Lars Burkart - Die letzte Seele

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Für Paul Ritter bricht eine Welt zusammen. Plötzlich ist nichts mehr von Wert. Weder sein Besitz, noch seine Arbeit. Ziellos irrt er umher. Einzig vom Gedanken getrieben, seine Frau zurück zu gewinnen.
Bis ihm eines Tages ein Handel vorgeschlagen wird. Und er erst viel zu spät erkennt, auf was er sich eingelassen hat. Ein Handel, der ihm all das Verlorene zurückbringen kann.
Dafür soll er nur eines beschaffen – Seelen.

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Paul überlegte kurz sinnlos, ob sie eine Tasche bei sich hatte, gab es aber schnell wieder auf, weil er sich beim besten Willen nicht daran erinnern konnte. Mit hängenden Schultern ging er weiter, vorbei an den Zeugen ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Plötzlich drehte er sich einmal um seine Achse, und das Zimmer rauschte an ihm vorbei. Dann ein zweites Mal, diesmal schneller. Es war wie ein Rausch, wie das Eintauchen in eine fremde, eigentümliche Welt, wo alle Umrisse zu geisterhaften Schemen verschwammen. Dann verlor er das Gleichgewicht, stürzte der Länge nach aufs Bett und blieb reglos liegen. Die Matratze unter ihm schwippte und schwappte, und er genoss das Gefühl des Treibens. Er dachte an das letzte Mal, als sie miteinander geschlafen hatten. Wann war das gewesen? Vor sechs Tagen? Vor sechs Wochen? Paul musste sich eingestehen, dass auch diesmal seine Chancen schlecht standen. Was denn, sollte es schon sechs Monate her sein? Das traf es schon eher. Aber, um ehrlich zu sein: Es lag noch ein Stück weiter zurück in der Vergangenheit. Mit Entsetzen erkannte er, dass es ihm nicht möglich war, sich zu erinnern. Nur so viel war sicher: Es war schon viel zu lang her. Und nun formte ein Gedanke sich hinter seiner Stirn. Ein Gedanke, den zu denken er bis vor kurzem nie imstande gewesen wäre: Hatte es sich durch etwas angekündigt? Eine berechtigte Frage. Schließlich geschah so etwas nicht von heute auf morgen. Und wenn es sich angekündigt hatte, warum hatte er es nicht gespürt? Er drehte sich um, vergrub das Gesicht in dem Kissen, das einmal ihres gewesen war und heulte wie ein Schlosshund. Ihr Duft kroch ihm in die Nase, und er wollte schon vor Freude aufspringen (Gott sei Dank, nun würde alles wieder gut werden!), als er begriff, dass der süßlich-angenehme Duft nur aus dem verdammten Kissen kam.

Dann kam ihm noch etwas in den Sinn. Etwas, das ausreichte, noch das letzte bisschen Beherrschung zu verlieren. Voller Wut auf sich selbst und auf alles um sich herum schmiss er die halbleere Flasche an die Wand, wo sie scheppernd zerbrach. Hätte er es verhindern können? Hätte er es verhindern können, wenn er es nur geahnt hätte? Wenn er es hätte kommen sehen?

Sie hatte ihm stumme Signale gesendet, da war er sich sicher. Aber erst jetzt, da es zu spät war, verstand er sie. Sie hatte es im Sanften versucht, hatte mit ihm reden wollen, über die Probleme, die sie beschäftigten und die sie oft nachts wach liegen ließen. Schließlich, nachdem es auf die sanfte Tour nicht funktionierte, hatte sie die Holzhammermethode angewandt. Sie verweigerte ihm den Sex und war sogar allein in den Urlaub gefahren. Hatte er ihr je gesagt, dass er sie vermisste? Dass er die ganze Zeit an sie denken musste? Sie war abends öfter ausgegangen und jedes Mal später nach Hause gekommen. Aber hatte er sie je gefragt, wo sie gewesen war? Mit wem? Und ob sie sich amüsiert hatte? Nein, kein einziges Mal.

„Ich war so ein Arschloch“, hörte er sich laut sagen, „ich war so vertieft in meine verdammte Scheißarbeit, dass ich gar nicht merkte, wie meine Ehe zerbrach. Ich war ja so ein egoistisches Arschloch!“ Er jaulte wie ein Hund. „Ich war so mit mir selbst beschäftigt, dass ich gar nicht merkte, wie meine Frau sich mehr und mehr von mir entfernte,“ Und während er das sagte, begriff er den Sinn der Worte. Er begriff ihn mit aller Grausamkeit.

Ihm lag noch so viel auf der Zunge. Er wollte sich beschimpfen, sich einen Hurensohn nennen, weil er so ein verdammter Idiot war. Aber so weit kam er nicht. Aus seinem Mund drang nur ein unverständliches Krächzen und Wimmern. Diesmal versuchte er gar nicht erst, sich zu beruhigen. Es waren Tränen, die geweint werden mussten. Außerdem hegte er die vage Hoffnung, dass mit ihnen auch ein Teil des Schmerzes herausgespült würde.

