Irene Dorfner - Belladonnas Schweigen

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Belladonnas Schweigen: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein selbsternannter Helfer in der Not geht in Altötting um. Es dauert nicht lange, und die neue Tageszeitung AÖ News berichtet reißerisch über diesen Mann, den sie fortan nur noch Guten Geist nennt. Durch den Schmierenjournalismus einer übereifrigen Reporterin wird die Bevölkerung aufgehetzt. Die AÖ News unterstützen den Guten Geist und werden gegenüber der Polizei immer ausfälliger und respektloser. Daran ändert sich auch nichts, als es die Kripo mit drei Toten zu tun hat, die alle augenscheinlich auf das Konto des Guten Geistes gehen. Als sich eine radikale Opposition in Altötting bildet, eskaliert die Situation. Nur die Kastler Hure Belladonna hat den Guten Geist erkannt. Aber sie schweigt beharrlich…

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„Boah, du glitzerst aber schön,“ rief Martin. „Bist du eine Königin?“ Frau Gutbrod war 63 Jahre alt und ignorierte ihr Alter nicht nur, sondern reagierte sehr empfindlich, wenn sie darauf angesprochen wurde. Schon seit vielen Jahren kämpfte sie mehr oder weniger erfolgreich gegen die Zeichen der Zeit an. Sie färbte die Haare in immer kürzeren Abständen, schminkte sich sehr stark und ließ sich regelmäßig Falten unter- und Lippen aufspritzen. Sie kleidete sich wie eine 20-Jährige, wobei die Röcke immer kürzer und die Schuhe immer höher wurden. Ihr überladener Schmuck klimperte und glitzerte bei jeder noch so kleinen Bewegung.

Frau Gutbrod war eigentlich verärgert, dass man sie wieder einmal übergangen und ignoriert hatte. Aber als sie sich den jungen Mann näher betrachtete, begriff sie sofort und ihr wurde das Herz schwer. Sie hatte in ihrer Kindheit einen sehr guten Freund, der dem jungen Mann hier sehr ähnlich war. Sie hatte damals nicht verstanden, dass dieser Freund einfach so von einem auf dem anderen Tag nicht mehr mit ihr spielen durfte. Er musste sogar auf eine besondere Schule. Und irgendwann zog die Familie für immer weg.

„Nein, ich bin keine Königin. Ich bin die Hilde, und wie heißt du?“ Sie nahm sich einen Stuhl und drängte sich zwischen Krohmer und den jungen Mann.

„Ich bin der Martin. Und wenn ich mein Kostüm anhabe, dann bin ich der Superheld Martin-Man. Aber ich musste mich ausziehen und mein Kostüm abgeben. Leo hat versprochen, dass ich es später wiederbekomme. Und jetzt bin ich auch Polizist, wie Leo. Schau doch, was ich anhabe!“

„Das ist ja toll.“

Die beiden unterhielten sich lange. Die Polizisten waren erstaunt, wie gut Frau Gutbrod mit Martin umgehen konnte und wie sie ihm eine Information nach der anderen ohne Probleme entlockte. Aber keine seiner Antworten deuteten darauf hin, dass er mit dem Vorfall in der Marienstraße in Altötting etwas zu tun haben könnte oder gar in letzter Zeit ein Messer in der Hand hatte.

„Nein, ein Messer darf ich nicht haben. Die Mama sagt immer, dass das gefährlich ist. Und gefährliche Sachen mag ich nicht. Ich möchte kein Aua.“

„Da hat deine Mama vollkommen Recht! Messer sind sehr gefährlich. Was hältst du davon, wenn wir beide in die Kantine gehen?“

„Du meinst da, wo es Millionen Essen gibt? Da war ich schon mit Leo, mein Bauch ist voll.“

„Meinst du, ein kleines Eis würde da noch reinpassen?“

Martin war begeistert, sprang auf und nahm Frau Gutbrods Hand. Sie drehte sich vor dem Hinausgehen um und sagte mit erhobenem Zeigefinger: „Lassen Sie Martin in Ruhe, der ist der harmloseste Mensch den ich kenne.“

„Was ist denn mit der los?“, rief Leo überrascht, denn sonst benahm sich Frau Gutbrod sehr zickig.

„Sie hat Martin ins Herz geschlossen. Erinnert ihr euch an Karl, als es um den Mord mit diesem Faschingskostüm ging? Auch diesen Karl hat sie unter ihre Fittiche genommen. Tja, wir unterschätzen alle die Frau, die unter ihrer zugekleisterten, künstlichen Maske ein Riesenherz hat. Das ist uns nur noch nicht aufgefallen.“ Hans musste lachen, denn immer wieder geriet er in der Vergangenheit mit Frau Gutbrod aneinander, die ihre Neugier und ihre Einmischungen einfach nicht unter Kontrolle hatte. Trotzdem wusste er, dass ihr Rentenbeginn kurz bevorstand, und wurde wehmütig, er hatte sich in all den Jahren an ihre Marotten gewöhnt.

