürzmischung hatte jeden irritierenden Fremdgeschmack überdeckt. Allerdings setzte die Wirkung erst nach zweiundzwanzig Minuten und siebenundreißig Sekunden ein. Er hatte die Stoppuhr gestellt, um die Information in seine Tabelle einzutragen.

Ohne Musik war das Sterben banal und nichtssagend.

Mit Musik ein dramatisch zerstörerischer Akt von beklemmender Schönheit.

Aber es musste sorgsam aufeinander abgestimmt sein. Wie eine gut inszenierte Oper. Der Zeitraum, bis die Reaktion eingesetzt hatte, war länger gewesen als beabsichtigt. Er schätzte den Koloss auf gute 130 Kilo. Wenn er es noch mal mit so einem Kaliber zu tun hatte, würde er die Dosierung hochsetzen. Dafür war der Todeskampf unerwartet kürzer verlaufen.

Enttäuschend kurz.

Fünf Minuten zweiundvierzig zwischen den ersten Anzeichen und dem letzten Atemzug. Herzschwäche, Bluthochdruck und Adipositas hatten ihn bei seinem Vorhaben unterstützt. Allerdings hatte er das Stück mehrfach von vorne spielen müssen. Ärgerlich. Vielleicht musste er es auswechseln. Etwas von Wagner nehmen. Oder Vivaldi. Aus den Vier Jahreszeiten. Das gäbe dem Akt des Tötens eine ganz neue Interpretation, eine charmante Leichtigkeit, Beschwingtheit. Aber das würde viel Arbeit bedeuten. Und er wollte nicht mehr warten. Seine Zeit war gekommen.

Jetzt.

Das Objekt hatte natürlich versucht, Hilfe zu alarmieren. Hatte sich zuerst an ihn gewandt. Flehend die Hände in seine Richtung gestreckt. Doch er hatte ihn nur unbewegt angesehen. Vielleicht hatte auch der Hauch eines Lächelns um seine Mundwinkel gespielt und ihn verraten. Sicher war er sich da nicht. Zu lange hatte er auf diesen Augenblick gewartet, ihn immer wieder im Kopf durchgespielt. Möglich, dass er für einen kurzen Moment die Kontrolle über seine Gesichtszüge verloren hatte. Dann war das Dämmern der Erkenntnis auf dem Gesicht des Objekts sichtbar geworden. Dass es zu spät war. Dass er ihn nicht retten würde, ja, dass er sogar der Verursacher der Notlage war.

Ein Verräter.

Eine Natter, die das Objekt an seinem Busen genährt hatte.

Reue traute er ihm nicht zu. Selbstgerecht und gnadenlos war er gewesen. Sadistisch und brutal. Hatte sich gesonnt in der Gewissheit der Absolution von ganz oben. Von ganz, ganz oben. Eigentlich hätte er schon damals seinen Glauben verlieren müssen. Als er noch klein, hilflos und dumm war und das Objekt ihm gezeigt hatte, dass die Hölle keine abstrakte Vorstellung vom Jenseits war, sondern im Diesseits äußerst real existierte.

Erschaffen von Teufeln, wie das Objekt einer war.

Und von denen es so viele gab.

Doch er hatte weiter fest geglaubt, gebetet, um Besserung gefleht, um Erleuchtung. Damit er erlöst würde aus dem Martyrium. Doch nichts hatte sich geändert. Heute wusste er, dass es dort oben niemanden gab, der zuhörte und half. Dass er sich nur selbst befreien und retten konnte. Es stimmte, das Objekt hatte ihn an seinem Busen genährt. Oder streng genommen an einem anderen Körperteil, weiter unten. Aber mit Gift. Und hatte ihn dadurch zur Natter gemacht, zu einem Taipan, der giftigsten Schlange der Welt.

Und jetzt war er auf der Jagd.

Das Objekt hatte versucht, zu fliehen. Doch damit hatte er gerechnet und ihn mit einer Jacke, die er um ihn geworfen und hinter der Lehne zusammengehalten hatte, auf dem Stuhl gehalten. Sicher wäre Festhalten oder Fesseln leichter gewesen, aber das hätte Verletzungen hinterlassen, Hämatome, die einen Leichenbeschauer stutzig machen konnten.

Er blickte auf die Uhr, wie er es den Abend über schon hundert Mal gemacht hatte. Zeit aufzuräumen und die Spuren zu verwischen. Oder die Brücken hinter sich abzubrechen , wie Sinzu sagte. Er kontrollierte den Sitz der Einmalhandschuhe und arbeitete seine Liste ab. Das Gedeck spülen, das er benutzt hatte, und zurück in den Schrank räumen. Die Fingerabdrücke von all den Stellen wegputzen, die er berührt hatte, als er keine Handschuhe getragen hatte, um das Objekt nicht misstrauisch zu machen. Mit dem Kleberoller über den Teppich fahren, um Haare oder sonstige Partikel von ihm zu entfernen. Natürlich würde er Spuren hinterlassen, aus denen man seine DNS ermitteln konnte.

Aber dazu musste erst mal jemand bemerken, dass ein Mord stattgefunden hatte.

2 Sonntag

Panoramapark, Rüngsdorf

Opfer im Labyrinth des Blutrausches

Es kratzte an der Tür. Jaulen, Krallen auf dem Parkett im Flur. Erneutes Scharren an der Schlafzimmertür. Schlaftrunken richtete sich Laura Peters auf, tastete im Dunkeln nach dem Schalter der Nachttischlampe und knipste sie an.

Der Wecker zeigte fünf Uhr.

Seufzend sank sie zurück in die Kissen und zog sich die Decke über den Kopf. Die Nacht war ein einziger Albtraum gewesen. Wie fast jede Nacht in den letzten Wochen. Diabolische Augen hatten sie durch ein Labyrinth gejagt, aus dem es kein Entkommen gab. Sie rannte durch verschlungene Gänge, flüchtete vor dem Unvorstellbaren. Doch am Ende wartete das Skalpell auf sie. Die Klinge, die vor ihren Augen stählern aufblitzte, um dann in ihr Fleisch zu schneiden. Auf sie niederfuhr, tiefe Wunden in ihren weichen Bauch, ihre Arme und Beine riss und ihr Blut in leuchtend hellroten Tropfen durch die Luft spritzen ließ. Und die Stimme, emotionslos und seltsam hell:

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Moloch Unsterblich»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Moloch Unsterblich» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Moloch Unsterblich»

Обсуждение, отзывы о книге «Moloch Unsterblich» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x