Emely Bonhoeffer - Glock 17

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Glock 17: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Schmerz schuf ihre Wut – und die schuf ihren Willen.
"Mein richtiger Name ist Olivia Alvarez.
Ich wurde in Spanien geboren.
In einem Kartell."
Als Gefangene wuchs sie dort auf.
Eingeschlossen von Mauern aus Kälte, Hass und Gewalt.
Nach Jahren voller Schmerzen und Qualen gelang ihr endlich die Flucht.
Die Männer im Kartell lehrten sie die Grausamkeit, dass man für jeden Atemzug, den man machte, zu kämpfen hatte.
Sie zeigten ihr auch, wie.
Doch genau das war ihr Fehler.
Denn sie ist wieder da – und sinnt auf Rache.
Und sie wird nicht aufhören, zu wüten und zu zerstören, bis jede alte Rechnung gebührend beglichen ist!

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Er würde seine gerechte Strafe erhalten. Dieses Wissen glättete die Wellen in ihrem Inneren und sie konnte sich ganz auf ihre Worte konzentrieren, die durch den Raum schwebten und ihren Gefangenen frösteln ließen.

„Rache“, so begann sie mit ihrem wichtigsten Wort zu sprechen, „meinen die meisten Menschen, ist ein Gefühl, das wir nur in den ersten Momenten empfinden und das mit der Zeit vergeht. Wer von Rache geleitet Taten begeht, denkt nicht nach, behaupten sie, er macht Fehler, die er bereut, denn Rache macht ihn schwach.“

Ihre Stimme war kalt und doch melodisch und neben dem Regen das Einzige, das die bleierne Stille durchbrach, die sich wie eine dicke Decke über die Szenerie gelegt hatte. Während sie sprach, nahm sie kein einziges Mal den wachsamen Blick von ihm.

Diesmal war sie an der Reihe. Nur sie allein durfte einen Zug machen und besaß die Möglichkeit, dem Spiel eine ganz neue Richtung zu geben.

Und sie konnte fühlen, wie sich der Wind zu ihren Gunsten drehte.

„Doch Rache kann uns nicht nur zu Fehlern verleiten. Sie macht uns nicht schwach, sondern stark, solange wir ihr uns nicht blindlings hingeben. Sie lässt uns an unsere Grenzen gehen und weit darüber hinaus.“

An ihn gewandt fuhr sie fort: „Und genau deswegen sitzt du hier.“

Mit ihren nachtblauen Augen fokussierte sie ihn. Ein einziger verachtender Blick sagte, was Worte nie könnten.

„Du weißt, was du mir angetan hast, nicht wahr?“

Ihr Gesicht näherte sich ihm und als es in geringem Abstand zu seinem stehenblieb und der Hass in ihren Augen aufblitzte, erkannte er sie. Seine Pupillen weiteten sich vor Schreck, während das Band in seinem Mund ein erschrockenes Aufschreien verhinderte. Die Fesseln, an denen er nun panisch zerrte, durchkreuzten indes seinen Versuch, vom Stuhl aufzuspringen und die Flucht zu ergreifen.

So hatte sie ihn noch nie gesehen, so ängstlich und verletzlich, und etwas in ihr freute sich darüber, dass ihm bereits schwante, wie gefährlich sie war. Einen sonst so kaltblütigen und furchtlosen Mann hatte sie zum Erzittern gebracht – und er würde nicht der letzte sein, den sie Angst und Panik lehrte. Allesamt würden sie ihr zuhören müssen und ihre Fehler erkennen.

„Man sagt zwar, dass die Zeit alle Wunden heilt, doch sie kann einen niemals ganz vergessen lassen, was passiert ist. Und so sehe ich alles, was ihr getan habt, jedes Mal vor mir, wenn ich die Augen schließe. Auf grauenvollste Weise in mein Gedächtnis gebrannt erinnert es mich in jedem Moment, bei jedem Atemzug, an eure Taten.“ Wut schwang in ihrer Stimme mit. „Ihr werdet bezahlen für das, was ihr getan habt.“

Wieder zu ihrer vollen Größe aufgerichtet blickte sie auf ihn herab.

„Betrachte mich nicht als eine Verrückte, die auf ihrem Rachefeldzug Leben auslöscht.“

Sie machte eine kurze Pause, in der das spielerische Lächeln in ihrem Gesicht einem ernsteren Ausdruck wich.

„Sieh mich mehr als eine gefährlich gebrochene Seele, die auf verdiente Art und Weise mit euch abrechnet.“

Mehr sagte sie nicht und mehr war auch nicht nötig. Er wusste es und sie auch.

Stille breitete sich aus und umhüllte den Raum.

Es würde nur noch Sekunden dauern, bis der Löwe seine erste Mahlzeit erhielt.

Hinter ihrem Rücken holte sie eine schwarze Glock 17 hervor. Die Waffe, welche im Licht glänzte, fühlte sich in ihrer Hand leicht und kalt an. Mit den Jahren hatte sie ein Faible für genau dieses Modell entwickelt, weil es etwas Elegantes, etwas Zeitloses, an sich hatte.