„Wie dem auch sei,“ unterbrach Krohmer. „Wir haben einen Mordfall und dieser Martin ist bisher unser Hauptverdächtiger, so sympathisch und harmlos er auch sein mag. Was sagen denn nun die Zeugen? Was ist mit der Aussage der Frau, die in den Streit verwickelt war? Wer ist die Frau überhaupt?“

„Die Frau heißt Lena Schuster, 22 Jahre alt, Sprechstundenhilfe. Sie kommt aus einem gutbürgerlichen Haus und war bisher noch nicht auffällig. Sie sagte zu der Tat und auch zu dem Mann, der ihr geholfen hatte, absolut nichts.“

„Aber wenn es Martin gewesen wäre, dann müsste ihr doch diese lächerliche Verkleidung aufgefallen sein,“ sagte Krohmer mit Blick auf die Fotos, die Fuchs vorhin gemacht hatte.

„Lena Schuster sagte aus, dass alles viel zu schnell ging. Wir würden sie gerne nochmals ausführlich befragen, aber ihr Arzt hat es verboten. Die Frau sah echt übel aus. Der Tote hat sie heftig verprügelt.“

„Andere Tatzeugen?“

Viktoria schüttelte den Kopf.

„Niemand, der die Tat selbst gesehen hat. Als die Polizei längst vor Ort war, haben sich Schaulustige eingefunden, auf deren Aussage hin wir auf Martin Mahnstein gekommen sind. Als einer der Polizisten bestätigte, dass Martin bereits mehrfach als selbsternannter Retter auffällig geworden ist, sind wir natürlich davon ausgegangen, dass wir den Täter haben.“

„Das waren bestimmt Passanten, die den Vorfall auf dem Kapellplatz mitbekommen haben und sich wichtig gemacht haben,“ maulte Leo. Ausführlich schilderte er nochmals den Handtaschendiebstahl und wie Martin diese dem Dieb entreißen konnte. Er verschwieg auch nicht, wie sich die Passanten danach abfällig über Martin geäußert hatten.

„Ich verstehe Sie ja, Kollege Schwartz. Auch wenn Sie anderer Meinung sind, bleibt Martin unser Hauptverdächtiger, obwohl ich auch nicht daran glaube und die Sachlage sehr dünn ist. Wie lange braucht die Spurensicherung, um Martins Kleidungsstücke zu untersuchen?“

„In zwei bis drei Stunden dürften sie damit fertig sein.“

„Gut, so lange bleibt Martin bei uns.“

„Aber er wird nicht eingesperrt, das können wir nicht machen,“ protestierte Leo, der sich um Martin sorgte.

„Natürlich sperren wir ihn nicht ein. Denken Sie, ich bin ein Unmensch? Frau Gutbrod kümmert sich derweil um ihn, ich spreche nachher mit ihr. Kommen wir auf den Mordfall zurück: Über das Opfer haben wir noch gar nicht gesprochen. Ich bin gespannt, um wen es sich dabei handelt.“

„Der Mann heißt Kevin Eichinger, 42 Jahre. Er ist einschlägig vorbestraft wegen Körperverletzung und Einbruch-Diebstahl; ein Eintrag wegen häuslicher Gewalt.“

„Dann hat es ja keinen Unschuldigen getroffen,“ murmelte Leo.

„Reißen Sie sich zusammen Herr Schwartz, das habe ich nicht gehört,“ sagte Krohmer, der ähnlich dachte, das aber nie zugeben würde.

„Ermitteln Sie in Eichingers Umfeld.“

„Zu dritt?“, maulte Viktoria, die nach dem Weggang von Sebastian Kranzbichler noch keinen Ersatz bekommen hatte.

„Dazu habe ich eine sehr gute Nachricht: Am Montag kommt der Kollege Grössert wieder zu uns.“ Krohmer sah auf die Uhr, es war heute wieder spät geworden. „Machen Sie Ihre Berichte noch fertig und gehen Sie dann nach Hause, morgen ist auch noch ein Tag. Es versteht sich von selbst, dass wir alle auf den Feiertag keine Rücksicht nehmen können.“

Die Nachricht Werner Grössert betreffend wurde freudig aufgenommen, denn er gehörte zum Team und war wegen seiner Frau vom Dienst freigestellt. Sie hatte trotz ihrer schweren Krankheit ein Kind bekommen und hatte die Geburt nur knapp überlebt. Natürlich war Werner nicht von der Seite seiner Frau gewichen und kümmerte sich während der Genesungszeit seiner Frau um die kleine Tochter. Ursprünglich hieß es, dass Grössert vor August nicht wieder zum Dienst erscheinen würde. Wenn der 40-jährige Kollege jetzt wieder zum Dienst erschien, musste es seiner Frau hervorragend gehen. Krohmer hatte erst vor zwei Stunden die freudige Nachricht bekommen und konnte somit die mühevolle Suche nach einem Ersatz einstellen.

Die Berichte waren fertig und nachdem klar war, dass auf Martins Kleidung keine Spuren des Opfers gefunden wurden, konnte Martin mitsamt seinem Kostüm wieder nach Hause. Alle waren erleichtert. Frau Gutbrod hatte sich mit ihm beschäftigt, ihm das ganze Polizeigebäude gezeigt, ihm alle anwesenden Kollegen vorgestellt und mit ihm gespielt und gezeichnet. Martin wurde müde und als Fuchs die freudige Nachricht übermittelte und Martin sein Kostüm wieder anziehen durfte, freute sich Martin auf seine Mutter und auf sein Zuhause. Es war noch nie vorgekommen, dass er so lange von daheim weg war. Frau Gutbrod fuhr ihn persönlich nach Hause, wo ihn seine Mutter schon sehnsüchtig erwartete.

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