Robert M. Ellis - Buddhas Mittlerer Weg

Здесь есть возможность читать онлайн «Robert M. Ellis - Buddhas Mittlerer Weg» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Buddhas Mittlerer Weg: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Buddhas Mittlerer Weg»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

DER MITTLERE WEG wurde erstmals explizit durch den Buddha gelehrt. Der Mittlere Weg ist die erste Unterweisung, die Gautama, der historische Buddha in seiner ersten Lehrrede gab. Er bildet die Grundlage seiner praxisbezogenen Methode in Hinblick auf Meditation, Ethik und Weisheit. Das vorliegende Buch versucht, die Bedeutung des Mittleren Weges auch jenseits der buddhistischen Lehren darzulegen. Der Mittlere Weg erschließt sich sowohl aus dem Leben Gautamas, des historischen Buddha, als auch aus seinen Lehren. Sein frühes Leben ist geprägt von einer symbolträchtigen Suche im Spannungsfeld der Extreme von Luxusleben im Palast und Askese im Wald, gefolgt von der Entdeckung des Mittleren Weges. Seine Parabeln und Metaphern, wie etwa das Floß oder die Lautensaiten sind nicht nur Allegorien buddhistischer Lehren, sondern Sinnbild für einen erfahrungsbasierten ethischen Lebensweges. Dieses Buch übt auch Kritik. Obwohl die buddhistische Tradition den Mittleren Weg überliefert hat, hat sie ihn oft nicht beachtet oder verzerrt. Der Mittlere Weg ist erfahrungsbezogen, authentisch und kreativ. Damit bedroht er das Machtgefüge einer Tradition, die bevorzugt die Autorität des Buddha als Quelle abstrakter, absoluter Offenbarung betont. «Buddhas Mittlerer Weg» zeigt den universellen Charakter des Mittleren Weges, der unabhängig von der buddhistischen Tradition allen Menschen offen steht.
ROBERT M. ELLIS ist der Gründer der «Middle Way Society» und Autor einer Reihe von Büchern zur Philosophie des Mittleren Wegs, sowohl innerhalb als auch jenseits des Buddhismus. Das zuletzt veröffentlichte Buch von 2018 beschreibt den christlichen Mittleren Weg. Er ist promovierter Philosoph und hat in Cambridge einen BA in Orientalistik und Theologie erworben. Er hat in vielen verschiedenen Fachbereichen gelehrt und war früher Mitglied des buddhistischen Ordens Triratna.
Die BUDDHASTIFTUNG für säkularen Buddhismus und ihr VERLAG MITTLERER WEG haben das Buch übersetzt und herausgegeben.

Buddhas Mittlerer Weg — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Buddhas Mittlerer Weg», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Natürlich hatte er nicht nur die Erfahrungen aus seinem eigenen früheren Leben, sondern auch die aus denen anderer. Es ist nicht notwendig, Siddhartha Allwissenheit zuzuschreiben, die es ihm ermöglichen würde, „das Sterben und Wiedererscheinen aller Wesen“ zu sehen, um die Bedeutung der zweiten Nachtwache für uns zu erkennen. Alles, was der Buddha tun musste, war zu erkennen, wie die ihm bereits bekannten Personen, in größerem oder kleinerem Umfang, auf dem Pfad vorangekommen zu sein schienen. Wenn sie sich voran bewegten, erkannte er, dass dies auf die Überwindung von Verabsolutierung und das sich Beschäftigen mit Rahmenbedingungen zurückzuführen war. Der Mittlere Weg gab ihm einen neuen Schlüssel zur Geschichte, versetzte ihn (und uns) in die Lage, über eine Beziehung zur Geschichte in Form von leidenschaftslos zusammengetragenen oder ideologisch angeeigneten Fakten hinauszugehen. Stattdessen war er in der Lage, vergangene Ereignisse als reichhaltige Datenquelle über die Art von Zuständen und Überzeugungen zu erkennen, die dazu beitragen, den Bedingungen gerecht zu werden und solche, die dies nicht tun.{39} Wenn wir zudem unseren Unsicherheitsgrad in Bezug auf vergangene Ereignisse anerkennen, können wir daraus niemals die Art von Gewissheit über ein Karma-Gesetz herleiten, die die bisherige buddhistische Tradition zu besitzen vorgegeben hat. Wir können aber die Leben aller Wesen nutzen, um sowohl ein sich entwickelndes Verständnis der besten Wege wie Menschen im Allgemeinen mit Bedingungen umgehen können zu prägen und auch zu bestärken.

