Friedrich Schiller Schiller - Maria Stuart

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Im Jahre 1568 wird Maria Stuart, Königin von Schottland, wegen des Verdachtes auf Beihilfe bei der Ermordung ihres Gatten aus dem Land verjagt und flieht nach England. Sie erhofft sich Schutz bei Elisabeth I., der englischen Königin. Die aber muss um ihre Krone fürchten, da Maria selbst Ansprüche darauf hat.

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Aus Eurem Kerker planvoll die Verschwörung.

Maria. Wann hätt' ich das getan? Man zeige mir

Die Dokumente auf.

Burleigh. Die hat man Euch

Schon neulich vor Gerichte vorgewiesen.

Maria. Die Kopien, von fremder Hand geschrieben!

Man bringe die Beweise mir herbei,

Daß ich sie selbst diktiert, daß ich sie so

Diktiert, geradeso, wie man gelesen.

Burleigh. Daß es dieselben sind, die er empfangen,

Hat Babington vor seinem Tod bekannt.

Maria. Und warum stellte man ihn mir nicht lebend

Vor Augen? Warum eilte man so sehr,

Ihn aus der Welt zu fördern,eh' man ihn

Mir, Stirne gegen Stirne, vorgeführt?

Burleigh. Auch Eure Schreiber, Kurl und Nau, erhärten

Mit einem Eid, daß es die Briefe seien,

Die sei aus Eurem Munde niederschrieben.

Maria. Und auf das Zeugnis meiner Hausbedienten

Verdammt man mich? Auf Treu und Glauben derer,

Die mich verraten, ihre Königin,

Die in demselben Augenblick die Treu'

Mir brachen, da sie gegen mich gezeugt?

Burleigh. Ihr selbst erklärtet sonst den Schotten Kurl

Für einen Mann von Tugend und Gewissen.

Maria. So kannt' ich ihn – doch eines Mannes Tugend

Erprobt allein die Stunde der Gefahr.

Die Folter konnt' ihn ängstigen, daß er

Aussagte und gestand, was er nicht wußte!

Durch falsches Zeugnis glaubt' er sich zu retten

Und mir, der Königin, nicht viel zu schaden.

Burleigh. Mit einem freien Eid hat er's beschworen.

Maria. Vor meinem Angesichte nicht! – Wie, Sir?

Das sind zwei Zeugen, die noch beide leben!

Man stelle sie mir gegenüber, lasse sie

Ihr Zeugnis mir ins Antlitz wiederholen!

Warum mir eine Gunst, ein Recht verweigern,

Das man dem Mörder nicht versagt? Ich weiß

Aus Talbots Munde, meines vor'gen Hüters,

Daß unter dieser nämlichen Regierung

Ein Reichsschluß durchgegangen, der befiehlt,

Den Kläger dem Beklagten vorzustellen.

Wie? Oder hab ich falsch gehört? – Sir Paulet!

Ich hab Euch stets als Biedermann erfunden,

Beweist es jetzo. Gib's kein solch Gesetz in England?

Paulet. So ist's, Mylady. Das ist bei uns Rechtens.

Was wahr ist, muß ich sagen.

Maria. Nun, Mylord!

Wenn man mich denn so streng nach englischem Recht

Behandelt, wo dies Recht mich unterdrückt,

Warum dasselbe Landesrecht umgehen,

Wenn es mir Wohltat werden kann? – Antwortet!

Warum ward Babington mir nicht vor Augen

Gestellt, wie das Gesetz es befiehlt? Warum

Nicht meine Schreiber, die noch beide leben?

Burleigh. Ereifert Euch nicht, Lady. Euer Einverständnis

Mit Babington ist's nicht allein –

Maria. Es ist's

Allein, was mich dem Schwerte des Gesetzes

Bloßstellt, wovon ich mich zu rein'gen habe.

Mylord! Bleibt bei der Sache. Beugt nicht aus.

Burleigh. Es ist bewiesen, daß Ihr mit Mendoza,

Dem spanischen Botschafter, unterhandelt –

Maria (lebhaft).

Bleibt bei der Sache, Lord!

Burleigh. Daß Ihr Anschläge

Geschmiedet, die Religion des Landes

Zu stürzen, alle Könige Europens

Zum Krieg mit England aufgeregt –

Maria. Und wenn ich's

Getan? Ich hab es nicht getan – Jedoch

Gesetzt, ich tat's! – Mylord, man hält mich hier

Gefangen wider alle Völkerrechte.

Nicht mit dem Schwerte kam ich in dies Land,

Ich kam herein als eine Bittende,

Das heil'ge Gastrecht fordernd, in den Arm

Der blutsverwandten Königin mich werfend –

Und so ergriff mich die Gewalt, bereitete

Mir Ketten, wo ich Schutz gehofft – Sagt an!

