Carolin Frohmader - Die Zeitlinie

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Der Kölner Medizinstudent Linus reist ungeplant 392 Jahre zurück in die Vergangenheit um sich der Herausforderung zu stellen, die sein Leben verändert. Oder zerstört. Ein rasantes Abenteuer in eine unbekannte Zeit. Und die Erkenntnis, dass nichts jemals so ist, wie es scheint.
Schonmal eine Zeitmaschine geerbt? Ohne zu wissen, was das eigentlich bedeutet, ist das erst der Beginn einer abenteuerlichen Reise in ein fremdes Leben, spannend und gefährlich, denn nicht nur Freund und Feind, auch eine unerwartete Liebe sind die Wegbegleiter.
Und wenn das noch nicht genügt, bleibt die Frage, ob man als Zeitreisender die richtige Entscheidung getroffen hat. Denn die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern.

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Ich brachte ihr nur ein verhungerndes Lächeln entgegen. Sie trat in den Raum und steuerte auf die Kaffeemaschine zu, doch sie hielt inne, eh sie nach der Kanne greifen konnte.

«Das ist ernst Linus!», sagte sie, drehte sich wieder zu mir und sah mich direkt an

«Ich weiß nicht, was in letzter Zeit mir Dir los ist und es interessiert mich auch nicht. Aber sieh zu, dass Du das schnell in den Griff bekommst.»

Sie drehte sich weg und schenkte sich Kaffee ein. Ohne sich wieder umzudrehen sprach sie weiter und schaufelte sich Zucker in ihren Becher.

«Es gibt einige hier, die sehr viel von Dir halten und denken, Du könntest einer der Besten deines Jahrgangs werden.» Ich musste schlucken.

«Reiß Dich zusammen!», warf sie scharf hinterher und verließ dem Raum ohne eines weiteren Blickes.

Mein Augen hatten ihr durch den Raum gefolgt, als wäre sie eine attraktive 20jährige, statt einer zerknitterten kleinen Frau. Ende vierzig wie ich schätzte. Zerknittert und klein, aber voller Kompetenz und Selbstbewusstsein.

***

«Mensch Linus, hättest Du die letzten Stunden nicht noch ohne Schnitzer hinbekommen?» feixte Thomas während wir uns in der Umkleide der Krankenhausklamotten entledigten. Wollte er seine Erleichterung verbergen, dass ich ihm die Vorstellung erspart hatte, so gelang es ihm nicht besonders gut.

«War schon im Wochenende. Immerhin habe ich diesmal eins», murmelte ich.

«Wenn Du wenigstens eine Freundin hättest, Linus. Aber so mach ich mir schon fast Sorgen.» Er boxte mich gegen den Oberarm und grinste. Normalerweise würde mir das auch nichts ausmachen, denn ich gehörte nicht zur mageren Fraktion, sondern hätte mich als fit und kräftig bezeichnet, ohne übertreiben muskulös zu wirken. Diesmal jedoch, brachte mich der Boxhieb beinahe zum taumeln.

«Dann lass Dich mal von Mutti verwöhnen, Weichei!» witzelte Thomas weiter und schüttelte verständnislos den Kopf.

Seit sich drei Wochen zuvor Julia von mir getrennt hatte, hing ich etwas neben der Spur. Ich war noch nicht bereit mir selbst einzugestehen, dass die Trennung das einzig Vernünftigste war. Sie war nach Hamburg umgezogen, weil sie ihren Studiengang gewechselt hatte und sie war es auch, die das Thema Trennung schließlich ansprach und bis der letzte Hoffnungsschimmer gestorben war, ausdiskutierte. Schließlich hatte ich zu dem Zeitpunkt einfach klein-bei gegeben, denn ich konnte weniger Gründe finden die für uns sprachen als gegen uns. Wohl hoffend, dass sie es sich noch anders überlegen würde. Doch da lag ich falsch, drei Wochen hatte ich nichts von ihr gehört. Sie hatte zwar nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie nach Hamburg wollte, doch ich war mir nicht sicher, ob ich den Wink einfach übersehen oder schlichtweg ignoriert hatte. Womöglich konnte ich zu Hause die Ruhe finden um mit meiner gescheiterten Beziehung endgültig abzuschließen. Julia selbst hatte dies wohl schon vor unserer Trennung geschafft.

Zuletzt streifte ich in der Umkleide meine Lederjacke über und Thomas ging bereits eilig zur Tür hinaus ohne sich zu verabschieden.

«Und lass deine Pechsträhne in dem Kaff da! Ich brauche Konkurrenten und keine Untertanen», drang Thomas' Stimme von der Tür. Er grinste noch kurz auffordernd durch den Türrahmen, eh er endgültig verschwand.