Die „Befleckungen“ (Asavas), auf die im Zusammenhang mit Buddhas drittem „Wissen“ in der dritten Nachtwache Bezug genommen wird, sind Genusssucht, Gier nach Existenz und Ansichten.{40} Diese stehen in engem Zusammenhang mit den bereits besprochenen Merkmalen des Mittleren Wegs. „Begierde“ (Kamsava) als eine Befleckung kann leicht als die Verabsolutierung des Begehrens (einschließlich Hass und Angst, die umgekehrtes Begehren sind) verstanden werden. Die Begierde nach uns selbst oder nach anderen Menschen oder Dingen, „zu existieren“ oder „nicht zu existieren“ (Bhavasava) kann als die grundlegendste Form von Verabsolutierung angesehen werden. „Ansichten“ (Ditthasava) können leicht als verabsolutierte Überzeugungen interpretiert werden.

Die eigentliche Idee des „Wissens“ kann vorläufig oder absolut formuliert werden. Ist „Wissen“ eine Darstellung dessen, wie die Dinge wirklich sind (in diesem Fall wäre es absolut), oder ist es lediglich eine vorläufige Darstellung? Eine vorläufige Darstellung unterliegt anerkanntermaßen begrenzenden Annahmen, Modellen und Metaphern, die zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort entwickelt wurden, wobei allerdings Universalität angestrebt wird, soweit sie nachvollziehbar ist. Im allgemeinen Sprachgebraucht wird „Wissen“ manchmal als vorläufig verstanden, häufiger jedoch als absolut angenommen. In seiner gebräuchlichsten philosophischen Definition als „gerechtfertigte wahre Überzeugung“ bekräftigt es die allgemeine Annahme, dass „Wissen“ als wahr bestätigt. In Hinblick auf unser Verständnis des Mittleren Wegs ist es jedoch von entscheidender Wichtigkeit, eine Unterscheidung zu treffen, damit allgemeine, aber vorläufige Ansprüche nicht zu absoluten abgleiten. Sie haben dies zu oft getan, auch in der buddhistischen Tradition. In meiner Entwicklung der Philosophie des Mittleren Wegs habe ich es aus diesem Grund vermieden, den Begriff „Wissen“ in der Bedeutung von vorläufiger Überzeugung zu verwenden.{41} Ich würde behaupten, dass die Einsichten des Buddha beim Erwachen am besten als gerechtfertigte allgemeine Überzeugungen beschrieben werden können. Alles, darüber hinaus noch Stärkere, beginnt die Einsichten an sich zu untergraben.

Die entscheidende Einsicht des Buddha beim Erwachen ist also die der Bedingungen und der Notwendigkeit, ihnen entgegenzutreten. Dies spiegelt sich auch in der alternativen Darstellung von Buddhas Erwachen wider, die sich auf seine Erkenntnis der zwölf Nidanas oder Glieder des abhängigen Entstehens konzentriert.{42} Auf die Interpretation der buddhistischen Lehren zum abhängigen Entstehen werde ich in Kapitel 6.a näher eingehen. Für den Moment ist es jedoch am wichtigsten, die Beziehung zwischen dem Mittleren Weg und den Bedingungen gerecht zu werden zu verstehen, ohne einen absoluten Glauben an die Bedingtheit als kosmisches Gesetz.

Wir setzen uns am wirksamsten mit den Bedingungen auseinander, indem wir Verabsolutierungen vermeiden, einschließlich – als wichtiges Beispiel – des Selbst (Thema einer dritten kanonischen Darstellung des Erwachens{43}). Wir werden allgemein bessere Ergebnisse erzielen, indem wir uns mit diesen Bedingungen auseinandersetzen, als wenn wir in Illusionen verharren. Wir kreieren Illusionen, indem wir einen bestimmten, begrenzten Zustand verabsolutieren und davon ausgehen, dass sei schon alles. Eine pauschale Behauptung über die menschliche Situation kann jedoch immer als vorläufig interpretiert werden. Wir erkennen an, dass dies bisher der Fall zu sein scheint, aber, dass wir nicht über alle möglichen Informationen über alle menschlichen Lebenslagen verfügen und daher keine Gewissheit darüber haben.

