Friedrich Schiller Schiller - Maria Stuart

Здесь есть возможность читать онлайн «Friedrich Schiller Schiller - Maria Stuart» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Maria Stuart: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Maria Stuart»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Im Jahre 1568 wird Maria Stuart, Königin von Schottland, wegen des Verdachtes auf Beihilfe bei der Ermordung ihres Gatten aus dem Land verjagt und flieht nach England. Sie erhofft sich Schutz bei Elisabeth I., der englischen Königin. Die aber muss um ihre Krone fürchten, da Maria selbst Ansprüche darauf hat.

Maria Stuart — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Maria Stuart», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Nur Könige sind meine Peers.

Burleigh. Ihr hörtet

Die Klageartikel an, ließt Euch darüber

Vernehmen vor Gerichte –

Maria. Ja, ich habe micht

Durch Hattons arge List verleiten lassen,

Bloß meiner Ehre wegen und im Glauben

An meiner Gründe siegende Gewalt,

Ein Ohr zu leihen jenen Klagepunkten

Und ihren Ungrung darzutun – Das tat ich

Aus Achtung für die würdigen Personen

Der Lords, nicht für ihr Amt, das ich verwerfe.

Burleigh. Ob Ihr sie anerkennt, ob nicht, Mylady,

Das ist nur eine leere Förmlichkeit,

Die des Gerichtes Lauf nicht hemmen kann.

Ihr atmet Englands Luft, genießt den Schutz,

Die Wohltat des Gesetzesm, und so seid Ihr

Auch seiner Herrschaft untertan!

Maria. Ich atme

Die Luft in einem englischen Gefängnis.

Heißt das in England leben, der Gesetze

Wohltat genießen? Kenn ich sie doch kaum.

Nie hab ich eingewilligt, sie zu halten.

Ich bin nicht dieses Reiches Bürgerin,

Bin eine freie Königin des Audlands.

Burleigh. Und denkt Ihr, daß der königliche Name

Zum Freibrief dienen könne, blut'ge Zwietracht

In fremdem Lande straflos auszusäen?

Wie stünd' es um die Sicherheit der Staaten,

Wenn das gerechte Schwert der Themis nicht

Die schuld'ge Stirn des königlichen Gastes

Erreichen könnte wie des Bettlers Haupt?

Maria. Ich will mich nicht der Rechenschaft entziehen,

Die Richter sind es nur, die ich verwerfe.

Burleigh. Die Richter! Wie, Mylady? Sind es etwa

Vom Pöbel aufgegriffene Verworfne,

Schamlose Zungendrescher, denen Recht

Und Wahrheit feil ist, die sich zum Organ

Der Unterdrückung willig dingen lassen?

Sind's nicht die ersten Männer dieses Landes,

Selbständig g'nug, um wahrhaft sein zu dürfen,

Um über Fürstenfurcht und niedrige

Bestechung weit erhaben sich zu sehn?

Sind's nicht die selben, die ein edles Volk

Frei und gerecht regieren, deren Namen

Man nur zu nennen braucht, um jeden Zweifel,

Um jeden Argwohn schleunig stumm zu machen?

An ihrer Spitze steht der Völkerhirte,

Der fromme Primas von Canterbury,

Der weise Talbot, der des Siegels wahret,

Und Howard, der des Reiches Flotten führt.

Sagt! Konnte die Berherrscherin von England

Mehr tun, als aus der ganzen Monarchie

Die edelsten auslesen und zu Richtern

In diesem königlichen Streit bestellen?

Und wär's zu denken, daß Parteienhaß

Den einzelnen bestäche – Können vierzig

Erlesne Männer sich in einem Spruche

Der Leidenschaft vereinigen?

Maria (nach einigem Stillschweigen).

Ich höre staunend die Gewalt des Mundes,

Der mir von je so unheilbringend war –

Wie werd ich mich, ein ungelehrtes Weib,

Mit so kunstfert'gem Redner messen können! –

Wohl! wären diese Lords, wie Ihr sie schildert,

Verstummen müßt' ich, hoffnugngslos verloren

Wär' meine Sache, sprächen sie micht schuldig.

Doch diese Namen, die Ihr preisend nennt,

Die mich durch ihr Gewicht zermalmen sollen,

Mylord, ganz andere Rollen seh ich sie

In den Geschichten dieses Landes spielen.

Ich sehen diesen hohen Adel Englands,

Des Reiches majestätischen Senat,

Gleich Sklaven des Serails den Sultanslaunen

Heinrichs den Achten, meines Großohms schmeicheln –

Ich sehe dieses edle Oberhaus,

Gleich feil mit den erkäuflichen Gemeinen,

Gesetze prägen und verrufen, Ehen

Auflösen, binden, wie der Mächtige

Gebietet, Englands Fürstentöchter heute

Enterben, mit dem Bastardnamen schänden

Und morgen sie zu Königinnen krönen.