Es ärgerte mich, dass es noch nochmal ausgesprochen hatte, aber leider hatte er nicht ganz unrecht. Seit der Trennung war ich nicht mehr in Höchstform und das ärgerte mich selbst schon genug. Es erinnerte mich an den Präp Kurs im 4. Semester. Das präparieren der Leichen war der reinste Reinfall. Die anonymem Leichen, die bäuchlings auf den Bahren lagen, wurden in Sektionen eingeteilt. Es standen sechs bis achte Studenten um die Tische und präparierten die vorbereiteten Leichen. Sarah Kingston und ich teilten und den linken Unterschenkel, welcher rasiert und beinahe unwirklich vor uns lag. Eine Stunde zuvor hatten Julia und ich Schluss gemacht. Sie hatte mir leid getan, doch es machte keinen Sinn mehr an unserer Beziehung festzuhalten, wenn man keine Zeit mehr für einander hat und allmählich das Interesse schwindet. Deshalb war ich überhaupt nicht bei der Sache und hätte Sarah beinahe verletzt. Zudem war der Unterschenkel nicht mehr zu gebrauchen.

Mir Schwung schepperte die Tür meines Spindes zu und ich konnte meine müde Erscheinung im Spiegel an der Wand sehen. Meine graugrünen Augen schienen tief in den Höhlen zu liegen, zumindest vermittelten de dunklen Ränder diesen Eindruck. Die Haare, Straßenköter Blond, zerzaust. Ich machte mich gar nicht erst die Mühe sie in Form bringen zu wollen. Wachs hatte ich keines dabei und dorthin wo ich fahren würde, machte es keinen Unterschied ob ich perfekt gestylt war, oder eben so aussah, wie ich es tat. Ich strich mir noch kurz über das stoppelige Kinn, aber an rasieren verschwendete ich erst recht keinen Gedanken mehr.

Der Rucksack landete mit einem dumpfen Klong auf dem Rücksitz meines weißen Sciroccos, direkt neben einer kleinen schwarzen Reisetasche. Trotz der offensichtlichen Unwahrscheinlichkeit, dass ich auch nur ein einzige Mal ein Buch aufklappen würde in den kommenden 48 Stunden, hatte ich vorsichtshalber ein paar Bücher eingesteckt. Völlig entnervt stieg ich schließlich ein. Ich ärgerte mich über die Leiche, über Sarah, über Thomas, über Professor Rieck, natürlich über Julia und schließlich auch über mich selbst. Verdammt ich war so verdammt wütend, dass ich am liebsten ins Lenkrad gebissen hätte. Stattdessen knurrte ich wie ein Hund bis ich vor lauter Wut zu schwitzen begann und aufs Gas trat.

Dabei hatte ich gar nicht gemerkt wie die kleinen Regentropfen leise auf den Wagen trommelten und der Scheibenwischer begann zu wischen. Ich knurrte noch ein weiteres Mal das Lenkrad an, eh ich die Geschwindigkeit verringerte um mein Ziel noch lebendig zu erreichen.

Allmählich färbte sich das Laub rot und braun, doch die Farben leuchteten nicht so, wie es mir zu den vergangenen Herbstzeiten vorgekommen war.

Mein 90 minütiger Weg führte mich nach Althernau, in die Hocheifel. Ein kleiner Ort in der Mitte von Nirgendwo. Als Kind hatte ich es geliebt doch die Jugend dort schien mir gleich der Hölle zu sein. Bis auf Pit und meine Eltern hatte Althernau dennoch nichts, was ich vermisste.

Die obligatorische Kirche in der Dorfmitte konnte ich als Erstes hören, als ich Schlag 19 Uhr die Ortsgrenze passierte. Zwei alte Eichen nahmen sie in ihre Mitte, welche weniger durch ihre Höhe, sondern vielmehr durch die Breite ihrer Stämme bestachen. Unermüdlich läuteten die Glocken der Kirche zu jeder vollen Stunde, seit ich mich zurück erinnern konnte. Die Straßen wurden gesäumt von alten, weißen Fachwerkhäusern, mit den typischen schwarzen Querbalken. Schicke Gärten umrahmten einzelne Häuser, einige davon sogar mit roten Dachziegeln.

Trotz Fachwerk sah jedes Haus anders aus und mittlerweile fanden sich auch einige neuere Bauten zwischen den mir so vertrauten Straßenzügen.

Obwohl ich zuerst mein Elternhaus ansteuern wollte, bog ich zwei Straßen früher ab und hielt vor einem der älteren Fachwerkhäuser mit einer kleinen Bäckerei im Erdgeschoss. Dernbachs Backstube stand in kursiven Lettern in der Mitte des Schaufensters.

Inzwischen war es dunkler geworden, Wolken hatten den Himmel verdeckt und starker Wind fegte durch die Baumwipfel. In der Bäckerei brannte noch Licht und es zog mich an wie eine Motte. Ich fischte meinen Reisetasche vom Rücksitz und trat anschließend auf die Schwelle der Eingangstür.

Ich hielt kurz inne, mit erhobener Faust zum klopfen bereit. Zuerst holte ich tief Luft und lies sie ganz langsam aus meinen Lungen wieder entweichen. Es lag etwas darin, etwas, was ich womöglich auch vermisste. Petrichor. Kaum noch wahrnehmbar, längst nicht so intensiv wie im Sommer. Der Duft von Regen auf trockener Erde. Ich lächelte unwillkürlich und schüttelte es direkt wieder ab. Wie an einem Stück alte Heimat, klopfte ich schließlich an die dünne Glasscheibe in der Tür. Lange musste ich nicht warten, als die Tür aufgerissen wurde.

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