Auf der anderen Seite wird Bedingtheit oft absolut interpretiert, was zu Konflikten mit der eigentlichen Handlungsweise auf dem Pfad führt, auf den uns die Doktrin drängt. Absolute Interpretationen der Bedingtheit sind meist deduktiv. Sie beginnen mit einer allgemeinen Behauptung darüber, wie Bedingtheit funktioniert, wobei sie diese auf Grund der Autorität buddhistischer Tradition akzeptieren, aber unsere Rolle bei der Interpretation der Tradition ignorieren. Daraus leiten sie dann andere allgemeine Behauptungen darüber ab, was wir glauben oder wie wir handeln sollten. Der Glaube an ein Karma-Gesetz, das sicherstellt, dass Menschen immer von guten Taten profitieren oder für schlechte leiden werden, ist ein Beispiel für solch eine absolute Ableitung aus einem Verständnis von Bedingtheit. Die Wiedergeburt ist wiederum eine weitere Ableitung aus dem Karma, die erforderlich ist, um karmische Wirkungen konsistent zu halten, wenn sie nicht innerhalb eines Lebens eingetreten sind.

Angenommen, Sie übernehmen die allgemeine Behauptung, dass sich mit den Bedingungen auseinanderzusetzen zu besseren Ergebnissen führt, als es nicht zu tun. Angenommen, Sie folgern dann daraus, dass es ein Karma-Gesetz gibt, demzufolge alle schlechten Handlungen (einschließlich geistiger Handlungen), die ich jetzt ausführe, in Zukunft zwangsläufig negativ auf mich zurückfallen werden. Dies ist eine absolute Schlussfolgerung, die deutlich über die Grenzen gerechtfertigten Glaubens eines verkörperten Menschen hinausgeht. Wir können nicht jeden Fall hinreichend verstehen, insbesondere nicht die Fälle, die weit von unserem eigenen Kontext entfernt sind, um irgendeine derartige Schlussfolgerung ziehen zu können. Noch wichtiger, bei jeder Gelegenheit, bei der ich versuchen könnte, solch ein absolutes Karma-Gesetz auf einen spezifischen Fall anzuwenden, wird es zu Unklarheiten bei der Interpretation kommen. Diese Unklarheiten machen es in der Praxis als Handlungsleitfaden nutzlos. Bedeutet das Karma-Gesetz, dass ich freundlich handeln, die Wahrheit sagen, nicht töten oder lügen sollte? Ja, aber nur, wenn ich weitere Annahmen über die Auswirkungen dieser Art von Handlungen treffe, die nicht allein durch das Karma-Gesetz ersichtlich sind.

Dennoch kann alternativ dieselbe allgemeine These über Bedingungen als eine sinnvolle Behauptung angesehen werden, die ich für den Augenblick akzeptiere, wobei ich für alternative Möglichkeiten offen bin. Wenn ich beispielsweise jemanden belüge, dürfte sich wahrscheinlich ein Unverständnis von Bedingungen, die ich selbst sehr wohl verstehe, verbreiten und in diesem Prozess zu Konflikten mit der Person, die ich belogen habe, führen. Es mag Ausnahmefälle geben, in denen Lügen die Bedingungen tatsächlich besser berücksichtigt. Ich muss die spezifischen Bedingungen jeweils sorgfältig interpretieren, um dies beurteilen zu können. Wenn ich jedoch grundsätzlich davon ausgehe, dass Lügen, vorläufig betrachtet, negative Auswirkungen hat, dann ist dies eine potenziell nützliche Anwendung allgemeiner Anerkennung von Bedingtheit.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Buddhas Mittlerer Weg»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Buddhas Mittlerer Weg» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Buddhas Mittlerer Weg»

Обсуждение, отзывы о книге «Buddhas Mittlerer Weg» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x