Ich sehe diese würd'gen Peers mit schnell

Vertauschter Überzeugung unter vier Regierungen den Glauben viermal ändern –

Burleigh. Ihr nennt Euch fremd in Englands Reichsgesetzen,

In Englands Unglück seid Ihr sehr bewandert.

Maria. Und das sind meine Richter! – Lord Schatzmeister!

Ich will gerecht sein gegen Euch! – Seid Ihr's

Auch gegen mich – Man sagt, Ihr meint es gut

Mit diesem Staat, mit Eurer Königin,

Seid unbestechlich, wachsam, unermüdet –

Ich will es glauben. Nicht der eigne Nutzen

Regiert Euch, Euch regiert allein der Vorteil

Des Souveräns, des Landes. Ebendarum

Mißtraut Euch, edler Lord, daß nicht der Nutzen

Des Staats Euch als Gerechtigkeit erscheine.

Nicht zweifl' ich dran, es sitzen neben Euch

Noch edle Männer unter meinen Richtern.

Doch sie sind Protestanten, Eiferer

Für Englands Wohl und sprechen über mich,

Die Königin von Schottland, die Papistin!

Es kann der Brite gegen den Schotten nicht

Gerecht sein, ist ein uralt Wort – Drum ist

Herkömmlich seit der Väter grauen Zeit,

Daß vor Gericht kein Brite gegen den Schotten,

Kein Schotte gegen jenen zeugen darf.

Die Not gab diesen seltsame Gesetz;

Ein tiefer Sinn wohnt in den alten Bräuchen,

Man muß sie ehren, Mylord – die Natur

Warf diese beiden feur'gen Völkerschaften

Auf dieses Brett im Ozean, ungleich

Verteilte sie's und hieß sie darum kämpfen.

Der Tweede schmales Bette trennt allein

Die heft'gen Geister, oft vermischte sich

Das Blut der Kämpfenden in ihren Wellen.

Die Hand am Schwerte, schauen sie sich drohend

Von beiden Ufern an, sei tausend Jahren.

Kein Feind bedränget Engelland, dem nicht

Der Schotte sich zum Helfer zugesellte;

Kein Bürgerkrieg entzündet Schottlands Städte,

Zu dem der Brite nicht den Zunder trug.

Und nicht erlöschen wird der Haß, bis endlich

Ein Zepter waltet durch die ganze Insel.

Burleigh. Und eine Stuart sollte dieses Glück

Dem Reich gewähren?

Maria. Warum soll ich's leugnen?

Ja, ich gesteh's, daß ich die Hoffnung nährte,

Zwei edle Nationen unterm Schatten

Des Ölbaums frei und fröhlich zu vereinen.

Nicht ihres Völkerhasses Opfer glaubt' ich

Zu werden; ihre lange Eifersucht,

Der alten Zwietracht unglücksel'ge Glut

Hofft' ich auf ew'ge Tage zu ersticken

Und, wie mein Ahnherr Richmond die zwei Rosen

Zusammenband nach blut'gem Streit, die Kronen

Schottland und England friedlich zu vermählen.

Burleigh. Auf schlimmem Weg verfolgtet Ihr dies Ziel,

Da Ihr das Reich entzünden, durch die Flammen

Des Bürgerkriegs zum Throne steigen wolltet.

Maria. Das wollt' ich nicht – beim großen Gott des Himmels!

Wann hätt' ich das gewollt? Wo sind die Proben?

Burleigh. Nicht Streitens wegen kam ich her. Die Sache

Ist keinem Wortgefecht mehr unterworfen.

Es ist erkannt durch vierzig Stimmen gegen zwei,

Daß Ihr die Akte vom vergangnen Jahr:

"Wenn sich Tumult im Königreich erhübe

Im Namen und zum Nutzen irgendeiner

Person, die Rechte vorgibt an die Krone,

Daß man gerichtlich gegen sie verfahre,

Bis in den Tod die schuldige verfolge" –

Und da bewiesen ist –

Maria. Mylord von Burleigh!

Ich zweifle nicht, daß ein Gesetz, ausdrücklich

Auf mich gemacht, verfaßt, mich zu verderben, Sich gegen mich wird brauchen lassen – Wehe Dem armen Opfer, wenn derselbe Mund, Der das Gesetz gab, auch das Urteil spricht! Könnt Ihr es leugnen, Lord, daß jene Akte Zu meinem Untergang ersonnen ist?

Burleigh. Zu Eurer Warnung sollte sie gereichen,

Zum Fallstrick habt Ihr selber sie gemacht.

Den Abgrund saht Ihr, der vor Euch sich auftat,

Und treu gewarnet stürztet Ihr hinein.

Ihr wart mit Babington, dem Hochverräter,

Und seinen Mordgesellen einverstanden,

Ihr hattet Wissenschaft von allem, lenktet

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Maria Stuart»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Maria Stuart» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Maria Stuart»

Обсуждение, отзывы о книге «Maria Stuart» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x