Die Wellen in ihrem Inneren schlugen wieder höher, während die Erinnerungen ihr in ihrem Kopf erneut seine Taten zeigten und sie mit brennendem Schmerz anfüllten.

Sie legte die Pistole an seinen Kopf, spürte sein Zusammenzucken und sah die Angst in seinen Augen schimmern wie Leuchttürme im Nebel der Küste. Unwillkürlich musste sie grinsen, weil sie genau diesen angsterfüllten und reuevollen Blick in den Augen von ihnen allen ausmachen wollte, wenn sie merkten, welche unverzeihlichen Fehler sie begangen hatten.

Sie griff die Schusswaffe fester, legte einen Finger an den Abzug, presste die Öffnung der Pistole an seine Stirn, genoss die alles erfüllende Ruhe.

Und drückte ab.

Alles, was man hörte, war ein leises Krachen.

Alles, was man sah, ein Mädchen, welches die Blutflecken auf dem Teppich zufrieden zur Kenntnis nahm. Erleichterung und Genugtuung breiteten sich um ihr verletztes Herz aus und erfüllten sie mit Freude.

Mit der Mordwaffe in der Hand verließ sie den Raum, im Wissen, dass dies nicht ihr letztes Opfer sein würde. Jeden von ihnen würde sie zur Rechenschaft ziehen. Einen auf grausamere Weise als den vorigen. Ein schadenfrohes Lachen stieg in ihr empor und fand seinen Weg nach draußen.

Als sich die Türen hinter ihr wieder schlossen, hallte der Laut in dem großen Zimmer noch nach, erfüllte die Stille und umhüllte den Leichnam, während der Regen sich draußen in einen heftigen Sturm verwandelte.

Unaufhaltsam würde er alles, was sich ihm in den Weg stellte, vernichten.

Szene 1:

Wie sie es gewohnt war, erwachte Olivia um fünf Uhr morgens, als die Sonne kurz vor ihrem Aufgang stand. Normalerweise wurde sie nie von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. In der Vergangenheit hatte sie das farbenprächtige Spiel des Sonnenaufgangs nur sehr selten beobachten können – bis zu dem einen Tag, der für sie alles verändert hatte.

Nachdem es ihr gelungen war.

Als sie dann endlich die Chance dazu gehabt hatte, war es atemberaubend gewesen.

Der Moment, in dem sie auf der schlecht befestigten Straße gestanden hatte, umgeben von Steinwüste und ein paar vertrockneten Büschen, die frische und sich langsam erwärmende Luft eingeatmet hatte, und ihren Blick nicht von den Farben am Himmel wenden konnte, war einer der wenigen schönen Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit. Damals war ihr der Regen egal gewesen, der wie ein kleines Wunder die ausgedörrten Böden getränkt und sie selbst bis auf die Knochen durchnässt hatte. Ihre Kleidung hatte an ihr geklebt und ihre Haare waren feucht gewesen von den schimmernden Tropfen, die auf ihrer Zunge so süß wie Honig geschmeckt hatten.

Und absolut alles, was in diesem Augenblick gezählt hatte, war das Farbspiel am Horizont, das ihr zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl von echter Freiheit gegeben hatte.

Nach diesem Tag hatte sie nie mehr so empfunden.

Es war der Anfang eines neuen Kapitels in ihrem Leben gewesen.

Eines, in dem sie den Stift in der Hand hielt.

Eines, das sie selbst schrieb.

Die Erinnerung war schön, trotzdem musste sie sich hier und heute der Gegenwart zuwenden. Zwar hatte sie am Abend zuvor einen Bastard ausgelöscht, aber es war ihr nicht genug gewesen. Erst, wenn sie alle unter der Erde lägen, könnte sie ihre Ruhe finden, doch das würde wohl noch etwas dauern.

Weil sie sich jedoch bereits seit einiger Zeit in London befand, musste sie sich langsam anpassen. Obwohl die Schulpflicht in England nur bis zum 16. Lebensjahr bestand, war ihr Verbündeter, Ryan, trotzdem der Meinung gewesen, es wäre unauffälliger, wenn sie eine dieser elitären, lokalen Schulen besuchte. Olivia würde sich unter ihre Schüler mischen, die nicht einmal ansatzweise eine Ahnung von dem Leid hatten, das auf dieser Welt existierte. Die nicht wussten, was Kälte und Schmerz mit einem Menschen machen, wie sie ihn verändern und prägen konnten. Weder ahnten sie, wer sie wirklich war, noch, warum sie sich hier aufhielt.

Das würde ein Spaß werden, dachte sie und verdrehte innerlich die Augen. Dennoch vertraute sie auf die Intelligenz ihres engsten Verbündeten.

Wenigstens musste sie in der zweiten Sekundarstufe keine hässliche Uniform mehr tragen. Zumindest ein Pluspunkt.

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