Doch irgendwann waren auch diese Tränen versiegt, und langsam trottete er aus dem Schlafzimmer. Er ging in die Küche, steuerte in Richtung Kühlschrank, öffnete die Tür und erschauerte kurz, als die kalte Luft die Haare an seinen Beinen berührte. Dann nahm er die zweite Flasche Whiskey. Die darf ich nicht zerdeppern, sonst sitze ich auf dem Trockenen.

Wenige Minuten später stand Paul im Arbeitszimmer und starrte auf den Schreibtisch. Das Notebook war aufgeklappt, aber am liebsten hätte er es gegen die Wand gefeuert. Er konnte nicht mehr verstehen, dass er so viele Stunden, in denen seine Ehe den Bach hinuntergegangen war, vor ihm gesessen und wie ein Besessener gearbeitet hatte. Er nahm einen tiefen Schluck, genoss das Brennen und klappte den Bildschirm mit einer einzigen Bewegung herunter. Dabei kam ihm in den Sinn, dass das zu spät war, dass er es schon früher hätte tun sollen. Er kläffte sein Gewissen an, dass das unwichtig sei und es gefälligst sein dämliches Maul halten sollte. Arschloch, verdammtes, fügte er in Gedanken hinzu. Paul stockte eine Sekunde und fing wie irrsinnig an zu lachen. Wow, dem hast du’s aber gegeben, das muss dieser verdammte Schweinehund erstmal verdauen, was?

Er ließ sich rücklings auf den Drehsessel fallen, warf die Beine auf den Tisch, kickte das Notebook weg und starrte ihm hinterher, als hätte er noch nie in seinem Leben ein solches Ding zu Gesicht bekommen. Was kann das nur sein? Man kann es auf- und zuklappen, und dann hat es auch noch so viele Knöpfe mit so komischen Zeichen darauf. Oh, das ist aber ungeheuer spannend, ist es. Ja, du verdammtes Mistding, du bist an allem schuld! Wegen dir ist mein Leben jetzt ein Trauermarsch!

Das ging ihm durch den Kopf, als es scheppernd auf dem Boden aufschlug. Ob es dabei demoliert wurde, ging ihm am Arsch vorbei. Und auch über diese Gleichgültigkeit meinte er sich fast kaputtlachen zu müssen.

Paul hoffte inständig, sein Heiterkeitsausbruch würde eine Weile andauern. Doch schon während er noch dafür betete, verabschiedete sich der kurze Moment schon mit Pauken und Trompeten und hinterließ nur wieder diese düstere, traurige Leere. Langsam rannen Tränen über seine Wangen.

Wie lange saß er nun schon so da? Die Beine auf dem Tisch, tief im Schreibtischsessel versunken und die Augen starr zur Zimmerdecke gerichtet? Zehn Minuten? Eine Stunde? Oder vielleicht zwei? Er konnte es nicht mit Sicherheit sagen. Aber es musste schon ziemlich lange sein, denn als er Anstalten machte sich aufzurichten, kribbelten seine Beine, als spaziere er mit kurzen Hosen durch ein Brennnesselfeld. Er stöhnte. Seine Tränen waren inzwischen getrocknet, aber ihm war bewusst, dass sie noch lange nicht versiegt waren. Er blickte sich langsam um und sah noch etwas anderes. Falls er zu diesem Zeitpunkt noch Zweifel gehegt hatte, lange weggetreten gewesen zu sein, waren diese nun widerlegt. Denn es war schon fast dunkel. Es mussten Stunden gewesena sein.

Paul kämmte mit der Rechten sein dünnes Haar, und jetzt machten sich die ersten Wehen eines herannahenden Kopfschmerzes bemerkbar. Und da er auch verdammt durstig war, nahm er schnell noch einen Schluck aus der Pulle, der nun aber gar nicht mehr so gut schmeckte. Der Whiskey hatte jetzt Zimmertemperatur, und da kann man mit alkoholischen Getränken viel machen, sich zum Beispiel die Füße damit waschen, aber auf keinen Fall sollte man sie noch trinken. Kein Mensch säuft so eine Plärre, wenn sie warm ist wie Ochsenpisse – es sei denn, man ist hemmungsloser Alkoholiker. Obwohl Paul genau das durch den Kopf ging, setzte er die Flasche erst ab, als sie leer war. Scheiß auf den schlechten Geschmack! Scheiß auf alles! Hauptsache, es knallt ordentlich!

Während er so dasaß, den Alkohol wirken ließ und versuchte, seine morschen Knochen wieder zum Leben zu erwecken, sah er, dass sein Notebook eigenartigerweise genau an der Stelle stand, wo es gestanden hatte, bevor er es mit einem saftigen Tritt zu Boden geschleudert hatte. Später meinte er, sich vage daran zu erinnern, dass er sich gefragt hatte, wie das verdammte Drecksding bitteschön wieder auf den Tisch gekommen war.

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