Ist mein Gewissen gegen diesen Staat

Gebunden? Hab ich Pflichten gegen England?

Ein heilig Zwangsrecht üb ich aus, da ich

Aus diesen Banden strebe, Macht mit Macht

Abwende, alle Staaten dieses Weltteils

Zu meinem Schutze aufrühre und bewege.

Was irgend nur in einem guten Krieg

Recht ist und ritterlich, das darf ich üben.

Den Mord allein, die heimlich blut'ge Tat,

Verbietet mir mein Stolz und mein Gewissen,

Mord würde mich beflecken und entehren.

Entehren sag ich – keineswegs mich

Verdammen, einem Rechtsspruch unterwerfen.

Denn nicht vom Rechte, von Gewalt allein

Ist zwischen mir und Engelland die Rede.

Burleigh (bedeutend).

Nicht auf der Stärke schrecklich Recht beruft Euch,

Mylady! Es ist der Gefangenen nicht günstig.

Maria. Ich bin die Schwache, sie die Mächt'ge – Wohl!

Sie brauche die Gewalt, sie töte mich,

Sie bringe ihrer Sicherheit das Opfer.

Doch sie gestehe dann, daß sie die Macht

Allein, nicht die Gerechtigkeit geübt.

Nicht vom Gesetze borge sie das Schwert,

Sich der verhaßten Feindin zu entladen,

Und kleide nicht in heiliges Gewand

Der rohen Stärke blutiges Erkühnen.

Solch Gaukelspiel betrüge nicht die Welt!

Ermorden lassen kann sie mich, nicht richten!

Sie geb' es auf, mit des Verbrechens Früchten

Den heil'gen Schein der Tugend zu vereinen,

Und was sie ist, das wage sie zu scheinen!

(Sie geht ab.)

Achter Auftritt

Burleigh. Paulet.

Burleigh. Sie trotzt uns – wird uns trotzen, Ritter Paulet,

Bis an die Stufen des Schafotts – Dies stolze Herz

Ist nicht zu brechen – Überraschte sie

Der Urtelspruch? Saht Ihr sie eine Träne

Vergießen? Ihre Farbe nur verändern?

Nicht unser Mitleid ruft' sie an. Wohl kennt sie

Den Zweifelmut der Königin von England,

Und unsre Furcht ist's, was sie mutig macht.

Paulet. Lord Großschatzmeister! Dieser eitle Trotz wird schnell

Verschwinden, wenn man ihm den Vorwand raubt.

Es sind Unziemlichkeiten vorgegangen

In diesem Rechtsstreit, wenn ich's sagen darf.

Man hätte diesen Babington und Tichburn

Ihr in Person vorführen, ihre Schreiber

Ihr gegenüberstellen sollen.

Burleigh (schnell). Nein!

Nein, Ritter Paulet! Das war nicht zu wagen.

Zu groß ist ihre Macht auf die Gemüter

Und ihrer Tränen weibliche Gewalt.

Ihr Schreiber Kurl, ständ' er ihr gegenüber,

Käm' es dazu, das Wort nun auszusprechen,

An dem ihr Leben hängt – er würde zaghaft

Zurückziehn, sein Geständnis widerrufen –

Paulet. So werden Englands Feinde alle Welt

Erfüllen mit gehässigen Gerüchten,

Und des Prozesses festliches Gepräng'

Wird als ein kühner Frevel nur erscheinen.

Burleigh. Dies ist der Kummer unsrer Königin –

Daß diese Stifterin des Unheils doch

Gestorben wäre, ehe sie den Fuß

Auf Englands Boden setzte!

Paulet. Dazu sag ich Amen.

Burleigh. Daß Krankheit sie im Kerker aufgerieben!

Paulet. Viel Unglück hätt' es diesem Land erspart.

Burleigh. Doch, hätt' auch gleich ein Zufall der Natur

Sie hingerafft – wir hießen doch die Mörder.

Paulet. Wohl wahr. Man kann den Menschen nicht verwehren,

Zu denken, was sie wollen.

Burleigh. Zu beweisen wär's

Doch nicht und würde weniger Geräusch erregen –

Paulet. Mag es Geräusch erregen! Nicht der laute,

Nur der gerechte Tadel kann verletzen.

Burleigh. Oh! auch die heilige Gerechtigkeit

Entflieht dem Tadel nicht. Die Meinung hält es

Mit dem Unglücklichen, es wird der Neid

Stets den obsiegend Glücklichen verfolgen.

Das Richterschwert, womit der Mann sich ziert,

Verhaßt ist's in der Frauen Hand. Die Welt

Glaubt nicht an die Gerechtigkeit des Weibes,

Sobald ein Weib das Opfer wird. Umsonst,

Daß wir, die Richter, nach Gewissen sprachen!

Sie hat der Gnade königliches Recht.

Sie muß es brauchen; unerträglich ist's,

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